Forum: Wirtschaft
Markus Söder und Olaf Scholz: Die Zinspopulisten
DPA

Alarm! Den Deutschen drohen Strafzinsen! Das zumindest wollen Politiker wie Markus Söder oder Olaf Scholz den Sparern weismachen. Dabei sind die einzigen, die bei dem Thema eine Strafe verdient hätten, die Herren selbst.

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willi.simon 23.08.2019, 08:21
40.

Der Autor scheint irgendwie blind zu sein. Der positive Trend bei Aktienmarkt ist doch quasi eine Blase durch das billige Geld und sonstigen fehlenden Anlageoptionen. Generell sind Aktien nur für Leute eine Option, die das Geld auch überhaben. Denn wenn die Kurse fallen ist das Geld weg. Das kann sich jemand der auf etwas spart nicht leisten.
Das die Linken dieses Thema nicht aufgreifen wundert mich. Gerade für kleine Sparer ist das niedrig Zinsniveau gerade eine kalte Enteignung. Es kann doch nicht im Sinne des Erfinders sein, daß man sich alles durch Kredite finanziert. Gewinner ist der Staat, der als sehr großer Schuldner sehr viele Mrd bei den Zinsen einspart und nicht sparen muß und das Geld immer noch für sinnlose Projekte verpulvert. Als normaler Mensch muß man sich allerdings auch um die Rückzahlung von Krediten kümmern und dort extra Zinsen bezahlen. Also für ökonomisch denkende Menschen, oder Menschen die dafür kein Geld übrig haben auch keine Option!

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pittiken 23.08.2019, 08:22
41.

Zitat von Sibylle1969
Mein überwiegend auf ETFs, Aktienfonds und Aktien basierendes Depot ist dieses Jahr bereits um über 10% gewachsen. Meine Altersvorsorge sieht blendend aus. Aber der dumme deutsche Michel kapiert halt nicht, wie der Zinseszinseffekt wirkt und dass mit einer breiten Streuung des Portfolios man auf einen 30-40-Jahreszeitraum mit Aktien keine Verluste machen kann. Ist mathematisch unmöglich. So deutlich muss man das immer wieder sagen. Wer monatlich nur 100 Euro im einen ETF-Sparplan anlegt, damit mit 30 Jahren spätestens beginnt, braucht sich um seine Altersvorsorge keine Sorgen zu machen.
Mathematisch auf dem Papier, ja sicher. Was viel wichtiger ist, was bekommen Sie für Ihr Papier mit dem Aufdruck Aktien, wenn Sie dann Ihre Altersvorsorge dann für Ihren Lebensunterhalt benötigen.

Da sind schon öfters Schaumschläger enttarnt worden und die haben dann heulend am Tisch sitzend in die Kamera geschaut.

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claus7447 23.08.2019, 08:29
42. Nun, Söder hat viele Baustellen...

Zitat von so-long
sollte sich um bayerische Stromtrassen kümmern; das wird aber nicht auf Freude stoßen. Die Niedrigzinsen für Häuslebauer werden nicht kritisiert -obwohl eine Pleitewelle kommen kann- sondern freudig mitgenommen, ebenso wie Bundesanleihen mit Negativzins. Warum sagt Söder nicht ehrlich, dass dies zwei Seiten einer Medaille sind.
...er ist permanent im Wahlkampf. Gestern Grün heute Zinsen.

Klar versucht die EZB insbesondere Ländern wie Spanien, Portugal und Italien unter die Arme zu greifen. Auch Deutschland wird die schwarze Null beerdigen. In Anbetracht der notwendigen Verbesserung der Infrastruktur wird dies notwendig sein. Neben Internet insbesondere Brücken, Schienen und Wasserwege.

Leider haben wir derzeit keine Partei mit ausreichend Stimmen um auch endlich den Umbau des Rentensystems (alle zahlen in ein System undxalle bekommen daraus Rente, s. Österreich) das sonst in 10 Jahren schon an den Beamtenpensionen scheitern wird. Die grösste Aufgabe wäre ein komplett neues und gerechtes Steuersystem. Dann müsste man nicht über Vermögenssteuer etc. diskutieren sondern jeder zahlt seinen gerechten Anteil. Egal woher er Einnahmen hat, ob Dividenden, Miete oder Lohn. Weniger Ausnahmen, weniger Subventionen. Das wäre ein Schritt in die Zukunft.

