Forum: Wirtschaft
Manipulationen in der Marktforschung: "Schlicht kriminell"
Max Heber/DER SPIEGEL

Umfragen deutscher Marktforscher sind mitunter frei erfunden. Politiker und Wirtschaftsvertreter reagieren alarmiert auf die SPIEGEL-Recherche - und fordern Konsequenzen.

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w50 02.02.2018, 16:52
30. Und das soll nur bei Produktumfrsgen erfolgt sein?

Wenn man sich andere Umfragen zu aktuellen Themen ansieht, besteht das Gefühl das Umfrageergebnis wird auf den Besteller hin optimiert.

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ambulans 02.02.2018, 17:00
31. >muelerthomas (#29, oben),

Zitat von muellerthomas
:-) ach so.. erst waren also alle Umfragen falsch und manipuliert und verzerrt und dann zeige ich, dass dies gerade bei den von Ihnen genannten vier Beispiel gerade nicht der Fall ist und schwupps, wird sich ins Allgemeine geflüchtet.. Nicht ich habe ein Problem mit meiner Argumentation, sondern Sie mir Ihrer, da Sie offenkundig falsch ist. Sowohl zu den BTWs 2013 und 2017, zur US-Wahl 2016 und zum Brexit waren die Umfragen sehr verlässlich. Blöd, wenn die Realität nicht zum Weltbild passen will, gelle?
mein lieber, bleiben sie beim thema und beim guten umgangston - sie waren auch schon mal besser ...

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alfreddneumann 02.02.2018, 17:03
32. @fdb

Aha. Nur ein paar schwarze Schafe. Sonst alles seriös. Sie arbeiten ja auch da. Das kann nur bedeuten, das alles seriös sein muss. So sinnvoll und aussagekräftig wie der Ifo Geschätsklima Index ist auch die Marktforschung. Schlichtweg eine clevere Geschäftsidee. Die Vorhersagen zu Wahlen kann man seit Jahren in die Tonne klopfen. Eigentlich nur logisch. 500 oder 1000 oder 2000 repräsentativ ausgewählte, wer wählt da eigentlich nach was aus und wie wird man repräsentativ, können nicht wiedergegeben was Millionen oder gar Deutschland "denkt". Sie geben nur wieder was 2000 denken. Der Rest ist heiße Luft und Marketing. Da wird etwas verkauft an die, die so gerne glauben würden man könnte etwas Vorhersagen was nicht vorhersagbar ist. Verkauft wird ein Glaube. Man muss daran glauben, dass das, das 2000 meinen auch der Rest meint. Und wer das glaubt, glaubt auch an den Weihnachtsmann.

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Paul Max 02.02.2018, 17:13
33. ........

und bei den vielen Umfragen zur politischen Meinung, zum Wahlverhalten, zur Politikergunst und -ungunst, geht natürlich alles mit rechten Dingen zu.
Man fragt sich ohnehin, wie es zu dieser überbordenden Zunahme an Umfrageinstituten kommt (auch der Spiegel hat ja jetzt ein "eigenes"), das muss sich ja irgendwie rechnen? Hängt das mit den jeweils gewünschten, und dann auch gelieferten Ergebnissen zusammen?
Sch.... "Umfragedemokratie"

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Iggy Rock 02.02.2018, 17:29
34.

Zitat von Paul Max
Man fragt sich ohnehin, wie es zu dieser überbordenden Zunahme an Umfrageinstituten kommt (auch der Spiegel hat ja jetzt ein "eigenes"), das muss sich ja irgendwie rechnen? Hängt das mit den jeweils gewünschten, und dann auch gelieferten Ergebnissen zusammen?
Die Nachfrage bestimmt das Angebot, früher war das scheinbar eine Goldgrube. Die Zunahme an Umfrageinstituten in den letzten Jahren hat die Preise in der Branche bestimmt nicht klettern lassen. Außerdem droht Konkurrenz, schließlich haben Facebook und Google noch sehr viel genauere Daten über Menschen, als eine Umfrage liefern kann, die man nur richtig auswerten muss.

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fdb 02.02.2018, 17:30
35. @32

...man merkt doch deutlich, dass Ihnen jegliches Verständnis zu statistischen und stochastischen Verfahren fehlt - lernt man schon im VWL-Grundstudium. Vielleicht erst nachdenken und dann los bellen...

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franz.B 02.02.2018, 17:37
36. Wetten das,...

...dass bei anderen Umfragen ebenso ist, da zwischen Auftraggeber und bearbeitendem Institut oder Gutachter meistens eine Befangenheit herrscht, weil man a) gute Ergebnisse wünscht und b) seinen Kunden nicht verlieren möchte ?

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fdb 02.02.2018, 17:39
37. @28

ja, den Unterschied kenne ich, vielen Dank. Lesen Sie einfach alle SPON Artikel zu dem Thema, die jetzt hier auftauchen und Sie werden bemerken, wie die Definitionen journalistisch unsauber verschwimmen...

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winki 02.02.2018, 17:55
38. Umfragen deutscher Marktforscher sind mitunter frei erfunden.

Nicht viel anders verhält es sich bei Umfragen über die Politik und sie tragenden Parteien. Dem öffentlich-rechtlichen Staatsfernsehen glaube ich schon lange nicht bei ihren Umfragen, besonders nicht der sogenannten Sonntagsfrage. Da geht es wieder los, die SPD wird nieder gemacht. Merkel fänden 54% als Kanzlerin gut. Unterhält man sich mit Leuten, dann wollen die Allermeisten sie nicht mehr als Kanzlerin haben. Wer lügt denn da?

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ancoats 02.02.2018, 17:56
39.

Zitat von lynx2
.. Internet gemacht werden, ohne Ahnung von Repräsentativität, Methodik und Basiswissen isn Statistik, kann man sofort in die Tonne hauen.
So isses. Um generell die Qualität von Markt- und Meinungsforschung zu sichern und zu verbessern, tut es im übrigen dringend Not, in allen einschlägigen Studienfächern eine umfassende Ausblidung in Methodik, Wahrscheinlichkeitstheorie, Statistik und Co. verpflichtend zu machen. Und zwar nicht nur in Form eines kleinen niedlichen Modülchens, das selbst allenfalls Mittelintelligente auf der Arschbacke aussitzen können, sondern wie es dem durchaus komplexen Gegenstand gebührt: das ganze Programm, hardcore. Und mindestens ein sehr gutes Basisprogramm sollten auch alle anderen absolvieren müssen, die später beruflich in der einen oder anderen Form mit Daten aus Markt- und Meinungsforschung zu tun haben werden - Journalisten, Marketing- und Werbetypen, Politiker, Pädagogen... Eigentlich praktisch alle. Dann müsste man sich hier irgendwann nicht mehr den Mund fusselig reden.

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