Forum: Wirtschaft
Martin Eberhard und SF Motors: Das Tesla-Hirn
imago/ZUMA Press

Tesla-Mitgründer Martin Eberhard wurde aus dem Unternehmen gedrängt. Mit SF Motors arbeitet er an einer neuen Schmiede für E-Autos - die Elon Musk gefährlich werden könnte.

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Tante_Frieda 25.11.2017, 12:10
1. Man fragt sich

Man fragt sich immer wieder,weshalb deutsche Autoexperten so gern bei ausländischen Autofirmen anheuern.Ob das nun Angelsachsen sind oder Chinesen - überall werden die Deutschen als Könner geschätzt,dann aber,wenn man sich ihr Wissen angeeignet hat,aus dem Unternehmen gedrängt.Gerade bei Amerikanern ist es ein bisschen wie bei den Schweizern:Sie akzeptieren Ausländer nur äußerst widerwillig und meist nur solange,wie sie sie brauchen.Man wünschte sich,deutsche Autofirmen würden sich aufgeschlossener für die einheimischen Talente zeigen,damit diese ihr Glück nicht anderswo suchen müssen.

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joG 25.11.2017, 12:14
2. Man kann nur jede....

....Konkurrenz befürworten, die halbwegs frei ist von protektionistischen Maßnahmen. Allerdings ist noch relativ unbestimmt, dass eMobilität heutiger Vorstellung der Antrieb ist, der sich durchsetzen wird. Wollen wir es doch beobachten.

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Renée Bürgler 25.11.2017, 12:16
3. Die Brennstoffzelle ist viel praktikabler als die Lithium-Batterie.

Mit den Batterien, wird das nie was. Wegen dem Lade-Problem: Das Laden dauert viel zu lange. Und was geschieht, wenn 20 Millionen gleichzeitig laden wollen, aber kein Wind weht und keine Sonne scheint, es also keinen Strom aus erneuerbaren Quellen gibt? Das ist ein unlösbares, grundsätzliches Problem.

Der ganze Weg zur E-Mobilitität mit Hilfe von Batterien ist also völlig falsch. Tesla ist auf dem Irrweg, wird scheitern, muss scheitern.

Der richtig Weg zur E-Mobilität geht über die Brennstoffzelle. Toyota und auch einige deutsche Autohersteller präferieren diese Weg.

Dieser Weg zur E-Mobilität ist viel praktikabler. Denn der Ladenvorgang ist viel einfacher: Der Autofahrer tankt wie bisher, nur anstelle von Benzin wie bisher, in Zukunft Wasserstoff. Und der wird erzeugt, wenn Überschuss an Strom erzeugt wird.

Und die Brennstoffzelle ist umweltfreundlicher. Denn alleine die Produktion der Lithium-Batterie ist extrem umweltverbrauchend.

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staffriend 25.11.2017, 12:27
4. Welches Zeug

braucht man um Tesla zu überflügeln ? Ganz einfach, Autos bauen, welche Gewinn abwerfen, das macht es aus.

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Andreas Baumgart 25.11.2017, 12:27
5. Hat Martin Eberhard "schummeln" gesagt?

Mich würde sehr interessieren, ob Herr Eberhard tatsächlich einen englischen Begriff für "schummeln" verwendet hat, oder ob es ein englischer Begriff für "Betrug" war. Schummeln hat sich ja im deutschsprachigen Journalismus als vorauseilender industriekonformer Verharmlosungssprech etabliert. Aus den USA kenne ich das nicht.

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spontanistin 25.11.2017, 12:43
6. Wo ist jetzt das Innovative?

Da bleibt scheinbar nur die Batterie–Technologie sowie die SW für autonomes Fahren und eventuell die Steuerung von Radnabenmotoren. Alles andere kann überall zusammengekauft werden oder ist Standard–Technik. Bleibt nur noch After Sales Services und Zuverlässigkeit als Abgrenzungsmerkmal, um Käufer vom Wettbewerb abzuziehen.

