Forum: Wirtschaft
Lokführer-Streik der GdL: Deutschlands dümmste Gewerkschaft
DPA

Die Lokführer schmettern das neue Tarifangebot der Deutschen Bahn ab - sie wollen lieber streiken. Das ist ihr gutes Recht. Dumm nur, dass sie damit ihre eigene Entmachtung betreiben.

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caliper 18.10.2014, 16:08
240.

Zitat von Kleinlok
Und woher sollen sich Menschen das Geld verdienen, das zum Erwerb einer Fahrkarte dienen soll, als denn durch Arbeit? Gut bezahlte Arbeit ist ein Muss für eine funktionierende Volkswirtschaft. "Autos kaufen keine Autos" wusste Henry Ford. Der neoliberale mainstream, dem sie mit obigem Zitat nachlaufen, hat das vergessen bzw. nie kapiert: Natürlich kann man versuchen Lokführer durch Computer zu ersetzten, so wie das überall in allen Branchen rund um den Globus versucht wird, nur Computer kaufen keine Fahrkarten! Anstatt "hart" zu bleiben, solle die DB mit dem Denken anfangen.
Sollen wir es den Briten nachmachen? Die haben noch lange ihre Heizer beschäftigt obwohl man diese nicht mehr benötigt hat.

Die überflüssigen Arbeitsplätze im Führerhaus werden ersetzt durch andere die die Steuerungs- und Regelungstechnik entwickeln, einbauen und warten. Die Fahrkarten werden dann halt von diesen Leuten gekauft.

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bill_dauterive 18.10.2014, 16:19
241.

Zitat von murrle01
kann wirklich wissen, was ihn in dem Beruf erwartet. Bis heute begreifen ja noch nicht einmal 90% aller Beitragschreiber hier im Forum wie ein unregelmäßiger Wecjseldienst wirklich aussieht.
Doch. Ich weiss das. Ich war beim Militär, habe mich durch ein Ingenieursstudium gequält ohne BaföG, habe mir in entbehrungsreichen Jahren ohne Urlaub und mit dank Investitionen und Schuldendienst dreistelligem Gehalt eine Existenz aufgebaut.
Und deshalb finde ich es einfach unmöglich dass auf höchstem Niveau (und über 3000 Euro für einen, sorry, "Hauptschulabschlussjob" ist ein sehr hohes Niveau) so getan wird als würden Lokführer weit unterdurchschnittlich verdienen.
Ein Elektrikergeselle der eine Mittelspannungsleitung am Transformator für ein Wohngebiet auflegt hat mindestens so viel Verantwortung wie ein Lokführer. Verdient aber nur weniger als die Hälfte.

Als Diplomingenieur für angewandte Mikroelektronik bin ich im Übrigen sehr wohl der Meinung dass führerlose Züge in absehbarer Zeit möglich sind.

Ich gönne Ihnen im Übrigen jeden Cent Ihres Gehaltes!

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hjoburg 18.10.2014, 16:22
242. Leben wir nun einer Demokratie, oder schon in einer Diktatur

Das Streikrecht ist vom GG geschützt, und wenn jetzt die jetzige Bundesregierung das Gesetz kippen will, dann ist das reiner Populismus, und spätestens das Bundesverfassungsgericht wird das Gesetz kippen.

Gerade in Deutschland haben die Herrschenden, Wirtschaft und die 4. Gewalt im Staat dafür nachhaltig gesorgt, dass in Deutschland so gut wie keine großen Streiks mehr vorkommen. Auch weil die Bosse der Gewerkschaften lieber Gewerkschafter der Wirtschaftsbosse in diesem Land sind, denn für die sog. kleinen Leute.

Aber auch logisch, und ist auch nur konsequent, wenn Gewerkschaftsführer heute sechsstellige Jahresbezüge haben, sind sie näher bei den Eliten als beim Volk. Auch der Mitgliederschwund spiegelt sich darin wieder. Gerade einmal ca. 35% sind noch gewerkschaftlich organisiert, Tendenz weiter sinkend. In den Skandinavischen Ländern dagegen weit über 70%, deshalb gibt es dort auch keine Dumpinglöhne, im Gegensatz zu Deutschland und man bedankt sich auch noch ganz brav dafür.

