Forum: Wirtschaft
Manipulationen in der Marktforschung: "Schlicht kriminell"
Max Heber/DER SPIEGEL

Umfragen deutscher Marktforscher sind mitunter frei erfunden. Politiker und Wirtschaftsvertreter reagieren alarmiert auf die SPIEGEL-Recherche - und fordern Konsequenzen.

Seite 5 von 6
forumgehts? 02.02.2018, 17:58
40. Im

Zitat von fdb
...man merkt doch deutlich, dass Ihnen jegliches Verständnis zu statistischen und stochastischen Verfahren fehlt - lernt man schon im VWL-Grundstudium. Vielleicht erst nachdenken und dann los bellen...
Nebel herumstochern kann doch jeder! "Als stochastisch werden Ereignisse oder Ergebnisse bezeichnet, die bei Wiederholung desselben Vorgangs nur manchmal eintreten und deren Eintreten für den Einzelfall nicht vorhersagbar ist. Die Stochastik (von altgriechisch στοχαστικὴ τέχνη stochastikē technē, lateinisch ars conjectandi, also ‚Kunst des Vermutens‘," (Zitat Wikipedia)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ancoats 02.02.2018, 18:00
41.

Zitat von alfreddneumann
Aha. Nur ein paar schwarze Schafe. Sonst alles seriös. Sie arbeiten ja auch da. Das kann nur bedeuten, das alles seriös sein muss. So sinnvoll und aussagekräftig wie der Ifo Geschätsklima Index ist auch die Marktforschung. Schlichtweg eine clevere Geschäftsidee. Die Vorhersagen zu Wahlen kann man seit Jahren in die Tonne klopfen. Eigentlich nur logisch. 500 oder 1000 oder 2000 repräsentativ ausgewählte, wer wählt da eigentlich nach was aus und wie wird man repräsentativ, können nicht wiedergegeben was Millionen oder gar Deutschland "denkt". Sie geben nur wieder was 2000 denken. Der Rest ist heiße Luft und Marketing. Da wird etwas verkauft an die, die so gerne glauben würden man könnte etwas Vorhersagen was nicht vorhersagbar ist. Verkauft wird ein Glaube. Man muss daran glauben, dass das, das 2000 meinen auch der Rest meint. Und wer das glaubt, glaubt auch an den Weihnachtsmann.
Man kann die Markt-, Meinungs- und Wahlforschung nicht glaubhaft kritisieren, wenn man selbst offenbar nichts von Wahrscheinlichkeits- und Stichprobentheorie versteht. Ich mach Ihnen problemlos eine bundesweit repräsentative, solide Befragung und Analyse auf Basis von nur 500 Befragten - einfach wil ich weiß, warum und wie das geht. Im Gegensatz zu manchen hier.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stephan7485 02.02.2018, 18:09
42. Missverständnis?

Ich glaube einige Kommentatoren haben den Beitrag missverstanden. Die bösen sind mitnichten die beauftragenden Unternehmen. Man stelle sich vor, meine Firma, nennen wir Nintensony plant die Veröffentlichung einer neuen Spielekonsole. Wir wollen die Kundenwünsche möglichst exakt treffen und beauftragen ein Marktforschungsinstitut herauszufinden: reicht HD oder will man 4K, eher offline oder online Spiele, was darf die Konsole kosten und was das Spiel? Dann bekomme ich die Ergebnisse, frei erfunden und entwickle daraufhin meine Konsole. Die floppt, Entwicklungskosten weg, ggf. Arbeitsplätze gefährdet...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Paul Max 02.02.2018, 18:18
43.

Zitat von Iggy Rock
Die Nachfrage bestimmt das Angebot, früher war das scheinbar eine Goldgrube. Die Zunahme an Umfrageinstituten in den letzten Jahren hat die Preise in der Branche bestimmt nicht klettern lassen. Außerdem droht Konkurrenz, schließlich haben Facebook und Google noch sehr viel genauere Daten über Menschen, als eine Umfrage liefern kann, die man nur richtig auswerten muss.
die werden sicher ausgewertet, aber nicht von Umfrageinstituten, da gibt es andere Interessenten

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lofrabo 02.02.2018, 18:23
44. Die Verlogenheit fängt früher an

Gut, dass drüber geschrieben wird. Aber jammert das "Küren Sie den schönsten Look!"-Portal nicht langsam etwas viel über die Marktforschung? Die Konzerne geben viele Milliarden für teils sehr verlogene Werbung aus. Sich beim Anprangern dann auf die Marktforschung zu beschränken, ist dann schon sehr scheinheilig. Das ist das gleiche wie bei den VW-Affen. Hauptsache irgendwo drauf zeigen, damit man nicht selbst Verantwortung tragen muss.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Paul Max 02.02.2018, 18:23
45.

Zitat von winki
Nicht viel anders verhält es sich bei Umfragen über die Politik und sie tragenden Parteien. Dem öffentlich-rechtlichen Staatsfernsehen glaube ich schon lange nicht bei ihren Umfragen, besonders nicht der sogenannten Sonntagsfrage. Da geht es wieder los, die SPD wird nieder gemacht. Merkel fänden 54% als Kanzlerin gut. Unterhält man sich mit Leuten, dann wollen die Allermeisten sie nicht mehr als Kanzlerin haben. Wer lügt denn da?
aber dem Dschungelcamp-Fernsehen, da sieht man ja direkt, dass alles Hirn- und Inhaltslos ist; d.h. die können gar nicht fälschen, die sind falsch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ziooyong 02.02.2018, 18:37
46. zu10

Quatsch, die PLZ wird akzeptiert und die Fehlerkette setzt sich weiter fort, also unseriös.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
shardan 02.02.2018, 18:50
47. Nu is gut....

Der Spiegel hat sicherlich gut getan, das öffentlich zu machen. Der X-te Bericht macht nichts besser, nur langweiliger. Erschwerend kommt hinzu, dass eine Binsenweisheit recherchiert wurde: Umfragen kann man nicht trauen. Es ist einfach, Fragen suggestiv zu formulieren oder so zu formulieren, dass der Befragte prompt die gewünschte Antwort liefert. Warum wohl werden immer Ergebnisse, aber nur selten die originale Fragestellung veröffentlicht? Am schlimmsten sind hierbei die Umfragen, die von Unternehmen im eigenen Sinne in Auftrag gegeben werden. Der Auftragnehmer will sich das lukrative Geschäft doch nicht verderben. Wer den Umfragen glaubt, hält auch die Kundenbewertungen auf den großen Handelsplattformen für echt und glaubwürdig - und tut mir nur leid. Eine altbekannte Tatsache also... nu is mal gut mit dem Weinen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fdb 02.02.2018, 18:57
48. @40

bitte dann auch richtig zu Ende zitieren und nicht den Sinn verfälschen: "...die Stochastik ist einTeilgebiet der Mathematikund fasst als Oberbegriff die GebieteWahrscheinlichkeitstheorieund Mathematische Statistikzusammen."

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rudi_ralala 02.02.2018, 19:37
49.

Zitat von muellerthomas
Jepp. Beim Brexit lagen die Umfragen extrem dicht dran, bei den BTW 2013 und 2017 ebenso: https://ig.ft.com/sites/brexit-polling/...
Stimmt, aber sie haben genau das gegenteilige Ergebnis vorausgesehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 5 von 6