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Mangelnder Klimaschutz: Kommission versagt bei Verkehrswende
DPA

17 Stunden haben Umweltschützer und Industrievertreter um einen Kompromiss für mehr Klimaschutz im Verkehrssektor gerungen. Das Ergebnis ist äußerst dürftig.

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int_spiegel 26.03.2019, 07:49
1. Um einen Sumpf trockenzulegen, darf man nicht die Frösche fragen

Wenn man diejenigen, die für die Verschmutzung verantwortlich sind, und gut daran verdienen, mit in die Kommission nimmt, und sie alle wirklich wirksamen Lösungen verwässern und blockieren lässt, dann ist von vorne herein klar, dass da allerhöchstens ein weichgespülter, fauler Kompromiss heraus kommt.

Ich würde der Autoindustrie kein Mitspracherecht einräumen, sie haben ihre Glaubwürdigkeit sowieso schon lange verspielt.

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hermann_huber 26.03.2019, 07:49
2. schnicksnack

Endlich Ausbau der Bahn statt Vorstandsgehälter erhöhen und Fachfremde Investitionen.
dazu 90% Elektrifizierung des Bahnnetztes.

Ausbau der Wechselbrückenverladubg der Bahn anstatt deren Rückbau.

Dann noch die Miliarden für bescheuerte Gross Projekte wie Stuttgart 21 prqgmatisch umgewidmet für den normalen Streckenausbau und die Modernisierung.

Überdenken ob die Atomkraft nicht doch als Brückenzecnologoe sinnhafte ist als Braunkohle mit Landschaftszertörung und CO2 exprlpsion


Einspruchfristen und Möglichkeiten bei Infrastrukturprojekten einschränken damit nicht mit Kokolores Jahrzentelang blockiert werden kann.



Damit wäre viel mehr erreicht.

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Cailean 26.03.2019, 08:06
3. Der Kosten-Nutzen-Faktor ist beim Tempolimit unglaublich gut...

...denn so weiterzumachen wie bisher ist keine Lösung. Irgendwo müssen wir etwas ändern und die mögliche Einsparung von mind. 2-3 Miollionen (!) Tonnen CO2 halte ich für durchaus relevant. In unserer Familie versuchen wir, von den durchschnittlichen 11 Tonnen pro Kopf und Jahr möglichst viel zu sparen. Dies bedeutet zum Teil große Umstellungen und auch Einschränkungen im Vergleich zum bisherigen Augen-zu-Verhalten. Im Vergleich dazu ist ein Tempolimit eine wirklich kleine Beeinträchtigung des bisherigen Alltages, die man dieser Gesellschaft zumuten kann. Wenn die Autolobby die Politiker im Griff hat, eben über die Initiative von der Bevölkerung. Es gibt da gerade diese Petition von der ev. Kirche....

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tinnytim 26.03.2019, 08:07
4. Sieht so deutsche Wirtschaftspolitik aus?

War mit diesem Verkehrsministerium so nur zu erwarten.
Kein Mut, keine geistige Flexibilität, neue Wege zu gehen. EU-weite Kerosin-Steuer? Entwicklungsanregungen von Brennstoffzellen- oder Elektro-Bussen? Elektromobilität in der Landwirtschaft? Nichts, rein gar keine wirtschaftspolitischen Weichenstellungen. Die 10 Millionen E-Autos werden von ganz alleine kommen, wenn der Batterie-Preis weiter so sinkt, wie bisher. Dazu braucht man sich nicht wochenlang zusammensetzen.

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manni0815 26.03.2019, 08:13
5. Co-preis?

Wie will mann denn die Co-Emissionen senken , ohne Co2-Schleudern zu besteuern? Und wo ist das Tempolimit? Es muss doch jeder geahnt haben, dass wenn er ein großes Auto fährt, dies nicht mit Klimaschutz kompatibel sein kann. Also zur Kasse bitte. Dann ist auch genug Geld zum Umbau da. Um Arbeitsplätze muss man sich bei einem derartig umfangreichen Neugestaltung von Energieträgern und Energieverbrauchern keine Sorgen machen. Da gibt es mehr zu tun als viele denken.

