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Magnetschwebebahn: Bayerische Firma reaktiviert Transrapid - als S-Bahn
picture alliance / dpa

Der Transrapid gilt als einer der größten Technologieflops der deutschen Geschichte. Ein mittelständisches Bauunternehmen setzt nun wieder auf die Magnetschwebebahn - im Nahverkehr.

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enfield 09.07.2018, 16:05
90. dummes Geschwätz!

Zitat von Überfünfzig
... Ach ja, und was das alles wieder kostet, das kann man ja garnicht dem Deutschen Steuerzahler zumuten, ...
da möchte ich doch sehr drum bitten, dass keine Steuergelder für Schleich-Transrapids aus dem vorigen Jahrhundert und Trassen aufgewendet werden, die Leute von Flughäfen und Messegeländen irgendwohin verbringen...
Ich würde mich aber freuen, wenn die bestehenden Regional- und S-Bahnverbindungen vom Wohnort zum Arbeitsort auch nur annähernd zuverlässig funktionieren würden - dafür würde ich sogar auch etwas mehr Steuern zahlen...

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moistvonlipwik 09.07.2018, 16:06
91.

Zitat von NauMax
Ökonomischer Blödsinn? Wenn jedes Kaff von der Größe Hintertupfingens Haltestelle von Expressverbindungen sein will vielleicht. Bei einer stündlichen Direktverbindung HH-Hauptbahnhof - MUC-Hauptbahnhof mit konstant gefahrenen 450 km/h (Momentane Testgeschwindigkeit) käme man nach nicht einmal 2 Stunden ans Ziel. Damit läuft der Transrapid selbst dem Flugzeug den Rang ab, welches zwar weniger Reisezeit hat, dafür aber schlechter ans Stadtzentrum angebunden, deutlich unkomfortabler und aufgrund der Check-in- und Pendelzeiten alles in allem langsamer ist. Ein Transrapid Expresssystem, welches die großen Bevölkerungszentren miteinander verbindet (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Leipzig, Stuttgart) - mit der Verwendung des ICEs als Sekundäranbindung zu kleineren Städten würde das Flugzeug auf innerdeutschen Strecken obsolet machen - und was das für eine Wohltat für die Umwelt wäre. Und ja, das wäre in der Tat sündhaft teuer. Aber das Bahnnetz wurde auch nicht gebaut, weil es eine so schön günstige Alternative zu unbefestigten Feldwegen war, sondern weil die Bahn schneller und zuverlässiger war. Eine Gesellschaft lebt von ihrer Infrastruktur - und die lassen wir in Deutschland gerade im alarmierenden Tempo vergammeln!
Realitätsfern.
Es fängt dait an, dass die Planungshoheit bei den Ländern liegt - also werden Niedersachen und Hessen ihre Halte in Hannover (Landeshauptstadt), Göttingen (Unjiversitätsstadt) und Kassel (nordhessisches Zentrum) fordern. Das bremst schon einmal.
In Bayern sorgt schon der innerstaatliche Proporz dafür, dass Franken nicht abgehängt wird - Würzburg ist also gesichert. Und wenn dann auch noch der Schwenk über Nürnberg gefordert wird, ist es mit der Hochgeschwindigkeit endgültig Essig.

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g_bec 09.07.2018, 16:07
92. Echt?

Zitat von willibaldus
Der Bau wird billiger, sobald es hügelig wird, weil er grössere Steigungen schafft als die herkömmliche Schiene und deshalb weniger Erdarbeiten benötigt. Schwerlastverkehr geht eher nicht mit dem Maglev. Man könnte alternativ Personen und Waren Transport auftrennen in MAglev und herkömmlichen Transport.
Kaum vorstellbar, dass über größere Steigungen Brückenbauwerke, über die dann auch noch Hochgeschwindigkeitszüge brettern sollen, einen Kostenvorteil bringen sollten. Irgendwo müssen Sie ja die Pfeiler für den Langstator verankern, das sind gewaltige Brückenbauwerke. nd hügelige Landschaften sind nun nicht bekannt für unkompliziertes und vor allem billiges Bauen. Zudem: Wenn schon auf der flachen Strecke B-HH die Trassenkosten zu hoch waren, werden sie z.B. durch die Rhön, geschweige denn transalpin, wohl nicht niedriger sein.

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g_bec 09.07.2018, 16:12
93. Hui.

Zitat von NauMax
Der Trend geht zum Flughafen weitab vom Stadtzentrum - und für die Entfernung ist eine gewöhnliche Nahverkehrsbahn oftmals schon eher zu langsam. Gerade bei einer Expressverbindung ins Stadtzentrum würde sich eine Hochgeschwindigkeitsanbindung da schon lohnen.
Hui. Mit 300 Sachen durch eine bebaute Innenstadt;-) Klingt irgendwie nicht so toll für die Anwohner. Und die Schneise für die Brücke müsste ja auch erstmal geschlagen werden. Gut, vielleicht über den Häusern. Aber dagegen hätten die Anwohner "unter der Brücke" wohl auch etwas.

