Forum: Wirtschaft
Lebensversicherungen: Vorzeitige Kündigungen kosten Kunden Milliarden

Es ist eine gigantische Zahl: Kunden verloren in den vergangenen Jahren 160 Milliarden Euro, weil sie ihre Lebensversicherung vorzeitig kündigten, sagen*Verbraucherschützer. Sie fordern mehr Transparenz. Die Versicherer dagegen zweifeln die*Berechnungen an.*

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Peter Persol 12.11.2011, 11:27
30. Kapitalvernichtende Lebensversicherung

Wenn man so liest, dass es einen Versicherungskonzerne-Schutzparagrafen gibt, frage ich mich: warum schreibt da keiner drüber? Und über die Auswirkungen?


"Versicherungsaufsichtsgesetz § 89 ... ein den Kunden kaum bekanntes Gesetz, das es unter anderem ermöglicht, Auszahlungen aus Lebensversicherungen zeitweise oder ganz zu stoppen, falls die Vermögenslage des betroffenen Unternehmens dies erfordert. Festgelegt wurde außerdem, dass die Pflicht der Versicherungsnehmer, die Versicherungsentgelte in der bisherigen Höhe weiterhin zu bezahlen, vom Auszahlungsstopp unberührt bleibt."

Juchee, die Selbstbedienung geht weiter im staatlich gestützten Schneeballsystem.


mehr dazu: http://www.wissensmanufaktur.net/kap...nsversicherung

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mitbestimmender wähler 12.11.2011, 11:31
31. Nur die Lebensversicherungen haben Angst

Die Aussage dieses Artikels heisst:

Die Lebesnversicherer haben grosse Angst vor zu grossem Geldabfluss in Milliardenhöhe in nächster Zeit.

Wegen der Wirtschafts-Situation Verunsicherte Kunden sprangen in letzter Zeit vermehrt ab und bringen ihr Sparanteil in Sicherheit.

Nur sei gesagt. ein 100% Verlust oder das temporäre über Jahre schliessens der Auszahlungen schmerzt den Kunden weit mehr als der Verlust bei noch möglicher Vorzeitiger Kündigung.

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PZF85J 12.11.2011, 11:40
32. -

Zitat von wrtlbrmft
Wer weiß, wie stark die Versicherer bei den Banken engagiert sind, ist ja fast ein Zocker, wenn er denen jetzt noch nennenswerte Summen anvertraut!
Man kann das allerdings auch so sehen: Wer Lebensversicherungen sein Geld anvertraut, ohne sich vorher eingehend zu informieren, ist wohl nicht überreichlich mit Intelligenz gesegnet.

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Nihil novi 12.11.2011, 11:43
33. Jep

Zitat von Peter Persol
Wenn man so liest, dass es einen Versicherungskonzerne-Schutzparagrafen gibt, frage ich mich: warum schreibt da keiner drüber? Und über die Auswirkungen? "Versicherungsaufsichtsgesetz § 89 ... ein den Kunden kaum bekanntes Gesetz, das es unter anderem ermöglicht, Auszahlungen aus Lebensversicherungen zeitweise oder ganz zu stoppen, falls die Vermögenslage des betroffenen Unternehmens dies erfordert. Festgelegt wurde außerdem, dass die Pflicht der Versicherungsnehmer, die Versicherungsentgelte in der bisherigen Höhe weiterhin zu bezahlen, vom Auszahlungsstopp unberührt bleibt." Juchee, die Selbstbedienung geht weiter im staatlich gestützten Schneeballsystem. mehr dazu:
So lange es noch diese blöde gesetzliche Rentenversicherung gibt, werden Sie darüber nicht viel hören. Momentan wird ja überall versucht, noch mehr einstmals sicheres und gutes Geld in diesen Kreislauf zu pumpen. Armer Michel.

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ALG III 12.11.2011, 11:58
34.

Zitat von PZF85J
Man kann das allerdings auch so sehen: Wer Lebensversicherungen sein Geld anvertraut, ohne sich eingehend zu informieren, ist wohl nicht überreichlich mit Intelligenz gesegnet.
Ich habe nie einer LV mein Geld anvertraut, aus dem einfachen Grund, weil ich kein Geld hatte. Mit Intelligenz hatte das nichts zu tun.

Die LV-Gesellschaften ziehen den Leuten das Geld aus der Tasche, damit sie ihrem Top-Personal hohe Boni ausschütten können. Das ist normal. So würde jeder von uns handeln, wenn er im Top-Management säße. Ein paar schräge Idealisten ausgenommen. Aber die gibt es immer, auch wenn sie das Bild stören.

Ich sehe aber eines voraus: Irgendwann (und es dauert nicht mehr lange) werden die Dummen unserer Gesellschaft die Schnauze voll haben. Sie werden niemandem mehr vertrauen. Und schon gar nicht mehr dem Geld. Denn hinter dem Geld stehen immer Manipulateure, die erhebliche Summen für sich und ihr Klientel abzweigen. Bei den Banken ist das überdeutlich, bei den Versicherungen sieht es nicht viel anders aus.

