Forum: Wirtschaft
Lokführer-Streik der GdL: Deutschlands dümmste Gewerkschaft
DPA

Die Lokführer schmettern das neue Tarifangebot der Deutschen Bahn ab - sie wollen lieber streiken. Das ist ihr gutes Recht. Dumm nur, dass sie damit ihre eigene Entmachtung betreiben.

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JuJo0209 06.10.2014, 16:59
1. und was ist daran verkehrt?

Tatsächlich wäre ich dafür, dass der Marburger Bund sich auch für die Rechte des Pflegepersonals engagiert und zukünftig als Gewerkschaftliche Organisation der in der Patientenversorgung tätigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fungiert. Warum sollte man stattdessen in Verdi aufgehen??

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merkur08 06.10.2014, 17:04
2. Das wäre überfällig........

Sonst ist dazu nichts zu sagen, oder halt in Osteuropa neues Personal rekrutieren. Allerdings 2000 Euro brutto?
Ist das komplett, oder kommen da noch Schichtzulagen? Obwohl. So habe ich auch angefangen. Allerdings noch 4000 Mark. Allerdings mit einer Menge sozialen Leistungen. Allerdings ist das schon ein paar Jahre her. Und Fliegerei ist doch was anderes wie Bahnfahren.

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david_crocket 06.10.2014, 17:04
3. Monotoner Streikwille - und kein Ende

Ihr Leben besteht aus "Monotonie pur auf kilometerlangen Gleisen", sie werden traumatisiert und depressiv durch 'Personenschäden'.
Und so frönen ihrem Tunnelblick und leben mit diesem.
Was ist eigentlich mit Auto- und Busfahrern, die in einen Unfall verwickelt werden? Gelten die auch als traumatisiert und depressiv?
Werden die auch als arbeits- / dienstunfähig frühverrentet?

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winkler00 06.10.2014, 17:17
4. Der Wunsch ist Vater des Gedanken.

Der Artikel ist sehr populistisch gefärbt. Wenn die Spartengewerksvhaften sich das Streikrecht nehmen lassen, braucht es keine Gewerkschaften mehr. Wenn die Piloten sich an die Flugbegleiter anpassen oder die Lokführer sich an die Zugbegleiter halten nur weil es halt mehr davon Mitglieder gibt, braucht man in keiner Gewerkschaft mehr sich organisieren. Da wird es auch die Frau Ministerin ihre Probleme haben, ihr Gesetz gegen die Einzelgewerkschaften durchzusetzen.

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hansgustor 06.10.2014, 17:20
5. Jetzt ist mal gut

2000€ ist ein gutes Anfangsgehalt. Ich kenne viele die weniger verdienen. Insbesondere im Vergleich zu LKW-Fahrern geht es ihnen gut. Und die Belastung wurde schon bei dem letzten 3 Verhandlungen einbezogen. Jetzt muss langsam mal gut sein und man muss sich mit realistischen Erhöhungen wie bei anderen Berufen auch zufrieden geben.

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wandersleben 06.10.2014, 17:24
6. Karlsruhe wartet schon

Es mag ja sein, dass Frau Nahles in vorauseilendem gehorsam die interessen der arbeitsgeber stärken möchte. Es wird eines der gesetze dabei herauskommen, bei dem man sich hinterher wieder fragen wird, warum unser grundgesetz eigentlich nur in Karlsruhe gelesen und auch verstanden wird. Und die SPD verabschiedet sich endgültig von ihrer tradition als arbeiterpartei und folgt dann klientellos der FDP in die bedeutungslosigkeit.
Horst Wandersleben

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jjcamera 06.10.2014, 17:29
7. Fischers Frau

Kennen Sie das Märchen vom Fischer und seiner Frau? Auf jeden erfüllten Wunsch, folgt ein noch größerer...
Wenn die DB jetzt nicht hart bleibt, wird das Märchen wahr und im nächsten Jahr eine 20prozentige Lohnforderung erstreikt. Die müssen sich beeilen, denn schon in 10 Jahren werden Lokführer flächendeckend von Kollege Computer ersetzt. Der streikt nicht.

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bärenstark 06.10.2014, 17:33
8. Putzig

Eine Interessenkongruenz von Frau Nahles und den Arbeitgebern ist schon selten! Der Autor hat aber vollkommen recht, dass die GDL kräftig am Ast sägt auf dem sie sitzt. Der Herr Weselsky wird tief fallen, wenn der Ast bricht!

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Mach999 06.10.2014, 17:38
9.

Ich bin wirklich kein Fan von Spartengewerkschaften, und finde, dass Einheitsgewerkschaften uns bisher ganz gut getan haben. Sie verringern die Anzahl der Streiktage und können vor allem für die Schwächeren mehr herausholen.

Allerdings schießt der Autor über das Ziel hinaus, wenn er die GdL auffordert, auf den Streik zu verzichten, um kein Tarifeinheitsgesetz zu riskieren und dann nicht mehr streiken zu dürfen. Der Autor fordert wirklich vorauseilenden Gehorsam, denn ob die GdL wegen eines Gesetzes nicht mehr streikt oder um dieses Gesetz zu verhindern, ist Jacke wie Hose. Die Drohung mit einem Gesetz soll die GdL dazu bringen, auf etwas zu verzichten, was das Gesetz sonst verbieten würde. Das ist wirklich Unsinn.

Außerdem halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass der Verfassungsgericht ein solches Gesetz kippen würde. Das würde der Vereinigungsfreiheit in Verbindung mit der Tarifautonomie zuwiderlaufen.

Es gibt einen guten Grund auf diesen Streik zu verzichten: Es nervt. Aber vorauseilender Gehorsam ist ein schlechter Ratgeber.

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