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Maklercourtage: Immobilienkäufer sollen um bis zu drei Milliarden Euro entlastet werd
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Geht es nach SPD-Justizministerin Barley, sollen die Verkäufer von Immobilien die Maklergebühr vollständig selbst zahlen. Die Käufer würde das entlasten, die Union reagiert verstimmt.

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uhu_13 25.02.2019, 14:16
30. Voellig richtig

Wer bestellt bezahlt.
Klar wird es auf die Kaufsumme aufgeschlagen, nur wenn der Verkaufer beauftragt und bezahlt wird er ein viel kleineres Honorar verhandeln.
D.h. Markler bekommen viel weniger und endlich nur das, was Ihre Leistung wert ist.
Derzeit ist es unkontollierte Bereichung auf Kosten 3ter.

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keksguru 25.02.2019, 14:16
31. konstante Menge an Arbeit, variable Menge an Geld

ich finde das ohnehin ungerechtfertigt, hier einfach einen - dann noch variablen - Prozentsatz zu verwenden. Mit welcher Begründung zahle ich in der würtembergischen Provinz 3,75% auf die dort ohenhin sehr günstigen Immobilien und in Berlin 7%? Ich weiß wie die arbeiten, und die Arbeit für ein Hausverkauf ist mehr oder weniger konstant... die Preise werden sich sehr viel stärker am Aufwand orientieren, denn ein einfaches Prozentesystem wird es dann so nicht mehr geben. Das ist auch jetzt bei Vermakelung von Mietswohnungen schon so.

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Leberwurstbrot 25.02.2019, 14:17
32. @CDU: nennt bitte nur einen guten Grund....

...warum der Käufer die Maklerkosten zu tragen hat?
Ich selbst habe ein Haus ohne Beauftragung eines Maklers verkauft und weiß, dass es für den Verkäufer durchaus Arbeit darstellt. Aber wieso soll denn der Käufer bitte dafür den Makler bezahlen? Nicht nur, dass die Leistung für jemand anderes erbracht wird (eben für den Verkäufer). Schlimmer ist, dass der Makler auch fast alleine die Interessen des Verkäufers vertritt, zu Lasten der Personen die Ihnen eigentlich bezahlen. Das ist wie den Anwalt einer Gegenpartei bezahlen dürfen.

Inzwischen ist die Maklerei bei Immobilienverkäufen nur noch reine Abzocke. Makler stehen bei den Verkäufern Schlange und bewerben sich um das die exklusive Vermittlung, wissentlich dass Sie mit einen Auftrag quasi schon das Geld in der Tasche haben. Und Geld bedeutet dann 20.000 oder mehr für eine einfache Wohnung in einer Stadt. Der Erste der bei einer Besichtigung den angebotenen Preis bereit ist zu bezahlen, der erhält den Zuschlag. Möglichst wenig Arbeit >> Viel Gewinn.

Schlimm finde ich, dass die Parteien, die angeblich für die freie Marktwirtschaft eintreten, vor allen die Interessen der Klientel vertreten, welche eine freie Marktwirtschaft verteufeln. Dazu gehören auch die Makler. Ist eben schön die prozentuale Provison zu kassieren und viel leichter als für seine Arbeit einen marktüblichen Lohn zu fordern. Das Einzige was damit gefördert wird, ist dafür Spekulation, Vetternwirtschaft und Bestechung.

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ottjen_alldach 25.02.2019, 14:18
33. sinnlos

Die Courtage wird dann auf den Kaufpreis draufgeschlagen, vielleicht dann noch 1 % drauf, nützt also nichts, sondern eher im Gegenteil. Eine Begrenzung, der Courtage wäre sinnvoller, davon hätten Verkäufer und Käufer etwas.

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missourians 25.02.2019, 14:19
34.

