Forum: Wirtschaft
Macron streicht Vermögenssteuer: Die Reichen zuerst
REUTERS

Präsident Emmanuel Macron will die Vermögensteuer abschaffen, um heimische Investoren in Frankreich zu halten: ein strittiges Vorhaben, von dem vor allem Top-Verdiener im Land profitieren.

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grumpy53 17.10.2017, 15:29
40. Überraschung!

Auf der einen Seite Entscheidungen für die Superreichen - und den anderen den Kündigungsschutz wegnehmen. Ist doch ein klar verständliches Konzept. Genau wie Trumps Steuerreform, während den unteren Schichten die Krankenversicherung weggenommen wird. Was bliebe? Lobbyarbeit. Wenn Hundertausende auf die Straßen gehen, merken "die da oben" den Druck. Wenn ein paar gefrustete Tausende naiv Nationalisten wählen, aus Protest?!, reiben sich die da oben die Hände. Ist ja nix passiert. Digital rumpöbeln ist eben leichter, als seine Interessen in Gewerkschaften und Parteien gemeinsam und solidarisch durchzusetzen. Jedes Volk hat halt die Regierung, die es gewählt hat, so einfach ist das .

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mostly_harmless 17.10.2017, 15:31
41.

Zitat von frank.thompson1919
mal wieder. Es scheint, in Europa, in Mode zu sein diesen Neoliberalen Scharlatanen hinterherzulaufen. Egal ob Kurz, Macron, Linder, oder sogar Brexit (Trump natürlich auch) Die ideen sind immer gleich: Steuern runter für die Reichen, Eigentum für alle (die Geld haben) und alles finanziert durch Abbau des Sozialstaats. [...]
Es ist bekannt, dass Dummheit nicht vor Schaden schützt. Das war immer so, und wird immer so sein.

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fiegepilz 17.10.2017, 15:32
42.

Und mit so einer Politik soll man Europa retten? Ist doch ein Witz. Dass er jetzt als der Messias hochgejubelt wurde und noch doch wieder ein weiterer Neoliberalter Kapital-Hampelmann ist, zeigt dass die Demokratien in europa leider langsam am Ende sind, wenn das jetzt wieder das beste Ist was dabei rumkommt

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Horatio Caine 17.10.2017, 15:33
43. Macron auf der Suche nach dem "Trickle-Down-Effect"

Nur blöde, dass dessen Existenz mittlerweile selbst von Nobelpreisträgern bezweifelt wird:

Siehe unter "Kritik": https://de.wikipedia.org/wiki/Trickle-down-Theorie

Das ist wie wenn man mehr als 40 Jahre immer wieder mit dem Kopf gegen die Wand rennt und sich vor jedem Anrennen denkt:" Diesmal wird da eine Tür sein, obwohl ich sie nicht sehen kann".

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herrmann.bar 17.10.2017, 15:34
44. Falsch. Setzen, sechs!

Zitat von go-west
Ja, es ist ungerecht und eine Form von Kapitulation, wenn Superreiche, die am Monatsende so viel Geld übrighaben, daß sie es einfach mal so in Aktien investieren können, auf entsprechende Erträge deutlich weniger steuern zahlen als für Einkünfte aus dem Faktor Arbeit. Aber in Gegensatz zu Arbeitnehmern können diese Leute sich ganz leicht in andere, lukrativere Länder bewegen. Und ein einheitlicher globaler Steuersatz ist nun mal hoffnungslose Utopie.
Sie erzählen Unsinn:
Man zahlt auf Aktiengewinne nicht weniger STeuern als aus Einkommen aus Beschäftigtenverhältnissen.
Die Gewinne, die ausgeschüttet werden, sind bereits mit KSt und GewSt belastet worden, bevor die 25% Kapitalertragsteuer fällig wird.
Löhne und Gehälter werden vor der Unternehmensbesteuerung ausgezahlt.
Von daher ist die steuerliche Belastung von Löhnen und Gehälten nicht höher als bei Kapitalertägen aus Beteiligungen.

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pom_muc 17.10.2017, 15:37
45.

Zitat von auweia
Trickle down hin - Gerechtigkeit her - die Leute sollen zu Lebzeiten doch bitteschön so viel ansammeln wie Sie können - wenn's Spaß macht. Sie zahlen ja bereits Einkommenssteuer. Nur müßte mit dem Ableben eine ernstzunehmende .....
Sie wollen also eine Erbengeneration die ins Ausland zieht (z.B. Österreich) wo es keine Erbschaftssteuer gibt?
Glauben Sie im Ernst dass ein Erbe der eine Erbschaft von 1 Million erwartet lieber die Hälfte an den Staat abgibt als diesen Erbschaftssteuerbetrag im Ausland verprassen zu können?

Und selbstverständlich kann man das auch noch ganz bequem über eine Schenkung zu Lebzeiten zeitlich steuern. Man muss da gar nicht dauerhaft oder für Jahre ins Ausland ziehen.

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palef 17.10.2017, 15:41
46. ...jetzt fehlt nur noch die Zusage der Deutschen...