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DerBlicker 23.08.2019, 08:46
43. daran sind die Deutschen aber nur selbst schuld

Zitat von kohle+reibach
Werter Herr Bartz, Sie sind jetzt 49 Jahre alt und kennen daher auch noch die Zeiten, als es für den Spargroschen noch gute Zinsen auf dem "normalen Sparkonto" gab. Sie mögen ja eine Koryphäe auf dem Gebiet des Aktieninvests sein und auch heute noch gute Erträge erwirtschaften, aber das gilt noch lange nicht für die breite Masse. Daher verstehe ich diesen hämischen Artikel überhaupt nicht. Denn eines ist klar: Die Bank gewinnt immer! Das wusste schon meine Oma. Ich erinnere nur an die Gutgläubigen, die ihre Kröten in Riesterverträge versenkt haben, weil Politik und Versicherungen (= Banken) das als sicher und gut angepriesen haben. Oder die Leute, die seinerzeit mit der T-Aktie nette (Verlust) Erfahrungen machen durften. Das bleibt leider in den Klamotten hängen und wer einmal bescheißt, dem glaubt man nicht mehr. Daher ist der Aktienmarkt in Deutschland für viele eine NoGo Area.
Man kauft doch nicht eine Aktie wie die T-Aktie, wenn man in Aktien investiert, man muss immer breit streuen, aber dazu sind die Deutschen zu blöd. Nein,der Autor hat völlig Recht, die Deutschen setzen seit Jahrzehnten auf die falschen Geldanlagen und beschweren sich dann über eine schlechte Rendite.

Es ist auch eine bodenlose Frechheit der Sparkassen, so einen Brief an die EZB zu schreiben, die Sparkassen müssen ihr Geld doch nicht bei der EZB anlegen, auch dort ist man einfach zu faul, Kredite zu vergeben und meint ernsthaft, man könne Geld mit Anlagezinsen bei der EZB verdienen. Eine Bank, die Geld bei der EZB anlegt, ist komplett überflüssig, denn sie hat erkennbar kein Geschäftsmodell.

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dynamoraul 23.08.2019, 08:48
44. Absurd

sind doch eigentlich Zinsen.Und nicht umgedreht.Einer musss für dass Geld bezahlen,weil es fällt nicht vom Himmmel.Und nun ratet mal wer dass ist?Ich meine dass International und nicht nur auf den Deutschen Steuerzahler bezogen.

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DerBlicker 23.08.2019, 08:52
45. wie kommen Sie darauf?

Zitat von isikat
Gestern abend wurde im Staats-TV groß und breit angedroht, dass selbst Kleinsparer mit Strafzinsen rechnen müssen. Dass in diesem Land Gesetze schon längst nicht mehr eingehalten werden, sieht man täglich. Warum also sollte man sich um vorhandene Urteile scheren? Eine veränderte Situation erfordert eben dann neue Vorschriften, so wird es uns vermittelt. Gestern hieß es, die Banken müßten die Strafzinsen, die sie selbst ja auch zahlen müssen, an alle Kunden weitergeben, da sie sonst nicht existieren können. Und es ist eben nicht möglich, sein Geld z. B. auf verschiedene Tagesgeldkonten bei verschiedenen Banken zu verteilen, da man bei der Bank, bei der man ein Tagesgeldkonto hat, auch ein Girokonto besitzen muss, auf das monatlich regelmäßig ein bestimmtes Einkommen eingehen muss.
Sie sind sehr schlecht informiert. Viele Banken bieten Tagesgeldkonten an, da muss man kein Girokonto dort haben. Und nein, die Banken müssen überhaupt keine Strafzinsen zahlen, nur wenn sie faul ihr Geld bei der EZB parken, das sollen sie aber nicht, das ist nicht deren Job, deshalb ja die Negativzinsen von Draghi. Die Banken sollen mit Krediten Investitionen finanzieren, als Geldaufbewahranstalt braucht man Banken nicht. Das Gejammer der deutschen Banken, aus dem Ausland hört man das komischerweise nicht, ist die geschäftliche Bankrotterklärung.

