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Luftfahrtexperte über A380: "Fehleinschätzung gigantischen Ausmaßes"
AP

Was ist beim A380 falschgelaufen? Das Flugzeug sei von Anfang an falsch konzipiert gewesen, meint der Luftfahrtexperte Heinrich Großbongardt - geplant von testosterongesteuerten Managern.

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Newspeak 14.02.2019, 17:56
10. ...

Abwarten. Wenn der Flugverkehr wirklich noch weiter extrem zunimmt, dann werden all die Gruende, die fuer den A380 sprachen zunehmend wieder von Bedeutung werden, und die Nachteile weniger. Dann wird es sich auch lohnen, die Flughafeninfrastruktur anzupassen. Wenn Airbus geschickt ist, dann wird es die Plaene gut aufbewahren und versuchen auch das Know-how der Mitarbeiter so gut es geht in anderen Projekten weiter zu nutzen, bis man evtl. ein Comeback wagen kann.

Die Concorde wurde auch zuerst in den Himmel gelobt, dann als zu teuer und komplex angesehen, und mittlerweile gibt es wieder ernsthafte Bestrebungen fuer neue Ueberschallflugzeuge. Nicht exakt gleich, doch sehr aehnlich, und vielleicht die Schwaechen des Vorgaengermodells vermeidend. Manche Innovationen sind einfach so visionaer, dass sie ein paar Jahrzehnte zu frueh kommen.

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legeips62 14.02.2019, 17:57
11. Projektgruppe..

es gab mal eine Projektgruppe A380 und macht der der Projektleiter? Jedenfalls keinen Blick in die Zukunft = heute bzw. 2021. Der Airbus hatte eigentlich schon immer keine Zukunft. Und nun? Wer trägt die Verantwortung und bekommt keinen Job mehr? Der Projektleiter oder die Mitarbeiter von Airbus?

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Anonym7535623 14.02.2019, 18:05
12. Kleiner Fehler...

Von den drei geplanten Versionen des A380 ist die "mittlere" Basisversion im Einsatz. Weder die verkürzte, noch die gestreckte Version wurden produziert.
Zusätzlich gab es Pläne für eine Frachtversion, aber auch diese wurde nie ausgeliefert.

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oldman2016 14.02.2019, 18:07
13. Die Kunst des Rechnens

Ein Airbus A-380 mit 600 Plätzen an Bord ist in der Anschaffung und bei den Betriebskosten teurer als zwei Airbus A330 neo? Ich denke, das Hauptproblem des A-380 ist und war, dass nicht so viele Flughafen die hohen Investitionen für breitere Rollfelder und spezielle Fluggastbrücken tragen konnten oder wollten. Zumindest im Sommer könnten die Urlauber nämlich sehr gut von Düsseldorf mit einem A-380 nach Mallorca oder auf andere Ferieninseln fliegen statt mit zwei kleineren Flugzeugen.
Die gesamte Flugzeug-Industrie spekuliert auch auf die Bereitschaft der staatlich und privater Trägerschaft betriebenen Investitionen in die Infrastruktur der Flughäfen als Vorleistung auf unwägbare und unsichere Einnahmen. Ein vergleichbares System erkenne ich der Elektromobilität. Gerade in den Innenstädten, dem Haupteinsatzgebiet für Elektrofahrzeuge werden die Kosten für die Ladeinfrastruktur doch den Kommunen aufgehalst. Als ob die Kommunen Tankstellen in Eigenregie gebaut oder unterhalten hätten. Ich bin gegen Ladesäulen, die mit öffentlichen Geldern gebaut und unterhalten werden.

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colinchapman 14.02.2019, 18:15
14. meiner Einschätzung nach resigniert Airbus zu früh

