Forum: Wirtschaft
Manipulierte Abgasanlagen: VW soll schon vor Jahren gewarnt worden sein
AP/dpa

An ein Versehen kann nun keiner mehr glauben: Zeitungsberichten zufolge ist Volkswagen schon vor Jahren über Abgas-Manipulationen informiert worden - von einem eigenen Techniker und dem Zulieferer Bosch.

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hoppla_h 27.09.2015, 11:13
170. Das macht doch nichts, das merkt doch keiner

Hans Scheibner war offenbar der Top-Berater für VW:
"Das macht doch nichts, das merkt doch keiner!"
https://www.youtube.com/watch?v=gk32xp9Gnqs

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genugistgenug 27.09.2015, 11:14
171. Hat Bundesamt auch versagt?

ineiner Nachrichtensendung wurde informeirt, dass das Budnesamt seit 2007 keine eigenen Test durchführte, sondern sich nur auf die Papierform der Hersteller beschränkte.
Damit ist so ein Amt nicht nur überflüssig sondern auch gesellschaftsschädigend und gehört ebenso vor Gericht!

Wir sind auf die Ausreden gespannt, mit denen die Stillegung der Autos vermieden wird. Wird siche runetrhaltsam.

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WernerT 27.09.2015, 11:15
172. Vorsatz vs. Fahrlässigkeit

Zitat von marcaurel1957
Es wurde über die Rechtsfolgen in Deutschland diskutiert, deshalb habe ich darauf geantwortet. Zur Rechtslage in den USA Dort folgt eine Buße von ca. 1 Mrd Euro, diese Zahl ist aus den Vergleichen zu entsprechenden Zahlungen von GM, Hyunday und BP , die sehr viel schwerwiegender Dinge, incl. Viele Tote zu verantworten haben, sehr gut begründbar. Haben Sie irgendeinen substanzielles Gegenarument? Oder nur wider Polemik? Zuvielrechtlich muss auch in den USA ein individueller Schäden nachgewiesen werden, dies dürfte äußerst Schwierig sein, denn welcher Schaden ist dem PKW Besitzer denn entstanden , wenn VW im Rahmen des Rückruf die Motoren entsprechend ändert? Haben Sie dafür ein substanzielles Gegenargument? Übrigens liegt weder nach deutscher noch nach amerikanischer Sichtweise ein Betrug vor....wer dies behauptet, beweißt nur seien Unkenntnis der Rechtsmaterie
Was VW gemacht hat, war eine vorsätzliche Täuschung von staatlichen Behörden, für ähnliche Sachen sind die ENRON Vorstände eingefahren. Während die anderen nur Fehler gemacht haben. Vor 18 Monaten wäre VW mit, oh wir haben einen Fehler gemacht, danke, dass Ihr uns darauf aufmerksam gemacht habt, noch durch gekommen. Nur nach 2 gescheiterten Firmware Updates geht man von hoher kriminellen Energie aus. Damit könnte es sein, dass da einige VW Manager in Zukunft in Deutschland festsitzen, wenn sie keinen Ausflug in US Gefängnisse machen wollen. Den Schaden können die US Bürger relativ einfach nachweisen, geringerer Wiederverkaufswert, höhere Steuerlast, vielleicht sogar erloschene Betriebserlaubnis, selbst bei einem Faktor von 9 (hier eher 20, da fortgesetzt) können pro Auto für 25k$ leicht eine viertel Millionen zusammenkommen also 125 Milliarden, plus die aktienrechtlichen Verfehlungen. Also gerade in den USA könnte da ein böses Nachspiel haben - egal was die Rechtsabteilung in Wolfsburg im Moment noch an Durchhalteparolen ausgibt.

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wolly21 27.09.2015, 11:16
173. @#135 marcaurel1957 - Kein Betrug?

