Forum: Wirtschaft
Lohnkluft: Frauen verdienen im Schnitt 22 Prozent weniger als Männer
Corbis

Frauenquote, Sheryl Sandberg - war da was? Laut statistischem Bundesamt werden Frauen im Job wie eh und je benachteiligt: In der Bundesrepublik verdienen sie im Schnitt gut 22 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Seit sechs Jahren hat sich die Lage fast nicht gebessert.

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marcuspüschel 19.03.2013, 12:12
70. ist gerechfertigt

Zitat von Stäffelesrutscher
Bitte richtig lesen: der ermittelte Unterschied besteht beim STUNDENverdienst.
Vor einiger Zeit war in SPON das Ergebnis einer Studie zu lesen, nach der Frauen pro Tag 50.000 Worte reden müssen um sich glücklich zu fühlen. Männer kommen dagegen mit weniger als 15.000 zurecht.
Das Gequatsche kostet natürlich wertvolle Arbeitszeit, was sich konsequenterweise im Gehalt niederschlägt.
Möglicherweise kommt daher auch die übliche Aussage der Frauen, dass sie lieber mit Männern zusammen arbeiten.
Ich gebe zu dies ist nur eine Theorie von mir ;)

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SasX 19.03.2013, 12:14
71.

Zitat von pepe_sargnagel
Der Artikel weniger, denn da steht wenigstens drin, dass man 7% des Lohnunterschieds zwischen vergleichbaren Männern und Frauen nicht erklären kann. Somit verdienen Frauen im Schnitt und unerklärlicherweise 7% weniger als Männer mit identischen Charakteristika.
Nicht mal. Denn es fehlen noch Merkmale. Das IWF Köln hat mal wieder weitere Merkmale hinzugenommen (Auszeiten nach Schwangerschaften, ...). Ergebnis: Bei weiteren gleichen Faktoren und nur kurzen Auszeiten beträgt der Unterschied 2%. Das ist statistisches Rauschen.

Und wenn Frauen, wie es im Artikel steht, benachteiligt werden, weil sie sich für bestimmte Berufe entscheiden, kann man nur den Kopf schütteln. Sie selbst wählen den Beruf aber für die daraus resultierenden Lohnunterschiede ist nicht sie selbst, sondern jemand anderes verantwortlich. :) Da gibt es wohl nur eine Möglichkeit, diese "Benachteiligung" von Frauen zu vermeiden. Das bedingt aber, dass Frauen dann nicht mehr das Recht auf freie Berufswahl haben.

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tütata 19.03.2013, 12:18
72.

Zitat von sysop
Ein Drittel des Verdienstunterschiedes könne allerdings nicht mit solchen arbeitsplatzrelevanten Merkmalen erklärt werden.
Na wie wär's dann mal mit einer etwas spezifischeren Untersuchung..? Immer diese pauschalisierte Geblubber. Zur (sicherlich notwendigen) Diskussion würde eher ein Satz wie "männliche Kassierer bei Lidl verdienen in Vollzeitanstellung xx und weibliche entsprechend yy; weibliche Filialleiter bei der Commerzbank verdienen in Vollzeit xx, männliche entsprechend yy; männliche Finanzbeamte verdienen xx, weibliche yy" beitragen. Das gleiche noch für 5 weitere Berufsstände und man hätte endlich mal eine solide Basis für eine Diskussion, stattdessen immer nur diese ominösen 20-25%, die aufzuschlüsseln wohl zu viel Arbeit für die Herren Redakteure ist.

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filos eleftherias 19.03.2013, 12:19
73. Wenn schon

Wenn schon unbedingt Frauenquote im Beruf, dann auch bitte konsequent Frauenquote im Strafvollzug! Wenn Schwarze und andere Minderheiten in den USA im Gefängnis überrepräsentiert sind, ist dies für die meisten ein eindeutiges Zeichen für Rassismus. Was hat also nun die deutlich stärkere Quote für das Geschlechterverhältnis zu besagen. Ach ja, Arbeit: Männer sind stark überdurchschnittlich von Arbeitsunfällen betroffen: ist die Blumenverkäufer einfach vorsichtiger als der Bauarbeiter, weil sie eine Frau ist? Ach ja, sie haben ja schon im Fließtext geschrieben, dass die Unterschiede auf die Berufswahl u.A. zurückzuführen sind. Aber dennoch weiß ich genau, dass die Aussage der Überschrift bei jeder nächsten Debatte von FemifaschistiInnnen missbraucht wird, um politisch Extrawürstchen für Gesellschaftsmit(ohne)glieder weiblichen Geschlechts zu verteilen!

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kfp 19.03.2013, 12:22
74.

Zitat von franko_potente
??? Es steht doch im Artikel, Frauen arbeiten häufiger in weniger gut bezahlten Berufen und arbeiten TEILZEIT. Na logisch verdienen sie da im Schnitt weniger, oder sollen die Damen für 30h das gleiche erhalten wie die Herren für 40h? Was soll denn das?
Im Text steht ziemlich deutlich
Zitat von
Frauen kommen demnach auf einen durchschnittlichen Bruttoverdienst von 15,21 Euro, ihre männlichen Kollegen auf 19,60 Euro.
Warum soll man für 30h einen geringeren Bruttostundenlohn erhalten als für 40h? Vermutlich arbeitet man 30h pro Stunde sogar effektiver, während man in 40h eher mal das eine oder andere Kaffeepäuschen zusätzlich einlegt und am Ende des Tages auch eher die Konzentration nachlässt...

