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"Mangelhaft"-Bewertung: Ritter Sport erwirkt einstweilige Verfügung gegen Warentest
DPA

Es ist ein Etappensieg für Ritter Sport: Das Landgericht München hat der Stiftung Warentest die Behauptung verboten, der Schokoladenhersteller setze chemische Aromen ein. Die Tester hatten ein Produkt der Firma deswegen mit "mangelhaft" bewertet.

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kaiser-k 28.11.2013, 19:16
50. Untergangsszenario

Aus dem PR-Supergau wird nun ein Armageddon: der Shitstorm braut sich schon am Horizont zusammen. Das Geld für die Anwälte hatte Ritter Sport vielleicht besser in die Produktverbesserung und/oder Kommunikation gesteckt. So schlendert der Kunde nun am Schokoregal vorbei an den kleinen Quadratischen und die Konkurrenz freut sich genüsslich über den Zuschlag.

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u.loose 28.11.2013, 19:17
51. Offenbar beziehen Sie Ihre Kenntnisse

Zitat von günter1934
Ich weiss nicht, ob Sie was von Chemie verstehen. Lesen Sie mal folgendes Zitat: Da kann man auch letztendlich sagen, Erdöl ist ja auch ein Naturstoff, der anno dunnemals aus irgendwelchen Meeresbewohnern entstanden ist. So sind also alle aus Erdöl synthetisierten Stoffe "natürlich"!
aus irgendeiner Wiki Seite....

Warum glauben Sie, meidet die Dame von Warentest den Begriff "synthetisch" wie der Teufel das Weihwasser und schwurbelt lieber sehr seicht und unprofessionell mit "chemisch" rum.

Ich bleibe dabei - laut Aromenverordnung ist das von Ihnen beschriebene Verfahren geeignet die Vorgaben der EU zu erfüllen und somit dar das Endpodukt "natürlich" erlaubt. NUR darum geht es! Warentest hat der Schokolade bescheinigt nicht verkehrsfähig zu sein... Das ist ein extrem starkes Stück und dürfte einet Chemikerin nicht zustehen.

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Akuram 28.11.2013, 19:21
52. Nicht unabhängig!

Zitat von mathildesch.
Die Stiftung lebt von den Zinsen, des Betrages, den die Bundesregierung 1965 zur Verfügung gestellt hat. Ohne Möglichkeit der Einflussnahme der Bundesregierung. Die Zeitschriften der Stiftung enthalten - anders als 99,9 % der Zeitschriften - keine Werbung. Es ist eine maximale Unabhänigkeit gewährleistet. Die Prüfkriterien und Prüfverfahren sind maximal öffentlich und objektiv und dokumentiert. Glauben Sie mir: Ich lese die Zeitschrift seit 20 Jahren mit Gewinn. Die einzigen, die sich über die Stiftung beschweren sind die JEWEILS negativ bewerteten Produkthersteller. Niemand sonst. Das Gericht musste vorliegend in einem Schnellverfahren nur abwägen, wem der größere Schaden entsteht und hat wohl gesagt: Das Weihnachtsgeschäft ist nicht wiederholbar für Ritter Sport (da wird der Anwalt wohl hinreichend dramatisiert haben). Ob die Stiftung zu der Entscheidung überhaupt gehört wurde, ist nicht berichtet. Oft wird ohne Anhörung des Gegners so ein Schnellurteil erlassen. Es ist eben nur ein vorläufiges Urteil - zur Verhinderung akut drohender Schäden.
Ich empfehle Ihnen mal, meinen Beitrag, den Sie selbst zitiert haben, nochmals durchzulesen.
Wer sich über die eigene Auflage finanziert, also über den Verkauf der Zeitschrift und über das Onlinegeschäft mit Test.de, der ist natürlich nicht unabhängig. Die Zuschüsse vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz machen noch nicht mal 10% des Umsatzes aus.
Damit ist auch die SW ein ganz normales Unternehmen, dass sich um Gewinne und Verluste kümmern muss, weil es in keinster Weise staatlich abgesichert ist.

Und nur weil Sie diese Zeitschrift seit 20 Jahren begeistert lesen, bedeutet das auch nicht, das sie unabhängig oder gar jedes mal korrekt mit Ihren Urteilen wäre. Und es ist bekannt, dass sowohl Testverfahren undurchsichtig/nicht nachvollziehbar (weil Betriebsgeheimnis), als auch die Prüfkriterien vorher unbekannt sind.

Es muss außerdem natürlich einem Hersteller auch gestattet sein, sich gegen unrichtige Testurteile zur Wehr zu setzen. Hier immer gleich den Schuldigen beim Hersteller zu suchen ist eine typisch deutsche Reflexhandlung, weil man SW für ein goldenes Kalb hält, das ja nicht angetastet werden darf.

Es würde uns Bürgern ganz gut tun auch eine SW gelegentlich strenger zu hinterfragen und nicht alles für bare Münze zu nehmen, was die dortigen Angestellten so alles fabrizieren.