Das Problem der Flugzeugentwicklung ist, nicht die Lösungen für die Probleme der Gegenwart, sondern für die der Zukunft zu haben. 1970 standen die B747 und die Concorde in den Startlöchern, und damals glaubten die meisten, die Zukunft liege in der Concorde. Dass sich die B747 im Interkontinentalverkehr durchsetzte, lag vor allem an der kurz darauf einsetzenden Ölkrise. Das Konzept des Airbus A380 war in den 90ern ein logischer Schritt, als man sah, dass die großen Flughäfen nur endliche Zahlen an Flugbewegungen zulassen würden und man das Wachstum der Passagierzahlen ergo nur mit einer höheren Fluggastzahl pro Flugzeug bewaltigt bekommen würde. Was sich aber durchgesetzt hat, waren kleinere Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, weg von den großen Drehkreuzen. Drum sind die Flugzeuge der Gegenwart die B787 und der A350, deren ETOPS-330-Zertifizierung mit nur zwei Triebwerken sorgte für weiteren Vorschub bei den spot-to-spot-Verbindungen. Man muss sich auch umgekehrt fragen, ob Boeing ohne die Entwicklung des A380 beim A220 und beim A350 jetzt dort stünde, wo man heute steht. Bei jeder Neuentwicklung muss man sich nicht nur die Frage stellen, ob man es sich leisten kann, es zu tun. sondern auch, ob man sich leisten kann, es nicht zu tun, das macht es leider viel komplizierter. All diejenigen, die jetzt behaupten, das mit dem A380 konnte ja nur schief gehen, hätten vermutlich anderenfalls die letzten zehn Jahre gemosert, dass Airbus bis heute der 747 nichts entgegen setzen könnte.
Meiner Meinung nach könnte dem A380 sogar noch eine Renaissance bevorstehen: nämlich dann, wenn auch die heutigen "kleinen" Flughäfen wie Hamburg, Lexington oder Sepang an ihre Grenzen stoßen und sich dort dann dieselbe Frage stellt wie an den großen Drehkreuzen vor 20 oder 30 Jahren. nicht ausgeschlossen, dass wir eines Tages im Linienbetrieb eine A380 in Stuttgart oder Bologna oder Austin sehen.

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wahrsager26 14.02.2019, 18:15
15. Niemand kriecht aus Löchern...!

Was nicht beachtet wurde: der Mensch,von Natur aus bequem,wollte nicht umsteigen müssen an den großen überfüllten Drehkreuzen,sondern lieber direkt das Ziel ansteuern.Ob Herr Schrempp der geeignete Mann für die Luftfahrt war? Es zeichneten sich damals bereits Langstreckenmaschinen und entsprechende Triebwerke ab.Danke

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mullertomas989 14.02.2019, 18:26
16. Und damit ...

... wird es wohl mittelfristig nur noch zweistrahlige Passagierflugzeuge geben. Die letzten A380 und B747 werden noch gut 2 Jahrzehnte fliegen. Danach wird dann wohl die Boeing 777 das größte Passagierflugzeug der Welt sein, von Airbus der A350. Irgendwie schade, aber es muss sich eben alles rechnen. Und dass man den A380neo baut, mit kleineren Flügel (100t Tragkraft weniger) halte ich auch für unrealistisch. Es wird sich wohl die Entwicklung zu mehr Direktverbindungen mit kleineren Flugzeugen fortsetzen, was mittelfristig für Städte wie Hamburg dann auch mehr Langstrecke bedeuten wird (Peking oder Shanghai). ABER: Das Allerwichtigste ist für den Luftverkehr eigentlich, dass endlich klimaschonende Großraumjets entwickelt werden!!!!

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karl-der-gaul 14.02.2019, 18:28
17.

Für mich kein Flugverbindung durch ein Kreuz, Punkt zu Punkt auch wenn es teurer ist. Das herumsitzen in den Flughafenhallen und dann noch ewig auf die Koffer warten geht auf die Nerven.

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Karl IV 14.02.2019, 18:31
18. Frosch und Teich

Klar kann man den Sprecher des Konkurrenten interviewen. Ist dann halt nicht besonders objektiv und geht an den Fakten vorbei. Richtig ist, dass der Markt seinerzeit genau dieses Flugzeug wollte. Und es sich in den zwölf Jahren auch gut verkauft hat. Der Bedarf hat sich erst in den letzten Jahren verändert. Und darauf wurde jetzt eben reagiert. Na und?
Wenn Boeing die Planung am Bedarf vorbei damals schon so genau gewusst haben will, wieso hat es dann damals fast panisch mit der 747-8 reagiert um unter Hochdruck auch ein Produkt im Grossraumsegment anbieten zu können?

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vrdeutschland 14.02.2019, 18:34
19. @1

Genau mein Reden ! Ich warte dann noch ein paar Tage ab, bis sich dann alle „Experten“ zu Wort gemeldet haben. Ach so: ich habe schon immer gewusst, dass die Reissäcke in China zu instabil sind. Und: Zack ! Gestern ist wieder einer umgefallen.
P.S.: der Herr Experte sollte sich mal festlegen, ob es DER A380 ist oder DIE A380. Selbst da scheitert er ja schon.

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