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marcus tullius cicero 19.03.2013, 12:31
75. Titellos Glücklich

Zitat von kfp
Im Text steht ziemlich deutlich Warum soll man für 30h einen geringeren Bruttostundenlohn erhalten als für 40h? Vermutlich arbeitet man 30h pro Stunde sogar effektiver, während man in 40h eher mal das eine oder andere Kaffeepäuschen zusätzlich einlegt und am Ende des Tages auch eher die Konzentration nachlässt...
Ihnen ist schon klar das sich diese Bruttodifferenz sich nicht auf einen Beruf bezieht sondern auf alle Berufe...

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SasX 19.03.2013, 12:32
76.

Zitat von MrBrutus
Wo also ist jetzt bei unterschiedlicher Berufs- und Branchengruppenwahl bitte die grundsätzliche Benachteiligung von Frauen? Wenn Frauen nicht die Berufs- und Branchengruppen wechseln, sollen jetzt die Löhne und Gehälter der unterschiedlichen Berufs- und Branchengruppen angepasst werden, damit dann Frauen keine Benachteiligung mehr haben? Was sollen diese unsinnigen Artikel mit dieser ewigen Aufhetzerei Frau gegen Mann eigentlich?
Der Artikel ist alles andere als "unsinnig". Er ist nämlich mal ehrlicher als die anderen davor. So ganz frei darf der Schreiber wohl noch nicht berichten, aber es geht in die richtige Richtung.

Endlich ein Artikel, in dem klargestellt wird, dass es bei den 23% und nun 22% eben nicht um "gleiche Arbeit" oder "gleiche Leistung" geht. Sondern um völlig verschiedene Arbeiten und Leistungen. (Das ist übrigens die unbereinigte Lohnlücke, die 1960 noch bei >40% lag.)

Und das die bereinigte Lohnlücke nur 7% ist. Wenn sie besser bereinigt wird, wie vom IW Köln, dann nur 2%.

Endlich ein Artikel, der klar aussagt, dass die Lohnlüge ist, was sie ist: Eine Lüge.

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s.maier75 19.03.2013, 12:32
77. Bezahlung und Karriere

Nicht nur die Bezahlung ist unterscheidlich, auch die KAarriere-Chancen sind es. Um die Vorteile von „Gender-Diversity“ nutzen zu können, bedürfe es einer „kritischen Masse“ an Frauen in einer Führungsmannschaft, schreibt Michaela Waggershauser, Director Talent & Resourcing, L&D, Vodafone Deutschland http://www.atkearney361grad.de/2013/03/19/director-talent-resourcing-ldwar-of-talent/

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kfp 19.03.2013, 12:34
78.

Zitat von moneysac123
Frauen bekommen nicht weniger weil sie frauen sind, sondern weil sie weniger fordern und verhandeln als männer.
Wenn Frauen aber mehr fordern, dann hat der Chef das durchschnittliche Gehaltsniveau von Frauen im Kopf und hält dieselbe Forderung, die eben beim männlichen Kollegen mit denselben Qualifikationen und Leistungen noch als "geschickte Verhandlungstaktik" akzeptiert und weitgehend erfüllt wurde, für überzogen oder gar unverschämt...

Mir wurde in Interviews schon mehrmals zu verstehen gegeben, dass meine Gehaltsforderungen (basierend auf vorigen realen Gehältern!) mich aus dem Rennen geworfen haben, während einem männlichen Ex-Kollegen (sehr vergleichbare Qualifikation, Erfahrung und Leistung im gemeinsamen Ex-Job) bei der nächsten Stelle nochmal ein paar Tausender auf seine eigene Forderung draufgelegt wurden... (Offenbar aus Angst, dass er sich sonst schnellstens wieder abwerben lassen könnte, während bei mir offenbar eher die Angst, dass ich schwanger werden könnte, eingerechnet wird.)

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SasX 19.03.2013, 12:41
79.

Zitat von csma
Was für eine dilettantisch aufbereitete Statistik! Man kann doch nicht die absoluten Lohnsummen von Männern und Frauen miteinander vergleichen. [...] Aus dieser Milchmädchenrechnung so eine reißerische Überschrift zu kreieren, schwache SPIEGEL-Leistung!
Nein, absolut nicht. Denn genau diese Rechenmethode (unbereinigte Lohnlücke) wird seit Jahren angewandt, um uns die 23% vorzuplärren. SPON hat nur endlich mal dazugeschrieben, wie diese Zahl überhaupt entsteht und siehe da: Alle merken, dass die Zahl Schwachsinn ist.

Also ein sinnvoller Artikel, der aufklärt. Vielleicht hört dann bald die Lüge mit den 23% auf. Genügend Leute, die sachlich widersprechen können, sollte es doch nun bald geben. :)

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