Forum: Wirtschaft
Liberalisierung: Das Märchen vom bösen 68-er
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Von wegen 68er: Die realen Probleme Deutschlands haben sehr viel mehr mit den Spät- und Nebenfolgen der letzten konservativen Wende zu tun - kein Grund für noch so einen Schub Blödsinn.

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#mhb# 26.01.2018, 22:27
70. Der Gegenbeweis ist nicht weit

Zitat von Nobody X
Man hat zwar schon lange den Eindruck, dass einigen SPON-Autoren die Argumente pro Links-Rot-Grün ausgehen, aber muss es deshalb ein solcher an den Haaren herbeigezogener Unsinn sein?
Dass Herr Fricke nicht völlig danebenliegt, zeigen allein schon die unversöhnlichen, vorurteilsbeladenen und teilweise wütenden Kommentare hier im Forum.

Außerdem bezieht sich der Kommentar auf eine Äußerung unseres feingeistigen intellektuellen Analytikers und größtem Verkehrsministers aller Zeiten Herr Dobrindt.

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r20110107 26.01.2018, 22:28
71. Die Abschlussbemerkung habe ich schon vor über 30 Jahren bei HR3

oder WDR2 - in anderen Worten - gehört und ohne Hoffnung, die Linken würden Kapitalisten akzeptieren.
Was haben die Linken - nicht Marx oder Engels - geleistet und was haben die Kapitalisten geleistet?
Vor einigen Jahren konnte man den Unterschied sogar riechen, wenn man im Winter mit dem Auto nur nach Osten fuhr...Es waren nicht die Autos.
Die Linken machen alle gleich - bis auf der Kader oder Nomenklatura natürlich (dabei brauchen sie keinen konvertierten Kapitalisten).
Und die Kapitalisten? Die machen alle dick, satt und politisch möglichst träge. Einige werden ganz ganz dick.
Was hat das und das Foto mit den 68gern zu tun? Nichts! Das die beiden trinken ein Bierchen trinken und gucken entspannt oder gelangweilt , ist auch ein alter Hut!
An den Unis ging es halt sehr formell zu, das musste nicht sein - wie heute oft in der Presse: Da wird zu jeder Lappalie ein Herr Professor kontaktiert und nicht das eigene Teil auf den Schulten!

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egooist 26.01.2018, 22:36
72. @MashMashMusic (#41) ... schlechtes Beispiel

Zitat von MashMashMusic
Äh, nein, die Gleichheit aller Menschen steht schon im GG - das ist jetzt nicht wirklich marxistisch-kommunistisch geprägt. Genau genommen gab es das Bild von "Alle Menschen sind gleichwertig" im Christentum, wenn auch in letzter Konsequenz nicht durchgesetzt. Sie müssen aber bitte unterscheiden. Wir reden hier davon, dass alle Menschen gleich behandelt werden möchten, juristisch, finanziell usw. Es heißt NICHT, dass jeder Mensch über exakt gleiche Eigenschaften verfügt.
MashMashMusic: "Genau genommen gab es das Bild von "Alle Menschen sind gleichwertig" im Christentum, wenn auch in letzter Konsequenz nicht durchgesetzt. "
> (Die abrahamitischen) Religionen sind m.E. ein äußerst schlechtes Beispiel beim Thema "alle Menschen sind gleichwertig". Denn schließlich gibt es dort u.a. das "auserwählte Volk" und das "Prinzip Zuckerbrot (Paradies) und Peitsche (Hölle)" - je nachdem, ob man Mitglied im Verein ist oder nicht. Das klingt doch nun wirklich nicht nach "gleichwertig".

MfG, Egooist

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Reinhardt Gutsche 26.01.2018, 22:52
73. Chimären

Zitat von Darwins Affe
1) Dass eine hohe Staatsquote bessere Leistungen erzeugt, scheint eine Chimäre: Schweiz 34%, Deutschland 44%, Griechenland 55% (Zahlen von 2015). 2) Der Politiker und der Beamte ist halt nicht immer der bessere Unternehmer. 3) https://www.tu-chemnitz.de/wirtschaft/vwl2/downloads/material/Staatsquoten im internationalen Vergleich.pdf
Ein wichtiger Gradmesser für die Wirtschaftsleistung ist das kaufkrafbereinigte Pro-Kopf-BIP (PPP). In Blick auf die Statistik ergibt das Fazit, daß grosso modo Volkswirtschaften mit hoher Staatsquote auch im Spitzenfeld im PPP-Vergleich liegen: Norwegen: 70 000 $ (48,6%), NL 51 000 $ (50,6%), Schweden (50 000 $ (50,5%), Dänemark (48 000 $/ 53,5%), DE 48 000 (44,3%) Belgien 45 000 $ (53,4%), Frankreich 42 000 $ (56,4%), Finnland (42 000 (55,7%).

