Forum: Wirtschaft
Macrons Reformvorschläge: Die Deutschen kapieren die Eurokrise nicht
DPA

Die Reaktion in CDU und CSU auf Macrons Euro-Vorschläge wirkt zunehmend wirr. Höchste Zeit für eine Aufarbeitung der letzten Eurokrise - sonst wird die nächste noch viel schlimmer.

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thequickeningishappening 21.04.2018, 08:43
140. Drei Punkte

1. Der Euro ist ein Fehlkonstruckt 2. Mit Draghi wurde Der Bock zum Gärtner gemacht 3. Irland ist Eine Steueroase (implizite Staatsverschuldung 2017 = 624%, Niederlande 247%) !

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hildesheimer2 21.04.2018, 08:44
141. Kurios......

Zitat von curiosus_
...simpel. Wenn der Produktivitätszuwachs nicht gleichmäßig auf die Kapitalgeber und die abhängig Beschäftigten aufgeteilt wird dann geht die Schere zwischen den Kapitaleignern und den abhängig Beschäftigten immer weiter auf. So etwas führt über kurz oder lang zu Unruhen, und dann stehen die Kapitaleigner irgend wann mal ohne Kapital da. Wenn sie Glück haben. Wenn sie Pech haben stehen sie auch noch ohne Kopf da. Außerdem fehlt mit zunehmendem Aufgehen der Schere immer mehr die Kundschaft für die produzierten Güter. Wenn der Kapitaleigner am Ende nur noch an seinesgleichen Verkaufen kann ist der Markt ziemlich überschaubar. Desweiteren stellt der Kapitaleigner zwar das Geld für den Produktivitätsfortschritt zur Verfügung, das war's aber auch schon. Den Produktivitätsfortschritt herbeigeführt (z.B. die entsprechenden Maschinen und Prozesse entwickelt) hat aber nicht er, das haben in der Regel abhängig Beschäftigte gemacht. Ohne die könnte er sein Kapital im Ofen verheizen. Also haben die auch ein Anrecht auf gleichberechtigte Teilhabe. Man kann es auch so betrachten: Wenn seit dem Mittelalter der Produktivitätsfortschritt ausschließlich den Kapitalgebern zugute gekommen wäre würden die abhängig Beschäftigten heute noch auf dem Mittelalter-Niveau leben. Nix mit Auto, Unterhaltungselektronik, medizinischer Versorgung usw. usw.. Aber auch die Kapitalgeber wären noch nicht viel weiter als im Mittelalter, denn warum sollten die abhängig Beschäftigten die Produktivität steigern wenn sie nichts davon haben?
ihr Beitrag. Es hat sich gezeigt das bei florierender Wirtschaft alle Beschäftigten profitieren und es weniger Arbeitslose gibt. Auch die Kaufkraft und die Steuereinnahmen nehmen zu. Kein Kapitalgeber oder Eigentümer hat ein Interesse an wenig Kaufkraft innerhalb der Bevölkerung. Gerade das Lohnniveau in den "bösen" Großkonzernen ist besonders hoch. Bei der immer wieder aufgeführten Einkommens-Vermögens-Schere bleibt festzustellen, dass es der überwiegenden Mehrheit (sicher über 90 %) in der Regel wirtschaftlich besser geht als vor 50 Jahren (sowohl in Deutschland als auch in der Welt).

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dirk.resuehr 21.04.2018, 09:19
142. Im Märchenland

Das sind die alten linken Thesen, wo doch jeder weiß, wie erfolgreich Linke in Vergangenheit und Gegenwart Staaten ruiniert haben, besoders gut gelungen im linken Sozialismus.Also immer die alte Leier, die Austeritätspolitik sei schuld etc.. Komisch, in der BRD funktioniert das mit dem ausgeglichenen Haushalt gut. Griechenland ist ein ganz schlechtes Beispiel, wird aber von Linken gerne genommen, was sie nicht sagen oder gar nicht wissen: Was kann Griechenland eigentlich verkaufen, was herstellen?Ein Land, das im Jahr etwa 28 europäisache Patente durchbringt. Im Vergleich, die BRD liegt bei etwa 13000, nur nebenbei.Es ist vorher viel zu bedenken. Wer hat marode Banken? Federführend ist da noch Italien. Also bevor man Kosten und Schulden vergemeinschaftet, müssen einige Läner für klar Schiff sorgen. So, wie es derzeit ist, ein klares NEIN zum Fond, wer den bezahlen müsste, ist klar! Also Herren vom linken Ufer, nicht so keß,die von Ihnen eingeführte HartzIV Reform machen Sie schon unbegründet nieder, sie war leider erfolgreich. Wundern Sie sich deshalb nicht, daß der Wähler Sie nicht so recht ernst nehmen kann. Jetzt geht das schon wieder los.Merken Sie denn nicht, daß Sie mit Typen wie Schulz und Kühnert den Karren endgültig an die Wand fahren?