Zitat von marcaurel1957
Es wurde über die Rechtsfolgen in Deutschland diskutiert, deshalb habe ich darauf geantwortet. Zur Rechtslage in den USA Dort folgt eine Buße von ca. 1 Mrd Euro, diese Zahl ist aus den Vergleichen zu entsprechenden Zahlungen von GM, Hyunday und BP , die sehr viel schwerwiegender Dinge, incl. Viele Tote zu verantworten haben, sehr gut begründbar. Haben Sie irgendeinen substanzielles Gegenarument? Oder nur wider Polemik? Zuvielrechtlich muss auch in den USA ein individueller Schäden nachgewiesen werden, dies dürfte äußerst Schwierig sein, denn welcher Schaden ist dem PKW Besitzer denn entstanden , wenn VW im Rahmen des Rückruf die Motoren entsprechend ändert? Haben Sie dafür ein substanzielles Gegenargument? Übrigens liegt weder nach deutscher noch nach amerikanischer Sichtweise ein Betrug vor....wer dies behauptet, beweißt nur seien Unkenntnis der Rechtsmaterie
@#135 marcaurel1957 - Kein Betrug?

Wenn's denn kein Betrug ist/war, was ist's/war's dann?

Arglistige Täuschung?

Kann die nicht alle Verkäufe NICHTIG machen?

Wenn auch die nicht infrage kommen sollte, wie ist Ihrer Auffassung nach dann dieser RECHTSBRUCH zu bezeichnen, zu ahnden?

Überhaupt nicht sanktionieren? Weil keine Rechtsverletzung, sondern nur Dummheit, und die ist nicht strafbar?
Sie würden damit dem VW-Konzern einen "schönen Dienst erweisen", wenn Sie den Konzern/seine Führung als DUMM klassifizieren.

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zocceroo 27.09.2015, 11:18
174. Diesel Manipulationen

Mich erstaunt in hohem Masse, dass die japanischen, koreanischen, französischen und amerikanischen Hersteller nicht erwähnt werden. Sind denn deren Diesel-Fahrzeuge nicht dadurch auffällig geworden, dass sie deutlich ungünstigere Werte bei den Tests erbracht
haben? Die Prüfungen benzingetriebener Autos werden
Mit anderen Geräten durchgeführt? M.E. werden Tests ergeben, dass insgesamt geschönt wurde! Das jedoch würde zu ener realistischen Behandlung für alle Firmen, verbunden mit einer wünschenswerten Neubewertung der Situation, führen
Zocceroo

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felisconcolor 27.09.2015, 11:18
175. oh

Zitat von Wellness
18 Milliarden im Vergleich von 82 Mio Verbraucher die von Politik und Industrie veraten und verkauft wurde Langsam zu langsam habe ich begriffen was für eine Alibifunktion der Verbraucherschutz bei uns im Land hat! Siehe Lebensmittel wie Hygieneskandale Ärztefehler,Versicherungswirtschaft die sich mit Hilfe der Politik vor der Zahlung drückt.Wir sind ganz am Ende der Skala angekommen was muten diese Interessenvertreter uns noch zu ?wenn wir sie nicht in die Wüste schicken!
haben sie endlich gemerkt das die Welt nicht rosa ist und es KEINE Einhörner gibt? Sind sie ein mündiger Bürger oder sind sie es nicht. Sie sollten sich besser mal selbst um Aufklärung bemühen und nicht immer alles glauben was ihnen, egal von welcher Seite, erzählt wird. Dann klappt das auch mit der richtigen Wahrnehmung.

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marcaurel1957 27.09.2015, 11:19
176.

Zitat von WernerT
Und der ist eben auch beim Käufer entstanden, da man die Autos teurer mit den erschlichenen Siegeln teurer verkaufen konnte. Beim Konkurrenten, da der weniger Autos verkaufen konnte. Beim Staat, da weniger Steuern eingetrieben wurden. Liebe Rechtsabteilung in Wolfsburg, versucht es nicht mit solchen billigen Taschenspielertricks. Ihr habt bedeutend größere Probleme. Wenn es stimmt, dass Bosch vor der öffentlichen Nutzung des Programm gewarnt hat, dann dürfte die öffentliche Meinung, das geringste Eurer Probleme sein - dann erlöschen die Steuerbescheide für alle Fahrzeuge und es werden neue erstellt, viel höhere und die Nutzer dürfen sich das Geld von VW wiederholen. Bei 11 Millionen Autos über 7 Jahre, sind das etwa 35 Millionen Bescheide, wenn jeder nur um 100 Euro/ Dollar nach oben korrigiert wird, sind das 3,5 Milliarden. Der geringere Wiederverkaufswert 11 Millionen Autos a 1000 Euro/Dollar, weitere 11 Milliarden. Das kann richtig teuer werden. War es das wert?
Nö, ein Vermögensschaden ist nicht entstanden, das ist eindeutig...der Preis eines Golf variiert nicht mit dem Schadstoffausstoß. Ob ihre Theorie stimmt, dass der Konkurrent weniger Autos verkaufen könnte bezweifle ich, nur liegt dann keine "stoffgleichheit" zwischen Vermögensschaden und Vermögensvorteil vor. Sie können es drehen oder wenden wie sie wollen, eien Betrug liegt eindeutig nicht vor. Das was Sie als Juristischer Laien als " Taschenspielertrick " bezeichnen ist einfach geltendes Recht.

