Forum: Wirtschaft
Lufthansa-Streik: Bodenpersonal ruft zu Anti-Piloten-Demo auf
AFP

Mit ihrem Tarifstreit ziehen sich die Lufthansa-Piloten den Unmut von Teilen des Bodenpersonals zu. Der Betriebsrat ruft zur Kundgebung gegen die "zerstörerischen Streiks" auf.

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Racer77 29.11.2016, 17:52
40.

Zitat von marcaurel1957
Das Piloten hoch qualifiziert sind, bestreitet niemand...allerdings sehe ich nicht, das sie Leitungsfunktion haben.. Leute die sich schlecht benehmen, kann jeder Kneipier zur Räson bringen und in welchef Form die Stewardessen zu leiten sind, ist mir unklar. Piloten sind nicht nur qualifiziert, sondern auch geldgierige Egoisten.....ich wünsche VC eine krachende Niederlage und Zerschlagung!
Auch der von Ihnen genannte Kneipier hat eine Leitungsfunktion, wenn er Sevierer(innen) beschäftigt. Denn die Tatsache, dass man für Personal verantwortlich ist, begründet eine Leitungsfunktion.

Und z. B. den Ansagen wie "all doors in flight", "crew please be seated" (bei starken Tubulenzen schon erlebt) aus dem Cockpit hat das Kabinenpersonal zu befolgen.

Insbesondere bei der Anweisung sich zu setzen kann das Nichtbefolgen massive Folgen haben. Denn wenn etwas passiert erlischt der Versicherungsschutz, wenn die Kabinenbesatzung entgegen der Anweisung nicht gesessen hat. Daher stehen die auch nicht auf, wenn beim Rollen nach der Landung manche depperten Passagiere aufstehen, wenn die Kiste auf dem Rollweg bremst, aber noch nicht am Gate ist. Die stehen erst auf, wenn die Anweisung "All doors in park" kommt.

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alexej.barg 29.11.2016, 17:55
41. Eigentlich sehr schade...

Eigentlich ist die ganze Geschichte sehr schade. Ich war lange Zeit ein zufriedener und treuer Kunde von Lufthansa. In den letzten 4 Jahren war ich jedoch mehrfach von den Streiks betroffen und seitdem versuche ich wenn es geht, es zu vermeiden, mit Lufthansa zu fliegen. Was mir auch immer gelingt. Auf einer Seite könnte man die Forderungen der Piloten verstehen, auf der anderen Seite sind sie schlicht und einfach masslos überzogen. Die Argumente, welche sie immer entgegen bringen, dass die Ausbildung schwierig und teuer ist, die sind doch relativ... Ich bin Mediziner, es war ein ebenfalls kompliziert und es hat 6 Jahre (Regelzeit) gedauert, wo ich nur kleine Studentenjobs machte... d.h. ich habe keineswegs in diesen 6 Jahren meines Lebens gut verdient... Eins verstehe nicht, Piloten sind doch intelligent oder? Versehen Sie nicht, dass sie langfristig dem eigenen Unternehmen massiv schaden? Damit fügen sie doch sich selbst ein Schaden? Oder verstehe ich etwas falsch?

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von111derletzte 29.11.2016, 17:56
42. Möglichwrweise

Zitat von ernstmoritzarndt
Das Bodenpersonal wird seit ca. 3,5 Jahren durch die Geschäftsleitung derartig in die Zange genommen, daß viele Mitarbeiter bereits gegangen sind. In Hamburg wollte man die verbleibenden Mitarbeiter in eine 25.000,-- - EURO - GmbH stecken und nach Ablauf der Jahres des § 613 a BGB dann komplett vom Konzern abkoppeln. Das hat man nicht geschafft, weil dann in Hamburg gar nichts mehr gelaufen wäre. Fest steht, daß die Piloten immer mehr verdient haben, ihre Ausstattung immer fürstlicher wurde und die "normalen" Mitarbeiter durch diverse Umgruppierungen, Abspaltungen, Änderungen der Organisation seit Jahren in die bekannte Röhre blicken.
orientieren sich die Luftkaptäne an den Konzernkapitänen: Die Lufthansa-Vorstände haben sich im Frühjahr auch über 10% mehr gegönnt, obwohl man in 2015 bis zu Euro 3,2 Mio. mitgenommen hat.

Eigentlich ist es doch begüßenswert, wenn alle Mitarbeiter dem Eifer der Vorstände folgen?

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christa.hans 29.11.2016, 17:58
43. Deutsche Gewerkschaften

sind ein Kapitel für sich. Sehr Arbeitgeber freundlich.
Auch ein Grund für den Niedriglohnsektor, Leiharbeit, Werkverträge, Scheinselbständigkeit, Altersarmut, Kinderarmut usw. usf.
Die Gewerkschaften sollten sich einmal erinnern wessen Interessenvertreter sie sind. Aber da man mit der GroKo mit an einem Tisch sitzt.......................

