Forum: Wirtschaft
Manipulation in der Marktforschung: Wie Umfragen gefälscht und Kunden betrogen werden
Max Heber/DER SPIEGEL

Marktforscher sollen herausfinden, was die Deutschen denken. Doch die Branche hat nach SPIEGEL-Informationen massive Probleme mit der Qualität ihrer Daten. Manipulierte Umfragen sind keine Ausnahme.

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Stäffelesrutscher 01.02.2018, 11:17
110.

Gilt das auch für Umfragen, mit denen Politik gemacht wird, indem kurz vor den Wahlen bestimmte Parteien hoch- und andere runtergetrieben werden?

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dbeck90 01.02.2018, 11:17
111. Seit Jahren keine Umfrage

Liegt wohl aber daran, dass ich meinen Festnetzanschluss nur als leidiges add-on zu meinem DSL habe, jedoch kein Telefon besitze und nur handy nutze...^^

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kurosawa 01.02.2018, 11:23
112. Bezahlt die Befragten!

Zitat von streckengeher
Und schon haben sie ein Interesse, teilzunehmen. Das war jetzt leicht.
Bezahlt etwas mehr und ihr kriegt die Antwort die ihr euch wünscht.

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c00 01.02.2018, 11:24
113.

Zitat von auf_dem_Holzweg?
Wer als Unternehmer auf externe Marktforschung setzt riskiert auf lange Sicht sein Unternehmen. Warum z.b. wurde ALDI von Lidl überholt? Gute Produkte u.a. frische Gemüsesirten wurden aus dem Programm genommen, schlechte Produkte, mit Mischgemüse, was höchstens due Harz 4 Hausfrau kauft, wurde ins Programm aufgenommen. Grund? Falsche, schlechte Marktforschung.
haben Sie einen Beleg, dass das externe Marktforschung war? Aldi, Lidl etc. generieren doch so viele Daten über das Einkaufsverhalten, dass sie recht genau wissen, was wann gut verkauft wird und sonst nicht. Also, bitte her mit den Quellen, sonst #fakenews.

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io_gbg 01.02.2018, 11:25
114.

Zitat von JerryKraut
Und Churchill glaubte nur den Statistiken, die er selbst gefälscht hatte.
Und Sie glauben der falschen Behauptung, er habe dies geäußert und verbreiten die auch noch ungeprüft weiter.

Hier können Sie nachlesen, was dazu bekannt ist. Das Fazit des Texts:
"Nichts spricht für die Richtigkeit des „Zitats“ [bezüglich Churchill] und alles spricht dagegen."
https://www.statistik-bw.de/Service/Veroeff/Monatshefte/PDF/Beitrag04_11_11.pdf

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tompike 01.02.2018, 11:28
115. Seit Jahren bekannt

Fast alle beauftragten Umfragen sind gefälscht. Zielergebnisse!! werden vom Auftraggeber vorgegeben, bei Nichteinhaltung korregiert. Sie dienen der Kauf- bzw. polit. Manipulation von Bürgern. Passiert etwas am linken Rand wird sehr schnell!! eine (vorbereitete?) Gegenumfrage präsentiert. Per SGB werden z. B. Hartz IV-Bezieher vorab Kategorisiert, damit > 55-60 jährigen nicht die Umfrage/Statistik belasten, obwohl aus gleichem Budgettopf (ALG) bezahlt. Oft werden fast zeitgleich Umfragen zum gleichen Thema mit völlig unterschiedlichen Aussagen und Zahlen präsentiert. Nur aufmerksame, kundige Bürger merken den jahrelangen aufgetischten Betrug. Der Rest der Masse schluckt Info. wie gewünscht.

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cosh 01.02.2018, 11:37
116. Medien befördern das Manko

TV und Tagespresse, Nachrichten- und Wirtschaftsmagazine, Publikums- und Fachmedien: Sie alle überhäufen uns doch mit Umfrageergebnissen zu jedem x-beliebigen Thema. Meist mit dem Ziel, die Zielrichtung des jeweiligen Beitrags zu untermauern. Lustig ist es auch, wenn die Meinung von angeblich 5.000 Befragten als repräsentativ ausgegeben wird und in knalligen Schlagzeilen mündet: Deutsche Männer wollen Unterhosen mit Eingriff zurück! Und vor einer Bundestagswahl werden die Wählerinnen und Wähler doch über Monate täglich mit Umfrageergebnissen konfrontiert. Das sie die einen Teil der Zielgruppe beeinflussen, steht für mich außer Frage.

