Forum: Wirtschaft
Lohnkluft: Frauen verdienen im Schnitt 22 Prozent weniger als Männer
Corbis

Frauenquote, Sheryl Sandberg - war da was? Laut statistischem Bundesamt werden Frauen im Job wie eh und je benachteiligt: In der Bundesrepublik verdienen sie im Schnitt gut 22 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Seit sechs Jahren hat sich die Lage fast nicht gebessert.

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rainbowman1 19.03.2013, 13:12
90.

Zitat von kfp
Zu Verhandlungen gehören aber immer zwei. Wenn der Chef also die Frau als Frau bezahlen will (bzw. natürlich ganz PC geschlechter-diskriminierungsfrei als "Arbeitnehmer", der/die ein Schwangerschaftsrisiko mitbringt, dessen/deren Zeugnisse teilweise durch den "Frauenbonus" in Schulen positiv verfälscht sein könnten oder der/die mutmaßlich weniger überstundenbereit ist als gleich qualifizierte männliche Kollegen), kann die "Dame" noch so gut informiert sein, sie wird trotzdem nicht dieselben Forderungen durchsetzen können wie ein Mann.
Schwangerschaftsrisiko? Die Fertilitätsrate deutscher Frauen liegt bei 0,3 Kindern pro Frau. Das Schwangerschafts-Argument hätte vielleicht noch 1970 gepaßt, da gab es übrigens auch den letzten Tarifvertrag der Männer per Geschlecht besser bezahlte, aber heute eben nicht mehr.

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Plasmabruzzler 19.03.2013, 13:12
91.

Zitat von sysop
Laut statistischem Bundesamt werden Frauen im Job wie eh und je benachteiligt: In der Bundesrepublik verdienen sie im Schnitt gut 22 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.
Semantische Frage: wenn Frauen 22 Prozent weniger verdienen, müssten sie folgerichtig auch 22 Prozent weniger bekommen, oder :-) ?

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pace335 19.03.2013, 13:13
92. ...

22% weniger, aber doch sicher nicht bei der gleichen Tätigkeit! Man kann doch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

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kfp 19.03.2013, 13:14
93.

Zitat von rainbowman1
Männer arbeiten im Schnitt 25% mehr als Frauen. Und nun?
Nun was? Hier werden Stundenlöhne verglichen...

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Plasmabruzzler 19.03.2013, 13:17
94.

Zitat von kfp
Fügen Sie bei Ihrem "weil" einfach mal die 22% ein, dann sehen Sie, dass viele Familien es sich eben einfach nicht leisten können, dass z.B. der Vater die Kindererziehung und die Mutter die Einkommenssicherung übernimmt. .
Nein, das machen vor allem Frauen selber, s. BMFSFJ - Publikationen
Zitat von Studie des BMFSFJ
So reproduzieren sie das Bild traditioneller Berufs- und Rollenverteilung und begründen es mit Attributen von Männlichkeit: Kraft, Durchsetzungsvermögen, Härte, Aggressivität, Überlegenheit, die positiv konnotiert werden. [...] Das Männerbild ist klar umrissen: Er ist der Hauptversorger. Er hat die Pflicht und Bürde, eine berufliche Situation und Position zu erlangen, die die Familie finanziell und dauerhaft absichert. [...] Die daraus resultierende Fixierung der traditionellen Rollenteilung stört die jungen Frauen nicht – im Gegenteil: Sie ist notwendig zur Sicherung des eigenen Lebensmodells.

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marcus tullius cicero 19.03.2013, 13:18
95. ....

Zitat von kfp
Nun was? Hier werden Stundenlöhne verglichen...
Hier werden nicht Stundenlöhne verglichen, sondern nur ein Gesamtstundenlohn aus allen Berufen... Das es dabei zu einer Differenz kommt ist doch wohl klar und hat auch nichts mit Diskriminierung zu tun, dies besagt auch der Bericht von Destatis.

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Esib 19.03.2013, 13:21
96.

