Forum: Wirtschaft
Lira-Turbulenzen in der Türkei: "Erdogan kann die Wahl verlieren"
AP

Kurz vor den Wahlen in der Türkei leidet das Land unter hoher Inflation. Der Ökonom Timothy Ash erklärt, woher die wirtschaftliche Schwäche kommt - und warum sie Präsident Erdogan die Wiederwahl kosten könnte.

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eunegin 14.06.2018, 04:37
10. Sieg dank Auslandstürken

Die umworbenen türkischen Wahlberechtigten im Ausland werden schon dafür sorgen, dass Türken in der Türkei und der Rest der Welt wieder mit Erdogan bedacht werden. Gleichzeitig dürfen diese aber auch alle Freiheiten und relative wirtschaftliche Sicherheit genießen - anders als ihre Landleute vor Ort, die sie letztlich diesem Autokraten ausliefern. Erdogan spielt die Auslandwähler-Karte recht geschickt.

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Solid 14.06.2018, 05:31
11. Herbeigeschriebenes

Erdogan wird die Wahl mit hoher Mehrheit gewinnen. Einfach deshalb, weil von der Opposition nur noch Trümmer übrig sind. Wie es der Wirtschaft geht ist dabei herzlich egal. Man kann die Abwahl Erdogans nicht mehr herbeischreiben.

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gesell7890 14.06.2018, 06:18
12. Wünschen

wir ihm doch die Niederlage. Vielleicht ist auch noch eine Zelle für ihn frei, wo er in Ruhe nachdenken kann, was er die letzten Jahren alles verbockt hat. - Wahrscheinlich hat er sich nur deshalb nicht getraut, die Todesstrafe wieder einzuführen...

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blödbacke 14.06.2018, 07:39
13. Wäre ja schon schön...

Wäre ja schon schön, wenn es zu einem Regierungswechsel in der Türkei kommt. Es wird Zeit, dass der Populismus wieder abnimmt, weltweit.

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Frida_Gold 14.06.2018, 08:13
14.

Zitat von zeichenkette
Dass am 15.7.2016 in der Türkei zum ersten Mal in der türkischen Geschichte eine demokratisch gewählte Regierung und das türkische Volk einem Militärputsch widerstanden hat, ist hier in Europa viel zu wenig gewürdigt worden. Das war ein historisches Ereignis und praktisch die wirkliche Geburtsstunde der türkischen Demokratie. Das ging hier völlig unter, weil man Erdogan sogar auf Kosten einer Militärdiktatur gerne den Machtverlust gewünscht hätte (wie so oft: Tut, was wir wollen, alles andere ist euer Problem). Egal, wie man zu Erdogan steht, ist das etwas, das die Türken nicht so leicht vergessen. Deutschland zum Beispiel, das bisher noch jede Demokratie bei der erstbesten Gelegenheit weggeworfen hat und sich die aktuelle Demokratie nach einem fatal verlorenen Weltkrieg von den Siegern hat schenken lassen müssen, hat das noch nie geschafft. Dass Erdogan die Gelegenheit genutzt hat, ein an Islamofaschismus erinnerndes System mit unzähligen Gefangenen durchzusetzen, ändert nichts daran, dass er es weder wagen noch schaffen würde, bei einer verlorenen Wahl an der Macht zu bleiben, denn darüber ist das türkische Volk so oder so hinaus. Ob man Erdogan mag oder nicht (ich mag ihn nicht), das ist Demokratie. Ich wünsche meinen türkischen Mitmenschen eine kluge Wahl und alles Gute.
Es bestehen halt Zweifel am Ablauf des Putsches in der Türkei - und auch am Zustand der Demokratie in der Türkei, insbesondere, was Minderheiten und Dissidenten angeht.
Und Sie haben eine lustige Sichtweise auf die deutsche Geschichte - wie oft haben denn Ihrer Meinung nach "noch jede Demokratie bei der erstbesten Gelegenheit weggeworfen"? Das klingt, als hätten wir eine sehr lange demokratische Geschichte, die hat Deutschland aber nicht. So lange gibt's Deutschland ja schließlich noch gar nicht. ;)

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Nachteuie 14.06.2018, 08:49
15. Träumt weiter....