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g_bec 09.07.2018, 16:14
94. Sicher.

Zitat von willibaldus
Wär bestimmt ne tolle Sache in SanFranzisko und Umgebung. Als Ersatz für die Cable cars. Unschlagbar bei den krassen Steigungen, kein bimmeln und kreischen der Schienen. Eines Silicon Valley würdig.
Klar doch. Vor allem weil Baugrund, auf dem Sie dann die Pfeiler vor allem auch erdbebensicher gründen können, ja so billig in SF ist. Und solche Pfeiler ja nun so gut wie keinen Platz brauchen.

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Achmuth_I 09.07.2018, 16:20
95.

Zitat von moistvonlipwik
Irrtum. Es waren die Betriebswirte: die legen nämlich Wert auf einen return of investment.
Irrtum Ihrerseits - das sind nicht Betriebswirte sondern Kaufleute. Die zahlen das nämlich aus der eigenen Tasche.

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bötzow33 09.07.2018, 16:30
96. Politischer Flop dank linksgrüner Besserwisserei

Die Magnetbahnschwebetechnik ist phänomenal und der Probezug im Emsland fuhr auch so. Bei einem zukunftsträchtigen Milliardenprojekt wie diesem in der letzten Konsequenz auf eine Streckensicherung bspw. nach dem Blocksystem zu verzichten, was letztlich zu dem verheerenden Betriebsunfall geführt hat, versetzte dem System den entscheidenden Todesstoss. Zuvor haben die technikfeindlichen Grünen (Studienabbrecher, Sozialpädagogen oder gar Arbeitsverweigerer, die überall im Lande das Grosse Wort führen) und die feigen Politiker der übrigen Parteien das System Stück für Stück sterben lassen: Keine Referenzstrecke im Inland, kein Grossauftrag, kein Export. Und heute? Die ICE-Sparte an die Franzosen, die Waggonindustrie an die Kanadier verkauft, die Schienen- an die Österreicher und die Stahlproduktion an die Inder verhökert. BER wird nicht mehr fertig, der absolut überflüssig wäre, hätte man den Flughafen Leipzig mit einem Transrapid an den Berliner Hauptbahnhof angeschlossen. Und so driften wir immer weiter in das graue Mittelmasses im Weltmassstab, auch umweltpolitisch, denn der Hauptanteil des Güterverkehrs wird mehr denn je auf der Strasse abgewickelt, zum Klimakiller wird demagogisch jedoch der Diesel-PKW gemacht. Deutschland hat seit langem einfach keine (Verkehrs-)Strategie mehr. Doch wir haben endlich Bachelors & Masters statt Dipl-Ingenieuren und Kanzleramtsbeamte als Bahnchefs..

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INGXXL 09.07.2018, 16:31
97. Manche Entwicklungen erweisen

sich später als Fehler. War mit dem Wankelmotor so, mit der Brennstoffzelle für breite Anwendungen usw. Das noch mal aufwärmen bringt nichts. Dann kann man lieber Seilbahnen bauen. Gab darüber mal einen Artikel im Spiegel. Link habe ich leider nicht.

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99koelsch 09.07.2018, 16:34
98. Eigentlich....

..... müsste jeden noch so technologiefeindlichen Zeitgenossen bedenklich stimmen, dass das Bahn-Land Nr.1 auf diesem Planeten, Japan, gerade die Infrastruktur für genau ein solches Verkehrssystem schafft! Stattdessen wird echte Ingenieurskunst in unserer zunehmend verblödenden Bananenrepublik totdiskutiert bevor sich überhaupt jemand mit den Fakten auseinander setzen wollte. Erbärmlich.

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g_bec 09.07.2018, 16:53
99. Verdacht.

Zitat von 99koelsch
..... müsste jeden noch so technologiefeindlichen Zeitgenossen bedenklich stimmen, dass das Bahn-Land Nr.1 auf diesem Planeten, Japan, gerade die Infrastruktur für genau ein solches Verkehrssystem schafft! Stattdessen wird echte Ingenieurskunst in unserer zunehmend verblödenden Bananenrepublik totdiskutiert bevor sich überhaupt jemand mit den Fakten auseinander setzen wollte. Erbärmlich.
Ich hege den Verdacht, dass sich die Verantwortlichen seinerzeit ziemlich genau mit den Fakten auseinandergesetzt haben und zum Schluss gekommen sind, dass nicht jedes vermeintlich innovative Kunststück der Ingenieure umsetzenswert ist. Was hilft's, wenn man in Schönheit stirbt (bzw. draufzahlt). B-Noten werden in der Geschäftswelt eher selten verteilt. Selbst die Kommunisten in China, denen man ja gerne Unwirtschaftlichkeit unterstellt, scheinen nämlich zu anderen Schlüssen als Sie bezüglich der "Ingenieurskunst" gekommen zu sein.

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