Forum: Wirtschaft
Marktforschungsort Haßloch: Politik für Vermessene
Gemeindeverwaltung Haßloch

Haßloch in der Pfalz ist so durchschnittlich, dass Marktforscher hier schon seit Jahrzehnten Produkte für den Rest der Republik testen. Nun werben dort die Parteien um Stimmen zur Bundestagswahl. Wie denkt Deutschlands Mustergemeinde über Löhne, Steuern, Euro-Rettung?

Seite 2 von 3
leser47116352 25.08.2013, 12:55
10.

soviel zu repraesentativen umfragen, wenn immer nur die gleichen befragt werden, toll. es gibt keine repraesentativen umfragen, das ergebnins zaehlt. wird viel zu viel umgefragt, wen interessiert das geleier.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
katzenheld1 25.08.2013, 13:44
11. Nicht verzagen

Zitat von thelma&louise
Die Mutter gehört zum Kind, die Rente und überhaupt alles soll werden wie früher, das nennen Sie bunt, nur weil es in kein Parteiprogramm passt? Das ist doch einfach nur spiessig. Wenn die GfK findet, Hassloch sei das Durchschnittskaff, dann sollten vielleicht die Algorithmen gelegentlich überprüft werden. Eine beruflich erfolgreiche Single Frau mit normalem Hormonstatus zieht bestimmt nicht freiwillig in so einen Ort. Deshalb geht wahrscheinlich der deutsche Markt mit seinen Konsumgütern so weit an den Bedürfnissen von Frauen mit Geld vorbei. Uns fragt keiner. Macht nix, das Ausland schläft da nicht.
Ich meine gehoert zu haben, dass in dem "Durchschnittskaff" das erste Bordell mit maennlichen Prostituierten unter der Leitung einer Frau (erfolgreich, Single) eroeffnet werden soll. Sehr hochpreisig, also nur etwas fuer Frauen mit Geld und natuerlich normalem Hormonstatus.

Sie beide brauchen also nicht ins wache Ausland, der deutsche Markt ist dann auch fuer algorythmische thelmas & luoises da ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Mahagon 25.08.2013, 14:15
12. Honi soit...

Zitat von sysop
Haßloch in der Pfalz ist so durchschnittlich, dass Marktforscher hier schon seit Jahrzehnten Produkte für den Rest der Republik testen. Nun werben dort die Parteien um Stimmen zur Bundestagswahl. Wie denkt Deutschlands Mustergemeinde über Löhne, Steuern, Euro-Rettung?
Also erstmal: Das (politisch) durchschnittlichste Kaff Deutschlands/von Rheinland-Pfalz ist, nachwievor, Niedermohr! Siehe hier:

Repräsentativ: Niedermohr wählt wie Deutschland wählen wird | tagesschau.de

Das bildet sich bei Niedermohr unter anderem auch im Gemeinderat ab, wo die CDU bzw. ihr Kandidat bei Lokalwahlen eben nicht gleich auf 64% kommen! Vielleicht sind wir Niedermohrer für die Umfrageinstitute dabei nur deshalb so uninteressant, weil bei uns nur 1500 Menschen leben.
Haßloch ist, politisch gesehen, schwarz, und diese Aussage gilt für die gesamte Region Vorderpfalz (dazu zählen dann auch Neustadt a.d. Weinstraße, Speyer etc.). Einfach eine sehr spießbürgerliche Region, die den Blütezeiten ihres Nationalhelden (der Dicke mit den Koffern und dem Ehrenwort) noch immer ein bisschen wehleidig nachtrauert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
AndyDaWiz 25.08.2013, 14:33
13. alles soll werden wie frueher...

...aber billig einkaufen in China statt beim Mittelstaendler im Nachbarort, dass muss bleiben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
christian simons 25.08.2013, 14:45
14.

Zitat von Zündkerze
beim lesen der Überschrift die Heute-Show ist aus der Sommerpause zurück. Ich wette Haßloch ist der Geburtsort von Gernot Hassknecht.
Also mir tun die Haßlöcher leid.
Die werden wahrscheinlich im Stundentakt mit repräsentativen Umfragen a la "Haben Sie ein paar Minuten Zeit, um ein paar Fragen zum Thema "Körperpflege" zu beantworten?" belämmert....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cicatriz 25.08.2013, 17:42
15.

Zitat von sysop
Haßloch in der Pfalz ist so durchschnittlich, dass Marktforscher hier schon seit Jahrzehnten Produkte für den Rest der Republik testen. Nun werben dort die Parteien um Stimmen zur Bundestagswahl. Wie denkt Deutschlands Mustergemeinde über Löhne, Steuern, Euro-Rettung?
Na, Herr Unternehmer? Es stimmt dann verwunderlich, dass der überwiegendste Teil des Spektrums der Jobs, die seit dem Ende der "Krise" 2012 geschaffen wurden, Billigjobs auf dem Niveau der Helferbezahlung sind und dass der Niedriglohnbereich immer fetter wird.Dürfte ja so nicht sein, folgt man den Worten Meiswinkels..Oder aber liegt es nicht etwa daran, dass die Löhne für Facharbeiter auf Helferniveau gedrückt werden sollen und nicht elten schon da sind??



