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Marihuana-Legalisierung in Kalifornien: Das komplizierte Geschäft mit dem Kiffen
DPA

Colorado, Washington, Oregon, Alaska, Nevada - und jetzt auch Kalifornien: Der sechste US-Bundesstaat hat seit Neujahr den Verkauf von Marihuana legalisiert. Viele neue Läden freuen sich auf ein Milliardengeschäft - doch es gibt Probleme.

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lukum 01.01.2018, 18:47
60. Nicht so harmlos wie viele sagen

Ich lag mal nach ein par Zügen von einem Joint ne Stunde im Zelt und dachte ich müsste sterben. Die Zeit kam mir vor wie 2 ganze Tage. War auch schon oft von Alkohol außer gefecht gesetzt aber Mariuhana wirkt psychisch auf einem ganz anderem Level, wobei es nicht toxisch ist. Ich fass das Zeug jedenfalls nicht mehr an. Gefährlich macht das Gras, dass die Dosis/Stärke schwer abzuschätzen ist und bei jeden unterschiedlich wirkt. Bin nicht vollkommen gegen eine Legalisierung aber es wird von einigen Leuten definitiv zu sehr verharmlost.

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dennis x 01.01.2018, 18:52
61.

Alkohol kurbelt den Verkauf von Schmerzmitteln an, Cannabis würde eher das Gegenteil bewirken. Da die meisten Pharma-Konzerne aus Deutschland kommen, wird es bei uns daher auch als letztes legalisiert werden.

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felisconcolor 01.01.2018, 18:53
62. Ich musste

Zitat von manicmecanic
der Deutschen will angeblich das Hanfverbot behalten?Obwohl ja viele ältere bestimmt konservativ sind kann ich bei der Statistik njcht glauben daß sie stimmt.Und denen,die weiter Hanf verbieten wollen lassen sich gesagt sei daß sie absolute Undemokraten sind.Solange man sich legal mit tödlichen Substanzen legal die Kante geben darf ist es ein klarer Grundgesetzbruch zu sagen aber du darfst dir dein Vorzugsmittel nicht gönnen.Gleiches Recht für alle ala Animal Farm ist das was wir hier haben.
auch lachen wie ich wieder diesen manipulativen Versuch gelesen habe. Und ich zähle mich zu dem Teil "der mittlerweile älteren Bevölkerung". Ich rauche ab und zu auch mal ein "Zigarettchen". Wenn denn mal anständige Qualität zu bekommen ist. Aber Deutschland ist wohl doch ein Spießer-Land. Und wer am lautesten schreit hat immer am meisten Recht und wenn es nur 0,5% der Bevölkerung sind. Unsere armen gebeutelten "Volksparteien" haben es schon schwer im Kampf um Wählerstimmen. LOL

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7eggert 01.01.2018, 19:37
63.

Wie es sich ergibt, bin ich über dieses Video gestolpert:
http://www.isnichwahr.de/i246292-parkinson-patient-nimmt-marijuana.html

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bakero 01.01.2018, 19:45
64.

Zitat von lukum
Ich lag mal nach ein par Zügen von einem Joint ne Stunde im Zelt und dachte ich müsste sterben. Die Zeit kam mir vor wie 2 ganze Tage. War auch schon oft von Alkohol außer gefecht gesetzt aber Mariuhana wirkt psychisch auf einem ganz anderem Level, wobei es nicht toxisch ist. Ich fass das Zeug jedenfalls nicht mehr an. Gefährlich macht das Gras, dass die Dosis/Stärke schwer abzuschätzen ist und bei jeden unterschiedlich wirkt. Bin nicht vollkommen gegen eine Legalisierung aber es wird von einigen Leuten definitiv zu sehr verharmlost.
Völlig verständlich Ihre Reaktion. Wobei Sie weder wissen, wie stark das Marihuana und ob es nicht gar mit gefährlichen Inhalten gestreckt war.

Viele Menschen vertragen kein Cannabis. Oder ihnen gefällt die Wirkung nicht. Die sollten (und werden) dann natürlich die Finger davon lassen.

Andere Menschen, wie ich, vertragen keinen Alkohol. Auch die lassen besser die Finger davon ...

