Forum: Wirtschaft
Macron bei Merkel: Die drei Stärken der französischen Wirtschaft
AFP

Frankreich gilt ökonomisch als "kranker Mann Europas". Doch bei allen Problemen wird oft übersehen, welche Stärken in den Unternehmen des Landes schlummern. Der neue Präsident Macron hat gute Chancen, sie zu wecken.

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Direwolf 15.05.2017, 18:01
30. Ernsthaft?

Zitat von Grummelchen321
Schröder getan hat war gut?Ja sicher für die Verteilung von unten nach oben.Den Fehler sollten die Franzosen nicht machen.Gefragt sind Lösungen nicht auf Nationaler sondern EU Ebene.Warum nicht in allen EU Länder der gleiche Mindestlohn?Dann kann ein Land nicht das andere unterbieten und Wirtschaft abziehen.
Sie wollen in D eien Mindestlohn einführen, der auch für die bulgarische Wirtschaft tragbar wären?

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adal_ 15.05.2017, 18:10
31. Depressive Stimmung im Club Med und der Turnaround

Zitat von Reinhold Schramm
Soziales Frankreich heute...Rente mit 60 bzw. 62 und volle Rente bei 41 Beitragsjahren....Mindestlohn in Frankreich beträgt aktuell 9,76 Euro, ....
Alles schön und gut. Weniger schön, 2 Billionen Staatsschulden, der sinkende Anteil der Industrieproduktion, die Arbeitslosigkeit seit Jahren auf Allzeithoch und eine Jugendarbeitslosigkeit von 25%.

Bemerkenswerte Kennziffer: Die Franzosen wechseln nur halb so häufig den Job wie die Deutschen.

Gelingt es Macron, die Verkrustungen am französischen Arbeitsmarkt aufzubrechen, schafft Frankreich spielend den Turnaraound.
Es hat Deutschland nämlich einiges voraus: bessere Infrastruktur, niedrigere Energiekosten, höhere Geburtenrate und höhere Arbeitsproduktivität (Wert der erzeugten Güter pro Arbeitsstunde).

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effiinnenstetten 15.05.2017, 18:13
32. Verwirrende Darstellung der Fakten

Sehr geehrter Herr Claus Hecking,
würden Sie sich bitte auch die Wirtschaftszahlen vor der Kriese 2007 anschauen?
Denn dann sieht das Ganze wenig versprechend aus. Um es kurz zu fassen: Keines der Kriesenländer außer Irland hat es geschaft die Wirtschaftsleistung vor der besagten Kriese wieder zu erreichen, was vorallem daran lag, dass die Irren schon VOR dem Crash abgewertet haben, Unternehmen konnten auf Kosten der Bevölkerrung und des Staates billig prodzieren, d.h. sie konnten konkurrieren
Um wettbewerbsfähig gegen den Mega-Konkurrenten-Deutschland zu bleiben, müssen die Süd-Länder entweder Arbeitskosten senken oder aus dem Euro austreten. Das letztere ist die bessere Option, wenn man weder Sozialleistungen (Agenda Macron) noch gesellschaftlichen Frieden (FN) einbußen will.
Jedoch sind Politiker, oder besser ausgedrückt Lobbytiker, und Teile der Bevölkerrung so ideologisch verdrusselt, dass sie den Euro mit Europa gleichsetzen - ein Stück Papier mit dem weltgrösten Friedens- und Freiheitsprojekt.
Erinnert zu sehr an den ideologischen Wahnsinn in der DDR.

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karend 15.05.2017, 18:15
33. .

"Doch bei allen Problemen wird oft übersehen, welche Stärken in den Unternehmen des Landes schlummern."

Bei der Vielzahl der Berichte habe ich langsam den Eindruck, dass Deutschlands Steuerzahler auch für Frankreich arbeiten sollen. Kein Problem, auch für das Land haften wir gern.

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phg2 15.05.2017, 18:17
34.

Zitat von michael3210
Das der Mindestlohn in Frankreich höher ist als in Deutschland, bringt für die betroffenen Menschen kein besseres Leben als in Deutschland. Was in dem Artikel nicht erwähnt wird sind die Preise in Frankreich. Es ist nämlich fast alles erheblich teurer als in Deutschland und nicht nur Supermarkt- Produkte, sondern z.B. auch Immobilien. Da werden in der Provinz, in kleinen Orten, marode Häuser zu erstaunlich hohen Preisen gehandelt. Diese real vorhandene Inflation einzudämmen wird nicht einfach sein, was aber notwendig ist um international Wettbewerbsfähig zu sein.
Auf'm Land bin ich aber schon oft überrascht wie preiswert es in den Supermärkten ist, gerade was Lebensmittel betrifft, die dann meistens auch noch gute Qualität haben, zumindest gut schmecken.
OK, ich bin auch deutsche Großstadt Preise gewohnt (jeden Tag ein bisschen besser oder wie war das noch?)
Und 1 Liter Rotwein im Restaurant für 6€! - ok, auch in Frankreich eher seltenst. In Paris bezahlt man schon mal für ein Schlückchen 9€!

