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Luftverkehr: Flugsicherung ruft Schlichter an - Lotsenstreik abgesagt

Der Stillstand im deutschen Luftverkehr ist abgewendet: Die Deutsche Flugsicherung hat im Tarifstreit die Schlichtung angerufen, damit ist der für Dienstag geplante Streik der Fluglotsen abgesagt.

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abi68 09.08.2011, 01:06
1. Nur peinlich!

Selten hat sich eine Geschäftsführung in Deutschland derart blamiert wie die der DFS. Statt sich mit der Gewerkschaft zu einigen haben die Herren vor dem Arbeitsgericht in zwei Instanzen eine Show abgezogen die ich für schlicht unredlich halte. Jeder sollte anhand der nicht vorhandenen Notfallpläne der großen Airlines erkennen, wie das Gericht mißbraucht wurde. Das Ergebnis stand vorher fest.
Die Eigentümer dieser Firma DFS, also die Bundesregierung, sollten sich diese überforderten Manager einmal genauer anschauen. Da sind ja unsere Banker Gold dagegen.
Ich bin nur froh, daß unsere Fluglotsen beständig einen ausgezeichneten Job machen unter einer derartig schwachen DFS Geschätsführung.
Ich wünsche allen Mitarbeitern eine erfolgreiche Schlichtung.

Der Chefetage gönne ich einen baldigen Abflug.

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wollowollo 09.08.2011, 02:15
2. Streik der Fluglotsen Sommer 2011

Guten Tag,
was soll der Streik; die Stunden mehr sollten eh drin sein, die meisten der Arbeitnehmer in Deutschland machen sowieso deutlich mehr Überstunden. (Im Jahr 160 Stunden mehr, wie ich gehört habe, ist nun wirklich kein Problem; 160 hat RT1 neulich gesagt.) Der Streß während der normalen Arbeitszeit gehört, denke ich, zum Job. Deswegen ist der Eintrittsfilter so hoch, kann ja nicht jeder machen. Die Verantwortung ist immenz und 3 Stunden pro Woche mehr machen das Fett auch nicht wett (160/50 Wochen = 3 Stunden/Woche).
Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Forderungen nur Öffentlichkeitswirksam, entbehren aber jeder Substanz. Es sollte eher am Nachwuchs gearbeitet werden.

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flaps25 09.08.2011, 04:19
3. VolksverdummungDie

DFS versucht die Öffentlichkeit für blöd zu verkaufen. Seit Jahren ist der Umgang mit den Lotsen unter aller Kanone, die Stimmung absolut im Keller und das Vertrauen der Belegschaft zur Führung nicht mehr gegeben. Was selbst in einer Zementfabrik inakzeptabel wäre passiert hier in einem Segment, wo die Sicherheit tausender Menschen auf dem Spiel steht. Ein Lotse, der sich der Rückendeckung seines Dienstherren nicht sicher sein kann, ist nicht optimal konzentriert bei der Arbeit.

In der deutschen Systempresse geht es dabei aber immer nur um die Forderung von 6,5% mehr Lohn - was nur die Abrundung der Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen darstellt, aber keineswegs den Kernpunkt der Forderungen der Lotsen trifft.

Gut für die Passagiere, dass der Streik abgesagt ist und Dritte nicht auch noch unter dem Streik zu leiden haben. Aber es ist überfällig, dass den Leuten mal klar wird, welch mieser Arbeitgeber die DFS ist und wofür die Lotsen im Kern wirklich kämpfen. Es geht nur am Rande um Geld. Es geht um die Sicherheit tausender Flugpassagiere und genauso vieler Menschen am Boden. Wenn es oben kracht knallt es auch am Boden...

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Fluglotse 09.08.2011, 05:25
4. .