Wir steuern auf eine Situation wie in der Weimarer Republik zu. Die Leute werden crazy, weil sie von Geschäftemachern umstellt sind, die wie die Piranhas nach ihren Ersparnissen schnappen. Der Neolibaralismus ist die Vorstufe zum Faschismus.

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prophet46 12.11.2011, 12:03
35. Diebstahl

Zitat von LaukeMedia
Ja...Lebensversicherungen sind nichts anderes als "staatlich zugelassener BETRUG"! Die Gesellschaften können sich - ohne Folgen - am eingezahlten KAPITAL ihrer Kunden nach Lust& Laune bedienen...! UND: Das wird auch excessiv gemacht - und da gibt es k e i n e gesetzliche Regelung!!!
Nicht nur die Gesellschaften können sich anscheinend nach Lust und Laune bedienen, der Staat tut es ebenfalls, jedenfalls bei Direktversicherungen. Seit 2004 werden Lebensversicherungen, soweit es sich um Direktversicherungen handelt, nachträglich zur Krankenversicherung mit dem vollen Satz verbeitragt, soweit man freiwillig oder gesetzlich versichert ist. Dieser Versicherungsbeiträge wurden i.a.R. aus beitragsfreien Entgeltbestandteilen erbraucht. Die nachträgliche Verbeitragung frisst rund 16 % des Versicherungssumme auf 10 Jahr verteilt. Die Versicherung wird neben den sonstigen Renditekürzungen zum klaren Verlustgeschäft.
Beim Staat gibt es keinen Vertrauensschutz mehr, dank Ulla Schmid.

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PZF85J 12.11.2011, 12:08
36. -

Zitat von ALG III
Ich habe nie einer LV mein Geld anvertraut, aus dem einfachen Grund, weil ich kein Geld hatte. Mit Intelligenz hatte das nichts zu tun.
Mein Beitrag beginnt mit "Wer Lebensversicherungen sein Geld anvertraut ...", enthält also eine Bedingung. Da Sie die Bedingung nicht erfüllen - mangels Geldes - können Sie den Rest auch vergessen. Dazu müssen Sie in der Tat nicht intelligent sein.

[quote Ein paar schräge Idealisten ausgenommen. Aber die gibt es immer, auch wenn sie das Bild stören. [/quote]

Das ist richtig.

Zitat von
Der Neolibaralismus ist die Vorstufe zum Faschismus.
Nö.

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nick999 12.11.2011, 14:23
37. prophet46

Zitat von prophet46
Nicht nur die Gesellschaften können sich anscheinend nach Lust und Laune bedienen, der Staat tut es ebenfalls, jedenfalls bei Direktversicherungen. Seit 2004 werden Lebensversicherungen, soweit es sich um Direktversicherungen handelt, nachträglich zur Krankenversicherung mit dem vollen Satz verbeitragt, soweit man freiwillig oder gesetzlich versichert ist. Dieser Versicherungsbeiträge wurden i.a.R. aus beitragsfreien Entgeltbestandteilen erbraucht. Die nachträgliche Verbeitragung frisst rund 16 % des Versicherungssumme auf 10 Jahr verteilt. Die Versicherung wird neben den sonstigen Renditekürzungen zum klaren Verlustgeschäft. Beim Staat gibt es keinen Vertrauensschutz mehr, dank Ulla Schmid.
Aufgrund dessen werde ich zur Privatversicherung wechseln. Glücklicherweise kann ich es.
Dann entfällt die Zahlung.
Ich bin nicht mehr ganz taufrisch, aber gegen die Tausenden von Euro, die ich nachzahlen müßte, lohnt es sich allemal.

Solidargemeinschaft ade. Ein Nettozahler für die gesetzliche Krankenversicherung weniger.

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Dr.Schnabel 12.11.2011, 14:38
38. Lebensversicherungen

Kapital-LVen und so genannte "Renten-Versicherungen" sind zutiefst intransparente Gestaltungen, und das nicht zufällig, sondern mit Kalkül zum Wohle der Versicherer.

Auch ich bin da schon abgezockt worden - aber "nur" einmal, ich war jung und sie brauchten mein Geld.

Allein die Intransparenz eines Produktes ist deswegen für mich schon längst ein no-go-Kriterium. Eine Risiko-LV z. B. relativ klar in Leistung und Gegenleistung, auch über den Eintritt des Versicherungsfalls muss man z. B. nicht lange diskutieren ;-).

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Peter Sonntag 12.11.2011, 14:49
39. Überreichlich

Zitat von PZF85J
Man kann das allerdings auch so sehen: Wer Lebensversicherungen sein Geld anvertraut, ohne sich eingehend zu informieren, ist wohl nicht überreichlich mit Intelligenz gesegnet.
Na ja.
Ich habe früher mit einigen dieser Lebensversicherungen ganz solide und günstig gelegen.

Aber seit Jahren pfiffen es die Spatzen - sogar die "Berater" - von allen Dächern, dass es mit der wunderbaren Geldvermehrung irgendwann einmal zu Ende gehen muss.
Selbst staatliche "Garantien" locken kaum noch Hunde hinter den gedrosselten Heizkörpern hervor.

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