Forum: Wirtschaft
Luxemburger Ex-Regierungschef: Juncker räumt erstmals Fehler bei Steuergesetzen ein
REUTERS

So ausführlich wie nie zuvor hat sich EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker zu den Luxemburger Steuerdeals geäußert - und erstmals Fehler in der Gesetzgebung eingeräumt. Er würde dennoch so entscheiden wie damals, sagte der Ex-Regierungschef.

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friedensengel 28.11.2014, 10:36
40. Ich würde es wieder machen

heisst eigentlich nichts anderes als, eigentlich kann es jeder machen, der die Notwendigkeit für seinen Staat feststellt.
Also Deutschland holen wir diese ganzen Firmen nach Berlin. Bei uns müssen die nur 0,75% Steuern zahlen. Wir profitieren dann von der EK Steuer, der gewonnen Kaufkraft und den geschaffenen Arbeitsplätzen, die zur Auflage gemacht werden. Mutti hat dafür ein bezeichnendes Wort - "alternativlos".

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TheBear 28.11.2014, 10:48
41. Ja, der Fehler war

__Jean-Claude Juncker zu den Luxemburger Steuerdeals geäußert - und erstmals Fehler in der Gesetzgebung eingeräumt.__

Ja, der Fehler war, dass die "Deals" publik wurden.

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gunpot 28.11.2014, 11:25
42. natürlich

wenn Juncker einen weiteren Misstrauensantrag des europ. Parlaments überstehen will, muss er sich mit Ländern wie Italien und Frankreich gut stellen, indem er nicht die notwendigen EU-Maßnahmen bei Überschuldung einleitet. Eine Krähe hackt der anderen..........

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geando 28.11.2014, 11:32
43. Steueroasen

Junker hat sich wieder zu rechtfertigen versucht, anstatt die Wahrheit zu sagen. Das Grundproblem ist, das die Unternehmen ihre Firmensitze nach Gutdünken verlegen können, von Steueroase zu Steueroase. Oft reicht nur ein Firmensitz auf dem Papier, auch Grosskonzerne arbeiten so als Briefkastenfirmen. Wieso wird das international toleriert, wenn im gleichen Zuge der Bürger für stetig steigende Solidarkosten innerhalb der EU immer tiefer in die Tasche greifen muss? Es wäre so einfach: der Firmensitz ist immer da, wo der Grossteil der Wertschöpfung stattfindet. Wenn die Oase Luxemburg trockengelegt ist, wandert die Karawane eben weiter. Nach England, auf die Kaymans etc. solange die Politik nicht imstande (oder gewillt) ist dort durchzugreifen.

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denny101 28.11.2014, 11:44
44. Ja natürlich...

Natürlich würde er es wieder so machen, daran besteht kein Zweifel. Das entspricht ja auch seiner Persönlichkeit und seinem Politikverständnis. Sonst hätte er es nie so weit gebracht.
Damit disqualifiziert er sich aber auch genau so klar für die schweren Aufgaben, die Europa und damit auch dem Kommisionspräsidenten in den nächsten Jahren bevorstehen.
Der muß einfach weg !

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CommonSense2006 28.11.2014, 12:02
45. Genau deswegen

Werde ich, solange ich noch kann, niemals mehr eine der Parteien wählen, die so einen Mann an die Spitze befördert hat und ihn da auch belässt.

Tut mir irgendwie leid, da ich den europäischen Gedanken immer noch für richtig und zukunftsweisend halte, aber für mich kommen nur noch die Parteien in Frage, die das Misstrauensvotum gegen ihn angezettelt haben, die zeigen ein tieferes demokratisches Grundverständnis.

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happy2010 28.11.2014, 12:06
46.

Zitat von wiedumirsoichdir
hat nun doch Gerechtigkeit gefunden. Die EU auf die Schweiz einprügelnd in Bezug auf die Unternehmensbesteuerung, dabei wurde Jahre lang diese Praxis in eigenen EU-Ländern praktiziert. War wohl als Ablenkungsmanöver gedacht!
es ist ermüdend, wenn Sie die Praktiken der Schweiz, seit 120 Jahren die schlimmste Steueroase dieses Planeten, mit denen Luxemburgs vergleichen

Hat Luxemburg 17% Briefkastenfirmenanteil?
Nein
Bietet Luxemburg pauschal ALLEN Firmen, die ÜBER Lux versteuern, Dumpingsteuern an?
Nein

All das macht die Schweiz

Fürs Protokoll: Luxemburg ist ein Parasit, aber in der Schadenswirkung toppt die Schweiz alles auf diesem Planeten


www.taxjustice.net

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Butenkieler 28.11.2014, 12:12
47. Deutsche sind zu blöd

wenn wir die Schuldengrenze überschreiten müssen wir bezahlen. Denn, wir sind die blöden Deutschen. Alle anderen brauchen das nicht, sie erhalten von Deutschland Geld, damit es ihnen wieder besser geht.
RAUS aus der EU. Und wir können unsere Probleme besser regulieren.

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Miker 28.11.2014, 12:18
48. So ein Zufall!

Hat am Ende eine Steuervermeidungslobby mit viel Geld, gesparten Steuern, den Kandidaten Juncker als EU-Kommissionspräsidenten durchgesetzt?

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claude 28.11.2014, 12:23
49. Luxemburger Brille

Zitat von elizar
Also irgendwie glaube ich ihm die "keine Wahl"-Geschichte nicht ... Was war denn die Begründung dafür, dass Juncker keine Wahl hatte? Er war jung und brauchte die Milliarden mehr als die Moral, die er jetzt erst (nur unter Druck!) plötzlich gefunden zu haben scheint?
Aus der Luxemburger Brille betrachtet, gab es keine Wahl, weil dem Land grad seine bei weitem wichtigste Industrie wegbrach, nämlich die Stahlindustrie.
Deshalb hatte Luxemburg keine Wahl, einen Ersatz-Sektor für die wegbrechende Industrie zu finden. Dies alles musste schnell passieren, man baute den Bankensektor auf und versuchte auch andere Unternehmen anzulocken.
Letztlich muss man doch klar unterscheiden, zwischen jenen Unternehmen, die tatsächlich in Luxemburg viele Arbeitsplätze geschaffen haben, ja dazu gehört heute auch Amazon mit 1500 Mitarbeitern (das ist für Luxemburger Verhältnisse extrem viel) und jenen Unternehmen die nur Büros haben.
Man kann es den Luxemburgern nicht verdenken, dass sie Unternehmen anlocken wollen, das tun alle Lnder, die Einen mit Hartz4-Löhnen, die Anderen mit günstigeren Steuern.
Vorwerfen kann man den Behörden aber, dass sie zu undifferenzert, zu viele Unternehmen akzeptiert haben, statt früh und konsequent auf Substanz und Arbeitsplätze zu pochen. Offensictlich wurde nur allzugerne nich genau hingeschaut.

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