Forum: Wirtschaft
Lokale Lösungsversuche für globale Probleme: Staatsohnmacht
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Viele Probleme lassen sich längst nicht mehr von einzelnen Staaten lösen: Finanzmärkte, Klimaschutz, Terrorismus - globale Ansätze müssen her. Leider erleben wir den Rückfall in nationales Denken. Ein Desaster!

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forumgehts? 10.04.2016, 17:36
1. Wieso

ein Desaster? Es ist eine vorhersehbare Entwicklung, die zu dem ebenso vorhersehbaren Ende der Menschheit führt. Also kein Grund zur Beunruhigung.

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Dr. Kilad 10.04.2016, 17:41
2. Ist das eine Selbstkritik?

Dass das System irgendwann an seine Grenzen stößt ist keine Überraschung. Eine EU die neoliberale Grundsätze zu ihren Standard macht, kann nichts gegen nationale Rückbesinnung tun. Wo sind die Alternativen?

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fred0r 10.04.2016, 17:52
3. Das kann ja dann nur heissen:

Wir benoetigen ganz dringend eine Regierungsforum die laenderuebergreifend Gewicht hat - und das natuerlich weltweit.
TINA - There is no Alternative.
Aber gemeinsam werden wir das bestimmt in den Griff bekommen....

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curiosus_ 10.04.2016, 17:52
4. Interessenausgleich bei sich widerstreitenden Interessen, das ...

Zitat von Henrik Müller
Von den Finanzmärkten bis zum Klimaschutz - globale Ansätze müssen her. Leider erleben wir das Gegenteil: den Rückfall in nationales Denken.
... ist der wesentliche Punkt. Der muss in innerhalb von Nationalstaaten ebenso erreicht werden wie übernational. Aber das hängt nicht an der ...

Zitat von Henrik Müller
... abgestuften Abgabe nationaler Souveräntität an überstaatliche Institutionen.
Was Sie implizit aussagen ist zutiefst undemokratisch. Nämlich, dass eine steigende Anzahl von Themenfeldern von Institutionen verantwortet werden sollen, die sich der direkten demokratischen Legitimation durch den Bürger entziehen. Oder auf welche Art sollen denn diese „überstaatliche Institutionen“ demokratisch kontrolliert werden? Durch direkte Wahlen von aller betroffenen Bürgern, one man - one vote? Wohl kaum. Was ersetzt das gewünschte allmähliche Rückfahren des Nationalstaats?

Im Endeffekt wünschen Sie eine Effizienzsteigerung der Regierungsform. Klar, China ist sicher effizienter als die EU.

Und aus Sicht eines Wirtschaftswissenschaftlers sind „Hochgradig mobile Akteure (Konzerne)“ sicher effizienter als Demokratien. Nur, sie sind eben auch maximal undemokratisch. Dort wird der Weg von wenigen vorgegeben, und die einzige Zielgröße ist der shareholder value.

Nur – so simpel ist die reale Welt bei weitem nicht. Nach welcher Zielgröße sollten denn Ihre „überstaatliche Institutionen“ arbeiten?

Womit wir wieder am Anfang des posts wären – dem Interessenausgleich. Zwischen 7,39 Mrd. Menschen. Und den erreichen Sie sicher nicht mittels Übertrag von mehr Kompetenzen an intransparente, bürokratische und übermächtige transnationale Institutionen.

Was Sie damit erreichen ist eben das genaue ...

Zitat von Henrik Müller
... Gegenteil: den Rückfall in nationales Denken.
Herr Müller, Sie haben den Schuss nicht gehört. Genau dieser Rückfall ist die zwangsläufige Reaktion auf die von Ihnen gewünschte Antwort auf Ihre Frage „Wer regiert eigentlich die Welt?“

Dieser Interessenausgleich geht nur über die Anwendung des Subsidiaritätsprinzips. Die Probleme werden auf der niedrigst möglichen Ebene gelöst, und widerstreitende Gruppen handeln ihre Interessen auf Augenhöhe untereinander aus. Eine von oben übergebügelte Lösung ist keine Lösung, so ein System muss sich zwangsweise immer mehr vom demokratischen Zustand entfernen um zu überleben. Und führt ebenso zwangsweise zu einer steigenden Radikalisierung der derartig übergangenen.

Darum läuft das ab was Sie beklagen. Mehr Zentralisierung ist da sicher kontraproduktiv.

Demokratie ist ein mühsames Geschäft, und Effizienz geht anders – aber so sind die Menschen nun mal. Und so falsch scheint das nicht zu sein, sonst wären wir evolutionstechnisch nicht da wo wir heute sind.

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klyton68 10.04.2016, 17:52
5. Wenn alle bereit wären

sich zu beteiligen , finanziell, je nach Kraft, am besten prozentual zu dem individuellen Vermögen, ... als auch mit Taten, wäre das ja eine Möglichkeit. Aber selbst im eigenen Land sind ja manche gleicher als gleich, vermeiden, werden bevorteilt. Not me. Also fahrt das Ding doch an die Wand. Ihr habt mehr zu verlieren. Das ist meine Form der Asozialität. Und ich kenne einige, die auch so denken.

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marthaimschnee 10.04.2016, 17:56
6.

Und ohne die USA, die gerade wieder ihre Militärpräsenz in Osteuropa verstärken, hätte Europa
... überhaupt kein Problem mit Russland!

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telos 10.04.2016, 17:58
7. Wenn in der Weltgemeinschaft.....

ein Konsens besteht in der Beantwortung der, von Herrn Müller gestellten Frage - wer regiert eigentlich die Welt? - dann erst sind gemeinsames und solidarisches Vorgehen erfolgversprechend. Aber die gestellte Frage bedarf einer Antwort und gewinnt an Dringlichkeit mit jedem neuen Tag. Die Weltgemeinschaft muss wissen, wessen Geist für das Dilemma verantwortlich ist.

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oliver_st 10.04.2016, 18:06
8. Desaster ja,

verursacht von korrupten Politikern die sich allesamt nicht um ihr Volk scheren und tun was sie wollen bzw. was ihre Gönner wollen!

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poetnix 10.04.2016, 18:09
9. Wohl wahr!

Der Rückfall in kleinnationalistisches Denken ist ein Desaster!
Zukunftsscheue Kleinnationalinskis und profillose Politiker ohne Visionen gefährden die Zukunft ihrer Völker.
Die Welt außerhalb der zänkischen und entscheidungsschwachen Europäer wächst weiter und mit der Digitalisierung zusammen.
Ein wahrlich gefährliche Entwicklung für ein Europa, das in der Globalisierung ernst genommen werden will.
Kleinnationalistischer Machterhalt ist Priorität unserer politischen Mandatsträger.
Persönliche politische Gegenwart wird als Zukunft verkauft und wohlstandssatte Bürger sehen im Rahmen ihrer (noch) Lebenserwartung den nächsten Löffel Kaviar gesichert.

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