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leetness 21.04.2018, 09:32
143. Grundgütiger...

Wer "Vor der Krise lief die Konjunktur in Ländern wie Spanien und Irland prima - was dazu führte, dass dort viel Geld in den Bauboom ging, die Löhne stiegen und die Regierungen dank konjunkturbedingt toller Haushaltslage noch Steuern senkten, statt die Konjunktur zu bremsen; während in Deutschland Dauermisere herrschte, was wiederum zu fallenden Löhnen und immer neuen Sparrunden führte, die der Konjunktur nur noch mehr zusetzten." so etwas schreibt hat die Gründe für die Krise nicht mal im Ansatz verstanden... . Ggf. würde es Sinn machen sich gerade mit dem spanischen Bauboom mal näher auseinander zu setzen, anstatt, wie im späteren Verlauf des Artikels, die Schuld stereotyp immer der selben Fraktion zu servieren - die komischerweise von der Krise weit weniger getroffen wurde...

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kraus.roland 21.04.2018, 09:36
144. Erstaunen weicht dem Entsetzen..

..darüber, dass der allgemeine Argumentationshorizont nahezu frei bleibt von den wahren Verantwortlichkeiten!
Die (nicht überwundene) Krise 2007/08 ist eine 100%-Schweinerei von Investmentbanken, die bekanntermassen auf die Geschäftsbanken übergegriffen hat. Nationale Schuldensituationen, embrionale Ausstattung des Euro und die finanzpolitische Disparität der Euro-Länder spielten und spielen nur eine Nebenrolle. Es ist zwar nicht grundsätzlich verkehrt, den daraus resultierenden Argumenten aufmerksam nachzugehen. Aber solange die Banken nicht wirklich an der Leine sind, rennt die Plolitik würde- und nahezu einflusslos hinterher. Und der populistische Schwachsinn der Euro-Hasser schäumt über. Nicht nur Trump, auch unsere politische Klasse hat sich das Lügen angewöhnt. Weil schwer zu ertragen ist, dass die Macht in Wahrheit in den Chefetagen internationaler 'Player' residiert. Wie sonst käme Glyphosat auf unsere Äcker, wenn wir nicht dienstbare Minister hätten!

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Bananenschale 21.04.2018, 09:39
145. Ja! Mehr Verzicht!

Zitat von cup01
Deutschland profitiert seit Jahren vom EU-Binnenmarkt. Es wird Zeit, dass wir etwas zurückgeben. Wer das nicht versteht gefährdet den Fortbestand der EU. Das kann nicht in unserem Interesse sein.
Super! Weniger Löhne, staatliche Leistungen usw. Schließlich muß die Chause gegenfinanziert werden und es kann nicht sein - weil es darf nicht sein - daß solvente Unternehmen und Personen Teil haben an dieser Last. Nein! Das geht nun wirklich nicht! Bestimmt, ganz bestimmt sieht das Fr. Bk. Dr. Merkel genauso.

Ihre Aussage in Ehren, aber wer ist Deutschland in "Deutschland"?

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thequickeningishappening 21.04.2018, 09:51
146. # 131 hildesheimer2

Bullshit! Vor 50 Jahren waren Konsumartikel und Lebensmittel teurer als heute aber Ein Arbeiter mit Drei Kindern konnte sich Ein Haus bauen bzw. Wohnung kaufen! Heute geht alles über Kredit, Kita, Die Frau arbeitet mit und als Ausgleich gibt's Brot und Spiele! Warum gibt es Einen Mindestlohn Der im Alter zu Hartz fürhrt ? Mein Großvater hatte vor knapp 50 Jahren 1.700 DM Rente , Meine Großmutter (als Witwe) 2000 DM! Das waren Arbeiterfamilien ((Kohle/Stahl)!