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stollenreiter 26.03.2019, 08:14
6. Immer schön am Thema vorbei

Wenn ich schon Quote höre rollen sich meine Fußnägel auf. Erstmal muss die öffentliche Hand und der ÖPNV loslegen, deren Fuhrparks erzeugen gigantische Mengen CO2 und werden meistens nur in kurzen Distanzen bewegt, die Post macht es allen vor. Der Diesel ist immer noch das Fahrzeug mit dem geringeren CO2 Ausstoß gegenüber dem Benziner, er müssen alternative Kraftstoffe her, das NOx Problem ist auch schon längst technisch gelöst. Vielleicht hilft eine Intelligenzquote mehr als ausgelebter Lobbyismus. Ich bin beruflicher Vielfahrer aus dem Bereich Service und Kundendienst, ich kann kein Elektro und hohe Krafstoff Preise würde ich an meine Kunden weitergeben, auf deutsch ist es mir schnurzpiepegal und damit bin ich nicht alleine. Getroffen würde so oder so nur die Privatperson...und die erzeugt am wenigsten Treibhausgase!!!

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latimer 26.03.2019, 08:15
7. Ende der Kommissionsdemokratie!

Genau dieser Ablauf war doch zu erwarten. Und man darf sich nicht wundern, stehen doch die Teilnehmer für so grundsätzlich unterschiedliche Positionen, dass ein Kompromiss eigentlich unmöglich ist.
Hier zeigen sich die Grenzen des Systems Merkel, die immer wenn es schwierig wurde, eine Kommission einsetzte, die teils tatsächlich paritätisch, teils sehr einseitig besetzt, irgendwann ein Ergebnis lieferte, mit dem die Mehrheit halbwegs zufrieden war und mit dem Ruhe einkehrte - auch eine Leistung.
Die Herausforderungen von heute lassen sich so aber nicht mehr lösen. Hier braucht es eine aktiv gestaltende Politik, die die Zukunft konsequent in den Blick nimmt und sich auch mal auf der einen oder anderen Seite Feinde macht.

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ptb29 26.03.2019, 08:25
8. Mit der Einschränkung des PKW-Verkehrs

werden die Klimaziele nicht erreicht. Warum wird nicht zu diesem Artikel eine Grafik angezeigt, wer wieviel CO2 ausstößt?

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DerBlicker 26.03.2019, 08:27
9. ein Tempolimit bringt nichts

Zitat von Cailean
...denn so weiterzumachen wie bisher ist keine Lösung. Irgendwo müssen wir etwas ändern und die mögliche Einsparung von mind. 2-3 Miollionen (!) Tonnen CO2 halte ich für durchaus relevant. In unserer Familie versuchen wir, von den durchschnittlichen 11 Tonnen pro Kopf und Jahr möglichst viel zu sparen. Dies bedeutet zum Teil große Umstellungen und auch Einschränkungen im Vergleich zum bisherigen Augen-zu-Verhalten. Im Vergleich dazu ist ein Tempolimit eine wirklich kleine Beeinträchtigung des bisherigen Alltages, die man dieser Gesellschaft zumuten kann. Wenn die Autolobby die Politiker im Griff hat, eben über die Initiative von der Bevölkerung. Es gibt da gerade diese Petition von der ev. Kirche....
Deshalb ist das Thema zurecht tot. Wenn Sie was für das Klima tun wollen, dürfen Sie das gerne privat tun. Die Mehrheit möchte lieber weiter Autofahren und fliegen. In einer Demokratie geht es eben nicht nur nach den Wünschen der Klimaschützer, es müssen Kompromisse gefunden werden. Wenn die Mehrheit meint, die Klimaziele sind nicht erreichbar ohne Zumutungen, dann ist das halt so und muss akzeptiert werden.

Es gibt kein Anrecht einzelner Bürger auf Klimaschutz, dieses Recht gibt es nicht.

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