Es erlöschen auch keine Steuerbescheide, da die KFZ Steuer von Stickoxiden unabhängig ist.

Warum sollte der Wiederverkaufswert also sinken?

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meinemeinung5102 27.09.2015, 11:20
177. Es fehlt die Relation .....

Ich stimme voll und ganz zu, dass die Wirtschaft in ihre Grenzen gewiesen werden und Betrug aufgedeckt werden muss. Strafe muss sein, die Verfehlungen aufgedeckt und korrigiert werden.

ABER: bei all den Diskussionen fehlt mir die Relation.

- Wer bestraft 'angemessen' die gesamte Autoindustrie, die schon seit Jahrzenten die Kunden mit gefälschten Verbrauchswerten täuscht?

Die dadurch entstandenen Abgase wiegen bei weitem die erhöhten Dieselwerte auf. Kunden, die sich bewusst für Autos mit geringem Verbrauchswert entschieden, wurden aktiv betrogen. Aber das wird klaglos hingenommen.

- Wer bestraft 'angemessen' die Automobilhersteller und -Zulieferer die defekte Airbags und Zündschlösser herstellten und dadurch Hunderte von Menschen das Leben kostete?

Die Strafen sind hierzu im Vergleich ein Nasenwasser und wurden unter den Tisch gekehrt. Kein Aufschrei der Empörung in den Medien, keine seitenfüllenden Artikel, keine Vergleiche mit anderen Herstellern...

Was hier passierte muss bestraft werden - keine Frage. Aber bitte: dieser Hype steht in keiner Relation. Es wurden durch erhöhte Dieselwerte bisher keine Menschen direkt getötet.

Bevor man dieses Fass aufmacht, sollte man generell die durch die Politik geschützte Industrie und deren Umweltverseuchungen und -vergiftungen unter die Lupe nehmen, die nachweislich ganze Lebensräume zerstören und Menschenleben fordern. Will aber keiner wahr haben.

Deutschland als "Sauberland" hat durch VW sicherlich einen Haufen Rußpartikel abbekommen. Der Imageverlust ist sicher. Die Weste ist außen nicht mehr blütenweiß.

Aber die Relation sollte gewahrt und sich hier nicht nur auf ein Thema fokussiert werden.

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w.diverso 27.09.2015, 11:24
178.

Bezeichnend dass Herr Winterkorn auf sein Geld pocht. Wo ist jetzt seine Verantwortung? Selbst sein Gehalt der letzten Jahre gehört in Frage gestellt. Wenn er seinen Job nicht ordentlich gemacht hat, dann gebürt im auch nicht der volle Gehabt respektive seine Bonuszahlungen.

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Persipanstollen 27.09.2015, 11:25
179. Deutschland Saga

Hohoho.
Wenn Prof Clark im ZDF für seine Serie "Deutschland Saga" wirbt, dröhnt das rote VW-Käfer-Cabrio und lässt das bunte Deutschland-Bild zur VW-Deutschland-Apokalypse in einer grauen Abgasschwade verschwinden.
"Eine Sage von Deutscher Tradition und Mentalität", die sein Ende im VW-Abgasdesaster findet.
"Denn draußen sind die Hunde und die Zauberer und die Hurer und die Totschläger und die Abgöttischen und alle, die liebhaben und tun die Lüge." (Bibel Offenbarung des Johannes Kapitel 22.15)

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