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pd1954 23.08.2019, 08:55
46. Oops- da wird doch

tatsächlich für Aktien als Anlage geworben !? Ein echtes Novum, da der Spiegel wie viele andere Medien traditionell vehement gegen Aktien und insbesondere Investoren (=Aktionäre) ist. Und leider kein Wort darüber, dass die Politik der EZB einzig der Schuldenfinanzierung der Südländer gilt - weshalb Macron dafür gesorgt hat dass Deutschland in der EU den Posten des Frühstücksdirektors erhält und Frankreich den einflussreichen Posten in der EZB - und damit das französische Defizit (deutlich über der vertraglichen Grenze) weiter billig finanziert wird. Und warum sollte Kapital als Wirtschaftsfaktor keinen Preis haben ?

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cabeza_cuadrada 23.08.2019, 08:58
47. Abwarten

Zitat von pittiken
Mathematisch auf dem Papier, ja sicher. Was viel wichtiger ist, was bekommen Sie für Ihr Papier mit dem Aufdruck Aktien, wenn Sie dann Ihre Altersvorsorge dann für Ihren Lebensunterhalt benötigen. Da sind schon öfters Schaumschläger enttarnt worden und die haben dann heulend am Tisch sitzend in die Kamera geschaut.
wenn man Angst hat, sich nicht informieren will, verteufelt man halt gern was man nicht kennt oder wovon man keine Ahnung hat. Dass sie sich dann natürlich wünschen dass die Investition und der Vermögensaufbau "den Bach runter geht" ist verständlich. Dann lassen sie ihr Geld halt auf dem Konto und schauen sie dabei zu wie es immer weniger wird.

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wofgang.dietrich.lorenz 23.08.2019, 09:04
48. Wirtschaft besteht aus 50% Psychologie

Durch die Handlungen der EZB befindet sich, wie es Keynes es einmal formuliert hat, die Volkswirtschaften Europas in der Liquiditätsfalle (liquidity trap).
Die Liquiditätsfalle ist ein Begriff aus der volkswirtschaftlichen Theorie nach J.M. Keynes. Damit wird ein Zustand beschrieben, bei dem der Zins auf dem Kapitalmarkt sehr niedrig ist. Deshalb erwarten alle an einer Anlage interessierten Personen nur noch eine Zinssteigerung (verbunden mit einer Senkung der Kurse), um später Wertpapiere zu kaufen. Eine Erhöhung der Geldmenge bewirkt dann keine Ankurbelung der Konjunktur, weil die Anleger das zusätzlich bereitgestellte Geld völlig in ihrer » Spekulationskasse « aufnehmen, um aufbessere Anlagemöglichkeiten zu warten.
In bestimmten Situationen auftretender Tatbestand, dass Zuwächse des Geldangebots keine oder nur noch eine sehr geringe Auswirkung auf die Höhe des Zinses besitzen. Das gesamte zusätzliche Geldangebot verschwindet in der Liquiditätsfalle, wird also als Kassenbestand gehalten, weil der Zins, der durch eine Anlage in Geldvermögenstiteln zu erzielen wäre, als zu niedrig angesehen wird, ggf. nicht einmal die mit der Anlage verbundenen Kosten deckt.
Man kann in dieser Situation an sich nur verkünden, dass man gewillt ist, die Zinsen zu erhöhen. Man kann davon ausgehen, dass Unternehmer dann rechnen werden und investieren, damit sie diese Investitionen noch zu günstigen Konditionen finanzieren können.

Fazit: Zusätzliche Liquidität in die Volkswirtschaften durch die EZB zu pumpen wird nicht helfen und hat nun seit Jahren nicht geholfen. Die Zinsen müssen steigen.

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yogi65 23.08.2019, 09:12
49. Kein Handlungsbedarf

Natürlich sind Negativzinsen ökonomischer und finanzwirtschaftlicher Unsinn. Aber ein Eingreifen der Politik ist nicht erforderlich und die Statements von Herrn Söder und Herrn Scholz kann man ganz unaufgeregt unter Wahlkampf abbuchen. So lange die Wertaufbewahrungsfunktion von Bargeld noch vorhanden ist wird es für den Normalbürger mit volumenmässig (ich meine Volumen tatsächlich im physikalischen Sinn) überschaubaren Cash-vermögen keine Negativzinsen geben. Zumindest nicht für die, die geistig noch halbwegs beweglich sind. Da braucht es keine Gesetze, das regelt der Markt bzw. der gesunde Menschenverstand.

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