Forum: Wirtschaft
Lufthansa-Streiks: Deutsche Wirtschaft warnt Piloten
Getty Images

Mit immer neuen Streiks kämpfen die Piloten der Lufthansa um mehr Geld. Der Deutschen Wirtschaft reicht die Blockade. Sie warnt vor Schäden, sollten die Flieger länger am Boden bleiben.

Seite 5 von 18
kuschl 01.12.2016, 08:45
40. Falsche Adresse

Diesen Aufruf haben Herr Kramer und Herr Kaeser an die falsche Adresse geschickt. Er gehört auf den Schreibtisch von Herrn Spohr und den anderen Vorstandsassistenten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jhea 01.12.2016, 08:46
41.

Zitat von Judas17
Rechnen wir mal durch... jedes Jahr 20% mehr Geld, das macht in 5 Jahren 100% und in 10 Jahren 200% mehr Geld. Bedeutet, ich als Metallbauer würde in 5 Jahren anstatt 1950€ dann fast 4000€ und in 10 Jahren 8000€ Lohn bekommen. Ja, das würde mir gefallen. Und in 20 Jahren habe ich 16000€ pro Monat :) Nun kann man mal kurz überlegen ob das Sinn macht.
Rechnen will gelernt sein
20% über 5 Jahre sind nicht 100% sondern ....
20 % Steigerung heißen also... bei Grundwert 1
1*120/100 = 1,2
Das jetzt über 5 Jahre
1*1,2*1,2*1,2*1,2*1,2 = 1*1,2^5 = 2,48832
davon ziehen wir jetzt noch 1 ab...
2,48832 - 1 = 1,48832 * 100 = 148,832 % Steigerung.
Über 10 jahre wären das dann
1*1,2^10 = 6,1917364224 - 1 *100 = 519,17 % Steigerung.

Mathe und so... ist nicht einfach.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
andi987 01.12.2016, 08:48
42.

Die Gehälter sind generell zu niedrig in Deutschland und die Konzerngewinne müssten an die Mitarbeiter verteilt werden. Stakeholder statt shareholder value. Das Problem ist, dass die Gesetze europaweit so gestaltet sind, dass dieses nicht geht. Globalisierung und jahrelange Lobbyarbeit (=Bestechung) sei dank. Eigentlich müssten ganz Europa und die USA in den Generalstreik gehen bis sich etwas ändert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
laotao 01.12.2016, 08:48
43. Der Anfang

Schlussendlich steht doch der Individualistengruppe der Flugzeugführer, die mit ihrer operativen Mächtigkeit das System der Neuen Sozialen Marktwirtschaft lähmen, die Gruppe der Damen und Herren Investitionskapitaleigner gegenüber, die sich gar nichts anderes vorstellen können, als jedwedes Humankapital auf die Knie zu zwingen, wo nun einmal die modernen Lakaien, Domestiken, Handlanger und Dienstboten nach ihrer Auffassung hingehören.