Alles nachvollziehbar. Allerdings sollten alle (Erwachsenen) die Möglichkeit haben, sicher einzukaufen, wenn sie (wie es ja millionenfach passiert) es denn probieren wollen.

Und da bin ich sehr froh, dass ich wenigstens den Alkohol nicht beim Dealer auf der Straße gekauft habe ...

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ed.u.cator 01.01.2018, 19:55
65.

Zitat von biesi61
Kalifornien ist uns in vielem Vorbild,... hoffentlich bald auch in der Legalisierung von Canabis. Das andauernde Verbot ist wirklich eine große Albernheit und die Kriminalisierung verursacht eine erhebliche und völlig unsinnige Ressourcenverschwendung bei Polizei und Justiz!
Sie haben Kalifornien nicht verstanden, oder genauer gesagt all die sozialisten Staaten innerhalb der US, wozu die gesamte Westküste und Colorado gehören. Die Westküste ist im sozialen Bereich ausser Kontrolle Dank der stimmengeilen Politiker in den Staatsregierungen. Diejenigen, die nichts zur Gesellschaft beitragen, werden hofiert (= dankbare sozial abhängige Demokraten Wähler, die die Wiederwahl der Politiker garantieren), wogegen die Mittelschicht, die das Staatsgebaren massgeblich durch Steuerabgaben zwangsweise finanzieren muss (berufstätige, Kleinunternehmer, Hausbesitzer), erbarmungslos mit immer mehr Angaben (nicht Steuern, für die bräuchte man nämlich Wählerzustimmung; Abgabenregeln werden einfach per Senatsbeschluss unter Ausschluss der Öffentlichkeit verbschiedet) in den finanziellen Ruin getrieben werden. High School Absolventen in Kalifornien gehören jetzt schon zu den Dümmsten in ganz Amerika, von 50 Bundessstaaten ist Kalifornien #41 in Bezug auf erfolgreiche Lernumgebung (Klassen voll mit Kindern Illegaler, die kaum Englisch sprechen), #39 in Bezug auf Schulfinanzen (verursacht durch Kosten illegale Immigration) und #30 in Bezug auf scholastische Leistungen. Die Regierenden in Kalifornien, Colorado, Oregon, Washington State etc. wissen, dass man ein Volk von zugekifften Hasch Puppies leichter regieren kann als eine brodelnde Mittelschicht, die Gegenleistung für ihre Steuern verlangt. Und damit man die Gefahr eines Aufstands verringert, erzählt man dem Wähler vor Verbschiedung der bundesstaatlichen Kifferlegalisierung auch nicht, dass diejenigen, die sich den Kifferfreifahrtschein holen, ab sofort vom Besitz von Feuerwaffen ausgeschlossen sind, Resultat eines Regierungsgesetzes, das Cannabisnutzern den Besitz von Feuerwaffen seit jeher verboten hat, ganz egal, ob die Regierung des entsprechenden Bundestaats Haschkonsum legalisiert oder nicht. So schlägt der Bundesstaat zwei Fliegen mit einer Klappe, mehr Macht den Dummen und Abhängigen und weniger Chance auf aktive Gegenwehr sollte der Staat mal den Bogen überspannen und selbst der Dümmste mal aufwachen. "Any government powerful enough to give the people all that they want is also powerful enough to take from the people all that they have." Bevor jetzt die Ohrensesselexperten wieder loslegen: Ich lebe in Kalifornien. Seit fast 30 Jahren. Arbeite. Zahle Steuern. Und ich kann mich noch gut an die Zeit ohne den allgegenwärtigen Haschgestank erinnern. Werde dieses verfilzte sozialistische Dreckloch aber sobald ich kann verlassen und in einen weniger verkommenen Bundesstaat ziehen.

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manotti 01.01.2018, 20:40
66.