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johannesbueckler 29.11.2016, 18:00
44. Vielleicht ruft bei der VC mal jemand bei United an...

Da haben das fliegende Personal auch die Airline zu Tode gestreikt...
Folge: Bankrott......
Jetzt gibt's halt von der Pension Benefit Guaranty Corp nur noch einen Bruchteil......
Und mir ist eigentlich egal, ob der Purser and anderes Personal aus Südostasien kommt oder ein depressiver deutscher Pilot ist...
Shit happens....

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Darwins Affe 29.11.2016, 18:03
45. Alternative

Zitat von purple
Wenn jetzt schon Angestellte anderen Angestellten bei Tarifauseinandersetzungen in den Rücken fallen, dann wird es mit den Gehältern in D weiter abwärts gehen. Die Bosse jubeln. Seid ihr WAHNSINNIG? Die Schwächung der Gewerkschaften seit 1980 hat zu einer katastrophalen Abwärtsspirale der Angestellten und Arbeitergehälter bei gleichzeitiger Explosion der Unternehmensgewinne geführt! Kapiert das denn niemand??? Die Piloten haben VÖLLIG recht und eigentlich sollten sie einen unbefristeten Streik ausrufen!
Eine Alternative wäre natürlich auch, dass die LH ihren Sitz ins Ausland. Sonst wird sie wohl früher oder später von den Chinesen oder Amis geschluckt.

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shark 29.11.2016, 18:04
46. Kann es bald nicht mehr hören.

Jedes Jahnr dasselbe, erst strekt die Lufthansa (hoffentlich gehen alle Flüggäste bald zu einer zuverlässigen Airline), dann die DB.
Sind doch alles staatliche Unternehmen und alle Mitarbeiter verdienen weit über dem Durchschnitt. Aber die Bundesregierung nimmt es ja in Kauf, dass die Fluggäste davonlaufen. Falls mal wieder rote Zahlen dann entstehen - der Steuerzahler hat`s ja..................

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shardan 29.11.2016, 18:04
47.

Zitat von Det_onator
Den Piloten geht es nicht ums Geld, sie wollen verhindern, das ein mit der Lufthansa geschlossener Konzerntarifvertrag nicht einseitig vom LH-Management aufgekündigt wird. Zudem kann es nicht sein, dass es Angestellte erster und zweiter Klasse gibt, nämlich dort die LH-Piloten im KTV und hier die Eurowings-Piloten mit wetlease Arbeitsverhältnissen und völlig anderer Entlohnung für die gleiche Arbeit. Wir waren in der Vergangenheit so dumm, uns Leiharbeit und Dereguluierung des Arbeitsmarktes von der Politik durch Gesetzesänderungen (Agenda 2010, Hartz IV Gesetze) überstülpen zu lassen. Das Bodenpersonal sollte sich mit den LH-Piloten solidarisieren. Denn wenn die Piloten den Aufstand gegen die LH-Führung verlieren sollten, bedeutet es einen weiteren Abbau der Tarifvertragsbindung, wie er überall in den letzten Jahren im Land durchgezogen wurde. Gleichzeitig stiegen aber die Vorstandsgehälter in vielen Unternehmen um das Doppelte. Gleiches in der Politik. Seit 2002 bis heute erhöhten sich unsere Volksvertreter ihre Diäten um 27% und ihre steuerfreie Kostenpauschale um 22 %. Währenddessen die Bezieher von mittleren und unteren Einkommen seit 2002 Reallohnverluste und Realstagnation hinnehmen mussen. Zudem wurde das Rentenniveau massiv abgesenkt, in den sozialen Sicherungssystemen gekürzt und der befristeten Beschäftigung über Leiharbeit Tür und Tor geöffnet. Es reicht jetzt! 2017 wird für die letzten zwei Jahrzehnte politisch abgerechtet werden. Augstein schrieb schon 2014 - solidarisch sind wir nur noch mit Unternehmern und er hat so Recht!
Und wenn die Piloten gewinnen? Dann wird noch mehr auf Germanwings/Eurowings ausgeflaggt. Leute mit Bildung nennen das einen "Phyrrussieg" - gewonnen und doch verloren. Die Lufthansa-Piloten spielen mit dem Ruf der Zuverlässigkeit der Airline. Ist der Ruf gründlich beschädigt, gibt es schnell nicht mehr genug Einnahmen, um die Piloten und den ganzen Rest zu bezahlen - das hat das Bodenpersonal verstanden, Sie nicht. Das es um einen Konzerntarifvertrag geht, glauben auch nur Sie. Das würde sich wohl eher nicht durch irrwitzige Lohnforderungen im gehoben zweistelligen Prozentbereich ausdrücken, sondern in Forderungen nach langer Laufzeit. Diese Lohnforderungen sind nicht mehr finanzierbar.

