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Maklercourtage: Immobilienkäufer sollen um bis zu drei Milliarden Euro entlastet werd
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Geht es nach SPD-Justizministerin Barley, sollen die Verkäufer von Immobilien die Maklergebühr vollständig selbst zahlen. Die Käufer würde das entlasten, die Union reagiert verstimmt.

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mikelinden 25.02.2019, 14:36
60.

Zitat von Gedankenspiele
Ich kenne mich damit nicht aus und verdiene eh viel zu wenig um darüber nachzudenken aber ich frage mich ob sich das überhaupt auswirken wird oder ob über dieses Thema mal wieder viel zu viel Zeit für andere Dinge verschwendet wird. Werden die Verkäufer die Maklergebühr dann nicht einfach durch eine Erhöhung des Verkaufspreises weiterhin dem Käufer zukommen lassen? Wo bleibt da dann für wen der Mehrwert, bzw. Verlust, das es sich lohnt darüber endlos und erbittert zu diskutieren? Anstatt die Zeit sinnvoller zu nutzen ... Da bin ich wenn vielleicht auch aus anderen Gründen doch ausnahmsweise mal auf Seiten der CDU. Verrückt!
Der Käufer zahlt heute schon, zumindest bei vielen Neubauprojekten bzw. sanierten Altbauten, den Vertrieb mit. Sanierer bzw. Projektionierer planen mit bis zu 10% Vertriebskosten, darüber wird es sittenwidrig. Im Kaufpreis bereits enthalten, im Prospekt dann werbewirksam "Ohne Maklergebühr". Hier bringt der Vorschlag, die Maklergebühren dem Besteller zuzurechnen, gerade mal nichts.

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ADie 25.02.2019, 14:36
61. Das funktioniert anders...

Zitat von dasGyros
.. aber wer verhindert, dass die Maklergebühren nicht einfach auf den Kaufpreis aufgeschlagen werden?
Das kann niemand verhindern - aber der Auftraggeber hat ein direktes Interesse daran, dass dei Maklergebühren möglichst gering sind, denn je weniger er für den Makler zahlen muss, umso mehr bleibt ihm selbst übrig. Heute kann ihm das egal sein, denn es zahlt ja sowieso der Käufer.

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Hans-Dampf 25.02.2019, 14:37
62.

Zitat von uhu_13
Wer bestellt bezahlt. Klar wird es auf die Kaufsumme aufgeschlagen, nur wenn der Verkaufer beauftragt und bezahlt wird er ein viel kleineres Honorar verhandeln. D.h. Markler bekommen viel weniger und endlich nur das, was Ihre Leistung wert ist. Derzeit ist es unkontollierte Bereichung auf Kosten 3ter.
Dann benennen Sie auch mal den Profiteur dieses Unterfangens: die Kommunen bzw. Bundesländer sowie Notare, die dank eines höheren Kaufpreises so mehr Geld eintreiben können: Grunderwerbsteuer und Notar & Grundbucheintrag - diese sind abhängig vom Kaufpreis.
Als ob jemand seine Habe für 300.000 EUR verkaufen könnte und sich dann die 10.710 EUR vom Käufer nicht wieder holen würde... Dann würde besagte Immobilie eben für mehr Geld angeboten.

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Chico73 25.02.2019, 14:37
63.

Zitat von Gedankenspiele
.... Werden die Verkäufer die Maklergebühr dann nicht einfach durch eine Erhöhung des Verkaufspreises weiterhin dem Käufer zukommen lassen? Wo bleibt da dann für wen der Mehrwert, bzw. Verlust, das es sich lohnt darüber endlos und erbittert zu diskutieren?...
Immerhin erhöht sich dann die Bemessungsgrundlage der Grunderwerbssteuer noch einmal, führt also zu höheren Staatseinnahmen... Ein Schelm...