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umfragefuchs 01.02.2018, 11:37
117. Wenig differenziert und unreflektiert

Ich empfinde Ihren Artikel als pauschalisiert bzw. unreflektiert und möchte anmerken, dass mittlerweile an zahlreichen Universitäten der Bundesrepublik Studiengänge angeboten werden, die eine methodisch seriöse Ausbildung auf dem Gebiet der Markt- und Sozialforschung sicherstellen. Wenig überraschend ist in der Tat, dass in der Branche viel "gemauschelt" wird, was aber unter anderem auch mit den politischen Rahmenbedingungen zusammenhängt. So bestehen für Interviewer in der Regel wenige Anreize, einen Fragebogen gewissenhaft mit dem Befragten durchzugehen, da er nicht nach geleisteter Arbeitszeit, sondern nach durchgeführten Interviews bezahlt wird (um den Status als nicht Sozialversicherungspflichtiger und weniger teuren Freiberufler zu wahren). Seriöse Institute können einen solchen Betrug aber mithilfe statistischer Methoden problemlos aufdecken.

Wundern muss ich mich über die pauschale Generalabrechnung des Spiegel, der häufiger selbst günstige und (zu) schnell durchgeführte Ergebnisse unreflektiert als Schlagzeile verkauft. Auch die hier häufig präsentierten Umfragen von Civey werden in der Branche teils heftig kritisiert, da auch mit einer Datengewichtung nicht kompensiert werden kann, dass (v. a. ältere) Personen teils gar keinen Internetzugang besitzen. Zudem ist gerade das von Ihnen als "Halbgötter der Zunft" propagierte Allensbach-Institut bekannt dafür, auf fragwürdige Quotenstichproben anstelle der methodisch notwendigen echten Zufallsstichproben zu setzen. Ihr Beitrag ist daher wohl eher Wasser auf die Mühlen der Politikverdrossenen und Medienkritiker als wirklich konstruktiv.

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ancoats 01.02.2018, 11:39
118.

Ach ja - Online-Panels, auch schön. Nach meiner Erfahrung (u.a. 25 Jahre in der Branche) sind die in der Regel ganz besonders "vermüllt". Wenn überhaupt, unterhalten allenfalls die ganz großen Institute ein eigenes, selbst rekrutiertes Online Panel - der überwiegende Teil kauft Zugang zu den Datenbeständen entsprechend spezialisierter Anbieter ( sog. "Access Online Panel") bzw. lässt aus deren Bestand die gewünschte Stichprobe ziehen. Die bessere Kontrolle (und damit Qualität) ist allerdings nur eine scheinbare. Zum einen müssen die Mitglieder eines Online Panels ja auch irgendwann und irgendwie für diese Tätigkeit rekrutiert worden sein, und das geschieht sowohl klassisch telefonisch, face-to-face auf der Straße oder aber wiederum "gezogen" aus irgendwelchen anderen Adressbeständen (oder alles zusammen) - mit all den Problemen, die das jeweilige Verfahren mit sich bringt. Zum anderen weiß bei Online Panels kein Mensch, wer den Fragebogen tatsächlich ausfüllt und unter welchen Bedingungen - beides zwingende Grundvoraussetzungen für eine methodisch einwandfreie Befragung. Ich selbst habe mich aus Interesse (und Spaß) bei diversen solcher Panel-Anbieter registrieren lassen. Das Rekrutierungsinterview war jeweils sehr ausführlich (Demografie, Aktivitäten, Interessen etc. etc.); anschließend bekam ich jeweils regelmäßig Links zu Befragungen zugeschickt, sprich: mein Profil passte dann wohl zu der entsprechend von den Auftraggebern gewünschten Stichprobencharakteristik. So weit, so gut. Die entscheidenden Merkmale wurden dann - auch comme il faut - eingangs des eigentlichen Fragebogens noch einmal abgefragt - klassische Stichprobenkontrolle: wer passt, wird befragt, die anderen aussortiert. Hier allerdings konnte ich bei ALLEN Anbietern angeben, was immer ich wollte: mal war ich 45, männlich und in Besitz irgendwelcher abgefragter Güter, mal weiblich, verheiratet, 2 Kinder, oder was auch immer. Und passte das jeweils, gings weiter, sprich: es fand in keinem Fall ein Rückgriff auf mein eigentliches, hinterlegtes Profil statt. Und das ist ein schwerwiegender Fehler, der die gesamte Befragung unseriös macht. Online Panel - nie war es so simpel, in andere Identitäten zu schlüpfen ;-))
Eine weitere grundsätzliche Sache, die auch so gut wie alle Marktforschungsinstitute betrifft: die Fragebögen sind überwiegend aus methodischer Sicht katastrophal schlecht (bzw. womöglich bewusst auf ein bestimmtes Ergebnis hin "getrimmt"). Das fängt damit an, dass der Befragte gezwungen wird, sich zu Sachverhalten zu äußern, die auf ihn nicht zutreffen oder zu der er keine bestimmte Meinung hat (Fehlen von entsprechenden Antwortmöglichkeiten), und hört bei eindeutig suggestiv oder auch ambivalent formulierten Fragen noch lange nicht auf. Es ist ein Graus.

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soundsowas 01.02.2018, 11:40
119. die Lüge von 2,5 Mio Arbeitslosen

warum spricht die Bundesregierung von 2,5 Mio .Arbeitslosen obwohl ZDF volle Kanne Experte sagt daß es mindestens 3,5 Mio sind, warum werden solche Lügen verbreitet und nicht zurückgenommen?

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