Spätestens damit wäre der Beweis erbracht, dass die Geschäftsführung alles im Sinn hat, aber nicht das Wohl des Luftverkehrs in Deutschland. Nicht nur, dass die Kosten des völlig überflüssigen Verfahrens jetzt aus den Gebühren der Airlines bezahlt werden müssen, sondern man hätte das Ganze auch viel schneller und einfacher haben können, indem die Arbeitgeberseite viel früher den Schlichter angerufen hätte. Aufgrund taktischer Spielchen der DFS wurden Passagiere tagelang verunsichert und den Airlines wurde wirtschaftlicher Schaden zugefügt. Achja, eine positive Seite kann ich dem auch abgewinnen: Herr Bergmann, Geschäftsführer für den Bereich Finanzen und Personal, eine echte Niete in Nadelstreifen, gehört dann hoffentlich bald der Geschichte der Flugsicherung an. Er kann sein Unwesen dann in einem anderen Unternehmen ausleben, zum Schaden der dort beschäftigten Mitarbeiter und der dortigen Kunden.

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Pandora0611 09.08.2011, 05:36
5. Die "armen" Fluglotsen

Zitat von sysop
Der Stillstand im deutschen Luftverkehr ist abgewendet: Die Deutsche Flugsicherung hat im Tarifstreit die Schlichtung angerufen, damit ist der für Dienstag geplante Streik der Fluglotsen abgesagt.
Haben sie sich doch so gefreut, den Luftverkehr lahmzulegen!
- keine Starts
- keine Landungen
- keine Überflüge

Die DFS hat ihnen den Spaß verdorben.

Zitat von
Der Richter hat der DFS empfohlen, den Schlichter anzurufen. Das tat der Arbeitgeber DFS nach der Gerichtsentscheidung kurz nach Mitternacht. Mit der Anrufung des Schlichters ist ein Arbeitskampf vom Tisch, weil während der Schlichtung nicht gestreikt werden darf.
Spielverderbet!
Letzte Woche hat sie uns den Streik am Feiertag verdorben, diese Woche beim Rückreiseverkehr. Das ist unfair!!!

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Altesocke 09.08.2011, 06:11
6. Erster Gewinner: Fluglotsen!

Zitat von sysop
Der Stillstand im deutschen Luftverkehr ist abgewendet: Die Deutsche Flugsicherung hat im Tarifstreit die Schlichtung angerufen, damit ist der für Dienstag geplante Streik der Fluglotsen abgesagt.
Die schlichtung muss ja in den Augen der DFS ein Teufelswerk sein, das sie so lange drauf wartet, um diesem Streik zu entgehen.
Nun bin ich mal gespannt, ob es akzeptable Angebote in der Schlichtung gibt.
Ansonsten hoffe ich mal darauf, das die Gewerkschaft in einem zukuenftigem Streik mal ihre Gesamtforderung durchdrueckt! Eine Besserung der Streikkultur waere angebracht, damit die o- oder Minus-Runden endlich mal zu Ende gehen.

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Sapientia 09.08.2011, 06:15
7. aha,

Zitat von sysop
Der Stillstand im deutschen Luftverkehr ist abgewendet: Die Deutsche Flugsicherung hat im Tarifstreit die Schlichtung angerufen, damit ist der für Dienstag geplante Streik der Fluglotsen abgesagt.
und der Schlichter ist Ramsauer und der kommt erst Weihnachten?

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wolfi55 09.08.2011, 07:23
8. Das ist eine Baustelle im Verkehrsministerium

Ich gehe persönlich davon aus, dass das Verkehrsministerium hinter der harten Haltung der DFS steckt. Weil die Forderungen sind aus Sicht der Beschäftigten nachvollziehbar. Dass z.B. Personalsachbearbeiter mit Berufserfahrung auf Entscheiderposten gefordert werden ist für jeden Beschäftigten nachvollziehbar.

Und die Gehaltsforderungen betreffen ja nicht nur die Fluglotsen, sondern alle Beschäftigten der DFS, von denen nur knapp ein Drittel Fluglotsen sind.

Auch die Begrenzung der Überstunden ist der eine Folge des geplanten Verkaufs der DFS, die sollte Börsenreif getrimmt werden.

RamSauer hat halt viele Baustellen und das kommt daher, dass unfähige Quotenleute an der Spitze von wichtigen Ministerien stehen.

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bigeagle198 09.08.2011, 07:46
9. Danke!

Zur Abwechslung mal gute Neuigkeiten.

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