Forum: Wirtschaft
Leerstand bei Einfamilienhäusern: Alptraumhaus im Grünen
Christian Tröster

Alle reden vom Immobilienboom - aber gerade Einfamilienhäuser in der Provinz verlieren durch den demografischen Wandel eher an Wert. Es drohen Leerstand und Verfall. In Vierteln wie Cuxhaven-Altenwalde lässt sich heute schon besichtigen, was bald auch dem Rest der Republik droht.

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wibo2 06.11.2012, 08:16
10. Was für ein Irrwitz! Die Professoren Experten haben versagt ...

Zitat von sysop
"Wer in den Sechzigern gebaut und später noch weiter investiert hat, der kann nicht davon ausgehen, dass sich die Investitionen bezahlt machen", beschreibt Hildegard Schröteler-von Brandt von der Universität Siegen die Situation in immer mehr Siedlungsgebieten. In vielen ländlichen Regionen und Kleinstädten, so die Architekturprofessorin, sei es fraglich, ob das eigene Haus noch für die Finanzierung eines Zimmers im Seniorenheim reiche.
Die Mietpreise steigen viel schneller als das Einkommen der in Miete
wohnenden Menschen. Gleichzeitig verschwindet günstiger Wohnraum
in den Städten geradezu vollständig. Und dann noch gibt es
Leerstand und Verwahrlosung vieler Mehrfamilien Häuser.
Ganze Straßen und Stadtteile sind in der Hand weniger einzelner
Unternehmen. Wegen der Wohnungsknappheit können sie die Preise
für Mieten und Grundeigentum beliebig in die Höhe treiben.

Und nun gibt es als Zugabe noch das im SPON Artikel beschriebene
Fiasko der Einfamilienhäuser.
Das alles ist ein weiteres Versagen der Politik seit 2006 (Ende des
sozialen Wohnungsbaus).

Fazit: Der neoliberale Wahnsinn der Merkel/Schäuble Regierung wird
in allen Bereichen alternativlos auf die Spitze getrieben! Jetzt trifft es
die Einfamilienhausbesítzer in den grünen Außenbezirken.

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fatherted98 06.11.2012, 08:20
11. Leider....

...schon seit der Euro-Einführung der Fall. Die neuen Häuser auf dem Land sind teilweise riesengroß...200-400qm...man hat in den 80er/90ern so groß gebaut...mit Wohnzimmern von 40-60 qm...nun sitzen die damals stolzen Besitzer die viel Platz für Ihre Familie wollten allein in diesen Häusern und können sie alterbedingt nicht mehr instand halten. Die Kinder sind weggezogen, wegen der Arbeit, und wenn die Alten wegsterben oder ins Heim müssen...stehen die Hütten leer...keiner will mehr aufs Land...die Spritpreise und die Pendelzeiten sind viel zu hoch....da hilft auch keine Kilometerpauschale.
Für ortsunabhängige lassen sich hier Schnäppchen machen...obwohl die Preisvorstellungen teilweise noch viel zu überzogen sind...aber dann steht das Haus halt leer und keiner kauft es. Teilweise sterben ganze Dörfer aus....tja...hier hat man versäumt die Infrastruktur. vor allem Anbindungen ans Verkehrsnetz, auszubauen....das rächt sich nun....und dort wo es nicht möglich ist...pech gehabt.

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vrdeutschland 06.11.2012, 08:22
12. Hoch2

Das ganze Thema "sichere Geldanlage Immobilie" wird sich dann auch noch weiter verschärfen, wenn unser Staat demnächst leere Kassen vorfindet und entsprechend nach den Immobilienbesitzern greift. Wer jetzt noch eine Immobilie in Deutschland kauft (von Blankenese und Schwabing mal abgesehen), dem ist nicht mehr zu helfen.

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mischpot 06.11.2012, 08:24
13. Dann fallen die Preise!

für Land und Immobilien in den nächsten Jahrzehnten drastisch. Und meist besteht bei Häusern Bj. 1950 - 1980 ein erhöhter Renovierungsbedarf. Da dürfte Neu bauen einfach günstiger sein.

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bazzu 06.11.2012, 08:25
14.

Zitat von sysop
Alle reden vom Immobilienboom - aber gerade Einfamilienhäuser in der Provinz verlieren durch den demografischen Wandel eher an Wert. Es drohen Leerstand und Verfall. In Vierteln wie Cuxhaven-Altenwalde lässt sich heute schon besichtigen, was bald auch dem Rest der Republik droht.
Was wir tun sollten: Städtische Innenentwicklung fördern, ungebrauchte Häuser rückbauen, Infrastruktur erhalten bzw. pflegen wo sie gebraucht wird, Autoverkehr verringern.