Schon mal in letzter Zeit mit in Deutschland lebenden Türken gesprochen? Wie es der Türkei wirtschaftlich, politisch, diplomatisch und militärisch "geht" sagen den türkischen Wählern ja nur die türkischen Medien (inzwischen zu 100% unter Kontrolle Erdogans) - alles andere ist ausländische "Lügenpresse". Und wenn es wirtschaftlich auch für die Wähler im Alltag spürbare Probleme geben sollte (Lira-Schwäche) - na dann ist das eben das Resultat der weltweiten Anti-Türkischen-Verschwörung - und die kann nur der "heldenhafte" Präsident Recep Erdogan besiegen. Und überhaupt ist der für alles Gute und Schöne in der Türkei verantwortlich, Retter des Vaterlands, Verteidiger des Islam, etc. etc. - und bestimmt sorgt auch nur er persönlich dafür dass jeden morgen noch die Sonne aufgeht.... Nein: Für die Mehrheit der Türken die ich kenne grenzt allein der Gedanke, die AKP nicht zu wählen, fast schon Blasphemie. Und wer doch leise Zweifel an der heilsbringenden AKP hat, hält schön die Schnauze und wählt trotzdem AKP, um nicht mit Kurden, Gülen-Bewegung, ISIS und den Kreuzrittern in einen Topf geworfen zu werden und massive Probleme mit dem aktuellen türkischen Staatsapparat zu bekommen. So geht Diktatur! Chance auf Wandel durch Wahlen: 0 %!

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Pixopax 14.06.2018, 09:10
16. Das ist doch Mumpitz

Die meisten Türken stimmen für Erdogan weil er Erdogan ist. Denen ist es egal in welche Richtung das Land driftet, hauptsache Erdogan steht am Steuer. Die in Deutschland lebenden Türken kann es noch egaler sein, denn sie sitzen ja im Euroraum. Sie werden sicher auch wieder zu 70% für Erdo stimmen.

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cemturion 14.06.2018, 09:38
17. @11 Trümmer?

Das war einmal. Die Oppositionsparteien waren noch nie so stark wie jetzt und Erdogan liefert tagtäglich eine Steilvorlage nach der Anderen („Kostenlose Kekse/Kuchen in den Teestuben“....wenn sie schon kein Brot finden) oder wie er gestern einen arbeitslosen Akademiker, ich sage mal, „zurechtgewiesen“ hat („Das kannst Du den Kemal fragen, der kümmert sich darum“). Muharrem Ince hat sich vom Steinzeit-Kemalismus der CHP befreit und Frau Aksener wird noch genug Stimmen aus dem MHP-Lager erhalten, um über die 10%-Hürde zu kommen. Und dann wären ja noch die Kurden ;)

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freddygrant 14.06.2018, 09:43
18. Es wäre ein Schritt ...

... in eine moderne und demokratische Türkei, der zur Entspannung
im Nahen Osten beitragenb und den Blick der Türkei nach Europa
nicht mehr trüben würde. Natürlich müßte der Westen und besonders
Europa dann die Türkei als echten Ordnungfaktor in die eurasische
Politstrategie einbezogen werden - wirtschaftlich, militärisch und
politisch.

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tales.dom 14.06.2018, 09:54
19. Ich glaube,

die Türken lassen sich nun nichts mehr vormachen. Erdogans Aufruf zur Unterstützung der Lira durch das Ersparte, war ein Offenbarungseid. Wie man nun sieht, hat dieser Aufruf nichts gebracht. Mithin hat Erdogan auch keine Lösung vorzuweisen. Vielleicht verstehen ja nun die Türken, was es bedeutet, weiterhin in der islamischen Isolation unter der Knute Erdogans zu leben, oder mit echten Fortschritten in einem prosperierenden Europa.

Liebe Türken, denkt diesmal etwas besser nach, was ihr wollt und lasst nicht den Koran und die Überbewertung eines unbeliebten Despoten entscheiden. Es geht auch um die Zukunft Eurer Kinder.

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