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Lobbyverband: Rainer Brüderle will Tariflöhne in der Altenpflege verhindern
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Die Regierung drängt Arbeitgeber und Gewerkschaften zu flächendeckenden Verträgen in der Altenpflege. Doch nach SPIEGEL-Informationen macht ein bekannter Lobbyist dagegen Stimmung: Ex-Wirtschaftsminister Rainer Brüderle.

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moistvonlipwik 30.06.2018, 09:06
30. Mal wieder

Für die FDP bleibt es dabei: Wirtschaftspolitik folgt den Regeln der Betriebswirtschaft - der Markt ist draußen, die Bevölkerung ist Kostenfaktor. Und Kosten müssen runter ("Gewinn macht man beim Einkauf"). Das gilt insbesondere für Kosten, die keinen return of investment erhoffen lassen - wie zum Beispiel Pflegeleistungen.

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dementiapraecox 30.06.2018, 09:07
31. Geld frisst Hirn,

es ist unfassbar. Die Spitze des Eisberges ist erreicht, sollte sich in der Pflege nichts ändern, und damit ist nicht nur mehr Lohn gemeint, sondern eine positive Änderung der zum Teil unmenschlichen Arbeitsbedingungen, dann bricht dieses System zusammen. Und zwar bald. Dann kann auch ein Hr. Brüderle schauen, wie und wo er oder seine Angehörigen im Bedarfsfalle gepflegt werden. Zeugt ja wirklich nicht von Fachkenntnis, wenn man 5 vor 12 solch hanebüchene Vorschläge in aller Öffentlichkeit von sich gibt. Pfui, Hr. Brüderle.

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Sibylle1969 30.06.2018, 09:09
32.

Wieviele Leute werden denn bereit sein, für niedrige Löhne und gerade mal 20 Tage Urlaub in der Altenpflege zu arbeiten, wo doch in Deutschland 30 Tage Urlaub üblich sind? Die Konditionen in diesem Job müssen sich bessern, nicht noch verschlechtern. Die FDP hält doch sonst so viel auf Marktwirtschaft. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Bei Personalmangel in der Altenpflege müssten die Löhne dort also nach marktwirtschaftlicher Logik steigen.

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nurEinGast 30.06.2018, 09:11
33.

Da offenbart sich der schlechte Charakter des Herrn Brüderle. Denn nichts anderes kann der Grund sein wenn man Menschen, die unterbezahlt in einem sehr schweren Job arbeiten, selbstverständlichste Rechte abspricht. Brüderle sollte sich schämen- oder besser erstmal selber etwas arbeiten. Dann würde er möglicherweise einen gesünderen Blick auf das Thema bekommen.

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Achmuth_I 30.06.2018, 09:11
34. Absolut!

Zitat von horst.link
Die Kosten für Pflegeplätze sind schon hoch genug! Das würde dann wieder nur die Angehörigen von pflegebedürftigen Eltern treffen, die dann vom Sozialamt mit höheren Zuzahlungen abgezockt werden!!
Weshalb sollen die die eine Leistung in Anspruch nehmen auch noch dafür zahlen müssen. Sollen doch diejenigen die sie erbringen sehen wie sie mit den Rahmenbedingungen zurrechtkommen!

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Achmuth_I 30.06.2018, 09:14
35. Das ist Quatsch...

Zitat von reminder99
... Entscheiden sich aus freien Stücken gegen eine Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft??? Geht's noch???? Sie können sich die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft schlicht und einfach nicht leisten aufgrund ihrer miserablen Dumpinglöhne!!!! ...
...die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft kostet gerade mal 1 % des Einkommens - Dieses wäre mehrfach wieder drin wenn eine Gewerkschaft einen Tarif für die Beschäftigten erwirkt.

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aurichter 30.06.2018, 09:14
36. Einmal FDP, immer FDP

Was bitteschön soll man von diesem Ex-Politiker auch anderes erwarten. Wer in der Partei engagiert ist/war, der buckelt immer zur passenden Klientel. Was bekommt so ein Ex-Mißwirtschaftsminister wohl für seine krampfhaften Bemühungen, um hart arbeitenden Menschen den zustehenden Lohn zu verwehren? Evtll landet der Frauenfeind ja Mal in einer Einrichtung, wo er entsprechend behandelt wird - Lohnmässig entsprechend natürlich.

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ostseewal 30.06.2018, 09:15
37. Danke, Herr Brüderle!

Wie gut, dass hier jemand klaren Kopf behält und ein so gut funktionierendes System wie den Pflegesektor nicht durch völlig unnötige Eingriffe kaputtreformieren lässt. Ich gehe davon aus, dass er sehr gut beurteilen kann, wie es vor Ort aussieht. Er sich hat bestimmt auch schon einen Platz in einem durchschnittlichen Pflegeheim mit durchschnittlicher Personalbesetzung gesichert, wo es, wie wie alle wissen, lustig zugeht. Da werden die gut gelaunten Senioren auch mal einen tieferen Blick zu den feschen Damen riskieren dürfen, ohne dass die allseits gute Stimmung getrübt wird. Ein liberales Träumchen...

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Tahlos 30.06.2018, 09:15
38. Da

haben sich wieder zwei Gleichgesinnte getroffen, die ein ähnliches Bild von Lohnsklaven haben. Wirklich überraschen tut mich das jetzt nicht. Aber schön dass die FDP ihre öffentliche Wahrnehmung selber gerade rückt, ohne das deren aktueller Vortänzer Nebelkerzen schmeissen kann. In dem Zusammenhang danke an den Brüderle.

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andrzej123 30.06.2018, 09:15
39. macht Selbsthilfe zuhause zunehmend unmöglich

Der Elefant, der im Raum steht und beschwiegen wird ist: Nach der Einführung des Mindestlohns und der zwangsweisen schriftlichen Arbeitszeitdokumentation würde eine zwangsweise weitere Lohnerhöhung in der Altenpflege es noch mehr Älteren praktisch unmöglich machen, sich im Alter eine Pflegekraft zu Hause selbst einzustellen.
Es ist im übrigen absolut unzutreffend, dass Altenpflege IMMER und ÜBERALL ein Knochenjob ist: Er kann auch im Essenzubereiten, Hilfe beim zur Toilette gehen uä. und vielen Pausen bestehen.
Immer mehr Reglementierungen machen es den Menschen unmöglich, sich selbst zu helfen und treiben sie in das Gewahrsam der Sozialindustrie.

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