Forum: Wirtschaft
Marode Fernstraßen: Hier zerbröseln Deutschlands Brücken
DPA

Der Verfall deutscher Brücken ist bedenklich. Millionen Quadratmeter müssen dringend repariert werden. Unsere interaktive Karte zeigt, wie marode die Bauten auf Ihrer Fahrstrecke sind.

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hummelhirte 07.03.2016, 21:03
230. @frageniemals

Irgendeiner im Westen oder Osten ist bei solchen Themen immer dabei, der sich ohne erkennbaren Grund benachteiligt fühlt und im Neideifer gegen die andere deutsche Hälfte wettert. tztztz...
Den Soli zahlen übrigens alle, sollte nach einem viertel Jahrhundert mal angekommen sein.

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cave68 07.03.2016, 21:23
231.

solange solche Unsinnsprojekte wie der in unserer Nähe entstehende Hochmoselübergang gebaut werden wundert mich in keinster Weise,dass für den Erhalt kein Geld da ist.Mindestens 350 Millionen Euro für ein Projekt in einer Region in der es in den nächsten Jahren zwischen 10 und 20 % weniger Einwohner gibt......das muss mir irgendwer mal erklären....zumal neue Strassen und Brücken ja auch irgendwann renoviert werden müssen und das von immer weniger Einwohnern.

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prefec2 07.03.2016, 21:27
232.

Zitat von MKAchter
Für das Sonderprogramm Brückensanierung hat der Bund ganze 2 Mrd. Euro für die Jahre 2015 - 18 zusammengebracht. Dies dürfte bei weitem nicht reichen. Wohlgemerkt, hier geht es um "Lebensadern", um Basis-Infrastruktur des Landes. Wenn ich dann zur Kenntnis nehme, dass für den genannten Zeitraum "flüchtlingsbedingte Aufwendungen) von summiert ca. 50 Mrd. Euro in allen öffentlichen Haushalten zu stemmen sein werden... So lassen die Zahlenvergleiche einen erstaunt zurück.
Für Banken haben wir noch viel mehr Geld übrig. Die Sache ließe sich ganz einfach finanzieren wenn man sich endlich trauen würde alle Einkommensarten gleich und hohe Einkommen entsprechend zu besteuern. Auch die seit Jahren versprochene Transaktionssteuer wäre da eine gute Hilfe. Aber egal. Wir warten lieber bis Straßen und Schienen unbenutzbar sind.

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jasper366 07.03.2016, 21:32
233.

Zitat von TheBlind
Genau... also halten sie sich selbst daran :D durch googlen erhält man neben der Propaganda der Hersteller und Spediteure auch folgende Punkte: - erhöhte CO2 Emission - erhöhte Unfallgefahr - hohe Infrastrukturkosten
Punkt 1: Nein, ein Gigaliner braucht zwar etwas mehr Sprit als ein normaler LKW, aber deutlich weniger als 2 Lastzüge die man sonst für die gleiche Warenmenge benötigt.

Punkt 2: Wieso? Masse ist die gleiche wie bei einem normalen LKW Zug, der Bremsweg ist sogar kürzer.

Punkt 3: Inwiefern hohe Infrastrukturkosten? Es muß weder an Straßen, Kreiseln etc. etwas geändert werden. Maximal bei eingen Parkplätzen auf der Autobahn die Parkbuchten etwas verlängert werden oder bei den neu zu bauenden Parkplätzen (hier an der A3 zwischen Montabaur und Diez werden in Kürze zwei neue Parkplätze gebaut) dies direkt zu berücksichtigen.

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jasper366 07.03.2016, 21:41
234.

Zitat von f818928
Seit 1.1.2015 wird schon die Umsatzsteuer im Land des Kunden abgeführt und nicht dort, wo der Firmensitz ist.
Das ist so nicht ganz richtig.

Diese Regelung betrifft nur Waren die nicht physisch versendet werden, Musikdownloads, E-Books, Software per Download, etc. und auch nur beim Handel mit Privatpersonen.

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günter1934 07.03.2016, 21:50
235. Rätsel über Rätsel...

Es ist mir immer wieder rätselhaft, wie unsere ganze Infrastruktur überhaupt erbaut werden konnte!
Das ganze Strassennetz mit zigtausenden Brücken, das Eisenbahnnetz mit zigtausend Brücken und jeder Menge Tunnels, die Wasserstrassen, Flussbereinigungen, Stromnetze und und und.
Ja, und heute ist es nicht mehr möglich, das Erbaute instand zu halten, geschweige denn zu modernisieren oder bei den Stromnetzen z.B. die für die Energiewende notwendigen Leitungen zügig zu bauen.
Fehlt es am Willen oder am Geld oder an den Fachkräften?

