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Lebensversicherungen: Vorzeitige Kündigungen kosten Kunden Milliarden

Es ist eine gigantische Zahl: Kunden verloren in den vergangenen Jahren 160 Milliarden Euro, weil sie ihre Lebensversicherung vorzeitig kündigten, sagen*Verbraucherschützer. Sie fordern mehr Transparenz. Die Versicherer dagegen zweifeln die*Berechnungen an.*

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mundi 11.11.2011, 18:50
1. Wenn, dann nur auf Goldbasis abschliessen!

Zitat von sysop
Es ist eine gigantische Zahl: Kunden verloren in den vergangenen Jahren 160 Milliarden Euro, weil sie ihre Lebensversicherung vorzeitig kündigten, sagen*Verbraucherschützer. Sie fordern mehr Transparenz. Die Versicherer dagegen zweifeln die*Berechnungen an.*...
Es gibt schönere Arten, dass Geld zu verlieren als es einer Lebensversicherung anvertrauen.
Deutschland ist ein ohnehin Paradies für alle Arten von Versicherungen.
Die Ansichten zur Versicherung sind aber ein Spiegelbild der Gesellschaft. Man erwartet in allen Lebenslagen Vollkasko vom Staat, den Rest sucht man bei Versicherungen. Von beiden Institutionen kann man nur enttäuscht werden. Die Widersprüche zur Argumentation sind immer theoretischer Natur. Man schreibt, was die Versicherung angeblich alles zahlen müßte, nicht aber, was sie im Versicherungsfall konkret gezahlt hat.
Ein Sieg der Hoffnung über die Erfahrung!

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wrtlbrmft 11.11.2011, 19:19
2. genau

Zitat von sysop
Es ist eine gigantische Zahl: Kunden verloren in den vergangenen Jahren 160 Milliarden Euro, weil sie ihre Lebensversicherung vorzeitig kündigten, sagen*Verbraucherschützer. Sie fordern mehr Transparenz. Die Versicherer dagegen zweifeln die*Berechnungen an.*
Und die Verbraucherverbände rechnen auch falsch:
ich habe dieses Jahr meine LV drei Jahre vor Ablauf gekündigt und verliere bei 60TDM Rückkaufswert in den nächsten 3 Jahren insgesamt rund 3.500 Euro gegenüber der kompletten Schlusszahlung.

Wer weiß, wie stark die Versicherer bei den Banken engagiert sind, ist ja fast ein Zocker, wenn er denen jetzt noch nennenswerte Summen anvertraut!

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Skeptiker1964 11.11.2011, 19:26
3. Freiheit für die Titel

"Der Professor verglich bei gleich hohen Einzahlungen den Ertrag, den ein durchschnittliches Depot mit Bundesanleihen gebracht hätte, mit der rückerstatteten Lebensversicherungssumme bei vorzeitiger Kündigung. Die Differenz definierte er als "Schaden"."

Ja, dass kommt dabei heraus, wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht.
Sicherlich sind Provisionen und Kosten bei einer vorzeitigen Kündigung eine Belastung, aber der Versicherungsschutz einer Kapitallebensversicherung muss ja auch finanziert werden.
Im Todesfall fällt dann die gesamte Versicherungssumme an, auch wenn nur sehr wenig einbezahlt wurde.
Bei Bundesanleihen gibt es eben am Ende nur das, was einbezahlt wurde + Zinsen.

Da hat sich der Herr Professor dann wohl gründlich verrechnet.

Skeptiker.

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Bernhard65 11.11.2011, 19:29
4. Geschäftsmodell der Versicherungen fragwürdig?

Eher parasitär.. Wieso bezahlt man eigentlich eine Lebensversicherung, wenn man das selber viel kostengünstiger mit besserer Rendite bei gleicher Sicherheit hinbekommt? Unter anderem sieht man unter www.zuwax.de wie am kostengünstig in verschiedene Staatsanleihen investieren kann. Dazu brauch man keine Versicherung die sich einen Teil abzweigt um Boni zu bezahlen oder Innenstadtpaläste zu bauen.

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Skeptiker1964 11.11.2011, 19:31
5.

Zitat von wrtlbrmft
Und die Verbraucherverbände rechnen auch falsch: ich habe dieses Jahr meine LV drei Jahre vor Ablauf gekündigt und verliere bei 60TDM Rückkaufswert in den nächsten 3 Jahren insgesamt rund 3.500 Euro gegenüber der kompletten Schlusszahlung. Wer weiß, wie stark die Versicherer bei den Banken engagiert sind, ist ja fast ein Zocker, wenn er denen jetzt noch nennenswerte Summen anvertraut!
Drei Jahre vor Auszahlung zu kündigen ist eben völlig unsinnig, da gerade in den letzten Jahren der Laufzeit die Rendiete explodiert.
Man hätte die Versicherung ruhen lassen sollen und zur Not beitragsfrei stellen können.
Eigener Fehler - eigener Verlust.