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osc 28.11.2013, 19:25
53. Eigentlich schon ein Schuldeingeständnis..

Naja, wenn man eine Garantieerklärung eines Zulieferers als Beweis vorschiebt, dann ist ja eigentlich schon alles klar. Eine vertrauenswürdige Maßnahme seitens Ritter Sport wäre gewesen, den Zulieferer zu verklagen und parallel noch weitere unabhängige Gutachten in Auftrag zu geben. Nun aber die Stiftung Warentest, die uns Verbraucher schützen will, mundtot zu machen, ist ja wirklich der Hammer. Dass das Gericht da auch noch mitmacht ist eigentlich ein Skandal. Gerade heute, wo so viel Schindluder mit Lebensmitteln und seinen verschleierten Zulieferern getrieben wird!

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nurmalso2011 28.11.2013, 19:27
54. also Sie glauben Ritter nicht,

Zitat von kaiser-k
Aus dem PR-Supergau wird nun ein Armageddon: der Shitstorm braut sich schon am Horizont zusammen. Das Geld für die Anwälte hatte Ritter Sport vielleicht besser in die Produktverbesserung und/oder Kommunikation gesteckt. So schlendert der Kunde nun am Schokoregal vorbei an den kleinen Quadratischen und die Konkurrenz freut sich genüsslich über den Zuschlag.
wenn diese sagen, dass sie auf die Bestätigung des Lieferanten vertraut haben ? Und wer sagt, dass Ritter nicht konsequent ist und intern nach Lösungen sucht ?

Ich esse seit Jahren fast keine Schokolade mehr. Aber jetzt so ein Theater zu machen obwohl man die Fakten nicht wirklich kennt, ist typisch deutscher Dummschwätzer.

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Vex 28.11.2013, 19:28
55. Aroma sollte nicht das Problem sein

Zitat von sysop
Es ist ein Etappensieg für Ritter Sport: Das Landgericht München hat der Stiftung Warentest die Behauptung verboten, der Schokoladenhersteller setze chemische Aromen ein. Die Tester hatten ein Produkt der Firma deswegen mit "mangelhaft" bewertet.
Da Ritter Sport Kakao aus der Elfenbeiküste verwendet der primär durch Kinderarbeit gewonnen wird (wobei die Kinder praktisch als Sklaven aus anderen Länders erntführt werden) sollte sich die Firma weniger sorgen um ihr "natürliches Aroma" machen. Stiftung Warentest hätte durchaus testen sollen wie viel Kinder- und Sklavenarbeit in den Produkten steckt da hätten einige mit ungenügend abgeschnitten (auch ritter Sport).

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Jasmin Kraft 28.11.2013, 19:29
56. Gut gemacht Rittersport!

Nur nicht klein beigeben. Ein selbsternanntes Gericht (Stiftung Warentest) braucht Widerstand, sonst glaubt es es wäre allmächtig. Ich mag übrigens gar keine Schokolade, mir geht es nur um das Prinzip.

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Knut1223 28.11.2013, 19:33
57. optional

Ich hab schon immer gewusst, mit Ritter sport ist im Geschmack was seltsam. Jetzt weiss man warum: die Aromastoffe sind kuenstlich hergestellt worden. Wenn auf der Verpackung aber steht, "natuerliche", dann ist das Betrug, jedenfalls Taeuschung, aus der Verbrauchersicht. Ich kaufe auch keine Rittersport jetzt mehr. Das sind doch Taeuscher, nur meine Meinung.

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schinkennatter 28.11.2013, 19:38
58. ritter

danke ritter, jetzt verzichte ich gerne. erwischt werden und dann rumzicken ist ja wie beim radsport-doping.

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Vex 28.11.2013, 19:38
59. nein ist es nicht

Zitat von u.loose
aus irgendeiner Wiki Seite.... Warum glauben Sie, meidet die Dame von Warentest den Begriff "synthetisch" wie der Teufel das Weihwasser und schwurbelt lieber sehr seicht und unprofessionell mit "chemisch" rum. Ich bleibe dabei - laut Aromenverordnung ist das von Ihnen beschriebene Verfahren geeignet die Vorgaben der EU zu erfüllen und somit dar das Endpodukt "natürlich" erlaubt. NUR darum geht es! Warentest hat der Schokolade bescheinigt nicht verkehrsfähig zu sein... Das ist ein extrem starkes Stück und dürfte einet Chemikerin nicht zustehen.
Natürlich heisst es das lediglich isoliert werden darf und nicht synthetisiert.
Also keine chemische Reaktion sodern lediglich eine Aufreinigung.
Die Frage ist immer wo die Fermentation einzuordnen ist für mich ist das auch keine natürlicher Stoff solange er nicht von natürlich vorkommenden Bakterien synthetisiert wird aber die sind ja alle kloniert und überexprimiert.

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