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wastl300 07.03.2016, 23:03
236. Gigalinermasse = LKW-Masse?

Zitat von jasper366
... Punkt 2: Wieso? Masse ist die gleiche wie bei einem normalen LKW Zug, der Bremsweg ist sogar kürzer. Punkt 3: Inwiefern hohe Infrastrukturkosten? Es muß weder an Straßen, Kreiseln etc. etwas geändert werden. Maximal bei eingen Parkplätzen auf der Autobahn die Parkbuchten etwas verlängert werden oder bei den neu zu bauenden Parkplätzen (hier an der A3 zwischen Montabaur und Diez werden in Kürze zwei neue Parkplätze gebaut) dies direkt zu berücksichtigen.
wieso heißen denn die Gigaliner so, wenn sie nur die gleiche Masse transportieren, wie ein Lkw?
Oder haben sie doch statt der erlaubten Lkw-Masse von 40t etwas mehr? 60t vllt, im Feldversuch 44t?
ist bei der Straße entscheidend, welche Flächenpressung zwischen Reifen und Belag entsteht, nicht nur die Masse, welche beim Bremsen wichtig ist.
Das kreiert mehr Abnutzung. Dann spricht man auch von hohen Infrastrukturkosten.
Und ob alle Straßen so bleiben können? Bei 6,5m mehr Länge ergibt es einen größeren Wendekreis.

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ofelas 07.03.2016, 23:07
237. privatisierung wird wohl folgen

Investitionsstau fuer Infrastruktur in Deutschland:
ueber 600 Mrd bisher, wir haben in den letzten 15 Jahren ca 40 jahrlich "gespart" - habe ich direkt von jemanden aus der Fuehrungsriege der SPD

um die notwendigen Reparaturen zu machen muessten wir 80-100 Mrd jetzt in den naechsten 6 Jahren taetigen, sonst soll die Summer hoeher werden.
Das schoene dabei, CDUCSUSPDGruene waren alle daran beteiligt

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master24 07.03.2016, 23:27
238. Es liegt am falschen Baumaterial

Das kommt davon wenn man auf das falsche Baumaterial setzt und die Betonlobby sich ins Zeug legt! Die Technik des Brückenbaus ist einfach die falsche! Wir haben in Deutschland unsere Ingenieure schön auf Beton getrimmt! Und die Baufirmen können auch nichts anderes! Wer billig baut baut zweimal! Stahlbrücken z.B. halten deutlich länger und sind einfacher zu reparieren. Ein kaputter Zugstahl in einer Betonbrücke lässt sich dagegen nicht mehr reparieren!

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Fragende_Leere 07.03.2016, 23:28
239. Eigentlich eher am Willen

Zitat von günter1934
Es ist mir immer wieder rätselhaft, wie unsere ganze Infrastruktur überhaupt erbaut werden konnte! Das ganze Strassennetz mit zigtausenden Brücken, das Eisenbahnnetz mit zigtausend Brücken und jeder Menge Tunnels, die Wasserstrassen, Flussbereinigungen, Stromnetze......
Große Teile des "Volkseinkommens" sprich des Staatshaushalts gehen für Transferleistungen drauf, sprich Gehälter, Pensionen, Renten, Soziale Leistungen. Bei den laufenden Gehältern sind es meines Wissens über 50% vom Haushalt, da ist natürlich klar, dass Politik darauf Rücksicht nimmt. Von der Wählergruppe ganz zu schweigen.

Gregor Gysi hatte einmal den interessanten Vorschlag gebracht, die Steuern auf das Niveau anzuheben, auf das die CDU sie bis 1990 gesenkt hatte. Da könnte ja eigentlich niemand dagegen sein, da es unter Kohl ja "niemanden schlechter, aber vielen besser" ging.

Obwohl ich kein Linkswähler bin, halte ich diesen Vorschlag für richtig.

Fachkräftemangel dagegen halte ich für ein Gespenst: wenn der immer ach so freie Markt funktionieren würde, dürften durch Gehaltserhöhungen genügend Leute zur Verfügung stehen, um die erforderlichen Leistungen zu erbringen. Um diese jedoch nicht so hochzuschrauben, wurde der Fachkräftemangel "erfunden". Klar, für einzelne Unternehmen kann es schon Schwierigkeiten bedeuten, geeignete Mitarbeiter zu finden - für eine ganze Branche über Jahre hinweg, ist das mehr als fragwürdig.

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