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Magnetschwebebahn: Bayerische Firma reaktiviert Transrapid - als S-Bahn
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Der Transrapid gilt als einer der größten Technologieflops der deutschen Geschichte. Ein mittelständisches Bauunternehmen setzt nun wieder auf die Magnetschwebebahn - im Nahverkehr.

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Flauschie 09.07.2018, 13:07
1. Ein klassisches Beispiel zeitgenoessischer ...

... deutscher Kultur. Der Transrapid wurde sprichwoertlich totdiskutiert - wie so vieles andere auch (Gentechnik etc. pp). Wer so ein bisschen rumgekommen ist, der weiss, dass Japan der Goldstandard in Sachen Bahnqualitaet ist. Wieso wird dort gerade die Infrastruktur fuer den SCMaglev gebaut, waehrend das Konzept in Deutschland fuer undurchfuehrbar gehalten wurde?

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Kassalla! 09.07.2018, 13:08
2. Die Irrtümer des Herrn Bögl

Messegelände und Flughäfen sind üblicherweise heute schon exzellent über U-Bahnen, S-Bahnen oder reguläre Zugverbindungen mit den Innenstädten verbunden.

Messegelände leiden zudem darunter, daß der Sinn von solchen Großausstellungen mittlerweile hinterfragt wird und die Besucherzahlen eher zurückgehen, weil man sich über neue Produkte und Dienstleistungen auch bequem im Internet informieren kann.

Wo da ein sinnvoller Einsatzzweck für ein weiteres Transportgerät sein soll, ist mir schleierhaft. 50 Millionen Euro pro Kilometer erscheinen mir außerdem weit überteuert.

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olivergarch 09.07.2018, 13:09
3. Mit dem Porsche zum Briefkasten

Einen Zug, der erst auf langen Strecken seine Vorzüge entfaltet, auf einer Kurzstrecke einsetzen? Wo liegen die Vorteile gegenüber klassischen Verkehrsmitteln? Ist die Beschleunigung derart viel besser?

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Ein_denkender_Querulant 09.07.2018, 13:10
4. leise und hohe Steigfähigkeit

Die Vorteile des Konzeptes sind vor allem, dass es leise ist und hohe Steigungen überwinden kann. Beides ideal für den bergigen Nahverkehr. Konkurrenzfähig zur Bundesbahn konnte der Transrapid nie werden, da er keinen Schwerlastgüterverkehr ermöglicht. Sind es allerdings Strecken durch unsere Mittelgebirge, würde man horrende Kosten für Tunnel und Brücken sparen. Eine Strecke Hamburg Berlin war immer schon absurd. Da war schon der Schienenzeppelin schnell genug.

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Prinzen Paule 09.07.2018, 13:13
5. Fachkräftemangel in der Politik !

Was die CSU nicht geschafft hat schafft Max Bögl. Hier zeigt sich wieder das Politiker eben keine Erfahrung und Know-how haben in der Wirtschaft! Beste Beispiel BER. Da muss ein kleiner Bauunternehmer aus der Oberpfalz kommen und es so richtig den Verantwortlichen zeigen. Ich werde sofort Aktien von diesen Unternehmen kaufen sollten Sie welche haben. Dieses Konzept kann auch unser Transport Problem über die Alpen Lösen da unbemannte Kabinen mit Güter durch die Alpen transportieren können! Aber darüber hatte noch keiner dieser Verkehrsexperten in der Politik nachgedacht .
Zeigt sich halt immer wieder das sie nichts auf der Pfanne haben... Max Bögl go for this project and I will support you

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Überfünfzig 09.07.2018, 13:17
6. Sowas wird nichts im technologieskeptischen......

.......Deutschland, wo eine grün-linke Wir-wissen-es-besser-Elite schon genau weiß, was der Deutsche braucht. Unsägliche Bebauung mit Windmonster und Solarpanele, aber bestimmt keine zeitsparende Zugverbindung, die nicht nicht mit der Bimmelbahn des letzten Jahrhunderts kompatibel ist. Ach ja, und was das alles wieder kostet, das kann man ja garnicht dem Deutschen Steuerzahler zumuten, schließlich brauchen wir ja Geld für Bildung, grüne Technologien, multibuntes Deutschland und der Geldvernichtungsmaschine EEG ohne Reduktionseffekte.

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SaschaKa 09.07.2018, 13:20
7. Das ist aber nicht wirklich neu

Es gab doch schon einmal eine Magnetbahn von AEG und Siemens, die den Nahverkehr revolutionieren sollte. Die hat es auch nicht über die Teststrecke in Berlin, die der Wiedervereinigung zum Opfer fiel, hinausgebracht. Alles wurde nach Japan verkauft und verstaubt dort heute in irgendwelchen Hallen.

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hhseguin 09.07.2018, 13:26
8. Weit entfernt

vom Containerfluß von Shanghai nach Rotterdam. Aber ein Hoffnungsfünkchen - winzig hinter Opas Klappereisenbahn.

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larsmach 09.07.2018, 13:26
9. Schiene ist der (teure) Motor - lohnt nur bei Rohrpost-Frequenz!

Bei Magnetschwebebahnen müssen zahllose Stator-Wicklungen über die gesamte (!) Streckenlänge installiert werden, von denen sonst nur wenige um einen Rotor im Triebwagen(motor) einer konventionellen E-Lok verteilt sind - und somit wieder und wieder und wieder benutzt werden... Das Konzept eines Langstators (Magnetschwebebahn-Schiene) ist angesichts heutiger Rohstoffkosten bedenklich (Kupfer/Aluminium als Leiter in den Wicklungen). Speziell kommt bei Magnetschwebebahnen hinzu, dass der Bau von Stadtdurchfahrten sehr teuer ist: Ein Drittel der damals optimistischen Gesamtkosten(schätzung) für jene Transrapidstrecke von Hamburg nach Berlin bezog sich nur auf die kurzen Anschlüsse in den beiden Stadtgebieten! Hätte man also nur die Flughäfen verbunden und sämtliche Fluglinien als Shuttle-Betreiber mit einbezogen (d.h. kein Flugverkehr mehr auf der Strecke), so wäre das eine gewaltige Kostenersparnis gewesen und hätte die Auslastung erhöht. Trotzdem lohnt eine so teure Schiene (d.h. Wicklungen über die gesamte Route) wohl nur, wenn sie andauernd mit hoher Frequenz genutzt wird. Dabei kommt dem Konzept zugute, dass man keine Triebwagen braucht - somit können auch Frachtshuttles in der Größe kleiner Lkw auf die (unbemannte) Reise geschickt werden. Anders sehe ich kaum Möglichkeiten, den hohen Kosten für Bau und Wartung eines Langstators beizukommen.

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