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Chilango 29.11.2016, 18:05
48. Einseitig?

Es ist imemr wieder erstaunlich die Dummheit der Bevölkerung. Kommentare, was wäre denn wenn wir streiken wollten. Hier jetzt kämpfen Arbeitnehmer gegen Arbeitnehmer. Das ist doch cool. Die Geschäftsführung kann sich zurücklehnen. Interessant wäre doch wenn SPON zum Vergleich die Steigerung der Vorstandsgehälter der Lufthansa in den letzten 5 Jahren vermeldet.
Da dürfte es, aufgrund der schwierigen wirtschlaftlichen Lage des Konzernes ja auch nur Nullrunden gegeben haben.

Ist dem so?

Laut Sprecher von Cockpit bedeutet das Angebvon LH letzendlich ein Minus von 4 %.
Da würde ich natürlich auch in eine Schlichtung gehen damit ich im Edneffekt einen "Erfolg" eine Lohnsteigerung von -2% verkünden darf.

Es ist schon erstaunlich das auch der SPiegel auf Gewerkschaften (Lokführer und Piloten) eindrischt die sich nicht unterkriegen lassen und es zudem schafft das andere Arbeitnehmer, anstatt für ihre Rechte zu kämpfen, ebenfalls aus Neid gegen diese Gewerkschaften agieren.

Warum wird eigentlich nie, niiiieeee, mit dem Thema Wettbewerbsfähigkeit von Dtl, darüber geschrieben wie sich die Gehälter von Aufsichtsräten und Vorständen entwickeln????
Auch unsere Herren Politiker haben in den letzten 20 Jahren astronomische (im Verhältnis) Gehaltssteigerungen erfahren.

Spon! Warum geht ihr eigentlich nie das Thema an warum soviel Verdrossenheit (Lügenpresse) im Volk herrscht. Ihr seid mittlerweile auch zu grossen Teilen ein Blatt der Mächtigen.

Wie schon Lafontaine vor Jahren sagte. Lasst uns das Management nach Osteuropa auslagern. Da sind reale Einsparungen möglich.

Beispiel Rente! Es gibt kein Problem mit der Demografie wenn ALLE in die Rentenkasse einzahlen. Wie die "kommunistischen" Schweizer. Alle zahlen ein und es gibt nur eine Bemessungsgrenze bei der Rentenauszahlung. Es gibt eine Mindestrente und eine Höchstrente. Möchte ich mehr kann ich "Riestern" oder anders privat vorsorgen.
Krankenkasse: ALLE zahlen entsprechend ihrem Einkommen in die staatliche KV und haben Anspruch auf die Behandlung in einem öffetnlichen Krankenhaus. Möchte ich mehr (Privatklinik/Chefarztbehandlung) kann ich ZUSÄTZLICH privat vorsorgen.

Wie wäre es denn wenn SPON solche Szenarien mal diskutiert und analysiert?
Mit wenig Hoffnung verbleibend.

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mocodelpavo 29.11.2016, 18:06
49. Mobbing - sonst nichts

Zitat von Racer77
Falsch interpretiert. Von der Stellenstreichung ist das Bodenpersonal betroffen, nicht das Cockpit. Und da sollte man es meiner Ansicht nach der VC hoch anrechnen dort nicht zu streiken, obwohl ein Streik dort den Konzern massiv treffen würde. Was soll das also für ein Mobbing von Seiten der VC sein? Kann und muss ich wohl nicht verstehen, dass bisherige Solidarität von VC gegenüber dem Cargo Bodenpersonal nun schon Mobbing ist. Aber wenn diese Solidarität mit Füßen getreten wird indem man gegen VC demonstriert, dann muss man umgekehrt nicht mit weiterer Solidarität rechnen. Ich nenne so etwas nicht Mobbing und Druck seitens VC sondern Undankbarkeit und mangelnde Solidarität seitens des Bodenpersonals. Als der Boden gestreikt hat, hat man solche Aktionen nicht von der VC aus initiiert sondern sich mit den Kollegen solidarisiert.
Mobbing ist die Botschaft, die Sie senden: Wenn Ihr Euch am Streik beteiligt, wird die Gewerkschaft sich fürchterlich an Euch rächen. Das ist die Ihre Aussage. Übrigens etwas, was man über VC oft hört, nämlich dass abweichende Meinungen wegemobbt werden.

Das Bodenpersonal muss keine Angst vor Stellenstreichungen haben. Die haben längst realistische Gehälter, die so auch von anderen Airlines bezahlt würden, die sicher gerne die durch eine Lufthansa-Pleite oder nur eine Reduzierung des Angebotes gerissen würden.
Bei den Piloten sieht das anders aus, keine andere Firma wäre bereit, das aktuelle Gehalt der Piloten der Lufthansa zu zahlen.

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