Forum: Wirtschaft
Lobbyismus: Bundesregierung legt Kontakte zur Finanzbranche offen
AFP

Man kennt sich, man trifft sich - die Bundesregierung pflegt zahlreiche Kontakte zur Deutschen Bank, Goldman Sachs und anderen Vertretern der Finanzbranche. Details gehen nun aus einer Antwort auf eine kleine Anfrage der Linkspartei hervor. Mit der Aufstellung will die Regierung Vorwürfen vorbeugen.

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marcaurel1957 20.02.2013, 13:23
110.

Zitat von ks82
Aber natürlich: Es gibt sie in Forschung und Wissenschaft und NGOs. Nur rennen die einem nicht die Bude ein, um flüstern einem "die besten Strategien" ins Ohr, weil sie keine Lobbyvertretung haben. Es gibt genug. Aber Markenzeichen unserer "alternativlosen" Politik ist es, die Alternativen einfach nicht zu kennen... Es ist auch ein Zeichen von Borniertheit zu glauben Banker und Finanzfachleute seien frei von Eigeninteressen und könnten die Politik beraten. Und wie um alles in der Welt hat der Bürger die Krise verursacht? Erklären sie mir das. Wie habe ich die Krise verursacht? Einige Politiker müßten nur mal in die Volkshochschule gehen und sich selbst informieren, dann würden sie die Krise selbst verstehen.
Ob sie die Krise mit verursacht haben weiss ich nicht, es gab aber jede Menge Bürger, die ihr Geld bei Kaupthing angelegt haben oder so bräsig waren Finanzprodukte zu kaufen, die weit über ihren Horizont gingen. Heute wird darüber trfflich gejammert!

Es gibt aber auch 100.000ende von Bankern, die nicht falsches gemacht haben, die gegen kein Gesetz verstoßen haben und über die Handlungen weniger genauso verärgert waren wie sie und ich.

Ich bin sehr dafür, auch die Leute aus den NGO und Forschung und Wissenschaft zu allen Hearings zu bitten, nur wenn Politiker Kontakte zu allen Gruppen halten, alle Informationen erhalten, sind sie in der Lage, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

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Peddargh 20.02.2013, 13:24
111.

Zitat von marcaurel1957
Die Finanzindustrie hat einen großen Anteil am globalen Wohlstand, dies ist richtig, was jeder der die Anfangsgründe von Ökonomie verstanden weiß. Ohnen Banken ohne Investmentbanker würde keien moderne Volkswirtschaft existieren können. Wenn sie sich dann mal mit den Zahlen der OECD beschäftigen würden, wüßten Sie, daß noch nie in der Geschichte der Menschheit zu viel Wohlstand für so viele Menschen geschaffen wurde, wie in den letzten 20 Jahren. Aber kauen Sie ruhig den Unsinn vom Profit für wenige und der Armut für alle wieder, die realität hat sie längst widerlegt. Wobei ich nicht bestreite, daß es noch immer eien riesen berg von Problemen gibt, die werden aber nicht durch jammern, greinen und dümmlichen Polemisieren gelöst
So? Die OECD hat also festgestellt, dass der Wohlstand noch nie so groß war?
Interessant!
Ehrlich!
Würden Sie mir jetzt ihre Definition von Wohlstand einmal erläutern?
Läßt sich die tatsächlich an Hand des Kontostands, an Hand der Häufigkeit von Smartphones, an der Diagonalen von Glotzen ablesen?

Ich denke nicht!
Ich sehe da anderes.
Überarbeitete Menschen, mit größter Angst davor in die Arbeitslosigkeit zu fallen, da diese Armut bedeutet.
Ich sehe jede Menge arbeitslose Menschen, denen man zu ihrem Unglück auch noch die Eigenverantwortung für ihr Elend aufbürdet.

