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Lobbyist für Taxi-App: Uber engagiert ehemaligen Wahlkampfleiter von Obama
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Uber stößt weltweit auf Widerstand - nun setzt das umstrittene US-Fahrdienstunternehmen auf die Hilfe eines erfahrenen Strategen: Der ehemalige Wahlkampfleiter von US-Präsident Obama wird Cheflobbyist der Firma.

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Zaphod 20.08.2014, 13:27
1. Das Geld liegt auf der Straße

Wie viel Geld glaubt Uber verdienen zu können, wenn sie derart teure Manager anheuern? Und wie lächerlich ist das doch zugleich? Denn das deutsche Taxigewerbe fährt seit Jahrzehnten zuverlässig und sicher, ganz ohne hochbezahlte Spitzenkräfte. Daran zeigt sich, dass viel Geld notwendig ist, um bewährte Strukturen zu zerstören. Es bleibt allerdings zu hoffen, dass sich Uber am deutschen Taxiwesen übernimmt und hier nicht die gewachsenen und bewährten Strukturen zerstören kann. Wir brauchen keine amerikanischen Unternehmen, um in München zum Viktualienmarkt gefahren zu werden!

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jetztmalehrlich2000 20.08.2014, 13:43
2. Erstaunlich

Wie gross der Widerstand in den Koepfen der Menschen ist etwas zu machen was voellig natuerlich ist: Mitnehmen wen man mitnehmen will. Fahren wohin man fahren will. Da ist nix dran auszusetzen. Ausser natrl. das Verbaende, Gewerkschaften und der Staat was dagegen haben da Ihre Einnahmequellen wegfallen. Jeder frage sich wie oft er Taxi fahren wollte aber es doch nicht gemacht hat weil ruck zuck 15, 25, 35 Euro weg sind. Mach Dich locker Volk und Umarme den Wandel!

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ralf_si 20.08.2014, 13:50
3.

Bleibt nur zu hoffen, dass Finanz-, Zoll- und Ordnungsämter massenhafte "Stich"proben durchführen und nachweist, dass die Uber-Fahrer somit Gewerbetreibende sind, mit entsprechenden finanziellen Konsequenzen. Da dem deutschen Staat aber bereits jetzt die entsprechenden personellen Kapazitäten für solche Kontrollen fehlen, wird das Geld wohl in die USA und die privaten Taschen der Fahrer am deutschen Staat vorbei fließen.

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mistermoe 20.08.2014, 13:58
4.

Zitat von jetztmalehrlich2000
Wie gross der Widerstand in den Koepfen der Menschen ist etwas zu machen was voellig natuerlich ist: Mitnehmen wen man mitnehmen will. Fahren wohin man fahren will. Da ist nix dran auszusetzen. Ausser natrl. das Verbaende, Gewerkschaften und der Staat was dagegen haben da Ihre Einnahmequellen wegfallen. Jeder frage sich wie oft er Taxi fahren wollte aber es doch nicht gemacht hat weil ruck zuck 15, 25, 35 Euro weg sind. Mach Dich locker Volk und Umarme den Wandel!
Naja, nachdem was ich bisher so gelesen habe ist es scheinbar doch nicht so wie bei den Mitfahrzentralen das Leute sowieso irgendwohin fahren und einfach nur Leute mitnehmen um die Kosten zu teilen, sondern es werden ja spezifische Fahrdienstleistungen angeboten, zu konkreten Zielen mit entsprechenden Preisen. Die Fahrten würden sonst so nicht durchgeführt werden. Wenn man nun mal einen Personenbeförderungsschein braucht laut Gesetz dann ist das halt so, wer dagegen verstößt muss halt entsprechend zahlen. Ich verstehe die Aufregung sowieso nicht, da CarSharing je nach Anbieter noch günstiger ist und zumindest in Städten wie Berlin an jeder Ecke so ein Auto zu finden ist. Das wird die Zukunft, nicht Uber, dann braucht nämlich niemand ein eigenes Fahrzeug.

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aki1977 20.08.2014, 14:31
5. Wandel?

... dann sind wir doch mal ganz Konsequent und entbinden die Taxiunternehmen von Steuer- und Sozialabgabepflicht, ersparen den Fahrern den P-Schein und die teuren Zusatzversicherungen ... Mal sehen wie sich der Fahrpreis dann entwickelt. Tschüss Uber

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magic88wand 20.08.2014, 14:32
6. Politiker gefragt

Bei dem Widerstand durch Taxi-Lobbys weltweit ist es eine konsequente Entscheidung jemanden mit Kontakten in der Politik einzustellen.

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topas 20.08.2014, 14:36
7.

