Forum: Wirtschaft
Macron in der Krise: Wenn den Star-Reformern das Volk wegläuft
AFP

Schröder, Blair, Renzi, Macron: Viele Politiker wollten der Wirtschaft gefallen - und endeten als traurige Figuren ohne Volk . Vielleicht ist der Mensch einfach nicht dafür gemacht, sein Leben ständig reformieren zu lassen.

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SummseMann 07.12.2018, 12:43
1. Anpassung

Eigentlich ganz einfach: Auf veränderte Lebensbedingungen muss man eingehen, sonst ist man weg. Derzeit ändern sich die globalen Parameter (Klima, Zusammenwachsen, Überbevölkerung, ...) ständig und rapide. Der Mensch hält sich zwar für intelligent, verhält sich aber meist nur instiktiv. Veränderungen akzeptiert er leider nur im Maßstab von Jahrtausende. Leider nichts gelernt und anstatt zu nutzen was die Natur einem gibt, Hirn und die Fähigkeit sich anzupassen, enden wir mit dem Festhalten am Status Quo. Nun ja, dafür hat die Natur aber eine einfache Lösung: Aussterben, was nicht das schlechteste für den Planeten wäre.

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mollymalone 07.12.2018, 12:55
2. Ein kluger Kommentar...

dem ich vorbehaltlos zustimme. Leider ist von keinem dieser Gedanken die Rede, wenn Politiker und Medien mal wieder die stetig sinkenden Arbeitslosenzahlen bejubeln und als Argument dafür hernehmen, wie sensationell gut, besser am besten es "Deutschland" doch gehe - denn davon haben die Millionen prekär Beschäftigten leider herzlich wenig. Und dass in einem der reichsten Länder der Welt millionenfache Kinders- und Altersarmut nicht nur existiert, sondern sogar kontinuierlich ansteigt interessiert eigentlich auch kaum Jemanden.

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ibsg23 07.12.2018, 12:56
3. danke

vielen Dank. Sie sprechen mir aus dem Herzen. Schade nur, dass die Weisen der Wirtschaft ihren Artikel auch nur annähernd Aufmerksamkeit schenken werden.

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haralddemokrat 07.12.2018, 12:58
4. Das Volk ist der Staat

und der Staat das Volk. In erster Linie dient der Staat dem Volk als Institution und das Volk sorgt dafür, dass der Staat dies kann. In unserem Falle sowie auch in Frankreich hat man das Gefühl, dass dem so nicht mehr ist. Der Staat hat sich seines Volkes entkoppelt und dient den Banken und Finanzinstitutionen und wird zudem noch von Einzelne für Einzelne missbraucht. Ich denke, dass es auch bei uns rappelt, weil es nicht mehr lange gut gehen kann.

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ariane2006 07.12.2018, 13:00
5. wenn es denn so einfach wäre...

Leider vergessen Sie das wesentlichste: Die Wirtschaft ist heute 100% global, und die Politik ist quasi "lokal/national" - wir schaffen es ja nicht einmal, innerhalb Europas zu einer Besteuerung der GAFAS zu kommen.... (nur mal so zum Beispiel). Wie wollen Sie einer globalen Wirschaft (die z.T. mehrfache BIPs von vielen Ländern "erwirtschaftet" mit ein paar lächerlichen (nationalen) Politikern/Programmen/Reformen Paroli bieten? Solange Politik regional bleibt, muss sie sich (leider!) der von der globalen Wirtschaft diktierten Wünsche unterordnen, weil es sonst den "Armen" und den "Arbeitern" im Land noch schlechter gehen wird. (Bestes Beispiel Frankreich: F hat seit Jahren versucht, sich gegen diesen Sozialabbau zu stemmen, und heute ist es so ruiniert, dass die Zurückgelassenen eine Revolution anzetteln). Fazit: Gründen wir einen Weltpolitik und machen weltpolitische Regeln gegen die globale Wirtschaft. Aber leider wird das nix im Zeitalter von China, Trump, Putin ... und selbst einem Europa, das nicht bereit ist, auch nur mal über den Tellerrand zu schauen.

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reiska 07.12.2018, 13:02
6.

Da hatten die Schröders und Marcrons dieser Welt wohl ein Kommunikationsproblem, wenn Sie Herr Fricke, diese wundervolle Politik nicht verstanden haben.

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nic 07.12.2018, 13:04
7.

Bei den von Politekern genannten "Reformen" geht es darum, dass die "Wirtschaft" noch mehr absahnen kann, also die Gewinne noch weiter erhöhen kann. Die Gewinne landen dann meist in Übersee oder auf den Konten weniger. Eigentlich sollen Reformen ja dazu dienen, dass es den Betroffenen hinterher besser geht. Die Betroffenen scheinen aber, wie auch in Deutschland (Agenda 2010), aus politischer Sicht lediglich um die 5% der der oberen Bevölkerungschicht zu sein.

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GrüneLeuchte 07.12.2018, 13:05
8.

Der Mensch ist nicht dafür gemacht sich ständig für dumm verkaufen zu lassen. Was heißt das denn konkret der Wirtschaft gefallen. Löhne runter, Steuern für Unternehmen senken, Rechte für Arbeitnehmer beschränken. Und das nennt man dann Reformen. Und wer profitiert. Doch nicht die Mehrheit. Alle im Artikel genannten Reformer eint doch eines. Sie alle haben Politik gegen 90 Prozent der Bevölkerung gemacht. Da kann man nur weglaufen.

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EconomistGI 07.12.2018, 13:05
9. Falsche Diagnose

Nein, nicht die Reformen an sich sind das Problem, sondern die fehlende gleichzeitige Umverteilung des dadurch größer gewordenen Kuchens über das Steuersystem. Deutlich höhere Grundfreibeträge und dafür höhere Steuersätze für Einkommen ab etwa EUR60,000 oder 70,000 im Jahr (ungefähr aufkommensneutral gestaltet) und schon haben so ziemlich alle etwas davon. Es ist immer unsinnig, das Kind mit dem Bade auszuschütten.

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