Sie nennen den Reichtum einiger weniger, den absolut blödsinnigen Reichtum noch weniger, sowie die Armut der Großteil der Erdbevölkerung als Unsinn?
Welche Realität hätte das denn wiederlegt?
Butter bei die Fische!

Was sie jammern, greinen und dümmliches polemisieren nennen, nenne ich Kritik.
Kritik an einer Politik, die zu Problemen führen, die ja selbst sie noch als Reisenberg erkennen.
Das diese Probleme nicht von den gelöst werden, die sie geschaffen haben, liegt auf der Hand, wird von der Realität tatsächlich belegt.

Sie sollten also vielleicht einmal selbst versuchen ihre Wahrnehmung der Ökonomie einmal überprüfen.
Die IWF konnte das im Falle Griechenland.
Allerdings ohne großen Folgen für die Großkopferten Nieten in Nadelstreifen.

Das eine Prozent der Reichsten des Planeten wären schon heute mit genug Geld gestopft, die Probleme Armut und Hunger zu beseitigen.
Noch scheint es aber "intelligenter" zu sein, diese Vermögen dafür einzusetzen diese Vermögen noch zu vergrößern.
Für mehr Wohlstand?
Pfhhh...

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Inselbewohner 20.02.2013, 13:24
112. Die Linke!

Und schon wieder stochert Die Linke mit einer kleinen Anfrage auf dem Nerv unserer ReGIERenden rum. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass die einfach die richtigen Fragen stellen ob es nun die Anfrage nach der Altersarmut war oder die Ungleichverteilung des Wohlstandes(Wohlstandsschere) jedes mal musste unsere ReGIERung für sie unangenehme Tatsachen preis geben. Da diese Anfragen von den "roten Socken" kommen relativiert sich alles wieder.
Ein kurzes Zukenntnissnehmen und weiter mit der Tagesordnung.
Natürlich haben schon immer die Kanzler sich mit den führenden aus Wirtschaft, Politik, Gewerkschaften ja auch künstlern und Philosophen beraten wenn wichtige weitreichende Entscheidung für unsere Gesellschaft anstanden. Nur kann ich mich des Eindrucks nicht erwähren früher hat man sich beraten lassen heute bekommt man direkte Befehle. Die Macht des Geldes ist so groß geworden, dass sich das Kapital verselbstständigt hat und gegen unsere gesellschaftlichen Interessen agiert. Politiker treffen nicht wirklich Entscheidungen, sie werden genötigt auch wenn es ihren Überzeugungen widerspricht. Insofern tuen sie mir manchmal ein bischen Leid, ein politisches Amt für die aufgabe der Integrität.
Gruß HP

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garfield 20.02.2013, 13:28
113.

Zitat von analyse
Die LINKE macht da eine Ausnahme:die würde sich die Banken selbst einverleiben,mit bekannt katastrophalen Folgen
Stimmt, wo kämen wir denn da hin, wenn eine linke Regierung SICH (was ja nur heißen kann, dem Staat) die Banken einverleiben würde.
Da würde es vermutlich eine Bankenregulierung geben, die den Namen verdient, eine Aufspaltung in Geschäfts- und "Investitions"banken, wo letztere womöglich pleite gehen könnten und womöglich keine hunderte Milliarden schwere Rettungspakete aus Steuergeldern für Zockerbuden.
Wirklich "bekannt katastrophalen Folgen". Wer kann denn so was wollen?

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marcaurel1957 20.02.2013, 13:29
114.

Zitat von j.vantast
Korrekt müsste es heissen: Dass die Finanzindustrie einen überragende Bedeutung für das -Wohlergehen einer modernen Volkswirtschaft hat, sollte Allgemeinwissen sein. Dann stimmt´s. Das weiss jeder.
Sorry, ich denke eine Diskussion erübrigt sich, Ihnen fehlen die Wissensgrundlagen über die Funktionsweise einer modernen Volkswirtschaft.

Wissen sie was Produktionsfaktoren sind? Klassich: Boden, Arbeit und Kapital.