Zitat von jetztmalehrlich2000
Wie gross der Widerstand in den Koepfen der Menschen ist etwas zu machen was voellig natuerlich ist: Mitnehmen wen man mitnehmen will. Fahren wohin man fahren will. Da ist nix dran auszusetzen. Ausser natrl. das Verbaende, Gewerkschaften und der Staat was dagegen haben da Ihre Einnahmequellen wegfallen. Jeder frage sich wie oft er Taxi fahren wollte aber es doch nicht gemacht hat weil ruck zuck 15, 25, 35 Euro weg sind. Mach Dich locker Volk und Umarme den Wandel!
Das geht so lange gut wie man der Fahrer ist.

Mal das Szenario umgedreht: Wie froh war man, als zum Beispiel nachts beim Zugausfall 30 Taxen kurzfristig da waren, um die Passagiere zu transportieren (während die uber-Fahrer schliefen). Man auch im Schneesturm Anspruch hatte, gefahren zu werden (während der uberPop-Fahrer es mit "keine Lust" abwiegeln konnte). Das Taxi einen mit Gipsbein den einen Kilometer nach Hause fuhr (während sich kein uber-Fahrer fand, der für 3EUR die Tour machen wollte). Es geht darum, dass Taxen ein Bestandteil des ÖPNV sind - sie haben eine Beförderungspflicht. Wenn du von Hinterkleckersdorf nach Übertuxingen willst kommt ein Taxi vorbei - garantiert. Bei Uber wirst du zum Bittsteller - du musst hoffen dass jemand die Tour macht, denn verpflichtet ist man ja nicht mehr.
Und die Gewinne sind im Taxigewerbe überschaubar. Wenn jetzt ein uberPop-Fahrer für kaum mehr als die Hälfte vom Taxitarif (20% unter Taxipreis laut uber, dazu 20% Provision an uber) unterwegs sein muss müssen Abstriche gemacht werden, die man nicht verantworten kann. Entweder sind die Autos Schrott (im Hinterhof mit Duck Tape gefixt), oder es geht nur über Schwarzarbeit. Renomierte taxi-Blogger berichten von einem Schnitt von knapp 20EUR Umsatz / Stunde in größeren Städten, wovon knapp die Hälfte brutto beim Fahrer landet. Sprich aktuell hängen die Taxifahrer schon an der Mindestlohngrenze. Wenn jetzt der Umsatz bei uberPop-Fahrern um 40% niedriger ist (also 16EUR/Stunde) - wie soll auf legalem Weg eine ansatzweise gerechte Bezahlung der Fahrer erreicht werden?
Also ich zahle lieber für die wenigen male, die ich Taxi fahre, lieber etwas mehr, als über meine Steuern die arbeitslosen richtigen Taxifahrer und die Hartz4-beziehenden schwarzarbeitenden uberPop-Fahrer durchzufüttern, nur damit ein amerikanisches Venture-Kapital-Unternehmen Milliarden einstreicht und unser Staat dabei ein weiteres Stück demontiert wird.

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Iggy Rock 20.08.2014, 14:50
8.

Zitat von jetztmalehrlich2000
Wie gross der Widerstand in den Koepfen der Menschen ist etwas zu machen was voellig natuerlich ist: Mitnehmen wen man mitnehmen will. Fahren wohin man fahren will. Da ist nix dran auszusetzen. Ausser natrl. das Verbaende, Gewerkschaften und der Staat was dagegen haben da Ihre Einnahmequellen wegfallen. Jeder frage sich wie oft er Taxi fahren wollte aber es doch nicht gemacht hat weil ruck zuck 15, 25, 35 Euro weg sind. Mach Dich locker Volk und Umarme den Wandel!
Richtig, aber wozu sollte man dafür einem Unternehmen in den USA künftig Milliarden in den Rachen werfen, die nur wieder in irgend einer Steueroase verschwinden werden? Früher gab's die Touren umsonst oder mit Trinkgeld, dafür reichte ein Schildchen und der Daumen der Hand.

Diese moderne Form des Kapitalismus kennt nur zwei Ziele, Rekordumsätze und die Zerstörung gewachsener Strukturen. Der Verbraucher ist dabei kein Kunde mehr, nur noch Mittel zum Zweck, genauso wie der Arbeitnehmer, der merkt gar nicht mehr, wie er sich benutzen lässt.
Das funktioniert alleine wegen der Steuergesetze innerhalb Europas hervorragend, die kleine Konkurrenz, die so dumm ist, hier Steuern zu zahlen, wird einfach plattgemacht. Die digitalen Möglichkeiten sind dabei die Triebkraft, zum Grauen aller Freunde des Datenschutzes.

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Na Sigoreng 20.08.2014, 14:55
9. Ganz einfach:

Zitat von Zaphod
Wie viel Geld glaubt Uber verdienen zu können, wenn sie derart teure Manager anheuern? Und wie lächerlich ist das doch zugleich? Denn das deutsche Taxigewerbe fährt seit Jahrzehnten zuverlässig und sicher, ganz ohne hochbezahlte ......
Das Zauberwort heißt "Shareholder Value".
Bezüglich Ihres deutschen Taxigewerbes steigen Sie mal bitte am Flughafen in Düsseldorf in ein Taxi!
Mit "deutsch" ist da nicht viel!

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