Zitat von skeptiker-today
Die ganze Maklergilde wird nicht mehr benötigt - das kann eine Webseite genauso gut wenn nicht sogar besser. Und die Gebühren sind sittenwidrig - oder was für eine "Leistung" wird denn erbracht für knapp 7% (!!)?
...bei einem Verkaufswert von 500.000 €, heute für ein Haus nicht mehr sehr viel, sind das 35.000 €. 1-2 Häuser verkauft, hat man, was Andere im ganzen Jahr verdienen! Ob beim Verkauf auch soviel Aufwand dahinter steckt, wie ein Gärtner ein Jahr lang hart erarbeiten muss?

Ich sehe es auch so, in der heutigen digitalen Welt, benötigt man keine Makler mehr.

Aber abgesehen davon, ist doch eigentlich logisch, dass wer den Makler beauftrag, diesen auch bezahlt! Ob es nachher auf den Kaufpreis darauf geschlagen wird ist ein anderes Thema! Wieso soll ich als Käufer zahlen, was ich nicht beauftrag habe. Der Makler entlastet den Verkäufer nd bietet ihm Service, nicht dem Käufer, indem er für ihn das Haus anbietet und Verkauft, also zahlt er auch die Serviceleistung! Wieso soll das der Käufer machen, der vielleicht gerner ohne Makler das Haus für viel weniger Geld gekauft hätte.

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JohannesMayborg 25.02.2019, 14:19
35. Das Ausland macht es erfolgreich vor

Nein, die Maklergebühr wird nicht 1zu1 auf den Verkaufspreis aufgeschlagen.
a) zeigen das entsprechende Studien
b) sieht man das in den Niederlande und UK. Dort zahlt man für den Makler unter 2%.
Warum ist das so? Das nennt man Marktwirtschaft. Heute interessiert sich der Verkäufer nicht für die Kosten, nur für die Leistung des Maklers. Durch das Bestellerprinzip kommt erst eine Preis/Leistungsbetrachtung ins Spiel.

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moev 25.02.2019, 14:20
36.

Und wo sollen Sinn und Wirkung des Gesetzes herkommen? Kommt dann eine "Verkaufspreisbremse" auf Basis des örtlichen Verkaufspreisspiegel?

Ansonsten macht man den Verkaufspreis halt einfach um die Maklergebühr teurer.

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Patenting 25.02.2019, 14:20
37. Falsch !

Der Eigentümer fängt an zu überlegen, ob überhaupt und wenn ja, welcher Makler beauftragt wird. Oft verlangt der Makler übrigens von Käufer und Verkäufer eine Provision. Auch insoweit wäre endlich klar, was im Endpreis steckt!

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catcargerry 25.02.2019, 14:21
38. Tricky oder fishy?

Das einzige Ergebnis wird sein, dass die Courtage in den Verkaufspreis einbezogen wird und so die Grunderwerbsteuer erhöht. Das ist vielleicht sogar gewollt. Es wird also nicht billiger, sondern tendenziell teurer für den Käufer. Das muss man vor den Hintergrund sehen, dass vor Jahren die Grunderwerbsteuer von 7% mit vielen Ausnahmen aufkommensneutral (!) auf 2% unter Streichung der Ausnahmen gesenkt wurde. In vielen Bundesländern ist sie - bei Ausweitung der Tatbestände - inzwischen schon wieder bei schamlosen 6,5%. Die Maklercourtagen, für die es ja eine Gegenleistung gibt, wie immer man sie bewertet, waren in der Zeit nicht halb so dynamisch.

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mantrid 25.02.2019, 14:21
39. Senkt die Grundferwerbssteuer!

Die SPD ist immer sehr groß darin, Wohltaten zu Lasten Dritter zu vergeben. Dabei waren es vorrangig SPD-(mit)-regierte Länder, die käftig an der Steuerschrauber gedreht haben. Bei jeden Eigentümerwechsel kassieren die Länder kräftig ab und natürlich nur bei den Käufern. Gegenfinanzieren sollen das jetzt die Makler. Ein ganz schlechter Scherz. Besser wäre eine Grunderwerbsteuerbefreiung bei Erwerb von selbstgentutzen Wohnraum mit Bindungfrist (10 Jahre?) und Härtefallregelung, wenn z.B. jemand wegen Krankheit, Todesfall, Arbeitsplatz oder ALG II, vorher verkaufen muss.

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