Zitat von Esib
Genauso ist es! Es werden die Bruttostundenverdienste (nenne ich mal BSV) ALLER Beschäftigten genommen, gemittelt und nach Männern und Frauen verglichen. Es ist also ein Vergleich der Putzfrau mit dem Ingenieur. Schon das hat nichts mit „gleichwertiger“ und erst recht nichts mit gleicher Arbeit zu tun. Es ist aber eigentlich noch viel schlimmer, denn es ist mitnichten so, dass nur die blanken Bruttostundenverdienste genommen werden. Zuvor werden die BSV’s noch „korrigiert"(...)
Zitat von kfp
Schon witzig: Sobald es um Quotendiskussionen geht, arbeiten Männer vorwiegend als unterbezahlte, anpackende und wetterfeste Müllmänner, Maurer, und Minenarbeiter oder gar todesmutige Fensterputzer, während Frauen sich angeblich als Schulrektorinnen und überbezahlte ÖD-Büro-Schbearbeiterinnen einen schönen Lenz machen. Wenn man Gehaltsunterschiede für völlig verständlich und nachvollziehbare erklären will, mutieren dagegen alle Frauen ganz schnell wieder zu Putzen und alle Männer zu Ingenieuren...
Es ist Ihnen sicherlich nicht entgangen, dass das Beispiel nur dazu diente, den Unfug deutlich zu machen, aus dieser Zahl -schon allein auf Grund der europaweiten Definition "über alles" - zu schlussfolgern, die Differenz käme bei gleicher oder "gleichwertiger" Arbeit zustande. Damit Sie sich aber besser fühlen, formuliere ich das natürlich gerne auch noch einmal um:

"Es werden die Bruttostundenverdienste (nenne ich mal BSV) ALLER Beschäftigten genommen, gemittelt und nach Männern und Frauen verglichen. Es ist also ein Vergleich des Kanalarbeiters mit der Schuldirektorin. Schon das hat nichts mit „gleichwertiger“ und erst recht nichts mit gleicher Arbeit zu tun."

Ich hoffe, es fällt ihnen nun leichter, sich auf den eigentlichen Inhalt meines Kommentars zu konzentrieren. Immerhin handelt es sich bei dieser Zahl um eine seit Jahren oftmals bewusst durchgeführte Fehlinterpretation, mit der versucht wird, Politik zu machen.

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k-f-a 19.03.2013, 13:21
97.

Zitat von kfp
Schon witzig: Sobald es um Quotendiskussionen geht, arbeiten Männer vorwiegend als unterbezahlte, anpackende und wetterfeste Müllmänner, Maurer, und Minenarbeiter oder gar todesmutige Fensterputzer, während Frauen sich angeblich als Schulrektorinnen und überbezahlte ÖD-Büro-Schbearbeiterinnen einen schönen Lenz machen. Wenn man Gehaltsunterschiede für völlig verständlich und nachvollziehbare erklären will, mutieren dagegen alle Frauen ganz schnell wieder zu Putzen und alle Männer zu Ingenieuren...
Beides ist richtig: In den genannten Berufen sind Männer fast unter sich; und die Statistik, die auf 22% Gehaltsdifferenz kommt, ist eine Fälschung, die darauf beruht, daß wesentliche erklärende Faktoren vernachlässigt werden. Beide Tatsachen schließen sich nicht gegenseitig aus. Sie verwechseln hier (absichtlich, wie ich annehme) 'Männer' mit 'den Männern' und 'Frauen' mit 'den Frauen'.

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rainbowman1 19.03.2013, 13:21
98.

Zitat von kfp
Nun was? Hier werden Stundenlöhne verglichen...
Stimmt. Und das war´s dann auch schon. Keine anderen Meßgrößen werden herangezogen. Und das soll seriös sein? Ernsthaft?
Vergleichen Sie doch mal den Stundenlohn eines IT-Ingenieurs bei Siemens und bei Computer-Fritz in Buxtehude. Wer bekommt wohl mehr Geld?

Übrigens: Selbständige Männer verdienen sogar 30% mehr als selbständige Frauen. Ist das jetzt auch Diskriminierung?

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k-f-a 19.03.2013, 13:25
99.

Zitat von kfp
Nun was? Hier werden Stundenlöhne verglichen...
Nein, hier werden Stundenlöhne falsch verglichen.

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