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Manager-Mauscheleien bei der Bahn: Ermittler stellen zahlreiche Verstöße fest
DPA

Die Deutsche Bahn hat zahlreiche Top-Manager mit Beraterverträgen versorgt - nachdem sie eigentlich ausgeschieden waren. Insgesamt flossen mehrere Millionen Euro ohne Wissen des Aufsichtsrats.

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David Sindt 11.09.2019, 14:38
1. Zurück an den Staat

Seit die Bahn privatisiert und zur AG wurde geht es nur noch bergab. Die Infrastruktur wurde vernachlässigt, Strecken stillgelegt und Personal wurde abgebaut, sodass die Bahn momentan in jeder Hinsicht über dem Limit agiert. Es wurde ausschliesslich im Sinne der Aktionäre und der Autolobby gewirschaftet. Bei einem Mehraufkommen von Fahrgästen droht der Kollaps. Auch wird es langfristig nicht möglich sein Güterverkehr von der Strasse auf die Schiene zu bekommen weil das Streckennetz durch Missmanagement kaputtgespart wurde und viel zu wenig Personal ausgebildet und rekrutiert wurde. Die Bahn muss wieder verstaatlicht werden damit sie wieder zu dem wird wozu sie bestimmt ist. Ein klimafreundliches, komfortables und zuverlässliches Transportmittel für das Volk und Güter.

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thomas_rettenmund 11.09.2019, 15:02
2. Diese Unternehmen sind fast nicht zu führen...

Einerseits sind bei ca. 300'000 Mitarbeitern kaum mehr wirkungsvolle Kontrollen machbar. Zudem ist der DB-Konzern in zahlreiche Sub-Unternehmen aufgeteilt. Alle mit eigenem Management, eigenen Kontroll- und Compliance-Organen ausgestattet. Das wirklich Störrende daran ist aber, dass die Leute dort fast ausschliesslich durch die Politik nominiert werden. Kaum finden sich da Fachleute, die "mit dem Schienenfett" vertaut sind.
Es ist richtig, da wäre die Schweizerische SBB ein Modell. Die SBB "darf" z.B. nur im Fernverkehr Gewinne erwirtschaften. Die dürfen nicht ausgeschüttet, sondern müssen reinvestiert werden. Der Regionalverkehr muss seine Leistungen zu Selbstkosten den Nachfrage anbieten.

Solche Unternehmen müssen dem Staat gehören und auch durch das Ministerium Verkehr scharf kontrolliert werden ausgestattet mit einem Dienstleistungsauftrag im öffentlichen Interesse.

Nur, da findet man wiederum dieselbe Misere, auch im BM Verkehr sind Polit-Karrieristen am Werk, die später dann natürlich in diese Unternehmen abwandern. Wieso sollen diese sich den Ast absägen, auf dem es sich so fürstlich unbeschwert leben lässt?

Eine grundlegende Reform kann nur durch massiven Druck vom Volk ausgehen. Das würde aber bedeuten, dass sich die Stimmbürger auch deutlich zu Wort melden. Nur die Faust im Sack machen hilft nichts.

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Thomas Gl. 11.09.2019, 15:16
3. Welche "Aktionäre"?

@ David Sint: Sämtliche Aktien der DB AG gehören dem deutschen Staat. Das war auch nie anders. Der ursprünglich beabsichtigte "Börsengang" (Verkauf eines Teils der Aktien an Anleger) wurde vor vielen Jahren abgeblasen.

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Freidenker10 11.09.2019, 15:33
4.

Die Gegenleistung dieser s.g. Berater würde mich wirklich mal brennend interessieren!

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Emderfriese 11.09.2019, 16:05
5. Taschen

Zitat von Thomas Gl.
@ David Sint: Sämtliche Aktien der DB AG gehören dem deutschen Staat. Das war auch nie anders. Der ursprünglich beabsichtigte "Börsengang" (Verkauf eines Teils der Aktien an Anleger) wurde vor vielen Jahren abgeblasen.
Nichtsdestotrotz soll die "Bahn AG" handeln wie ein privat organisiertes Unternehmen. Und dieses Handeln sieht vor, mit einem Unternehmen Gewinne zu machen - auf Kosten der Bundesbürger, die letztlich mit zu hohen Preisen und wenig Komfort abgespeist werden. Das Verbraten von Subventionen kommt noch dazu. Man sieht und liest ja, wo die Gelder bleiben, in privaten Taschen...

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v.kitter 11.09.2019, 16:23
6. Die Bahn ist doch nur die Spitze des Eisbergs in der Deutschland

Wo kommen denn die Spitzenleute der Bahn her und haben diese Selbstbedienungsmentalität mitgebracht? Das Management der Bahn und ihre Entscheider stellen einen repräsentativen Querschnitt der deutschen Wirtschaft dar: Daimler (Hr. Grube), Heidelberger Druck (Hr. Mehdorn), Mannesmann (Hr. Sack) etc. etc.

Wird Zeit, dass das Gebaren der Topmanager mal flächendeckend unter die Lupe genommen wird. Aus eigner Erfahrung kann ich sagen, dass das nur die Spitze des Eisbergs ist.

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blueeye2001 11.09.2019, 16:25
7.

Ob das wohl irgendwelche Konsequenzen für die Verantwortlichen nach sich ziehen wird?
Ich befürchte eher nicht.

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derhey 11.09.2019, 16:59
8. Und jetzt?

Wird sich was ändern? Müssen die "Berater" das Geld erstatten? Bundeswehr, Bahn - auch bei weiter unten angesiedelten Behörden in Ländern, Kreisen und Kommunen wird es nicht viel anders aussehen, z.B. Bauhörden mit Architekten- u. Gutachterausschüssen.

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schadland 11.09.2019, 17:07
9. Tut sie aber nicht...

Zitat von Emderfriese
Nichtsdestotrotz soll die "Bahn AG" handeln wie ein privat organisiertes Unternehmen. Und dieses Handeln sieht vor, mit einem Unternehmen Gewinne zu machen - auf Kosten der Bundesbürger, die letztlich mit zu hohen Preisen und wenig Komfort abgespeist werden. Das Verbraten von Subventionen kommt noch dazu. Man sieht und liest ja, wo die Gelder bleiben, in privaten Taschen...
Ich will jetzt nicht ernsthaft behaupten, dass die sich hier andeutenden Muster von Bereicherung in der freien Wirtschaft nicht vorkommen, aber in öffentlichen und Quasi-öffentlichen Strukturen ohne kontrollierenden Wettbewerb kommen sie sicher häufiger vor.
Die sogenannte Bahnreform wollte ursprünglich mal mehr Wettbewerb auf dem Schienenetz, mehr konkurrierende potenzielle Anbieter von Verkehrsleistungen auf einem "neutralen" Netz, wo der fährt und anbietet, der das wirtschaftlich und sicher am besten kann. Allein der Preisdruck verhindert (zugegeben, das ist ein Stück weit theoretisch) sollche Auswüchse wie bei unserer geliebten Staatsbahn im AG-Kleid.

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