Forum: Wirtschaft
Lkw-Abfertigung: Industrie sieht durch Brenner-Streit Wohlstand gefährdet
DPA

Weil Österreich die Zahl der abgefertigten Lastwagen begrenzt, bilden sich auf dem Brenner lange Staus. Der Bundesverband der Deutschen Industrie spricht von "wohlstandsgefährdender Verkehrsbehinderungen" und ruft nach einer Lösung.

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Airkraft 08.07.2019, 10:50
70. Jammern...

Jammern ist der Gruß des Kaufmanns. Deutschland sollte seine Verpflichtungen einhalten und die Schienenanbindungen zu den Tunneln termingerecht fertigstellen - dann klappt's auch mit dem Güterverkehr.

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topas 08.07.2019, 10:51
71.

Zitat von mrmink
der Güter Transport gehört auf die Schiene und nicht mit Lkw auf die Straße. Und da Deutschland diese Entwicklung bewusst verschlafen hat ist es gut das österreichische Behörden durch solche Massnahmen auf diesen Missstand aufmerksam machen.
Wenn die Österreicher den Transport auf der Schiene haben wollen - bitte schön. Dann soll IN ÖSTERREICH die Verladestelle gebaut werden. Können gerne die alte Grenzübergangsstellen mit Gleisanschluss versehen und die LKW dort auf die Schiene verfrachten. Das Transportproblem ist ein inländisches, also muss es inländisch geklärt werden - und nicht einfach bewusst Staus (Unfallrisiko) erzeugen, nur weil man mit seiner Infrastruktur nicht hin kommt.

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bstendig 08.07.2019, 10:56
72. Das sich das nichr rechnet liegt weniger an den Österreichern,

Zitat von roby111
ist das richtige Wort für das, was die Österreicher hier derzeit betreiben! Der Brenner-Basis-Tunnel soll mit aller Gewalt etabliert werden, obwohl wirtschaftlicher und verkehrsplanerischer Unsinn! Anstelle einer gemeinsamen und sinnvollen Planung und eines gemeinsamen und somit wirtschaftlichen Betriebs hat sich Österreich dazu entschieden, hier nach Vorbild der mittelalterlichen Raubritter ein Abzocksystem zu installieren und durchzudrücken! Es gilt nun zu verhindern, dass Österreich ein weiteres Mal Italien und Deutschland ins Unglück stürzt! Kurzfristig sollte man Ersatzrouten und Schiffsverbindungen aktivieren, langfristig wäre echter Basistunnel unterhalb Österrreichs, aber finanziert, gebaut und betrieben rein von deutsch-italienischer Seite die Lösung! Dieser Basistunnel sollte dann auch Personenverkehr ermöglichen. Zu klären gilt, wie tief ins Erdreich Staatsrechte wirken. Die Bürgerrechte auf erworbenem Land enden ja schon in sehr kleiner Tiefe, d.h. sollte es auch für Staaten da Grenzen geben, die technische Lösungen ermöglichen!
sondern am Wachkoma der Politiker in Deutschland und Italien.

Es macht schon Sinn, das auf die Schiene zu verlagern, durch den Basistunnel logischerweise. Den Tunnelbau jetzt den Österreichern vorzuwerfen ist mehr als billig.

Und was glauben Sie, was Ihr "Alpenbasistunnel von Deutschland nach Italien kosten wird? Abgesehen von den Belastungen für Sie als Steuerzahler: Jede Wette, die Österreicher würden sich echt freuen. Endlich Ruhe.

Ersatzrouten gibt es: Über den Gotthard-Tunnel in der Schweiz.
Unf für Schiffsverbindungen: der Rhein-Rhone-Kanal kann auch benutzt werden - müssen Sie halt im Mittelmeer nochmals umladen und dann nach Genua schippern. Oder gleich die große Lösung: Hamburg-Genua. Ob das dann billiger ist, darf bezweifelt werden.

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Thomasvon Bröckel 08.07.2019, 10:58
73. Schlechter Witz

Es war die Industrie, die mit willfähriger Unterstützung der Verkehrsminister, unsere Autobahnen in rollende Warenlager verwandelt haben, "Just in time" sei Dank! Perverser Kapitalismus in Reinform. Die Umweltbelastung und der Lärm an den Autobahnen ist dem BDI doch scheißegal.

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AttaTroll 08.07.2019, 10:58
74.

Wie sangen doch unsere späteren Weltmeister 1990:

"Wir sind schon auf dem Brenner,
wir brennen schon darauf.
Wir sind schon auf dem Brenner,
ja, da kommt Freude auf!"

Da kommt Freude auf? Nee, nicht wirklich... und das ist Europa. Europäische Zusammenarbeit? Zudem rächt sich mittlerweile die einseitige und die Umwelt zerstörende Favorisierung des Schwerlastverkehrs durch Wirtschaft und Politik. Alles wie gehabt.

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christianu 08.07.2019, 11:01
75. Es wird Zeit, ernsthaft zu handeln

Was unsere österreichischen Nachbarn machen, tut ein wenig weh, und das soll es auch. Denn Deutschland ist zwar Ankündigungsweltmeister bei der Energiewende und Verkehrswende, aber wenn dann das Stromnetz verstärkt werden soll oder der Autoverkehr reduziert, ziehen die Politiker den Kopf ein. Stattdessen gibt es EEG-Gesetze, die niemand mehr versteht, Ausländermaut, die scheitert, und Elektroroller, mit denen bestimmt niemand über die Alpen fährt. Und der Bürger klagt mit voller Kraft gegen jede Veränderung, unterstützt von der Klageindustrie, die viel Geld verdient und fast jeglichen Fortschritt verhindert. Der Ausbau der Stromnetze, der Bahnnetze und eine Maut gemäß Umweltbelastung für alle wären notwendig, was eigentlich jeder begreift. Aber es darf eben nichts kosten und nicht sichtbar sein. Haben Klimaveränderung und Verkehrschaos keinen Einfluss auf unser Leben?