Boden spielt heute keine große Rolle mehr, Arbeit ist weltweit im Übefluss vorhanden. Kapital ist der limitierende Faktor.

Die Finanzindustrie ist heute zumeist der wichtigste Faktor, ohne vernünftige Finanzierung können sie nicht mal Gummibärchen konkurrenzfähig herstellen.

Investmentbanking ist sozusagen das Öl im Getrieb jeder moderen Volkswirtschaft

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hxx6102849 20.02.2013, 13:29
115. Na LOGO

Zitat von marcaurel1957
Gute Finanzmanager sitzen nicht auf Abruf im Schrank, sondern arbeiten in der Finanzindistrie, dies gilt für gute Klempner, Ärzte und Anwälte in gelicher Weise. Ihr Wunsch nach "unabhängigen Experten" ist bodenlos naiv. Das gute am Lobbyismus ist, daß dort alle Gruppen gehört werden, von den Privatbanken über die Sparkassen bis hin zu Verbraucherschützern. Ich erwarte von der Regierung geradezu, daß sie gute Kontakte zu allen relevanten Lobbygruppen hält, es wäre geradezu verantwortungslos, wolle man die notwenigen Finanzmarktreformen ohne die menschen machen, die davon etwas verstehen. Nur Transparent muß es sein!
Da wäre ich gar nicht drauf gekommen. Sie meinen also, ich sollte, weil bei mir im Haus ständig eingebrochen wird, doch lieber nicht zur Polizei, sondern gleich zu den Einbrechern gehen, um mich beraten zu lassen. Ist irgendwie LOGISCH oder?  

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silverhair 20.02.2013, 13:29
116.

Zitat von usador
Ich habe Verständniss dafür. Wir leben in einer Zeit des Glaubens an Geld. Der Satz „Geld regiert die Welt“ trifft heute mehr zu wie in anderen Zeiten. Früher gab es noch Chefs und Eigentümer die das Unternehmen auf eigenes Risiko leiteten und dabei immer langfristig dachten. Heute werden diese Jobs von Klerikern des Geldglaubens (Goldene Kalb) in Form von BWL Managern oder Juristen geleitet deren einziges Interesse es ist, das Geld zu vermehren und so den Glauben aller daran zu festigen und zu verstärken. Wie in einer Kirche. Wir beten das Geld an und versklaven uns gerne für das Geld. Deshalb ist es nicht verwunderlich wenn sich die Regierenden mit der Bischhöfen dieser Glaubensrichtung abstimmen.
Sie vermehren kein "Geld" - Buchgeld ist kein Geld, sondern ein trickreiches System um immer grössere Ziffern im Kreisverkehr zu erzeugen , bei denen die Menschen sich "Verschulden sollen" gegen etwas was überhaupt nicht existiert, und damit in Abhängigkeiten die sie sonst nicht eingehen würden!

Banken haben kein Geld - den das was die Menschen unter Geld verstehen liegt in den Notenbanken - grad mal 2 Bio Euro incl. allen Bargeldes - und dort bleibt es auch, es dient nur noch als "Erklärungsanker" für den Anspruch "Zinsen nehmen zu können" - obwohl Giralgeld aus dem Nichts über Bilanzverlängerungen erschaffen wird!
Es ist ein Warengutschein - einer der wunderbar aussieht, für den aber nie Waren produziert wurden und auch nie produziert werden - aber eine Wunderbare Illusion weil man "glaubt" man würde sparen - obwohl man sich nur das "Einkaufen" erspart - fantastisch für die Hersteller - die müssen nämlich genau nichts mehr produzieren um trotzdem an diesem "Verschulden" beteiligt zu sein!

