Forum: Wirtschaft
Martin Eberhard und SF Motors: Das Tesla-Hirn
imago/ZUMA Press

Tesla-Mitgründer Martin Eberhard wurde aus dem Unternehmen gedrängt. Mit SF Motors arbeitet er an einer neuen Schmiede für E-Autos - die Elon Musk gefährlich werden könnte.

Seite 3 von 5
hassowa 25.11.2017, 14:31
20. Das Batterie-Auto wird keine Zukunft haben

Vor rund 100 Jahren ist das Konzept schon einmal gescheitert und es wird wieder scheitern. Und zwar an zu geringer Reichweite, einer zu teuren Infrastruktur und an zu teurem Lithium. Die Zukunft gehört der Brennstoffzelle. Toyota setzt inzwischen auf dieses Konzept und überzieht Japan gerade mit dem Bau von Wasserstofftankstellen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-facebook-1629421895 25.11.2017, 14:33
21. Renée Bürgler

Wenn kein Wind mehr weht und keine Sonne mehr scheint, keine Flüsse mehr fließen, es keine Gezeiten mehr gibt, keine Geothermalie, keine Schwerkraft - dann brauchen wir auch keine Autos mehr.

Wasserstoff-Brenstoffzellen klingen erst auf den ersten Blick schlau: Das Zeug lässt sich aber nun mal kaum transportieren, da der Isolationsaufwand gigantisch ist. Man könnte natürlich eine NEUE Infrastuktur aufbauen, welche Tankstellen an ein Wasserstoffgasnetz anschließt. Aber das wäre teuerer, als das Stromnetz aufzubauen.

Zudem geht bei der Gewinnung von Wasserstoff sehr viel Energie verloren, da man es von Bewegung in Strom, von Stom in Wasserstoff, von Wasserstoff in Strom und von Strom in Bewegung umwandeln muss.

Es wäre aber sehr schlau Wasserstoffbrennstoffzellen als Energiespeicher zu nutzen. In dem man Windfarmen, wenn es zuviel Wind gibt (was aktuell eher der Fall ist) dazu nutzt, die Energie in Form von Wasserstoff zu speichern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Oberleerer 25.11.2017, 14:36
22.

Zitat von wasistlosnix
Wenn die Batterien und die Infrastrukturen hergeben dann wird es E-Autos IKEA like geben. Als Bausatz im Autohaus mit vorgefertigten Komponenten. Was ein Auto in der Zukunft unterscheidet ist die Karosserie und das Interieur.
Die Leute schaffen es heute nichtmal mehr einen PC zusammenzubauen und kaufen neue Notebooks, wenn die Platte voll ist.

Eine steife und trotzdem leiche Karosserie, die dann noch zum Design paßt und preiswert ist, ist ungemein kompliziert. Das Konstrukt soll dann zudem aus wenigen Teilen bestehen und mit wenig Bearbeitungsschritten zu verschweißen sein. Wasser soll sich nirgends sammeln und viele andere Komponenten müssen vorbereitet werden. Bei BMW ist z.B. im Schweller eine Öffnung, an dem der Subwoofer unterm Sitz angekoppelt ist. Dann müssen Kunststoff mit Stahl, Carbon und Aluminium optimal kombiniert werden.

Die Hersteller konstruieren auch ständig die Fahrwerke neu. Die Fortschritte zwischen den Modellgenerationen sind immer wieder beeindruckend, obwohl man denkt, da sei schon alles erfunden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Referendumm 25.11.2017, 14:40
23.

Zitat von Tante_Frieda
Man fragt sich immer wieder,weshalb deutsche Autoexperten so gern bei ausländischen Autofirmen anheuern.Ob das nun Angelsachsen sind oder Chinesen - überall werden die Deutschen als Könner geschätzt,...
Das liegt auch daran, dass Deutschland eben nicht (mehr !?) der Nabel der Welt ist. Oder schaut man ins Forum der aktuellen Titelschlagzeile, dann lese ich - zu recht - das da:
"Dank ihres (Anmerkung: unserer Regierung) grandiosen Versagens den teuersten Strom, die Altersarmut, den Nullzins, die unkontrollierte Zuwanderung in unsere Sozialsystem, die Wohnungsnot, den leeren, debattenfreien Bundestag und die AfD geschenkt.... "

Wenn ich jung wäre und mein Wissen quasi verkaufen möchte, dann würde ich heute auch ins Ausland gehen. Hier in D abzuwarten, bis alles sehr sichtbar den Bach runtergeht, nein danke!

