Forum: Wirtschaft
Lehren aus der Zypern-Krise: Das flüchtige Geld der Sparer
Corbis

Zyperns Bankkunden haben nur noch begrenzten Zugriff auf ihr eigenes Geld - einige werden den Großteil ihres Vermögens verlieren. Wie riskant ist es, sein Erspartes bei einer Bank zu parken? Die Krise nährt Ängste. Doch die Alternativen sind auch nicht besonders attraktiv.

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sfb 26.03.2013, 08:57
80.

Zitat von cabeza_cuadrada
Historisch stimmt das für Gold ganz sicher.... aber im Moment? Sollte die Krise mal überwunden sein kann ich mir vorstellen, dass viele aus ihrer Goldinvestition wieder aussteigen...
Es ging um die Golddeckung des Geldes, nicht um private Geldanlage ;-)

Zitat von cabeza_cuadrada
...und in Dinge investieren die "arbeiten" also Zinsen oder Dividenden erwirtschaften. Das betrifft auch Immobilien. Der derzeitige Run sein Geld in Immobilien zu sicher hält sicher auch nicht ewig an.
Sagen wir es mal so: Wenn eine Entwertung des Papiergeldes droht, haben Sie mit Immobilien eben X, mit Papiergeld: 0.
Außerdem zählt Diversifikation, also: Bargeld für ein paar Monate, Sichteinlagen für etwas größere Ausgaben, Immobilien, Aktien und auch Edelmetalle.
Zinsanlagen, in die die meisten Deutschen ihr Geld stecken, sind dagegen wenig interessant.

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monolithos 26.03.2013, 08:58
81. Es wäre doch alles so einfach!

Könnte doch alles so einfach sein: Job- bzw. Einkommensgarantie vom Staat gegen Konsumgarantie durch die Bürger. Geld kommt sicher rein und wird auch sicher wieder ausgegeben. Alles ist im Fluss und keiner braucht größere Summen zu sparen, um leben zu können. Ach nein, funktioniert ja nicht, die Banken werden nicht mitspielen und wirklich raubtierkapitalismustauglich wäre das System auch nicht. Schade ...

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josha52 26.03.2013, 09:01
82. Ein (kleiner) Denkfehler, Progressor!

Zitat von Progressor
So viel Gold gibt es gar nicht mehr um alles Geld der Welt decken zu können.
Doch, natürlich! Es gibt nie zu wenig Gold. Denn wenn die Nachfrage steigt, erhöht sich der Wert. Gold wird in den Bilanzen der Zentralbanken (i.d.R.: Zeile 1!) neu eingepreist – und gut ist.
Ansonsten hatten Sie Recht: Ein Goldstandard wäre heute nur dumm, weil er die Wirtschaft durch die festgezurrte Geldmenge (auch nach unten!) erdrosseln würde.

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002614 26.03.2013, 09:04
83. So einfach ?

Zitat von marcuspüschel
Das Problem ist die idiotische Idee Geld arbeiten zu lassen. Wer zocken will soll Aktien handeln. Börsen müssen nicht gerettet werden. Einfach die Banken auf Sparkassenniveau zurechtstutzen, den Zockern ein eigenes Kasino einrichten, und alles ist gut.
das hört sich wirklich einfach an. Aber ich frage mich, wer kann das durchführen und welche Auswirkungen hätte das auf uns, wenn der Rest der Welt anders handelt ?

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vulcain 26.03.2013, 09:05
84. Unfug

Die beiden letzten Sätze des Artikels disqualifizieren den Autor.

"Doch beim Gold gibt es das gleiche Problem wie beim Geld: Es ist nur so viel wert, wie wir glauben. Und essen kann man weder das eine noch das andere."

Zwischen Gold und dem FIAT-Geld Euro gibt es mehr als nur den Unterschied, dass die gesamte Menschheit an Ersteres schon seit über 5000 Jahren glaubt und an ebendieses Papiergeld mit stark abnehmender Tendenz erst seit 14 Jahren. Auch in Sachen künstlicher Vermehrbarkeit zwecks schleichender Enteignung liegen die Edelmetalle weit vorn. Der zweite Satz hingegen ist pure Polemik, ein Argument für Simpel der übelsten Sorte. Denn auch andere Dinge wie Kleidung, Werkzeug oder ein Haus zum Wohnen kann man nicht essen. Verzichten möchte darauf dennoch niemand.

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sfb 26.03.2013, 09:06
85.

