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Maklercourtage: Immobilienkäufer sollen um bis zu drei Milliarden Euro entlastet werd
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Geht es nach SPD-Justizministerin Barley, sollen die Verkäufer von Immobilien die Maklergebühr vollständig selbst zahlen. Die Käufer würde das entlasten, die Union reagiert verstimmt.

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dasGyros 25.02.2019, 13:50
1. Alles schön und gut..

.. aber wer verhindert, dass die Maklergebühren nicht einfach auf den Kaufpreis aufgeschlagen werden?
Dann wird die Immobilie halt einfach 3,57% teurer angeboten und schon hat sich die ganze Idee in Luft aufgelöst.
Angebot und Nachfrage ....

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Crom 25.02.2019, 13:51
2.

Am Ende zählt die Gesamtsumme. Wenn natürlich dann der offizielle Kaufpreis höher ist, weil der Verkäufer die Provision einpreist, dann freut sich natürlich der Staat, kann er doch mehr Grunderwerbssteuer abknöpfen.

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nixproblem 25.02.2019, 13:53
3. Populistische Scheinlösung

Die Problematik bei den Maklerkosten lässt sich nicht durch dirigistische Eingriffe lösen. Solange Immobilien/Mietwohnungen Mangelware sind, können die Maklerkosten vom Verkäufer/Vermieter locker durch Aufschlag auf den Kaufpreis bzw. die Miete "refinanziert" werden. Der Gesetzentwurf von Frau Barley ist deshalb eine unbrauchbare populistische Scheinlösung.

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skeptiker-today 25.02.2019, 13:54
4. Abschaffen

Die ganze Maklergilde wird nicht mehr benötigt - das kann eine Webseite genauso gut wenn nicht sogar besser. Und die Gebühren sind sittenwidrig - oder was für eine "Leistung" wird denn erbracht für knapp 7% (!!)?

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chris_stuggi 25.02.2019, 13:54
5. Hervorragender Entwurf

Als jemand der vor kurzem in einem Ballungsgebiet ein Haus gekauft hat und dabei einen mittleren fünfstelligen Betrag an einen Makler bezahlt hat, kann ich diesen Gesetzesentwurf nur begrüßen. 4,5 Prozentpunkte für drei PowerPoint Folien und eine vorzogt Besichtigung ist mehr als überteuert. Als Käufer hat man bei der aktuell herrschenden Lage quasi keine Chance zu verhandeln. Außerdem hat schließlich der Verkäufer den Nutzen, das alles für ihn erledigt wird. Die Kommentierungen der weiß-blauen Freunde aus dem Innenministeriumzeigen ganz klar, für wen hier Politik gemacht wird.

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prophet46 25.02.2019, 13:54
6. Klientelpolitik auf Kosten anderer

Die SPD ist Mal wieder grosszügig auf Kosten der Wohnungseigentümer. Es wäre schön gewesen wenn man ein Gesetz machen würde, die die Grunderwerbsteuer auf z.B. 2,5 1% beschränken würde. Da wäre den Käufern mehr geholfen. Aber nein, dass ginge ja zu Lasten des gierigen Staates. Barley, du machst nur Mist.Setzen, 6.

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dirmak 25.02.2019, 13:55
7. Nette Idee, aber...

Wir haben einen Verkäufermarkt. Bei den knappen Angebot werden die Kosten einfach auf die Immobilie aufgeschlagen - irgendwer wird schon zahlen. Einziger Vorteil, inkludierte Kosten kann man leichter finanzieren. Eine andere Sache wäre es, hätten wir einen Käufermarkt, dann würden Verkäufer preislich konkurrieren und die Kosten für den Makler wären evtl. nicht so einfach weiterzureichen. Aber an dem Punkt ist die Immobilienkrise eh schon vorbei. Also was hilft: Mehr bauen, mehr unausweichliche Nebenkosten senken. Steuern und Notar...

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riomaster181 25.02.2019, 13:56
8. Mathe Leistungskurs

Also die Makler sollen danach 660 - 750 Mio. € weniger verdienen, und die Käufer bis zu 3 Mrd. € sparen. So weit so schön. Nur, zu wessen Lasten gehen denn die rd. 2,25 Mrd. € Differenz? Und warum soll überhaupt eine Immobilie dadurch billiger werden, da die Verkäufer dann die Maklerkosten einfach auf den "Netto"-Kaufpreis draufschlagen würden?

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stillermitleser 25.02.2019, 13:57
9. Keine schlechte Nachricht für Verkäufer

Ein solches Gesetz hätte unschwer erkennbar preistreibende Wirkung. Private Verkäufer, die gewillt sind, in Eigenregie zu verkaufen, dürfen sich über einen Zusatzgewinn in Höhe der eingepreisten Maklerprovision freuen, der nach Ablauf der Spekulationsfrist von 10 Jahren sogar noch steuerfrei ist. Gewerbliche Verkäufer vermarkten häufig ohnehin mit eigenen Mitarbeitern, d.h. auch diesen winkt ein Zusatzgewinn. Klare Verlierer in der Rechnung: Die Maklerbranche und Kaufinteressenten.

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