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Marode Infrastruktur: Grube fordert Milliarden für die Bahn
DPA

Bahn-Chef Grube fordert von der Bundesregierung mehr Mittel zur Instandhaltung des Schienennetzes. Die Arbeiten an Gleisen und Weichen werde "eine Generation lang" dauern, sagte er dem SPIEGEL. Ohne zusätzliche Investitionen in Milliardenhöhe drohten Streckensperrungen.

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ostap 03.11.2013, 08:18
1. Na so was?

Zitat von sysop
Bahn-Chef Grube fordert von der Bundesregierung mehr Mittel zur Instandhaltung des Schienennetzes. Die Arbeiten an Gleisen und Weichen werde "eine Generation lang" dauern, sagte er dem SPIEGEL. Ohne zusätzliche Investitionen in Milliardenhöhe drohten Streckensperrungen.
Wenn die Bahn kein Geld für die Erhaltung des Schienennetzes hat, warum versenkt sie dann gegen den Widerstand der Stuttgarter schlappe 5Mrd.€ in das in jeder Hinsicht unsinnige Projekt "Stuttgart 21"?

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nachtkrapp 03.11.2013, 08:19
2. Stuttgart21 absagen...

...dann hat man die nächsten Jahre 10-15 Milliarden mehr in der Kasse!

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zaphod1965 03.11.2013, 08:23
3. Kein Wunder

Zuerst trimmt Mehdorn die Bilanz der Bahn auf Börsengang und jetzt soll der Steuerzahler die Rechnung begleichen. Wie immer.
Es ist allerhöchste Zeit, das die Daseinsvorsorge wieder vom Staat wahrgenommen wird. Infrastruktur und Grundversorgung gehören nicht in private Hände und dürfen nicht der Gewinnerzielung dienen.

Wasser-, Bahn-, Strom-, Telekommunikations- und Gasnetze müssen verstaatlicht werden.
Ebenso gehören Krankenhäuser nicht in private Hände.

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u.loose 03.11.2013, 08:31
4. Ich dachte immer

nur die bösen Privaten würden ihres Gewinns wegen ihre Infrastruktur vergammeln lassen und nur der Staat in Bürgerhand kann es besser. Wie man sieht, kann es der Staat eben auch nicht besser - der ist offenbar immer gerne bereit noch ein paar Milliarden mehr für z.B. den Sozialhaushalt auszugeben, aber für die Infrastruktur eben nicht.

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renatedietrich 03.11.2013, 08:35
5. typisch Bahn

jetzt braucht der Gruber Geld vom Staat, aber große Bahnhöfe wie S21 bauen, dafür hatte man Geld! Aber fürs Schienennetz ist kein Geld da!!! Sollen doch diese blöden Politiker spenden, die haben ja anscheinend Geld wie Heu, da sie ja alles abnicken, was Geld kostet und man nicht braucht!!

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mann-in-kapstadt 03.11.2013, 08:35
6. 30 Jahre geistig-moralische Wende!

... und darum ist die Privatisierung von Leistungen von nationaler Bedeutung (Transportinfrastruktur, Post- und Fernmeldewesen, Wasser-, Strom-, Gasversorgung, Abwasser- und Müllentsorgung, Schutz der öffentlichen Sicherheit und der nationalen Souveränität) falsch.
Das, was beim shareholder value als "Unternehmensgewinn" ausgewiesen wird ist in Wirklichkeit abgeschöpftes Kapital aus den generationenlangen Investitionen der öffentlichen Hand, sprich: der Bürger.

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wolli1969 03.11.2013, 08:35
7. Ach was

merkt auch die Bahn, dass es wichtigere Projekte und vor allem laufende Aufgaben gibt als S21? Super Burschi!

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envi 03.11.2013, 08:36
8. Offenbarungseid

oder auch Armutzeugnis oder Unvermögen
Etwas anderes fällt mir dazu nicht mehr ein.
Ich kann mich noch erinnern, wie diese Bahn-Vorderen in einer über alle Maßen aroganten Art und Weise die Gegner von Stuttgart 21 angegangen sind, weil die etwas Vorhandenes ertüchtigen wollten. Dabei weiß doch heute fast jedes Kind, dass der heutige großkotzige Neubau die Kosten von morgen sein werden. Die tun so, als gäbe es diesen Morgen nicht, als würde die heutige Welt zu mir nichts dir nichts in die Zukunft projeziert werden können. Dabei leben sie in einem System, dass im Eilzugtempo seine Grundlangen verfrühstückt. So tickt unsere Gesellschaft. Das hat mit geistiger Gesundheit nichts mehr zu tun und ist zum Untergang geweiht.

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rwachsmu 03.11.2013, 08:38
9. 10 Milliarden und mehr!

Zitat von sysop
Bahn-Chef Grube fordert von der Bundesregierung mehr Mittel zur Instandhaltung des Schienennetzes. Die Arbeiten an Gleisen und Weichen werde "eine Generation lang" dauern, sagte er dem SPIEGEL. Ohne zusätzliche Investitionen in Milliardenhöhe drohten Streckensperrungen.
Vorrang hat das Bestandsnetz? So so.

Trotz aller Anstrengungen ist die Bahn im Regionalverkehr viel zu teuer und viel zu unflexibel. Das ist auch ein Grund für die Landflucht und den Wegfall von weiteren Arbeitsplätzen in den ländlichen Regionen und natürlich steigen immer mehr Menschen wieder aufs Auto um. Mittlerweile stehen schon ganze Dörfer leer und die Kleinstädte werden von alten Leuten bewohnt. Die Immobilien dort sind nichts mehr wert und verfallen und in den Großstädten können sich immer Weniger eine bezahlbare Wohnung leisten. Die Bahn ist auch im Regionalverkehr lächerlich teuer und von immer mehr Menschen nicht mehr zu bezahlen.

Die Auswirkungen sind deutlich. Immer mehr Menschen geben ihr Geld für Wohnen und Mobilität aus und ziehen den Arbeitsplätzen in den Ballungsräumen hinterher mit der logischen Folge, dass es dort immer enger wird und die Wohnkosten steigen, steigen, steigen.

Da wundert es nicht, dass der Konsum der breiten Masse nicht anspringt. Die Fahrpreise müssen im Regionalverkehr runter und das Streckennetz und der Fahrplan müssen ausgebaut werden und ja, das muss man subventionieren und zwar kräftig.

Ist natürlich ein sinnloses Rufen in den Wald hinein, wenn man sich die Protagonisten der kommenden GroKo-Diktatur ansieht.

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