Dass die Höflinge der modernen Besitzstands- und Erbbesitzfeudalherrschaften ebenso wie Künstler immer nach Geld gehen und die monotonen Agitations- und Propagandagesänge aus dem bekannten Liederbuch der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft e.V., Köln genau so perfekt zu singen gelernt haben, wie die zahllosen Botschafter und Herolde dieser Organisation, die im Gewand der Sachverständigen, Gutachter, Experten, Fachleute etc. von den Segnungen und Beglückungen "der Märkte" schwafeln und schwadronieren, während sie hinter den dicken Vorhängen der heutigen Salons ihre Honorarverträge ausgehändigt bekommen, um nur ja weiter schön für ihre Klientel- und Lobbyinteressenvertretungsexpertiesen und -gutachten in den zahlreichen Rundfunk-, TV- und Printmedien zum Besten geben. Dass die strukturelle und die systemische Korruption schon immer das Werkzeug der jeweiligen Vermögens- und Machteliten war und ist, lässt sich ja trefflich als Alternativlosigkeit, als systemische Unverzichtbarkeit oder als sonstige Unvermeidlichkeit bezeichnen, um nur ja nicht auf jene Spur zu kommen, die einst in der Ostzone die Spur der Steine war und die heute in der Nachfolge der Theorie vom Schweinestaat von immer mehr Menschen als "die Spur der Schweine" verstanden, wenn auch begrifflich nicht so bezeichnet wird, dürfte erklären, warum die Kapitäne der Lüfte so etwas wie eine Avantgarde ist, die der heute ja nun einmal leider real-existierenden Geldherrschaftsdiktatur den Krieg erklärt haben. Denn dass die sogen. Globalisation nichts anderes als ein Weltwirtschaftskrieg ist, der von den Vermögenden gegen die Nichtvermögenden geführt wird und dessen alles zerstörende Wunderwaffe die Endlösung der Humankapitalkostenfrage ist, haben die ja nun wirklich fast hyperperfekt gebildeten Flugzeugführer der Lufthansa inzwischen auch begriffen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dborrmann 01.12.2016, 08:48
44. Kein Verständnis.....

für die Streiks. Das ist nur noch maßlose Gier. Gut ist der Streik aber für die Umwelt. Da wurde einigeMegatonnen CO2 weniger in die Luft gepustet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Theke 01.12.2016, 08:49
45. Aha...

Zitat von Premiumbernd
den hochdotierten, üppig versorgten Piloten steht ein großer Anteil des Millardengewinns des Lufthansakonzerns zu? Nicht den kleinen Angestellten? Den Hochbezahlten steht also immer mehr zu, den kleinen Angestellten bleibt die Sorge um den Arbeitsplatz. Wenn die LH irgendwann ob der vielen Streiks Leute entlässt, haben die Piloten schon, bei einem Jahresverdienst von weit über hunderttausend bis zu einer Viertelmillion, ihr Schäfchen im Trockenen. Sehr wahrscheinlich mehrere Häuser u.s.w. Und die Kleinen können sich beim Jobcenter einreihen. Das finden sie gut? Sie sind also auch so ein Neoliberaler. Zum ko.....!
Und wo genau in meinem kurzen Beitrag rede ich von "den kleinen Angestellten"?
Auch die haben das Recht zu streiken und meine Unterstützung.
Mir hier Neoliberalismus vorzuwerfen und in einem anderen Beitrag im selben Kontext von Postkommunismus zu reden, sagt mehr über Sie aus, als Ihnen lieb sein kann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ace.of.spades 01.12.2016, 08:52
46. Das Streikrecht ist ein hohes Gut!

Es besteht kein Zweifel daran, wie wichtig dieses Werkzeug ist, um Arbeitnehmerrechte aufrechtzuerhalten und durchzusetzen.

Aber man kann es auch mißbrauchen! Und mit einem Mißbrauch ist auch stets eine Schwächung dieses so wertvollen Mittels verbunden - und zwar nicht nur für die Gruppe, die streikt, sondern auch für alle Gruppen, die das Streikrecht künftig anwenden wollen - egal in welcher Branche.

Wenn ein Streik anfängt, die wirtschaftliche Substanz einer Firma zu untergraben, hat der Streik seinen Sinn verloren. Schließlich sollte es bei einem Streik nicht nur um die Verbesserungen der Arbeitsverhältnisse gehen, sondern immer auch um die Erhaltung der betroffenen Arbeitsplätze. Man sollte nie vergessen, daß jede Firma letztenendes auch ganz einfach bankrott gehen, verkauft oder auch abgewickelt werden kann. Und was würde ein Streik dann bewirkt haben???