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Minette 08.07.2019, 11:08
76. Papperlapapp

...., gefährdet die Wirtschaft ?? liebe Bahn, baut endlich Eure neue Trasse, dann ist das Problem gelöst. Und sucht nicht die Schuld bei anderen. Da gibts noch mehr ganz ähnliche Probleme, eine Trasse nach Holland o.ä., Schweiz, da war auch was. Und den Tunnel von Dänemark nach D blockiert Ihr auch. Hier stimmt so einiges nicht.

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danubius 08.07.2019, 11:09
77. Nur mal so zur Erinnerung

Anno 1994 verständigten sich die Verkehrsminister Deutschland, Italiens und Österreichs auf ein Abkommen über die 400 km lange Strecke München - Brenner - Verona, später gesponsort von der EU. Im Jahre 2012 unterzeichnete der damalige Bundesverkehrsminister Ramsauer (CSU) und seine österreichische Kollegin Bures den beschleunigten Ausbau des Zulaufs zum BBT .- an dem von deutscher Seite aus noch immer geplant wird, Österreich und Italien jedoch bereits ihre Hausaufgaben in Angriff genommen haben. Transit- / Langstrecken fahrende LKWs müssen m. E. auf die Schiene. Der BDI täte gut daran, seinen Einfluss auf die Bundesregierung/Bahn geltend zu machen, sonst stehen LKW und Pkw auch noch in den nächsten Jahren im Stau und sorgen dort für gute Laune.

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claus7447 08.07.2019, 11:10
78. Hallo hang.on,

Es ist erstaunlich zu welchem weinerlichen mimimi ansetzen, sobald es um Maut und insbesondere die Österreicher geht.

Aber auch wenn sie es vermutlich nur schwer begreifen:

Es liegt an der Dummheit insbesondere der CSU Politiker. Da meinte man eben mit einer Bier-Stammtisch (nach 5 Maß) man könne so eine tolle Maut einsetzen und gleichzeitig den deutschen Autofahrer schadfrei halten. Dumm gelaufen, und jeder der ein bisschen juristischen Sachverstand hatte, hatte Bauchweh ob dieses Gesetz bestand hat. Da nutzte das Einschmeicheln auch der BK nicht.

Ich kann nur sagen: selbst schuld und sucht nicht die Schuld bei den Nachbarn. Das Urteil des EuGH sagt ja: die ZEITGLEICHE Einführung von Maut UND Steuerbefreiung ist der Knackpunkt. Und das die Österreicher frei fahren ist ein Ammenmärchen das ja gerne in Unkenntnis und Dummheit verbreitet wird. Erstens bezahlen in A nur Nutzer der Autobahn. Dann gibt es (und dieses Gesetz kam zeitversetzt) ein Pendlerpauschale für bestimmte Gruppen - nicht ALLE.

Das was die Österreicher jetzt machen wird vermutlich auch unter dem Begriff "Notwehr" sogar vor Gerichten bestand haben - gewöhnen sie sich daran und zahlen sie ihr Pickerl (ich buche großzügig immer eine Jahresvignette und -Pickerl - dann muss ich mir nie Sorgen machen ob ich mal kurz über die Grenze fahre).

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Aber zum Thema: Was vermutlich nicht sehr viele wissen - auch der Journalist nicht bemerkte: Es gibt Erzeugnisse die (fast) sinnlos bis zu 3-4 x den Brenner überqueren um je nach Standort "veredelt" zu werden. So z. B. mit Milche die lustig hin und her gekarrt wird bis dann endlich Jogurt oder Käse daraus wird - dieser abgepackt und "verkaufsfähig" ist. Hinzu kommt die offensichtlich notwendige "Idiotie" die ein deutscher Verkehrsminister haben muss (CSU) um Verträge mit den Nachbar zu ignorieren. So z.B. auf der Rheinschiene, nun am Brenner. Aber vielleicht sollte man die bestehende Bahnlinie einfach ausbauen und längere Züge einsetzen - ginge auch - sofern Material dafür da wäre.

So hang.on ... jammern sie nicht rum - wenn es ihnen stinkt: mit dem Zug über die Alpen - dort Mietauto ... vermutlich nicht mal teurerer wenn sie Vollkosten / km einrechnen. Zumindest schlagen sie ja ihren Österreichern ein Schnäppchen.

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biesi61 08.07.2019, 11:10
79. Ich kann mich an keine einzige Kritik des BDI daran erinnern,

dass die Bundesrepublik beim Ausbau aller Bahnlinien in Richtung Alpen gegenüber den international gemachten Zusagen jeweils um Jahrzehnte im Rückstand liegt. Die letzten Bundesverkehrsminister - allesamt von der CSU - haben als de facto Handlanger der Autolobby beim Ausbau der Güterbahn allesamt jämmerlich versagt! Während die Schweiz, Österreich und Italien diese Strecken durch die Alpen massiv ausgebaut haben bzw. derzeit ausbauen, jammert Deutschland über stehende LKW und tut absolut nichts, gar nichts! Dabei hat das eine direkt mit dem anderen zu tun. Deutschland braucht endlich einen radikalen Politkwechsel in der Verkehrspolitik hin zur Schiene!

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