Dann müssten ja im September die 4 Blockparteien bei zusammen 20% liegen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ralf Berger 26.08.2013, 00:27
16. borniert vielleicht...

Zitat von Alder Pälzer
Haßloch ist politisch seit eh und jeh schwarz und borniert.
aber ein "Alder Pälzer" sollte wissen, dass Haßloch seit dem Krieg bis 2004 rot regiert wurde, die längste Zeit sogar mit absoluter Mehrheit. Lothar Lorch ist erst der zweite schwarze Bürgermeister. "Seit eh und jeh" ist also unangebracht.
Und so ganz borniert ist auch nicht richtig, wie Frau Dixon und Frau Nico klar machen: Politisch interessiert, offen für neue Ideen informieren sie sich und wissen Bescheid über die politische Szene - schade, wenn solche Frauen dauernd vor den Kopf gestoßen werden und nicht wählen gehen wollen.
Außerdem gab es bei der angesprochenen Bürgermeisterwahl in Hßloch auch einen Kandidaten der Piratenpartei, der mit über 6% deutlich über den Umfragewerten der Partei lag.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ralf Berger 26.08.2013, 00:40
17. Enttäuschend...

Zitat von analyse
Frau Finco sollte schnell noch 3 Wochen Anschauungsurlaub in Frankreich,England,Spanien oder in Italien machen,dann rennt sie sogar zu den Wahllokalen !
... wenn Menschen wie Frau Finco nicht mehr zu Wahl gehen würden: Sie macht sich Gedanken zu Politik, hat eine differenzierte Meinung...
Da helfen nur zwei Dinge: Trauen Sie keinem Plakat ("pfälzisch, pragmatisch, profiliert") und informieren Sie sich (Der angesprochene CDU-Kandidat ist einer der Top10-Verdiener im Bundestag aufgrund seiner Nebeneinkünfte).
Geben Sie die Hoffnung nicht auf, Frau Finco! Schrecken Sie nicht davor zurück, eine kleine Partei zu wählen! Nutzen Sie Ihr Wahlrecht!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ralf Berger 26.08.2013, 00:44
18. Glückwunsch!

Zitat von ahse loche
Ich bezweifel stark, dass man von diesen Ort auf den Rest der Republik schließen kann.
Sie haben es bis zu Ende gelesen! Am Ende steht ja auch in dem Bericht: "So ganz vergleichbar sind Marktforschung und Politik dann eben doch nicht"

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ralf Berger 26.08.2013, 01:55
19. Trauen Sie keinem Plakat - Informieren Sie sich...

...und gehen Sie zur Wahl.
"Und diesen Frust sollen Menschen wie Lothar Lorch nun also auffangen." Auch wenn Lothar Lorch mit 64% gewählt wurde, sollte man doch erwähnen, dass nur 38% der Einwohner überhaupt zur Wahl gingen. Immerhin lag die Wahlbeteiligung damit 8% höher als bei der vorangegangen Landratswahl, aber dazu haben die großen Volksparteien wenig beigetragen.
"Doch als der Bürgermeister anschließend ins Rathaus lud, kamen nur 40 Leute, zur Hälfte Kommunalpolitiker." Wenn man die Umfrageergebnisse vorher ignoriert hat, braucht man sich nicht zu wundern, wenn nur 20 Bürger zu so einem Treffen kommen und kaum jemand zur Wahl geht.
Und solange man weiterhin mehr Geld ausgibt als man einnimmt für zweifelhafte Projekte, darf sich weder die Kommune noch das Land oder der Bund über steigende Verschuldung wundern. Frau Finco hat schon Recht, wenn sie lieber "einen Gang zurückschalten" will. Und auch das "Bedingungslose Grundeinkommen" von Frau Dixon zeigt, dass die beiden Frauen sich über die Wahlprogramme der Parteien informierten. Leider sind sie damit in unserer Parteiengeprägten Demokratie schon die Ausnahme. "Gute Politik jedoch braucht mehr Engagement als ein bloßes Kreuzchen am Wahltag" Ich würde die Betonung auf "Gute" legen. Deswegen habe ich auch als Bürgermeister in Haßloch kandidiert - für die Piratenpartei. Zwar habe ich nur 6,8% erhalten, lag damit aber in Haßloch weit über den Umfragen im Bund. Aber es sagt ja keiner, dass Haßloch politisch repräsentativ sei.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 3