Merke: Eine hohe Staatsquote hat nicht a priori eine geringere Wirtschaftsleistung zur Folge, tendenziell eher im Gegenteil. (Quelle: Eurostat)
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opar 26.01.2018, 23:44
74. Zuwanderung für die Industrie?

Da ist wieder das Märchen, dass die die jetzt ins Land gekommen sind unsere Industrie nach vorne bringen.

Es hat nun wirklich genügend Versuche und Anstrengungen in dieser Richtung gegeben, aber alle Versuche waren im Ergebnis "sehr überschaubar".

Dieser Artikel strotzt nur so von "alternativen Fakten".

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biesi61 26.01.2018, 23:53
75. Ja, Kohls geistig-moralische Wende und Schröters Agenda-Politik

haben gemeinsam unsere heutigen großen sozialen Spannungen verursacht. Und die längst widerlegten Privatisierungs- und Liberalisierungsdogmen bestimmen immer noch unsere Politik und - schlimmer noch - die Ausbildung der nächsten Generation. Ein Trauerspiel!

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Menschundrecht 26.01.2018, 23:56
76. Vereinte ProletArier auf Großem Basar

Es ist eigentlich alles ganz einfach, Herr Fricke.

Der auf dem Foto links hat schon immer Probleme mit seinen 'Kinderträumen'.

Und der auf dem Foto rechts, der hätte in seinem Leben, wenn überhaupt, eigentlich niemals etwas anderes machen dürfen, als Taxifahren, Saufen und Rumhängen.

Aber nein, die müssen ja unbedingt die Kuh fliegen lassen und sie gleichzeitig melken, fressen und verkaufen.

Jetzt heisst es plötzlich 'We want our rights back'. Die haben doch buchstäblich nicht mehr alle Latten am Zaun.

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nojoe 27.01.2018, 00:50
77. Absurd

Der Kommentar des Herrn Fricke ist wirklich großartig: er macht sich dadurch zur Karikatur dessen, was Maxim Biller im Interview mit der Zeit so großartig an der 68er Bewegung kritisierte.

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lupo62 27.01.2018, 04:09
78. Welche Reformen?

Herr Frike sucht sich - bewusst oder unbewußt - die falschen Beispiele heraus. Außerdem sind 50 Jahre lang. Wer damals 20 war und demonstrierender Student, ist heute 70 und längst in Rente. Die Entscheider von heute, 20, 30 Jahre jünger, waren damals teilweise noch gar nicht geboren.
Und die sind natürlich von ihren Eltern, den 68zigern, beeinflusst worden, haben aber andere Prioritäten gesetzt. Sonst hätten wir heute eine Volsrepublik und was sonst noch so damals in den Köpfen herumspukte. Gerade beim Thema Demokratie sind die 68ziger grandios gescheitert. Die Bundesrepublik von 1967 und die von heute unterscheiden sich in ihrem gundsätzlichen Aufbau nur in Nuancen. Immer noch der gleiche Filz, der uns regiert. Er ist nur etwas bunter geworden, weil es mehr Parteien gibt. Volksabstimmungen sind zwar nach wie vor grundsetzlich vorgesehen, aber wann war denn noch mal die letzte? Un eigentlich sollten wir bei einer Wiedervereinigung mal über eine Verfassung abstimmen. Stand 1968 im Grundgesetz. Heute nicht mehr. Hab ich was verpasst?

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thequickeningishappening 27.01.2018, 04:50
79. Die 68er sind sicher nicht Die Ursache

für alle Verwerfungen unserer Zeit, eine Mitschuld haben Sie allemal denn Sie haben sich angepasst (die Genderdebatte Die sich verselbstständigt hat und over the top ist mal außen vor gelassen)! Joschka Fischer ist Das beste Beispiel des angepassten Revoluzers!

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