Forum: Wirtschaft
Macrons Reformvorschläge: Die Deutschen kapieren die Eurokrise nicht
DPA

Die Reaktion in CDU und CSU auf Macrons Euro-Vorschläge wirkt zunehmend wirr. Höchste Zeit für eine Aufarbeitung der letzten Eurokrise - sonst wird die nächste noch viel schlimmer.

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tomxxx 20.04.2018, 13:26
1. Zu einer Aufarbeitung...

würde gehören, dass Fricke sich ernsthaft die Frage stellt, warum gab es diese Krise! Er tut aber immer so, als wäre es super in manchen Ländern gelaufen und dann kam die Krise und dann hätten einfach andere das Geld weiterdrucken sollen. Am Ende sind dann Länder wie Deutschland und die Schweiz an der Krise schuld. Real ist es so, dass jeder sich erst mal Geld besorgen kann (wenn er jemand findet der ihn finanziert), wenn man es dann verprasst, dann kommt das dicke Ende nach... Das gilt auch für Volkswirtschaften, zu erklären, dass vor der Krise alles ja gut war, ist da schon etwas lächerlich!

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hansaeuropa 20.04.2018, 13:33
2. durchaus korrekt

das die Unionsparteien in wirtschaftlichen Fragen echte Analphabeten sind, ist keine neue Erkenntnis. Aber auch Herr Fricke dringt nicht ganz durch mit seiner Logik! Die Lohnstückkosten, und damit die Inflationsraten, dürfen nicht auseinanderdriften. Deutschland ist mit seinem Lohndumping nach wie vor verantwortlich für die Eurokrise und Ungleichgewichte in der Welt.

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cup01 20.04.2018, 13:35
3. Stimmt

Deutschland profitiert seit Jahren vom EU-Binnenmarkt. Es wird Zeit, dass wir etwas zurückgeben. Wer das nicht versteht gefährdet den Fortbestand der EU. Das kann nicht in unserem Interesse sein.

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coyote38 20.04.2018, 13:35
4. Nur eine einzige Frage ...

Herr Fricke, WER (wenn am Ende nicht Deutschland) soll denn ihre Träume von der "europäischen Soldarität" (von der auch unsere linksrheinischen Freunde immer besonders gerne sprechen) SONST bezahlen ...? Das braucht "Monsieur le Président" auch gar nicht laut auszusprechen, damit dieser "rosa Elefant" MITTEN im Raum steht. WER, Herr Fricke ... WER außer Deutschland soll die ganze Geschichte bezahlen ...? Ganz kurz und knapp, bitte ...

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Cavendish 20.04.2018, 13:36
5. ...und ob "die Deutschen kapieren" -

...und das Resultat ist "game over" für den Euro. Es geht nur noch um Schadensbegrenzung. Ob SPON-Kolumnisten das "kapieren" oder akzeptieren können, ist ein anderes Thema...

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Hoppla! 20.04.2018, 13:41
6. ....alter Wein in neuen Schläuchen

In der Kurzzusammenfassung :
Wir wollen nicht mehr (nur) das Geld von Deutschland, sondern diesmal soll das Geld schon vorher in Europäische Fonds/Institute/Tüten/Taschen wandern, damit man im Ernstfall da schneller dran kommt und das Bundesverfassungsgericht und das deutsche Parlament nicht mehr mitbestimmen darf.
Find ich nicht so toll, aber aus französischer oder italienische Sicht ist das wahrscheinlich deutlich attraktiver.

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KURT E.Schewe 20.04.2018, 13:43
7. kein Baumeister käme auf die Idee mit dem Dach anzufangen

Doch genau das paasierte bei Einführung der Währungsunion.
„Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknöpfen nicht zu Rande.“ (Johann Wolfgang von Goethe)
Trotzdem predigen EU-Mandatare und und natürlich ganz vorne weg, der visionäe Macron, einem Mantra gleichend, pflichtschuldig die Fiskalunion Land auf und Land ab, als hänge davon das Heil Europas ab. „Wir gehen weiterhin fest davon aus … blabla“ Im Grunde jedoch hat niemand ein Patentrezept.
Mittlerweile bezichtigen sich IWF und EU-Kommission gegenseitig, die falschen Arzneien zu verabreichen. Das Problem ist nur, hätte man bei Schaffung der Einheitswährung das einzig Richtige getan, nämlich gleichzeitig eine Fiskal- und Sozialunion bzw. ein gemeinsames EU-Budget geschaffen, was allerdings auch eine totale Umverteilung bedeutet hätte, wäre mit großer Wahrscheinlichkeit nicht nur der Euro, sondern das Projekt EU als Ganzes bereits vor Jahren gescheitert. Herr, die Not ist groß.

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Neapolitaner 20.04.2018, 13:43
8. Wenn es nach der Menge des gedruckten Geldes geht

(des elektronisch erzeugten Geldes) war die Geschichte der Eurokrise und ihrer Bewältigung eine einzige Erfolgsgeschichte. So erfolgreich, dass es keiner weiteren Maßnahmen bedarf. Oder aber das Gegenteil ist wahr und der ernorme Anstieg der Geldmenge hat zu neuen Problemen geführt. Die Schlussfolgerung ist in beiden Fällen die gleiche: Rückführung der Geldmengen ( = Schuldenexzesse) in einem langfristigen Konsolidierungsplan. Davon möchten aber IT und FR nichts wissen. Diese möchten schlicht umschulden - auf die Nordstaaten umlegen. Übrigens auch auf Staaten, die (noch) nicht im EURO-System sind. Da gab es jedoch - Herr Fricke hat das geflissentlich übersehen - klare Absagen. Wenn sich nun Abgeordnete der CDU/CSU da dran hängen (und damit der AFD- und FDP-Linie folgen) ist das nur logisch und nicht wirr.

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GSYBE 20.04.2018, 13:47
9.

Zitat von tomxxx
würde gehören, dass Fricke sich ernsthaft die Frage stellt, warum gab es diese Krise! Er tut aber immer so, als wäre es super in manchen Ländern gelaufen und dann kam die Krise und dann hätten einfach andere das Geld weiterdrucken sollen. Am Ende sind dann Länder wie Deutschland und die Schweiz an der Krise schuld. Real ist es so, dass jeder sich ......
So lächerlich wie hr Beitrag?
Trennen Sie einfach die gesamte Krise, einmal in den Auslöser - der war Deutschland NICHT - und einmal in den Konservierer - JA der ar und ist Deutschland.
Nichts anderes hat Fricke versucht - auch Ihnen - zu erklären; offenbar vergeblich.

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