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Maklercourtage: Immobilienkäufer sollen um bis zu drei Milliarden Euro entlastet werd
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Geht es nach SPD-Justizministerin Barley, sollen die Verkäufer von Immobilien die Maklergebühr vollständig selbst zahlen. Die Käufer würde das entlasten, die Union reagiert verstimmt.

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mintie 25.02.2019, 13:57
10. Überfällig

Ich hoffe, Frau Barley setzt sich durch.

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Muta 25.02.2019, 13:59
11. Anlernberuf mit exorbitanten Stundenlöhnen.

Wer schoneinmal den Makler bezahlt hat, weiss, das dieser völlig überzogene Rechnungen stellt.
Für sagen wir einmal 350.000€ bezahlt der Käufer 23.000€ Gebühr. Was bitteschön bekommt dieser hierfür?
Beispielhaft z.B. Wertgutachten inkl Energieausweis: ca 5000€ , Anzeigen in Print und Online 1000€, Besichtigungstermin und Ortstermine 30Std! je 100€.= 3000€ Beschaffung von Unterlagen 500€, Büroumlage 1000€, Notarabsprache Schriftverkehr etc. 500€. Macht in Summe 14.000€! Wofür ist der Rest?
Ich kann ja leider auch nichts dafür das 30 Maklerbüros in der Stadt leider nur x Aufträge im Monat bekommen und der Kuchen geteilt wird, das ist der einzige Grund für die überzogenen Gebühren.
Und das schlimmtst ist, das der Makler kein Gewährleistungspflicht bei schlechter Beratung leisten muss. Weder für Verkäufer noch für den Käufer. Oder versuchen Sie mal den Makler ein Gesprächsprotokoll bei der Besichtigung unterschreiben zu lassen.

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schallmauer 25.02.2019, 13:59
12. Ist doch super

Jetzt muss ich beim Immobilienkauf die beiden Beträge nicht mehr addieren. Frau Dr. Barlay sollte mal in einem Ballungsraum eine Immobilie kaufen. Wegen zu hohem Andrang z.B. 10 Anfragen pro Minute sind diese Objekte teilweise in einer halben Stunde wieder aus dem Netz verschwunden. Na dann viel Freude bei der Durchsetzung. Schade ums Papier.

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killertomate 25.02.2019, 13:59
13. Auf Makler verzichten

Wer heute zwischen drei und fünf Prozent des Immobilienpreises frewillig an einen Makler bezahlt, sollte auf seiner Burg sitzen bleiben. Selbst wenn der Verkäufer den Makler bezahlen sollte, wären dessen Kosten doch eingepreist. Eine Deckelung der Maklercourtage auf 1,5% bis 2,5% des Immobilienpreises, bei Verkauf an Privatleute wäre weitaus hilfreicher. Wir haben bisher alle Immobilien bewusst ohne Makler verkauft / gekauft. Das ging völlig problemlos.

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spon-facebook-10000403839 25.02.2019, 14:01
14. Finde ich gut!

Makler bekommen einen unangemessenen hohen Anteil am Kauf einer Immobilie. Zusätzlich beauftrage nicht ich den Makler, sondern der Verkäufer - oft aus Bequemlichkeit und Unwissen oder auch Angst.
Dabei wäre es von Vorteil für alle, wenn man gänzlich auf diese Klientel verzichten würde. In Zeiten der DIgitalisierung ist diese Menschenklasse sowieso überflüssig geworden und ein Relikt aus alten Zeiten.

Ich bezweifel, dass die Maklercourtage auf die Kaufpreise draufgezahlt wird. Es werden vermehrt Immobilien privat ohne Makler verkauft werden - und das ist gut so. Zusätzlich darf die Maklercourtage nicht mehr in Beziehung zum Verkaufspreis gesetzt werden. 15.000€ oder mehr für ein paar Stunden arbeit ist einfach unverhältnismäßig. Das zahle ich für einen Ingenieur in 2 Monaten Auftragsarbeit in Vollzeit.

