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Marode Infrastruktur: Grube fordert Milliarden für die Bahn
DPA

Bahn-Chef Grube fordert von der Bundesregierung mehr Mittel zur Instandhaltung des Schienennetzes. Die Arbeiten an Gleisen und Weichen werde "eine Generation lang" dauern, sagte er dem SPIEGEL. Ohne zusätzliche Investitionen in Milliardenhöhe drohten Streckensperrungen.

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Seraphan 03.11.2013, 13:24
150. Ich verstehe nicht

Zitat von sysop
Bahn-Chef Grube fordert von der Bundesregierung mehr Mittel zur Instandhaltung des Schienennetzes. Die Arbeiten an Gleisen und Weichen werde "eine Generation lang" dauern, sagte er dem SPIEGEL. Ohne zusätzliche Investitionen in Milliardenhöhe drohten Streckensperrungen.
Ist Bahn fahren jetzt umsonst, dass die Bahn trotz Wucherpreise und schlanker Bilanzen ihr Schienennetz nicht instand halten kann?

Nö, mir reicht es langsam. Die Basisversorgung mit Mobilität, Energie Telekommunikation und Gesundheitswesen gehört in staatliche Hand, nicht in die Hände von Opportunisten.

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marseel 03.11.2013, 13:28
151. genug da

Ich empfinde es als eine Dreistigkeit, dass ein Unternehmen mit jährlichen Mrd Gewinnen sich auch noch aus der Staatskasse bedienen will, um damit seine betrieblich unabdingbare Grundstruktur zu sanieren, die einst schon vom Staat bzw Steuerzahler gezahlt wurde, eine Struktur, von der sie also eh schon mehr profitiert als dass es sie was kostet, sonst würde man ja keine Gewinne machen. Züge fahren nunmal nur auf Schienen. Wofür werden Gewinne denn verwendet? Für Prestige Bahnhöfe und Einkaufstouren rund um den Globus... Ich könnt schreien, wenn ich sowas lese.

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gandalfthegreen 03.11.2013, 13:28
152. Und was wird passieren

Mutti Merkel wird zahlen. Mit unserem Geld.,es ist ja Wählerwille!
Und auch der Wähler gab sein JA zu S21.

Hier hat JEDER zum Volksentscheid gemostert, dass man das Teil Bauen soll und nur DUMME BAUERN und BLÖDE SCHWABEN Protestieren.

So DANKE, jetzt braucht Herr Grube von uns alle Mehr GELD!
Ich habe das kommen sehen.
Hätte man die Milliarden in den Schienenbau, satt S21 gesteckt, so hätte das Auch arbeit Geschaffen und die Infrastruktur gefördert.
So verbrennt man nur das Geld.
Aber der Wähler hat ja genug davon!

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specialsymbol 03.11.2013, 13:32
153. Ich dachte die Bahn wäre hochprofitabel

Wollte die Bahn nicht demnächst mit GEWINNVERSPRECHEN an die Börse gehen? Wie geht das mit Milliardenforderungen zusammen? Sollen die eingesammelten Milliarden nicht vielleicht an die zukünftigen Aktionäre ausgeschüttet werden?

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nemensis_01@web.de 03.11.2013, 13:36
154. Prima.

Dann kann man die neuen Einnahmen aus der PKW- Maut ja gleich in die maroden Bahnnetze inverstieren.

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rolli 03.11.2013, 13:51
155.

Zitat von gustavsche
Und Sie sind ein Kommunistennazi, wenn Sie die alte Reichsbahn glorifizieren, die Milliarden verschwendet hat, u.a. für faules Personal. Es ist völlig falsch, den Politikern das Feld zu überlassen, denn dort wo Politiker das Sagen haben, herrscht Verschwendungssucht. Geißler wollte ausdrücklich keinen wirtschaftlichen Bahnhof in Stuttgart, sondern "premium", mit 12 Meter breiten Bahnsteigen, vergoldeten Bahnsteigkanten, mit Personal für jeden Rollstuhlfahrer, zum Anschieben. Aber "premium" können sich die meisten Menschen nicht leisten und selbst wenn, will man es nicht. Ich könnte mir eine Putzfrau leisten, aber ich mache es nicht. Ich bin sparsam und ich habe kein Problem, selber den Staubsauger in die Hand zu nehmen.
Woher wissen Sie wer und was ich bin. Es ist mit Faschisten immer dasselbe. Wenn Sie die Geschichte des Faschismus kennen würden, dann wüssten Sie, dass ab einem Zeitpunkt wo Argumente fehlen, die Diffamierung und Ausgrenzung beginnt. Genau da stehen Sie. Die Geschichte des Neoliberalismus kennen Sie genausowenig. Er wurde durch Menschen wie Mises, Hayek und Friedman, die entweder alles bekennende Nazis waren, oder direkt mit faschistischen Juntas zusammenarbeiteten, erfunden, und, das steht ja ausser Frage, kann sich Neoliberalismus nur in faschistischen Systemen entfalten, der sogenannte starke Staat, der notfalls, wie in allen bisherigen neoliberalen Systemen, seine Bürger notfalls zusammenschiesst und foltert. Ein weiteres faschistisches Merkmal, das Ihnen wohl auch nicht bekannt ist, ist die Zwangsvereinigung von Politik mit Wirtschaft. Das steht ebenfalls ausser Frage, dass dies in D. vollzogen wird. Und wenn Sie schon mir nicht glauben, dann vielleicht der Merkel, die ausdrücklich für D. eine marktgesteuerte Demokratie nannte, ein anderes Wort für Neoliberalfaschismus. Blockwarte fragen nicht, sie denunzieren und hauen drauf ohne sich Gedanken zu machen.