Zitat von josha52
Wenn Sie ausgerechnet einen finanztechnischen Hazardeur à la Greenspan als Befürworter für den Goldstandard heranziehen, ist Vorsicht geboten.
Lesen Sie auch die Einleitung:

"Am 19.April 1993 fragte ich Zentralbankpraesident Alan Greenspan, im Anschluß an eine Rede vor dem Wirtschaftsclub von New York, ob er heute noch zu den Argumenten und Schlussfolgerungen dieses Artikels stuende. Er antwortete - absolut - und fuegte hinzu, dass er den Artikel gerade kuerzlich wieder gelesen habe. Ich fragte ihn, warum er das nicht oeffentlich sage und er antwortete: „einige meiner Kollegen in der Institution, die ich repraesentiere stimmen da nicht mit mir ueberein". Ich sagte daraufhin - aber Sie wissen, wohin das alles fuehrt. Er drehte die Augen nach oben und ging weiter."
Gold und wirtschaftliche Freiheit

Zitat von josha52
Aber zur Sache: Der große Nachteil eines Goldstandards ist, dass er die Geldmenge künstlich begrenzt – und das ist Gift für eine dynamische (Welt)Wirtschaft. Die Geldmenge muss "atmen" können – darf sich also gern ausweiten, muss sich aber auch zusammenziehen können.
Wozu dieses "Atmen" führt sieht man ja gerade. Es ist nämlich ein Atmen, bei dem nur Eingeatmet, aber nicht mehr ausgeatmet wird. Irgendwann macht es dann "Puff".

Zitat von josha52
Des weiteren wird es problematisch, wenn nur einige Länder den Goldstandard einführen und andere nicht, aber das führt hier zu weit.
Nein, das führt hier nicht zu weit und das ist das eigentliche und einzige Problem. Es war ja der Krieg, der zur Einführung des Fiat-Geldes führte. Man müsste also die Bevölkerung dazu bringen, kein Fiat-Geld mehr zu akzeptieren, dann können die Regierungen keine (Welt)kriege mehr anzetteln.

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flame81 26.03.2013, 09:07
86. Derzeit sicherste Geldanlage

Die derzeit sicherste Geldanlage sind selbstbewohnte Immobilien (in Deutschland) mit Lebenserwartungen > 100 Jahre. Das Haus kann ich zwar nicht essen, aber ich werde immer ein Dach über dem Kopf haben und im Garten lässt sich auch Essbares anbauen ;-) Natürlich sollte der Standort der Immobilie so gewählt werden, dass nicht mit einer Wertsenkung zu rechnen ist (Großstadtgebiet Speckgürtel), aber wenn man ein paar Punkte beachtet, dann ist das eigene Häusschen immernoch die sicherste Sparanlage.

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bärliner-it 26.03.2013, 09:09
87. @gazettenberg

Natürlich würden die Leute das tun. Um noch einen drauf zu setzen: Meinetwegen sogar ohne Dispo. Der Wunsch nach Sicherheit wäre mir persönlich wichtiger, als 2,5% oder wieviel auch immer. Ich will mir keine Gedanken über meine Bank machen müssen, jedenfalls nicht für diese albernen Zinssätze. Wenn ich genug über habe, dann kann ich mit Aktien spielen, oder das Risiko in anderer Form erhöhen. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit würden gerade jetzt Banken mit dem Zertifikat "Vollgeldbank" einen Run erleben. Oder warum unterhält sich Halb-Europa derzeit über das Thema sichere Einlagen?
Wie schon geschrieben, grüßt ein naiver Normal, der sich keine überflüßigen Sorgen machen will.

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jamesbrand 26.03.2013, 09:10
88. was

heist eigentlich sparen? Ich bekomme 0,8% Zinsen und habe eine Inflation von 1,8 % warum wird das sparen genannt?

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rene13 26.03.2013, 09:10
89. Die lieben Sparer

Uns allen würde es wesentlich besser gehen, wenn Geld wieder dazu verwendet werden würde, wofür es erfunden wurde: als Tauschmittel für Handel und tägliches Leben. Wenn das Geld im Umlauf ist, geht es uns allen gut. Die, die das Geld "sparen" und somit stilllegen, vernichten Arbeitsplätze! Der eigentliche Skandal ist nicht die vollkommen richtige Enteignung der größeren Vermögen, sondern daß nur 10% des Geldes im Euroraum im Umlauf sind!

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