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Mangelnder Klimaschutz: Kommission versagt bei Verkehrswende
DPA

17 Stunden haben Umweltschützer und Industrievertreter um einen Kompromiss für mehr Klimaschutz im Verkehrssektor gerungen. Das Ergebnis ist äußerst dürftig.

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eugler 26.03.2019, 08:29
10. gefährliche Verwechslung

Immer wieder sehe ich die Begriffe Klimaschutz und Umweltschutz gleichbedeutend gesetzt. Das ist gefährlich und falsch.
Anstrengungen für den Klimaschutz lassen den durchaus realen Umweltschutz völlig außen vor. Schlimmer, durch die Idiotie des Klimaschutzes wird unsere Umwelt noch stärker zerstört.
Nun fokussiert man sich auf E-Fahrzeuge, anstatt effiziente, günstige und wirksame Schritte umzusetzen.
Bspw die Förderung von Fahrradverkehr ist laut einer Greenpeacestudie nicht nur umweltschonend, sondern auch noch höchst lukrativ. Sie fördert lokale Steuereinnahmen, wirkt kosten senkend auf die Gesundheits- und Straßenbauausgaben und fördert die lokalen Unternehmen - 5 Euro Investition kann bis zu 25 Euro Einsparung bewirken.
Dies ist nur ein Beispiel für eine sinnvolle Betrachtung einer zukünftigen Entwicklung. Verhandlungen mit der Industrie sind dabei völlig unnötig und die Verschiebung der Verschmutzung in andere Länder (was der Klima"schutz") bewirkt wäre damit verhindert.

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burlei 26.03.2019, 08:29
11. Das war doch zu erwarten.

Oder hat jemand irgendeine Lösung im Sinne des Klimaschutzes erwartet? Die Regierung wäre gut beraten, den Wandel im Verkehrswesen dem freien Markt zu überlassen. Irgendwann wird die deutsche Automobilindustrie ihre Produkte weltweit nicht mehr absetzen können, weil bis auf die Deutschen niemand mehr diese veralteten Verbrennungsmotoren haben will. Die asiatischen Hersteller haben unsere Autoindustrie in Sachen Innovation, Modernität, Forschung und Entwicklung schon längst überholt und bestimmt 10 bis 15 Jahre hinter sich gelassen. Diesen Vorsprung auf zu holen ist nicht mehr möglich. Also weiter wie bisher wurschteln, die Produktion langsam zurück fahren und sich auf das unausweichliche Ende vorzubereiten ist das Gebot der Stunde für unsere Hersteller. Damit erledigt sich dann auch die Aufgabe der Politik, sich schützend vor eine Industrie zu stellen, die auf dem Stand der Jahrtausendwende stehen geblieben ist und sich geistig nicht mehr bewegt.

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BBirke 26.03.2019, 08:32
12. Technische Lösungen statt Rückwärts-Wende!

Der Begriff Verkehrswende ist viel zu belastet, durch Vorstellungen, die Zeit ins Jahr 1900 zurück drehen zu wollen, durch Forderungen nach Demobilisierung, Verzicht und Gängelei. Wir brauchen stattdessen technische Lösungen, sprich: Verkehr mit regenerativen Energien. Wobei Biomasse (Raps, Mais usw.) extrem naturschädlich und ineffizient ist. Daher sehe ich den Weg richtig, innerhalb von 10-15 Jahren die meisten neuen Autos auf Elektroantrieb umzustellen. Es könnte höchstens noch ambitionierter werden; letztlich soll ja alles CO2-frei werden. Eine Verzichts- und Gängelei-Wende würde auch der Umwelt nur wenig bringen, verglichen mit einem disruptiven Energiewechsel, weg von fossilen Brennstoffen. Kann man im CO2-Rechner des Umweltbundesamts ausprobieren, da kommt man kaum unter 6 Tonnen CO2 pro Jahr.

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radius21 26.03.2019, 08:33
13. Schluss damit!