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Pfeiffer mit drei F 18.10.2014, 16:43
243.

Zitat von murrle01
Die übrigen Gründe erspare ich mir alle zu nennen, und hoffe, das nun auch der letzte Computerfan begriffen hat, das alles nicht so einfach ist?
Glauben Sie mir, die Technologie ist bald soweit. Technische Systeme haben jetzt schon in einigen Bereichen den Menschen überholt. Für Steuer- und Kontrollaufgaben sind Computer prädestiniert.

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caliper 18.10.2014, 16:45
244.

Zitat von journalist.suedwest
Dümmste Gewerkschaft? Eher nicht. Die GDL und andere Kleingewerkschaften verhindern, daß es in Deutschland weitere Beschäftigte im "Niedriglohsektor" gibt, das der DGB ja nicht dagegen unternimmt. Frau Nahle - die ja selbst Mitglied des DGB ist will nun mit einer "Gesetzesinitiative2 weitere Erfolge der GDL unterbinden. Das ist verfassungswidrig, daß es die Koalitionfreiheit und das Streikrecht einschränkt
Wenn man den Bahnverkehr zum Erliegen bringen kann und sich dabei auf das Grundgesetz berufen kann, dann wird es Zeit das Grundgesetz zu ändern.

Und je mehr gestreikt wird umso wahrscheinlicher wird es dass man die dafür erforderlichen politischen Mehrheiten zusammenbringt.

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austenjane1776 18.10.2014, 17:37
245. Der Bahnverkehr läuft doch noch...

Zitat von caliper
Wenn man den Bahnverkehr zum Erliegen bringen kann und sich dabei auf das Grundgesetz berufen kann, dann wird es Zeit das Grundgesetz zu ändern. Und je mehr gestreikt wird umso wahrscheinlicher wird es dass man die dafür erforderlichen politischen Mehrheiten zusammenbringt.
---zu etwa 30%. Nicht immer gleich jammern. Und es gibt Alternativen - Privatbahnen, Busse, Autos. Und wo bleibt Ihre Aufregung bei den "Oben" angesiedelten Absahnern und Abzockern, bei den Bankern, Bonzen und Pofallas? Allein dessen sinnloses Gnadenhof-Gehalt (mit "benefits") könnte einigen 1000 Lokführern die Gehaltserhöhung sichern - nur dass die auch gebraucht werden. Wird hier nicht immer nach "unten" geguckt? Wir autoritätsgläubigen Deutschen? Wenn keiner mehr streikt, gehts endgültig ab zu Hartz IV auch für Arbeitnehmer/innen. Ohne Kampf nicht mehr Geld, Geschenke gibts nicht. Ausgerechtnet hier zu jammern ist die falsche Stelle. PS Verbeamtet sie doch wieder - dann fahren sie auch. Alles kann man nicht haben.

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murrle01 19.10.2014, 00:18
246. Woher wollen Sie...