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Kapustka 25.02.2019, 14:37
64. Ein Beispiel

Ich habe eine Wohnung an einen Bundestagsabgeordneten verkauft. Bei den Schlussverhandlungen wurde die Maklerprovision halbiert. Weder Käufer noch Verkäufer haben ein Interesse, den Makler reich zu machen. Das ist schon heute so. Die „Einsparungen“ von Frau Barley sind ein Phantom. Weil Frau Barley von Ökonomie etwa so viel Ahnung hat, wie Frau Nahles.

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Sibylle1969 25.02.2019, 14:41
65.

Richtig so. Es ist nicht einzusehen, warum der Käufer eine aberwitzige Summe zahlen muss für eine Dienstleistung, die für den Käufer wenig bis keinen Mehrwert darstellt. Bei 5,95% vom Kaufpreis (das ist der in Frankfurt übliche Satz) kommen schnell 20.000 bis 30.000 Euro zusammen, die man zusätzlich als Eigenkapital braucht. Da der Makler für seinen Auftraggeber tätig wird und in dessen Interesse handelt (möglichst hohen Kaufpreis erzielen), sollte der Auftraggeber auch zahlen. Jetzt noch die Grunderwerbsteuer deutlich runter, und wir sind von den absurd hohen Kaufnebenkosten runter, die die Eigenkapitalanforderungen für viele in unerreichbare Höhen getrieben wird.

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einuntoter 25.02.2019, 14:43
66. Nein

Zitat von matthiasdaun
Der Verkäufer erhöht einfach den Preis, dadurch hat der Staat also höhere Einnahmen in der Grunderwerbssteuer,
"Der Staat" hat dadurch keine höheren Einnahmen, da die Grunderwerbsteuer vom Bundesland erhoben wird.

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isi723 25.02.2019, 14:44
67. Wer braucht einen Makler?

in vielen Fällen, vielleicht in den meisten, braucht man beim Immobilienverkauf keinen Makler. Das sollte mal publik gemacht werden. Wenn man den Wert der Immobilie kennt, oder weiß was man haben möchte, dann sucht man sich einen Käufer z.B. über die bekannten Plattformen und den Vertrag und ggf. auch die Zahlungsabwicklung erledigt der Notar, der nach einem Gebürensatz arbeitet und an dem man beim Immobilienkauf eh nicht vorbei kommt. Und schon haben Käufer und Verkäufer viel Geld gespart.

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ADie 25.02.2019, 14:44
68. Öhm, nö

Zitat von audaxaudax
ist 3 mal so hoch wie die Maklergebüren.
Nein. Laut Wikipedia beträgt die Grunderwerbssteuer zwischen 3,5% und 6,5%. Für die Maklercourtage muss man zwschen 3,5% und 7% rechnen (http://www.hausbaukosten.net/baunebenkosten/grunderwerb-makler/).

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wiescheid 25.02.2019, 14:45
69. Interessante Kommentare hier...

Ja, in der aktuellen Marktlage glaube ich auch, dass die Preise etwas steigen könnten, mein Gefühl sagt mir aber geringer als die Höhe der Makler-Courtage. Aber egal, was mir wichtiger ist, ist das Grundverständnis, dass derjenige den Spaß bezahlt, der ihn bestellt. Natürlich wird das eingepreist, jeder preist seinen Vertriebsweg mit ein, aber dadurch muss der Verkäufer auch erstmalig überlegen, ob die Dienstleistung auch den Preis wert ist. Er könnte ja auch zum selben Preis verkaufen. Das dürfte die Höhe der Makler-Courtage meines Erachtens mittelfristig reduzieren. Aber nur meine Theorie. Wir haben übrigens vor knapp drei Jahren nach einigen Erfahrungen bewusst und gezielt nach Angeboten ohne Makler gesucht und auch gefunden. Ging bei dem Preisniveau und der extrem schlechten Leistung (Großraum Düsseldorf) neben dem Geld dann auch ein bisschen ums Prinzip.

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