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Grummelchen321 15.05.2017, 18:19
35.

Zitat von Direwolf
Sie wollen in D eien Mindestlohn einführen, der auch für die bulgarische Wirtschaft tragbar wären?
Bekommt auch nur ein Bulgare in Deutschland den Mindestlohn?Waren Sie mal im Schweinedreick oder den Spragelfeldern um Nienburg .Schauen sie sich dort einmal an wie die Zerleger oder die Erntehelfer dort leben.Damit wir bei Aldi nur 3€ für das Kilo Schnitzel oder 5€ für das Kilo Spargel zahlen.Leih und Werkverträge gehören auf EU Ebene stark reglementiert.

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spaceagency 15.05.2017, 18:22
36. Weinexporte

auch hier nicht gut recherchiert und falsch beschrieben. Nach WERT exportiert Frankreich am meisten Wein mit 8.36 Milliarden Euro vor Italien mit 5,58 Milliarden Euro Wert. Allerdings ist die Menge von Spanien und Italien höher. Italien exportiert 20,600 tausend Hektoliter und Frankreich 14,100 Tausend Hektoliter. Ein Grossteil der italienischen Weinexporte geht übrigens nach Frankreich um die Weine zu mischen, daher der kleinere Wert. Tanklaster von sonnengereiftem Rotwein für die Weine einiger sonnenärmeren Regionen Frankreichs.
http://italianwinecentral.com/top-ten-wine-exporting-countries/

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nomadas 15.05.2017, 18:24
37. Falsche messsage

Das liest sich, wie eine Grobanalyse von McKinsey. Frankreich ist von seinem ureigensten Wesen her eine Agrarnation und keine Industrienation. Mach`s wie die boches ist die gebetsmühlenartige Botschaft, die schon längst völlig kontraproduktiv geworden ist. Der Louis Vuitton z.B. , der reichste Franzose, ist in ein Kaff nach Belgien abgehauen, der Steuer wegen. Also bitte! Und Peter Hartz, alias Basta-Schröder, war schon bei Hollande im Gespräch, an die Seine zu kommen, um für Frankeich Hartz IV 2.0 zu basteln. No, no, mes chèrs copains, so wird das nie und nimmer was. Ganz zu schweigen von den 54 franz. AKW und dem 100% AKW exit von german Angie. PSA, by the way, wird Opel nicht retten, sondern verwursteln. Macron kann nur die ganz große strategische Rute schwingen: Entweder USE oder game over EU. Und genau das ist der point of no return. EU game over will Berlin partout nicht. LG vom Exportweltmeister. Macron pokert hoch, klar, als alter InvestmentBanker. Die Achse Paris-Berlin ist zum Erfolg oder zum Untergang der EU verdammt. alia iacta est

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tomrobert 15.05.2017, 18:29
38. Frankreich geht es gut!

Die Staatsverschuldung kommt von der Bankenrettung.
Nach Lesart der Neoliberalen muss es Frankreich schlecht gehen um die Besitzstände der kleinen Leute ein kassieren zu können.
Nur wenn die Loehne sinken und die Kündigung einfacher erfolgen kann ist es möglich mehr aus den Leute zum Vorteil des Establishment heraus pressen zu können. Die Leute verstehen das aber jetzt, und der Schuss könnte nach Hinten los gehen.Außerdem wird Arbeit und somit der Mensch immer weiter entwertet, weil ihn der Kapitalismus immer weniger benötigt. Wenn man sowas macht um die Flexibilität zu erhöhen, muss man einen Ausgleich schaffen.Die Leute einfach zum Spielball der Wirtschaft zu degradieren ist der Nährboden für Unruhen.

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Ungarn 15.05.2017, 18:32
39. An parrotadvice4u -16Uh07

Hier unten die Lohnsteur 2017 in Frankreich :

Bis 9710€ jährlich : 0€
v 9710 bis 26 918€ : 14%
v 26 918 bis 71 898€ : 30%
v 71 898 bis 152 260€ : 41%
Mehr als 152 260€ : 45%

Ein Paar, das zu der Mitte der " Mittelklasse " gehört -ungefähr 48 000 €/jährlich- bemerkt, dass er 300€ mehr Lohnsteuer für das Steuerjahr 2016 zu zahlen hat als im Jahre 2015 : so der Preis des frz Wohlfahrtsstaat ; dazu zählen nur noch 48% der Franzosen die Lohnsteuer...

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