Zitat von bill_dauterive
Doch. Ich weiss das. Ich war beim Militär, habe mich durch ein Ingenieursstudium gequält ohne BaföG, habe mir in entbehrungsreichen Jahren ohne Urlaub und mit dank Investitionen und Schuldendienst dreistelligem Gehalt eine Existenz aufgebaut. Und deshalb finde ich es einfach unmöglich dass auf höchstem Niveau (und über 3000 Euro für einen, sorry, "Hauptschulabschlussjob" ist ein sehr hohes Niveau) so getan wird als würden Lokführer weit unterdurchschnittlich verdienen. Ein Elektrikergeselle der eine Mittelspannungsleitung am Transformator für ein Wohngebiet auflegt hat mindestens so viel Verantwortung wie ein Lokführer. Verdient aber nur weniger als die Hälfte. Als Diplomingenieur für angewandte Mikroelektronik bin ich im Übrigen sehr wohl der Meinung dass führerlose Züge in absehbarer Zeit möglich sind. Ich gönne Ihnen im Übrigen jeden Cent Ihres Gehaltes!
DEN unregelmäßigen Wechseldienst KENNEN? So etwas gibt es NUR beim fahrenden Personal (Lokführer und Zugbegleiter). Alles Andere ist normaler Schichtdienst, der damit nicht zu vergleichen ist! JEDEN Tag ein anderer
Dienst. Einen anderen Beginn und anderes Ende. Manchmal erst am Ende zu erfahren, ob man schion in 10 Stunden, oder erst in 18 Stunden wieder antreten muss. Da ist NICHTS planbar und führt zu gesunbdheitlichen und familiären Problemen. Beispiel: Montag von 2Uhr 11 bis 13Uhr23; dann am gleichen Tag wieder um 23Uhr17 bis 8Uhr36 - um wieder am gleichen Tag noch einmal 21Uhr 22 anzutreten. Ist das nun begriffen? Das hat nichts mit Schicht oder "Wechseldienst" zu tun.
Über die anderen Dinge zu diskutieren hat mit einem "Computerfan" keinen Sinn mehr. Ich habe es nun mehr als ein Dutzend mal logisch dargelegt.

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Guardini 19.10.2014, 10:15
247. Weselsky im Auftrag der STASI

es scheint als habe dieser Herr den Auftrag die BRD auf das gleiche wirtschaftliche Niveau zu bringen, wie es die glorreiche DDR 1998 erreicht hatte.

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austenjane1776 19.10.2014, 12:12
248. Da haben Sie was verwechselt...

Zitat von Guardini
es scheint als habe dieser Herr den Auftrag die BRD auf das gleiche wirtschaftliche Niveau zu bringen, wie es die glorreiche DDR 1998 erreicht hatte.
... wer ist denn für den Verfall der Infrastruktur, den Verfall der Löhne und der Bildung verantwortlich? Wer mußte denn unbedingt aus der Bahn 5 (!!) Aktiengesellschaften mit zig teuren Versorgungsposten machen? Das sind die regierenden Bonzen - nicht die Gewerkschaften. Weil die Bahn, z. B., Stuttgart 21 für mehr als 6.000.000.000€ baut, die sie gar nicht hat, verfallen an Hauptstrecken die Brücken. Dann gibt es Langsamfahrstellen - wie früher in der DDR. Langsamer fahren statt reparieren. Wir erreichen dank Merkel und den CSU-Verkehrsministern langsam Ost-Niveau. Was die Autobahnen angeht, ist im Westen auch schon Ost-Niveau. Notreparaturen und Sperrungen für den Schwerverkehr - na, und das sind der böse Weselsky und die GDL schuld?

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achim j. 19.10.2014, 13:02
249. Genau

Zitat von Pandora0611
Weselsky ist mittlerweile von der Realität so weit entfernt, dass er nicht bemerkt, dass er sie Spartengewerkschaft an die Wand fährt. Hier wird es Zeit, dass ein Gesetz zur Tarifeinheit erlassen wird. Es kann nicht sein, dass Zwergengewerkschaften wie die GDL, GDF, VC, etc. für die Durchsetzung ihrer "Mitglieder" die Bürger/Kunden in Geiselhaft nimmt. Dem muss ein Riegel vorgeschoben werden. In Deutschland fehlt eine Margaret Thatcher. Die hatte bei den Gewerkschaften kräftig aufgeräumt. Seitdem gibt es auch keinen Heizer mehr auf der E-Lok. Außerdem kann man Lokführer schon heute durch Computer ersetzen. Die Bahn ist schienengebunden, da müssen nur die Weichen richtig gestellt sein; auch dass kann der Computer. 99% aller Unfälle resultieren aus "menschlichem Versagen".
sind die Arbeitnehmer nicht mehr brav, werden Sie vom Computer ersetzt, so Ihr Wunsch.
Mir gehen aber solch arroganten Postings auf die Nerven. Vielleicht sollte man ja Leserbriefschreiber durch Computer ersetzen? Geht doch schon, gar kein Problem. Willkommen in Ihrer Welt!

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