Im Falle LUFTHANSA haben beide Seiten das nötige Augenmaß längst verloren. Mehr und mehr ehemals treue Stammkunden wenden sich ab und buchen bei anderen Carriern. Und siehe da: sie merken, daß andere Luftlinien der gleichen Klasse zuverlässiger und bei besserem Service und gleicher Sicherheit auch noch billiger fliegen können als ausgerechnet die LUFTHANSA. Und auch dort verdienen die Besatzungen nicht schlecht. Und diese abtrünnigen Kunden kommen meist auch nicht reumütig zurück!

Die Piloten der LUFTHANSA verdienen in etwa das gleiche Geld wie die KLM-Piloten und gehören zu den absoluten Spitzenverdienern weltweit in dieser Position. Nirgendwo in der Luftfahrt wird besser verdient. Irgendwo ist das Maß allerdings voll.

Keine Frage, daß der Vorstand der LH mit seiner Bevorzugung der Aktionäre auch völlig schiefliegt. Aber irgendwo muß dieser Grabenkrieg aufhören, sonst stirbt die LH einen miserablen Tod, und die Herren Piloten müssen sich für weit weniger Geld woanders um einen Job bemühen. Wem wäre dann damit gedient???

Die LUFTHANSA braucht einen rigorosen Neustart von Beginn an - mit einem völlig neuen Vorstand und mit zeitgemäßen Arbeitsverträgen. Sonst ist das Ende dieser Fluglinie absehbar!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
OlLö 01.12.2016, 08:55
47.

Zitat von kalim.karemi
Beim Überfliegen der Klassenkampfkpmmentare im Forum. Hallo hier geht es nicht um die berühmte Krankenschwester oder den 65 jährigen Dachdecker. Sollte der Vorstand der deutschen Bank in den Ausstand treten, finden sich hier sicher auch einige, die pauschal lospoltern, wie großartig sie es finden, dass der unterbezahlte Vorstand es den Aktionären mal so richtig zeigt. Hauptsache irgendjemand streikt gegen das pöse Kapital da oben. Hallo Lufthansa, mein FTL für die nächsten zwei Jahre habe ich, nächste Woche München buche ich aber mit air Berlin, wiederwillig aber die fliegen wenigstens. Außerdem hab ich kürzlich entdeckt, wie angenehm es sich 1.Klasse im ICE reist, wird die zweite Alternative zur LH. Schade, denn ich bin gern mit LH geflogen, ist mir nie aufgefallen, was für Egoisten im Cockpit sitzen.
Sehr treffend formuliert und ist auch meine Meinung. Dieser Reflex, alles gut zu finden, was irgendwo nach "Ungehorsam" gegenüber "denen da oben" aussieht, ist schon peinlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
accessfreeze 01.12.2016, 08:56
48.

Zitat von Circular
Piloten müssen ihre Ausbildung bei der Lufthansa selbst bezahlen und erhalten während der Ausbildung kein Bafög. Sie stehen am Ende der Ausbildung mit einer Belastung von 100. 000 Euro da und haben keine Garantie, von der Lufthansa auch übernommen zu werden. So manchem bleibt dann ur der Gang zum Personaldienstleister, der ihn dann befristet an eine Fluggesellschaft verleiht. Da ist das Berufsleben schnell zuende und dann dürfen Sie mit Ihrer Piloten-Lizenz noch nicht einmal Taxi fahren.
und geht doch allen anderen AN genau so, oder etwa nicht....
Sie haben sich diesen Beruf ausgesucht und wissen über die Ausbildungskosten Bescheid. Es kann niemand verlangen jetzt für diese selbst ausgesuchte Situation auch noch Mitleid zu bekommen.
Egal ob Putzfrau oder Pilot.... wenn man keinen Job kriegt is halt doof...
Und auch die Putzfrau muss erst den Taxischein machen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dancar 01.12.2016, 08:57
49. Das ist die Schere!

Ein ICE 3-Pilot geht mit Euro 3.000 und ein Busfahrer mit Max. Euro 2.500 nach Hause.
Und die LKW Fahrer tragen ihre Haut für Euro 1800 zu Felde.
Wohl auch Verantwortungsvolle Berufe.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 5 von 18