Wenn Merkel verkündet - alle sollen Sparen - dann heißt das nichts anderes als "Nur ja keinen Kassensturz machen - nur nie nachschauen ob da überhaupt etwas ist " den dann würde man feststellen das da nichts ist - das keine "Lebens- /Renten- Fonds irgendwelche Zinsen zahlen , sondern das man wie in jedem Schneeballs System nur die Löcher füllt mit neuen Verschuldungen - einer gigantischen Summe die selbst in 100 Jahren nicht mehr zu begleichen wäre , weil man eben nie dafür etwas produziert hat und produzieren darf!

Würde das möglich sein, dann müßten mit dem Bezahlen der Schulden die Konten gelöscht werden - dann wäre dort genausviel wie bei jeder Insolvenz - ein Nichts was auf dem Nichts der Giralgeldschöpfung beruht!

Es wäre ja beruhigend wenn es noch um "Geld" ginge - aber es geht einfach bei diesem Kreisverkehrspiel nur noch um die Illusion - nur solange diese weiter gepflegt wird das hätte etwas mit "Geld" zu tun wird man ihr aufsitzen!

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brummer07 20.02.2013, 13:30
117. schlimm ...

... wäre doch nur, wenn man gar nicht mit Ihnen reden würde. Ich erwarte von meinen gewählten Vertretern, dass Sie sich alle wesentlichen Meinungen anhören und dann entscheiden. Objektiv ist nun einmal niemand, das geht schon rein theoretisch gar nicht.

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marcaurel1957 20.02.2013, 13:30
118.

Zitat von RenegadeOtis
Selbst wenn man außer acht läßt, dass "nur den Profiteuren die Taschen füllt" sehr diskutabel ist: Für Sie qualifiziert der Betrag von 17 Mrd. also schon die Beschreibung "hunderte von Milliarden Euro"?
Wenn wir schon von Profiteuren reden, sollet man anmerken, das hunderttausende Häuschenbesitzer mit Solarmodulen die Mehrheit bilden

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Diskutierender 20.02.2013, 13:32
119. Bevorzugtes Land

Zitat von sichersurfen
Gibt es eigentlich ein Land weltweit, welches wegen seiner Finanzbranche stärker in der Kritik steht? Wenn Sie seit Jahren in der Schweiz leben, werden Sie ja den Tages-Anzeiger kennen. Der hat ja dargestellt, wie beliebt Deutschland weltweit ist. "Beliebtes Deutschland Erstaunen dürfte in der Schweiz, wie beliebt das nördliche Nachbarland weltweit ist - es rangiert auf Platz 2. Schliesslich wird die Liebe der Deutschen zur Schweiz statistisch gesehen nicht erwidert. Den ersten Platz in der gesamten NBI-Rangliste halten erneut die USA, auf den dritten Platz ist Frankreich gerutscht. Auf Rang 4 platziert ist Grossbritannien, gefolgt von Japan, Kanada und Italien. Australien steht an 9. und Schweden an 10. Stelle."
Das ist mir trotzdem egal. Ich möchte jedenfalls auf absehbare Zeit nicht mehr in dieser Lobbyisten-Diktatur namens Deutschland leben. In die Schweiz bin ich gegangen, weil ich in Deutschland zuvor fast ein Jahr arbeitslos war (und das als Ingenieur), um mir dann nur drei Monate später beginnend, seither gebetsmühlenhaft diese dreiste Lobbyisten-Lüge vom Fachkräftemangel anzuhören. Hierzu kann ich nur sagen, dass ich nicht in einem Land leben möchte, wo ich tagein-tagaus von Politikern und Lobbyisten belogen und betrogen werde, wie es inzwischen in Deutschland der Fall ist.

In der Schweiz gibt es natürlich auch dreisten Lobbyismus, aber hier hat die Bevölkerung mit der direkten Demokratie ein Mittel zur Hand, diesem Lobbyismus Einhalt zu gebieten, wie es z.B. am Abstimmungswochenende in zwei Wochen der Fall sein wird ("Abzockerinitiative" zur Begrenzung von Managergehältern und -abfindungen).

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