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dirk_row 21.04.2018, 10:05
147. Europa ist auf dem Weg in die Transferunion

Den Anfang machte die EZB, die als große Retterin aufgetreten ist und die Regeln so weit geändert oder neu interpretieren lassen hat, dass sich die verschuldeten Länder mit der eigenen Druckerpresse retten konnten. Die nationalen Notenbanken haben das Geschäft der Geldschöpfung nach wie vor voll in deren Hand, müssen sich aber an die Regeln die in EZB gemacht werden halten. Diese sind aber so locker und flexibel, dass man da sehr viel extra Geld auf lokaler Ebene schöpfen kann. Die Krisenländer haben sich das Geld gedruckt das sie sich nicht mehr leihen konnten und dadurch die Krise gemeistert. Wenn man mehr Geld druckt und schafft als es der Größe des Landes entspricht und dadurch Nettozahlungsaufträge an andere Länder möglich werden ohne dass die Liquidität zuhause zusammenbricht, dann entsteht dadurch ein Schuldverhältnis im Eurosystem, das sind die so genannten Targetbilanzen die in den Bilanzen der Notenbanken verbucht sind. Das sind Privatkredite wie sie über die Kapitalmärkte laufen, vollkommen ersetzen und sie ökonomisch equivalent sind. Es sind nur öffentliche Kredite, weil das Eurosystem als eine öffentliche Einrichtung den Ländern diese Kredite gegeben hat anstatt das man sich das auf den Märkten besorgen musste.

Die EZB begnügt sich mit immer schlechteren Pfändern, die die Banken, die Refinanzierungskrediten von ihren Notenbanken bekamen als Sicherheiten hinterlegen mussten, und dadurch wurde noch der letzte Schrott der in der Bilanz war pfandfähig und konnte zur Aktivierung der lokalen Druckerpresse genutzt werden.

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Ezechiel 21.04.2018, 10:24
148. Ich komme gerade ...

vom Rasenmähen. Man mäht seinen Rasen selbst, und beschäftigt keine "Schwarzarbeiter" die ihre Einnahmen nicht versteuern. Ja es ist richtig, dass der Staat in Krisenzeiten investiert, damit die Wirtschaft wieder in Fahrt kommt. Aber in den guten Zeiten führt er die in der Krise gemachten Schulden zurück. Die Regel, nicht mehr Geld auszugeben als man hat, gilt auch für den Staat. Wir sollten uns alle schämen, den kommenden Generationen so viele Schulden zu hinterlassen.

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winden.silvia 21.04.2018, 10:25
149. Mal überlegen ...

Zitat von tomxxx
würde gehören, dass Fricke sich ernsthaft die Frage stellt, warum gab es diese Krise! Er tut aber immer so, als wäre es super in manchen Ländern gelaufen und dann kam die Krise und dann hätten einfach andere das Geld weiterdrucken sollen. Am Ende sind dann Länder wie Deutschland und die Schweiz an der Krise schuld. Real ist es so, dass jeder sich erst mal Geld besorgen kann (wenn er jemand findet der ihn finanziert), wenn man es dann verprasst, dann kommt das dicke Ende nach... Das gilt auch für Volkswirtschaften, zu erklären, dass vor der Krise alles ja gut war, ist da schon etwas lächerlich!
Was, wenn die Erfolgsgeschichte des EURO'S eben nicht den Erwartungen entspricht. Dieses Mantra (Dogma) liegt auf dem Sterbebett und die letzte Öhlung ist schon erteilt. Erinnern wir nochmals wie die BaFin die Banken eben nicht kontrolierte. Wer die Deutsche Notenbank zu kennen glaubt und hieraus auf die anderen Notenbanken schließst der Irrt. Alle sind anders aufgestellt. Erinnern wir uns an die geprellten DB-Kunden die immer noch Ihrem Geld hinterher rennen. Man war, auf Grund von Anlegerschutz und durch den Rat der Banken unzweifelhaft der Meinung Ratings sorge für mehr transparenz - das gegenteil wurde zur Wahrheit und nach schlechtem Rating auch das Produkt zum Parier und Teufelszeug. Anlegerschutz wurde für die Spekulanten und nicht für die Steuerzahler und Sparer gemacht denn nur so kann ich mir das HSH-Debakel schönmalen. Ein Insovenzrecht für Staaten und das temporäre Aussteigen aus den EURO oder zurück zum EKÜ kann die Fehler der Vergangenheit korigieren.
Das Zweite Brett vor den Köpfen der EU-Fähnchenschwenker ist der bedingungslose Freihandel. Gr und Italien sind genau die Musterbeispiele wo Freihandel ausgesetzt wurde und ist aber in der Eurozone nicht korregiert werden.kann und zu dies für den Staat und den (nicht-) Steuerzahlern dann attrktiv ist. Ähnlich sieht es mit der Alterversorgung und Justiz der Mitgliedsstaaten aus - alles verschiedene Ansätze die noch Jahrzehnte der konvergenz bedürfen oder eben Lobt einfach einmal die Leidensfähigkeit der Europäischen Bevölkerung die diesen Misthaufen noch bezahlen dürfen und einfach auch einmal eine schweigeminute für die Selbstmordopfer auf Grund dieses Systems denn auch das sollte eunmal bei den Ministerunden zum Thema werden.

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