Was die Regierung tun wird: Neue Autobahnen bauen, Häuser verfallen lassen, Autoverkehr fördern, dadurch entstandene Finanzlöcher mit Sozialabbau stopfen.

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brandmeister 06.11.2012, 08:28
15. optional

Um den Trend der Landflucht zu stoppen, bzw. zu verlangsamen sind auch Bund und Länder gefordert. Seit Jahren wird hauptsächlich in den Metropolen investiert und die Provinz läßt man aushungern.

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bvoll 06.11.2012, 08:30
16. Anders gesacht: Deutschland verarmt

Es ist doch offensichtlich, dass das kapitalistische System abgewirtschaftet hat. Inzwischen sind Frauen und Männer nur noch mit arbeiten beschäftigt - jedenfalls die leistungsfähigen - und falls sie dennoch Kinder bekommen, dann stören sie die Wirtschaft und werden in Kitas entsorgt. Wen wundert es denn, wenn die Gesellschaft überaltert?
...
Das Leben in Ballungsräumen soll nun also die billigere Alternative sein. Ich glaube eher, dass man Ballungsräumen besser fernbleibt, wenn man nicht Opfer von Gewaltkriminellen werden will.

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Dumme Fragen 06.11.2012, 08:40
17. Sowas.

Zitat von inhabitant001
Fahren Sie in eine beliebige Provinzstadt und sie sehen das unter dem Euphemismus "Stadtumbau Ost" mittlerweile wertvoller Altbaubestand aus den 20ern und 30ern dran glauben muß.
"Altbau" ist bei uns in HH als "vor 1918 gebaut" definiert. Ist das im Osten anders?

Ausserdem: die ganzen leerstehenden Häuser aus der Nachkriegszeit sind rein architektonisch komplett wertlos und können gerne abgerissen werden. Auch in den Ballungszentren. Traurig nur, dass die ganzen Häuser, die aktuell neu gebaut werden, keinen Deut besser sind.

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boblinger 06.11.2012, 08:41
18. Keine Träne

Ich bin froh über jeden dieser Eigenheimalbträume, der von der Landkarte verschwindet. Rückbau des deutsch-deutschen Siedlungsbreis auf ein ertägliches und wirtschaftlich sinnvolles Maß? Wiederkehr von so etwas wie landschaftlicher Struktur?

Lieber heute als morgen.

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duke_van_hudde 06.11.2012, 08:42
19. Hmm

Nun da werden sich viele reiche private Immobilienspekulanten mit ihren eigenen Haus halt Verluste einhandeln.

Wer solch ein hohes Klumpenrisiko eingeht muss wissen was er macht wie viele in diesen Bereich.Das man kein Fenster verkaufen kann wenn man etwas Geld braucht gehört dazu.Das das was dort geschehen ist schon seit 20 Jahren nicht gut gehen konnte war klar und vielle hätten halt schon damals einen Schlusstrich ziehen müssen.
Nur das der Staat mit hilfe der Abrissbirne auch noch den Spekulantnschrott beseitigen soll bleibt mir unklar.Hier wird natürlich wieder mit Erpressung gearbeitet und wenn es dadrüber ist das wenn zu viele Haeuser leer stehen das ganze Gebiet verödet.
Hier ist es im kleinen wie bei dne Banken im grossen.Spekulanten müssen für ihre Velruste selbst eintreten und auch dann wenn es zum totalverlust kommt.

Das Deutschland mit 1,3 Kinder pro Frau irgendwann nicht mehr den Wohnraum braucht wie bisher sollte jeden klar sein.Gearde wenn ein grosser Teil der jungen Generation sich in Zeitarbeit verdingen muss.Die können über ihren Lohn mit Sichehreit nicht so grossen Wohnraum erhalten.

Wichtig ist eher das die PReise für die Immobilien richtig stark fallen.Den dann lohnt da kein Neubau mehr und das ist wirklich grober Unsinn wenn es schon Leerstand gibt noch gross Neu zu bauen.Nur müsste dann halt die alten Immobilien viel weniger Kosten damit ein Nuebau in dem Vergleich deutlich teurer ist wie ein altes Haus umzubauen.

Am Ende können aber nur mehr Kinder und besser bezahlte Jobs für die Jungen die Spekulanten vor grossen Wertverlust schützen.Nach beiden sieht es aber ncith aus und ich will sicher nicth für diese reichen noch meine Stuereuros bezahlen das man deren Schrott auf Staatskosten beseitigt.

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