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Marktmissbrauch: EU verhängt Milliardenstrafe gegen Apple-Zulieferer Qualcomm
REUTERS

Jahrelang soll Chiphersteller Qualcomm Apple dafür bezahlt haben, keine Chips von anderen Herstellern in seinen Geräten zu verbauen. Nun wurde der US-Konzern von der EU zu einer empfindlichen Strafe verurteilt.

quark2@mailinator.com 24.01.2018, 15:41
1.

Was sollen 5% vom Umsatz ? Solange Firmen nicht auch mal an solchen Strafen Pleite gehen, wird sich gar nichts ändern. Beispiel Netscape. Microsoft gewann den "browser war" durch Integration von IE in Windows und Netscape verschwand. Später zahlte Microsoft Strafe, aber das macht Netscape nicht wieder lebendig. Nebenbei stellt sich die Frage, warum andere Firmen später ihre Browser fest in ihre Betriebssysteme integrieren durften, ohne bestraft zu werden, aber das ist ein anderes Thema. Worum es mir hier geht ist, daß wir in den letzten Jahren z.B. unzählige große Kartellverfahren hatten. Die Strafen führen nie dazu, den Status Quo wieder herzustellen. Verdrängte Mitbewerber sind weg. Aus meiner Sicht sollte die Strafe darin bestehen, daß der Staat die zu bestrafende Firma in nennenswertem Umfang übernimmt und die Anteile dann ggf. an Geschädigte ausgibt. Und zwar so, daß es weh tut.

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whocaresbutyou 24.01.2018, 17:37
2. 5% ...

"Was sollen 5% vom Umsatz ?"

5% vom Umsatz kann bei Produktionsbetrieben schnell mal die Hälfte des Gewinns bedeuten.
Bei börsennotierten Unternehmen kann das einen Erdrutsch auslösen.

Um zum Thema "damit die auch mal daran pleite gehen":
Ein Unternehmen ist keine bestrafbare Person mit Gewissen oder Gedächtnis. Die Pleite eines Unternehmens trifft als erstes die Angestellten, die rein gar nichts dafür können. Die Manager sind in der längst Regel weg, bevor es richtig kracht.

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