rolli

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Traumflug 03.11.2013, 13:57
156.

Zitat von dedie
Gut S 21 wird gestoppt, dafür saniert man den über 100 Jahre alten maroden Stuttgarter Bahnhof inklusive des Kilometerlangen ebenso maroden Gleisvorfeldes für das Doppelte an Kosten im laufenden Betrieb. Man merkt mal wieder ganz schnell wie gut doch viele hier rechnen können.
Bislang waren die Rechnungen der S-21-Kritiker noch immer deutlich näher an der Realität als die Beschönigungen der Bahn. Da gehört ohne Zweifel auch die Rechnung dazu, dass die Sanierung des Bestands immer günstiger ist als ein neuer Bahnhof, der nicht weniger als 60 km teure und sanierungsanfällige Tunnel für die Zulaufstrecken braucht.

Davon, dass der neue Bahnhof kleiner ( = weniger leistungsfähig) als der bisherige werden soll, mal ganz abgesehen.

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walter_de_chepe 03.11.2013, 14:03
157. Es fehlt der Umgang mit Geld ...

Grube und Co. können nicht mit Geld umgehen. In dieser Situation hätte er keine Sekunde an Stuttgart 21 denken dürfen. Aber dieser Unsinn musste selbst mit Gewalt durchgesetzt werden.

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derinvestigator 03.11.2013, 14:07
158. Ohne Kontrolle der Bürger wirtschaftet der Staat nicht besser als private Investoren!

Nun muss Grube endlich die Unfähigkeit des Bahnvorstandes zugeben! Die Misswirtschaft im Bahnkonzern ist längst ein Fall, der politisch aufgearbeitet werden müsste. Investitionen in die Bahninfrastruktur wurden in der Mehdorn-Epoche bereits sträflich vernachlässigt, alles wurde dem Ziel der Börsenfähigkeit des DB Konzerns – wie immer gegen den Willen der Bevölkerung - untergeordnet. Die Berliner S-Bahn war das erste größere Opfer. Obwohl die Bundesregierung großspurig verkündete, möglichst viel Verkehr auf die Schiene zu bringen, gab sie einem Großmaul wie Hartmut Mehdorn freie Hand, die Bahn klein- und kaputt zu sparen. Außer einem persönlichen Dankeschön der Kanzlerin bekam er am Ende noch Boni von ca. 5 Million in den Allerwertesten geblasen. Jetzt darf dieser feine Herr am Berliner Flughafen weitere Milliönchen einsacken – der bisherige „Erfolg“ seiner Bemühungen: na ja, wie gehabt.
Der Staat in Bürgerhand kann nicht besser wirtschaften als private Gewinnabschöpfer, solange erwiesenermaßen unfähige Manager bzw. bloße Parteibuchbesitzer in die hochbezahlten Posten gehievt werden, denen sie fachlich einfach nicht gerecht werden können. Die Bürger kontrollieren die Politiker viel zu wenig, eigentlich gar nicht, so dass diese – entsprechend der neoliberalen Ideologie – alles daransetzen, ein riesiges Volksvermögen, wie das der Bahn zum Beispiel, an Spekulanten zu verhökern. Die Gewinne wie auch in anderen Bereichen der Daseinsfürsorge (Strom, Wasser, Post) machen nur einige wenige reich, zum Nachteil der Bürger, die sich diese Ausplünderung widerstandslos gefallen lassen. Im DB-Headquarter z. B. müsste längst mit eisernem Besen gefegt werden. Aber wer könnte das schon tun? Von der kommenden GroKo ist diesbezüglich nichts zu erwarten. Die extrem hohen Gehälter im Bahnvorstand gehören schon längst auf den Prüfstand.

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omirus 03.11.2013, 14:10
159.

Wieso zahlt man Steuern, wenn der Staat immer mehr seiner Aufgaben aufgibt?

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