Weder Verbände noch Beratungsargenturen oder irgendwelche anderen Lobbyvertreter können hier ständig politische Entscheidungen ersetzen, weil der Politik der Mumm fehlt. Die Klimaziele müssen jetzt politisch und notfalls restriktiv durchgesetzt werden. Volksvertreter werden nicht dazu gewählt, Entscheidungen Kommissionen zu überlassen. Die Klimaziele stehen fest, jetzt muss endlich gehandelt werden.

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r-bolter 26.03.2019, 08:36
14. Der Wähler wollte es so!

Es ist ja so befriedigend, aber falsch, auf Politiker/Kommissionen zu schimpfen! Leider wird dabei vergessen: Der Wähler hat diese Parteien/Politiker gewählt! Allen voran erst kürzlich die CSU mit 40 % - und deren Verkehrsminister macht genau die erwartete Autolobby-freundliche Verkehrspolitik ... Erst wenn die Wähler endlich mal klimafreundlichere und Lobby-fernere Parteien wählen, wird sich was ändern ...

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frider 26.03.2019, 08:37
15. Neue Abgabe!

Eine neue Abgabe um Autos mit hohem Verbrauch zu bestrafen. Das haben wir schon lange und das klappt sehr gut. Das noch giftigere verbleite Benzin würde damit praktisch für PKW verboten und ist nur noch als Flugbenzin für deutlich über 2,30? auf dem Markt. Wenn die EU sich auf einen Mindestpreis für Kraftstoffe einigt und dieser deutlich höher ist als zur Zeit hat das auch einen deutlichen Einfluss auf die Spritfresser wenn gleichzeitig die Abschreibung der Betriebskosten gedeckelt wird und die Firmenwagen alster Lohnersatz begrenzt werden.

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bwk 26.03.2019, 08:42
16. Neue deutsche Planwirtschaft

"Die Mitglieder einigten sich nach Angaben von Insidern auf das Ziel von bis zu zehn Millionen Elektro-Pkw bis 2030", heisst es im Artikel. Werden wir jetzt gezwungen E-Autos zu kaufen, oder wie soll das erreicht werden?

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quark2@mailinator.com 26.03.2019, 08:43
17.

Ist ganz einfach - wirklich signifikante CO2-Reduktion ginge nur mit signifikanten Einbußen bei der Produktivität. Das haben wir aber schon bei der Stromerzeugung durch und irgendwann kann das auf lange Sicht keiner rechtfertigen, wenn die anderen Länder nicht das Gleiche tun. Mit Produktivitätseinbußen meine ich z.B. Dinge wie die grausame "Mobilität der Arbeitskräfte" (Pendler) oder die Verlagerung von der Straße hin zu Binnenschiff oder Zug und was sonst noch so signifikant die Bewegung von Gütern und Personen reduzieren könnte. Das bedeutet nicht, daß es nicht Dinge gibt, die getan werden sollten, wie etwa die Vermeidung von Wegen durch Abbau der Bürokratie oder bessere Angebote im Öffentlichen Personenverkehr.

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wewolff12 26.03.2019, 08:49
18. Tempolimit und Benzinpreise erhöhen

Wenn sich jemand ein Tempolimit wünscht, so ist es ihm schon jetzt erlaubt freiwillig nicht schneller als120 zu fahren. Wenn ihm der Sprit zu billig ist kann er beim bezahlen der Kassiererin ( zumeist prekär beschäftigte Alleinerziehende) ein ordentliches Trinkgeld geben. So erhält die richtige das Geld undnicht der unkrontollierbare Moloch Staat

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dachauerthomas 26.03.2019, 08:50
19. Elektroauto?

Was macht es für einen Unterschied, ob konventionelle oder Elektroautos die Straßen in den Städten verstopfen, ob die fossilen Energieträger im Auto oder im Kohlekraftwerk verbrannt werden. Ich kann hier keinen zukunftsfähigen Ansatz entdecken. Hauptsache der Ausbau der regenerativen Energien wir behindert und verzögert wo es nur geht (10h, Verbandsklagerecht für obskure anti-windkraft Vereine, EEG-umlage und Netzentgeltpflicht für Speicherprojekte) und die großen Kraftwerksbetreiber können weiterhin ordentlich absahnen.

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