Zitat von kriskross
Ein Freund von mir hat mit 15 angefangen zu kiffen und nicht mehr aufgehört. Derzeit lebt er in einer betreuten Wohngruppe. Ach ja: Entmündigt ist er inzwischen auch. Dennoch kann ich mir ständig von irgendwelchen 68er-Ideologen anhören, wie harmlos kiffen doch sei. Das hochgezüchtete Zeug heute ist einfach zu stark und macht meiner Meinung nach nachhaltig ... nun ja, bekloppt.
Dann müßte man konsequenterweise auch den Alkohol verbieten, denn der richtet viel mehr Schaden in unserer Gesellschaft an als Canabiskonsum. Es ist wie mit jeder Droge: Die Menge macht das Gift. Ich kenne Leute die übertreiben mit dem Konsum von Cannibis und kriegen nichts mehr auf die Reihe, aber das ist beim Alkoholkonsum genau so und da sind die Folgen viel verheerender.
Wenn ich mir mir ab und an ein Tütchen Gras kaufe, möchte ich nicht behandelt werden wie ein Krimineller. Ein verantwortungsvoller Umgang ist natürlich Voraussetzung, dass man nicht, wie von Ihnen beschrieben, so derartige psychiche Schäden und einen solchen gesellschaftlichen Absturz erleidet.
Alkohol macht die Leute auch aggresiv, was bei Cannabiskonsum nicht der Fall ist!

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MarcVain 01.01.2018, 20:58
67. "doch es gibt Probleme"

Na, der Spiegel wäre nicht der Spiegel, wenn er nicht seinen Bürgern "Grenzen (ja, denn wer das darf bestimmt ja nicht jeder) aufzeigen würde". Ja, Ja, Ja, es gibt sie noch, die Guten beim Spiegel.

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Flugor 01.01.2018, 21:55
68. Jener Beitrag klingt wie Satire...

Jener Beitrag klingt wie Satire, aber es gibt gewiss Menschen, welche das so ernst meinen...

Zur Aufklärung:
Wachstum im Umfeld begrenzter Resourcen bedingt Umverteilung, will man keinen Crash riskieren, da der am Schnellsten wachsende allen anderen Marktteilnehmern etwas weg nehmen muss:
Setzt man ein "unteres Limit", nimmt der Stärkere so lange alles, bis dass alle auf jenem "unterem Limit" angekommen sind. Das ist simple Mathe, welche auch "Ökonomen" verstehen sollten.

Jene Problematik führt zu Widerstand der Verlierer und irgendwann ist diesbezüglich eine "kritische Masse" erreicht: Es kommt zu einem Crash jener Gesellschaft:

Ein Crash einer Gesellschaft bedeutet Diebstahl, Raub, Mord, Aufstand, Krieg. In dieser Reihenfolge.

Man kann jene Folgen eine Weile "außerhalb" halten, indem man Grenzen verteidigt:
"Gated Communities" sind ein gutes Indiz für solche gescheiterten gesellschaftlichen Entwicklungen, aber infolge des (durch die Bevölkerungszahl begrenzten) exponentiellen Wachstums werden die Feinde jener Politik schnell mehr:

So wie man nicht endlos 20% eines Flusses aufstauen kann ohne dass irgendwann die Dämme überwunden werden, kann man die durch das eigene Verhalten verursachte gesellschaftliche Folgen auch nicht endlos von sich fern halten:

Je nach Geld erwischt es einen früher oder später...

Wollen Sie also Ihre eigene Ermordung nicht mutwillig riskieren, sollten Sie aus Eigennutz eine gewisse -die Gesellschaft stabilisierende- Umverteilung akzeptieren. Eine solche Erkenntnis basiert aber auf Lernfähigkeit:

In einer Demokratie legt die Mehrheit -unter Beachtung eines Minderheitenschutzes- fest, welche Einschränkungen Sie zu akzeptieren haben.

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SirBaffles 01.01.2018, 21:55
69. Paradox

Es ist immer wieder schön anzusehen, wie manche, die versuchen, gegen eine Legalisierung zu argumentieren, sie mit ihren Argumenten eher unterstützen. 'Das hochgezüchtete Zeug heute ist einfach zu stark und macht meiner Meinung nach nachhaltig ... nun ja, bekloppt.' - Die Potenz von Gras lässt sich auf einem illegalen Markt nunmal schwierig kontrollieren, unter einer Abgabe in z.B. Apotheken würde jeder wissen was er kauft und anschließend auch konsumiert. Nur einer von vielen Gründen für eine Legalisierung der allermeisten psychoaktiven Substanzen.

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