...einen Europäischen Finanzminister zu haben, der die Querfinanzierung organisiert (praktischerweise vielleicht einen Franzosen) und so den Verzicht auf die Vermögenssteuer in Frankreich finanziert...mit der SPD (Gabriel) und unserer 'linken' Kanzlerin würde das gelingen. Gut, Dass wir Wahlen hatten!...

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jungletiger9 17.10.2017, 15:42
47. Die Vorgängerregierung ...

... mit ihrer versuchten Reichenster von 75% des Einkommens war allerdings auch nicht die tolle Alternative.

Das Problem mit der derzeitigen Vermögensteuer ist m.E. vor allem, dass sie auf einer Rendite von 4% pro Jahr aufs ganze Jahr gesehen aufbaut und dann einen entsprechenden Anteil davon abschöpft. Das mag vor 15 Jahren noch realistisch gewesen sein, heute entspricht es aber quasi einer Abschöpfung der gesamten Rendite oder noch mehr, höhere Renditen brauchen meist Aktieninvestitionen und grosses Glück. Die Beibehaltung der unrealistischen Ansätze hätte daher eher ideologische Ansätze der Reduzierung von Vermögen (statt der Besteuerung des zu erwartenden Vermögenszuwachses).

Eine völlige Abschaffung ist in der Tat vielleicht ein Kind-mit-dem-Bade-Ausschütten (wird ja auch nicht völlig abgeschafft, sondern man versucht durch den Fokus auf Immobilien Lenkungseffekte zu schaffen. Ob das sinnvoll ist, sei dahingestellt). Eine Anpassung an die Zinsentwicklung wäre hingegen sinnvoller.

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herrmann.bar 17.10.2017, 15:43
48. Weg mit den Substanzsteuern

Zitat von auweia
Trickle down hin - Gerechtigkeit her - die Leute sollen zu Lebzeiten doch bitteschön so viel ansammeln wie Sie können - wenn's Spaß macht. Sie zahlen ja.....
Warum soll der Staat einmal versteuertes Einkommen = Vermögen nochmals besteuern?
Gleichverteilung von Vermögen ist und bleibt asozial!!
Als Erblasser möchte ich das Recht mit meinem Vermögen machenzu können was ich will, von keinem nehmen lassen.
Der Staat hat kein Recht darauf zurückzugreifen. Bevor der Staat mein Vermögen bekommt, würde ich es im Ausland verjubeln oder in eine Stiftung einbringen.
Welches moralische Recht hat der Staat auf bereits versteuertes Einkommen nochmals zuzugreifen? Der Staat verschwendet das Geld sowieso. Mir ist bis heute nicht klar warum es für arbeitsfähige H4-Empfänger keine Arbeitspflicht z. B. als AltenpflerhelferInnen gibt.

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sonnentänzerin 17.10.2017, 15:44
49. Zwiespalt

Mit Herrn Macron ist Frankreich sehr zwiespältig unterwegs, zumindest aus deutscher Sicht.
Zum einen könnte Angela es sympathisch finden, dass Herr Macron ihrer Wirtschaftspolitik zu folgen scheint, aber zum anderen kann man nur Exportweltmeister bleiben, wenn man ausser Konkurrenz läuft, sprich sich die anderen zu blöd anstellen ihre Wirtschaft anzukurbeln. Das könnte sich jetzt ändern.
Innenpolitisch gesehen ist der Kurs fatal. Deutschland kann kein Vorbild sein. Wir haben eine echte Zwei-Klassen Gesellschaft und die Schere zw. arm und reich öffnet sich stetig weiter.
Es sind zwar viele beschäftigt, können aber von ihrem Job nicht leben.
Die ehemals gutbezahlten Job wandern ins Ausland ab. Beispiel Siemens: Ganze Engineering Bereiche, grosse Teile der IT werden nun von Indern erledigt. Damit bröckelt auch noch die Mittelschicht weg.
Man kann von den meisten Unternehmern einfach keine soziale Verantwortung mehr erwarten.
Damit ist Deutschland schon lange und Frankreich seit kurzem auf dem Holzweg unterwegs. Der Tanz um das goldene Kalb macht sich auf Dauer nicht bezahlt.
Ich habe diese Gedanken früher immer verdrängt, aber ich glaube wir müssen uns überlegen, ob das Befeuern der Wirtschaft wirklich die oberste Maxime sein kann. Es werden Ressourcen und Energie verbraucht für die Produktion und als Ergebnis hat man Produkte die wieder Energie verbrauchen und/oder die Luft verpesten.
Alles Quatsch.
Wir müssen alles neu überdenken und in Zukunft klug handeln und nicht nur ökonomisch.
Jeder der mal fünf Minuten innehält, muss begreifen, dass das auf Dauer nicht funktionieren kann und höchstens noch dem eigenen Auskommen zu Lebzeiten dient, aber einen Scherbenhaufen hinterlässt.
Wir brauchen möglicherweise keine Industry 4.0 sondern nachhaltiges Wirtschaften, gesunde Böden, soziales Handeln. Leider sind wir alle so erzogen, dass wir dem bedruckten Papier hinterher rennen. Wenn uns das zu unsicher erscheint, schwenken wir um auf Sachanlagen oder Wertpapiere(wieder bedrucktes Papier...).
Der schnöde Mammon wird götzenhaft angebetet.
Alles falsch. Wir müssen uns neu erfinden.

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