Ich verstehe sowieso nicht, warum die Leute sich so eine Summe entgehen lassen. Wenn ich selber verkaufe, kann ich mir diese 5-7% in die eigene Tasche stecken. Das wären mir die paar Besichtigungstermine und Überprüfen deren Bonität allemal wert.

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von_oz 25.02.2019, 14:01
15. Bringt was

Das Gesetzt könte sehr wohl etwas bringen, nämlich dann, wenn genau das passiert, was auch bei der Suche nach Mietern geschehen ist: Die Vermieter beauftragen nicht aus einer Laune heraus mal schnell einen Makler, sondern nehmen die Suche wieder selbst in die Hand. So wie vor dem Immobilienboom, als das in den meisten Fällen noch ganz problemlos ohne einen abkassierenden Zwischenhändler ging.

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phillip_kohstall 25.02.2019, 14:01
16. Vorschlag von Frau Barley ist kontraproduktiver Politaktionismus

Die von Frau Barley vorgeschlagene Übertragung des Bestellprinzip für die Maklercourtage bei Kauf/Verkauf von Immobilien ist aus meiner Sicht reiner Politaktionismus, der sogar kontraproduktiv ist:
•Aktuell haben wir einen Verkäufermarkt in weitesten Teil der Republik bei Immobilienverkäufen. Der Verkäufer kann seine Preisvorstellungen einfach durchdrücken! Daher ist es bei Umsetzung des Bestellprinzips ein Leichtes für den Verkäufer, die Maklercourtage in den Preis reinzurechnen und so an den Käufer weiter zu geben. Dabei gibt es allerdings mehrere Gewinner:
oDie Länderfinanzminister, da sehr wahrscheinlich die Einnahmen an Grunderwerbssteuer steigen werden.
oDie Länderjustizminster, da die Gebühreneinnahmen der Gerichte für die erforderlichen Grundbucheintragungen auf Grund der höheren Gegenstandeswerte steigen werden.
oDie Notare, da diese aus gleichem Grund wie die Gerichte höhere Rechnungen für ihre Leistungen stellen können.
Zusammenfassend: Diese Änderung wirkt in der aktuellen Situation kostentreibend.
•Andererseits: In einem Käufermarkt bin ich als Käufer in der Lage, in Verhandlungen mit dem Verkäufer die Grunderwerbssteuer direkt oder indirekt wegzuverhandeln. Sollte sich ein Käufer dieses nicht trauen, sollte er das Thema Immobilienkauf gleich ganz lassen.

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stefan.martens.75 25.02.2019, 14:01
17. Makler

Da stellt sich dann die Frage, ob es ein sinnvoller Beruf ist, der einen echten Mehrwert bietet im Wettbewerb.
Oder ist es nur ein aus Bequemlichkeit zwischengeschalteter Berufsstand, der davon lebt, das er Dienstleistungen verkaufen kann die dritte bezahlen müssen.

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skeptikerjörg 25.02.2019, 14:02
18. Gute Idee?

Hört sich im ersten Moment gut an, aber ist es auch gut und erfolgversprechend? Naheliegend ist doch, dass der potenzielle Verkäufer die Maklergebühren auf den Kaufpreis aufschlagen wird, denn er hat doch von vorn herein eine Vorstellung, wieviel der Verkauf einbringen soll. In vielen Ländern ist es so, dass Verkäufer und Käufer, Vermieter und Mieter je die Hälfte der Maklergebühren zahlen - erscheint mir realistischer.

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audaxaudax 25.02.2019, 14:02
19. Die Grunderwerbsteuer

ist 3 mal so hoch wie die Maklergebüren. Da kann doch die Justuizministerin dran arbeiten. Typischer Fall von "haltet den Dieb" Geschrei. Immer sind die anderen Schuld.

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