Skeptiker

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irreal 11.11.2011, 19:40
6. Bitte die Realität

Zitat von sysop
Es ist eine gigantische Zahl: Kunden verloren in den vergangenen Jahren 160 Milliarden Euro, weil sie ihre Lebensversicherung vorzeitig kündigten, sagen*Verbraucherschützer. Sie fordern mehr Transparenz. Die Versicherer dagegen zweifeln die*Berechnungen an.*

nicht ganz aus dem erkenntnisfähigen Verstand zu entlassen, also ich meine meine überhaupt einzigste meines Lebens abgeschlossene Lebensversicherung um die Hälfte erst mal verringernd geändert, weil ich brauchte das Geld für ein Auto um meine 2 Hartz4 Jobs weiter machen zu können und das alles mit Aufstocker Hartz4 .

Mir ist es somit wurscht ob ich dabei ein Renditedefizit hatte und schon gar nicht interessiert mich ob es da gesamt gesehen Milliarden Defizite gibt, weil diese "Defizite" wird ja irgendeiner gewinnen und umso schneller das Rad sich dreht für die paar gewinner, umso schneller gibt es wieder eine Veränderung im Sinne der Evolution des Menschen.

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siebi 11.11.2011, 19:52
7. Expost Betrachtung

Lt. Bafinstatistik beträgt die durchschnittliche Versicherungssumme der stornierten Verträge etwa 32.000 Euro. Wenn der durchschnittliche Verlust 4.000 Euro betragen würde, wären das 12,5 % der Versicherungssumme. Eine solch hoher Betrag kann wohl nur zustande, weil man expost eine zu hohe Rendite zugrunde legt. Wären die Aktien "explodiert" hätte man den Schaden i.V. zu einem Investment in den DAX verglichen ...

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irreal 11.11.2011, 19:54
8. Ja warum eigentlich?

Zitat von Bernhard65
Eher parasitär.. Wieso bezahlt man eigentlich eine Lebensversicherung, wenn man das selber viel kostengünstiger mit besserer Rendite bei gleicher Sicherheit hinbekommt? Unter anderem sieht man unter wie am kostengünstig in verschiedene Staatsanleihen investieren kann. Dazu brauch man keine Versicherung die sich einen Teil abzweigt um Boni zu bezahlen oder Innenstadtpaläste zu bauen.
bezahlt man oder besser gesagt schließt man eine Lebensversicherung ab und genehmigt damit machen Menschen Bonis und schafft nicht mehr Rendite durch kostengünstigere verschiedene Staatsanleihen??

WEIL das keine Lebensversicherungen sind, die da eigentlich keiner RENDITE und Vermehrung des eigenen Geldes dienen sollten, SONDERN der ABSICHERUNG im Falle des eigenen Todes von zum Beispiel Angehörigen wie den eigenen Kindern die da vielleicht noch zu klein sind um die Schulden des eigenen Hauses zu bezahlen. Genau dafür gibt es ne Lebensversicherung und man wettet darauf dass man eher stirbt und die Versicherung wettet dagegen!!

Ja so einfach ist das und ich find das im notwendigen Falle ne sehr gute Idee und allein dass dann Menschen der eigenen Wahl auch abgesichert sind, wenn die Versicherung die Wette verliert, genau dann macht sie auch SINN.

Wer dahinter nur Rendite seines bischen Vermögens sehen will, der sollte anders spekulieren. So seh ich das, ganz realistisch. Produkte sind genau dafür da was sie selbst auch aussagen!

Ich erwarte von ner LB Versicherung keine Rendite, auch wenn die mit dem geld Geld verdienen, ich erwarte wenn ich die Wette gewinne, dass sie dann meinen letzten Willen erfüllen, genau deshaölb nur schließ ich so eine Versicherung ab!

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Nihil novi 11.11.2011, 20:09
9. Lebensversicherungen: Vorzeitige Kündigungen kosten Kunden Milliarden

Zitat von sysop
Es ist eine gigantische Zahl: Kunden verloren in den vergangenen Jahren 160 Milliarden Euro, weil sie ihre Lebensversicherung vorzeitig kündigten, sagen*Verbraucherschützer. Sie fordern mehr Transparenz. Die Versicherer dagegen zweifeln die*Berechnungen an.*
Richtig muss es natürlich heissen: Vertragsunterschrift kostet noch viel mehr Milliarden. Schlechter kann man ja sein Geld kaum noch anlegen.

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