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Jo-achten-van-Haag 25.11.2017, 12:58
7. Tesla

eine Firma die viel heiße Luft produziert. Die bauen zwar auch Autos aber agieren auf so vielen anderen Schauplätzen mit nicht ganz ausgereiften Produkten das man da so seine Zweifel bekommt. Siehe Dacheindeckung von Tesla. Möglicherweise hat Tesla aber auch ein Problem mit dem "manpower" bei dem leer gefegten Arbeitsmarkt in den Staaten. Das kenne ich aus eigener Erfahrung. Und eine neu Fab im Rustbelt zu bauen, dass dauert. Es scheint für den "Neuen" auch deswegen gut zu laufen weil er eine bestehende Produktionsanlage kaufen konnte. Im Umfeld sollten wohl noch ein paar Arbeiter verfügbar sein. Viel Glück für Ihn.

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wasistlosnix 25.11.2017, 12:58
8. Gibt es was neues?

Wenn die Batterien und die Infrastrukturen hergeben dann wird es E-Autos IKEA like geben. Als Bausatz im Autohaus mit vorgefertigten Komponenten. Was ein Auto in der Zukunft unterscheidet ist die Karosserie und das Interieur. Software wird commodity und wie Google Facebook etc. wird es da ein oder zwei Programme geben.
Die eigentliche Kompetenz der Autohersteller der Antrieb ist dann nicht mehr nötig. Denn gibt es dann Massenhaft vom Zulieferer wie heute die meisten Autoteile.

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Alias_aka_InCognito 25.11.2017, 13:01
9.

Grundsätzlich sollte man ja immer mehrgleisig fahren, weil jede neue Technologie auch eine Wette in die Zukunft ist.

Die E-Mobilität könnte sich unter folgenden Bedingungen durchsetzen:

Eine enorme Steigerung der Energiedichte in der Batterietechnologie. Aktuell sind etwa 250 Wh/Kg der Richtwert für Elektro-Autos.
Ein Elektro-Auto mit akzeptabler Reichweite und Komfort sollte mit mindestens etwa mit 250 KWh Energie aufgeladen werden, wobei dann der Akku 1000 Kg Gewicht aufbringen würde. Das ist nicht akzeptabel von der Produktion her und von der Effizienz des Autos her, weil diese träge Masse für das Handling und die Effizienz des Autos abträglich ist.
Von daher müsste die Energiedichte auf sich auf den Wert von 1000 Wh/Kg einpendeln, um einen guten 250 Kg Akkupack zu entwickeln.
Ob das möglich ist, ist heute nicht absehbar.
Da müsste es eine völlig neue Technologie geben, die bei der heutigen Forschungsleistung wohl erst dann auch in 20 bis 30 Jahren auf dem Markt kommen würde und etliche Milliarden an Investitionen braucht.

Die Ladeinfrastruktur muss aufgebaut werden, die ohne staatliche Investitionen in den Energieverteilungsinfrastruktur nicht realisiert werden kann und somit auch wieder etliche Milliarden kostet, aber dann immer noch eine Risikoinvestition sind.

Für die Produktion der Akkupacks werden seltene Erden und Rohstoffe gebraucht, an die ein Mangel besteht und dessen Abbau teuer und aufwendig ist.
Oft liegen die Lagerstätten dieser Rohstoffe in politisch und von der Sicherheitslage her absolut instabilen Gebieten, wo der Abbau äußert unrentabel werden kann.
Auch hier müsste dann wieder die Politik mit Milliarden in Vorleistung gehen, um diese Hürde der E-Mobilität zu nehmen.

Um es kurz zu fassen: Damit sich die Elektromobilität etabliert und vor allem rentiert, müssten schon einige jetzt noch unvorhergesehene Ereignisse und Durchbrüche passieren, von denen niemand prognostizieren kann, ob sich diese ereignen werden.

Es ist eine Wette in die Zukunft, wobei noch keine Elektromobilitätsunternehmung bis jetzt schwarze Zahlen liefern kann.

Auch SF Motors wird noch über Jahre oder sogar Jahrzehnte hinaus nicht selbständig wirtschaften können, sondern von Investoren abhängig sein, die ihre Gewinne immer noch mit den Verbrennern machen.
Oder es braucht einen Elon Musk, der über den Finanzmarkt sich die Gelder besorgt, um seinen Laden am laufen zu halten.

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