Zum Thema SF Motors: Klingt erst einmal interessant, vor allem statt großmäulig und lautsprecherig aufzutreten, erst einmal den Job ordentlich zu machen. Trotzdem sehe ich die E-Mobilität noch recht skeptisch, es sei denn, das noch mehr Ideologie zu Tage tritt, indem Verbrenner - wieder besseren Wissens - einfach so verboten werden. Dass Länder wie Frankreich es machen, ist ihrer eigener Verrücktheit (Unfähigkeit !?) geschuldet. In einem Land, wo es u.a. keine bzw. kaum Gastankstellen gibt, weil deren Automobilindustrie voll auf E-Mobilität setzt.

Aber wir sind in Sachen "Energiewende" ja auch nicht viel besser. Das ist eben die Krux, wenn Ideologien etwas bestimmen, anstatt der Verstand und das Wissen/Know-How.

Ich wette, mit der heutigen Ideologie würden wir immer noch mit Pferdekarren durch die Gegend zockeln und uns über den vielen Mist freuen, denn unsere Bauern lieben den bekanntlich und setzen ihn zu Hauf ein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Oberleerer 25.11.2017, 14:46
24.

Zitat von Renée Bürgler
Mit den Batterien, wird das nie was. Wegen dem Lade-Problem: Das Laden dauert viel zu lange. Und was geschieht, wenn 20 Millionen gleichzeitig laden wollen, aber kein Wind weht und keine Sonne scheint, es also keinen Strom aus erneuerbaren Quellen gibt? Das ist ein unlösbares, grundsätzliches Problem. ... Und die Brennstoffzelle ist umweltfreundlicher. Denn alleine die Produktion der Lithium-Batterie ist extrem umweltverbrauchend.
Dies ist nur JETZT ein Problem, das kann sich aber in wenigen Jahren schlagartig ändern. Die Li-Si-Batterie verspricht eine 6x höhere Kapazität und die Feststoffbatterie verspricht extrem kurze Ladezeiten (weiß auch nicht wie man die Stromschienen ans Auto schraubt um 10.000A zu übertragen).

Die Ladestationen sind weniger das Problem, wenn diese ihrerseits an großen Akkus hängen, z.B. Blei, oder Redox-Flow und damit Überkapazitäten vom Netz nehmen. Bei Redox-Flow hätten Tankstellen weiterhin ihre Berechtigung und könnten vlt. sogar die Tanks weiterverwenden.

Wenn die Akkus tatsächlich 6x mehr fassen werden, kommt man meiner Meinung nicht um Wechselakkus herum.
300kWh wigen dann 300kg. Wenn man dann z.B. 10 Akkus á 30kg verbaut wäre das schon viel zu viel. Wenn man die Akkus mieten muß, wird man nur soviele reinpacken wollen, wie man wirklich braucht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Oberleerer 25.11.2017, 14:52
25.

Zitat von Alias_aka_InCognito
Ein Elektro-Auto mit akzeptabler Reichweite und Komfort sollte mit mindestens etwa mit 250 KWh Energie aufgeladen werden, wobei dann der Akku 1000 Kg Gewicht aufbringen würde. ... Für die Produktion der Akkupacks werden seltene Erden und Rohstoffe gebraucht, an die ein Mangel besteht und dessen Abbau teuer und aufwendig ist.
Derzeit wiegt ein 90kWh-Akku im Tesla 600kg. 250kWh ist dann eher bei 1,800kg.

Eine andere Technologie benötigt auch andere Rohstoffe. Die letzten Ergebnisse beim Li-Si-Akku deuten darauf hin, daß man nur wenig aktives Material benötigt, da die aktive Schicht nur 20µm dick ist.

Im Krieg hat man auch fett in Kautschuk-Plantagen investiert, weil der Verbrauch an Gummi so hoch war. Im Ergebnis haben die sanktionierten Deutschen den Kunstkautschuk erfunden und die damit die ganze Branche umgewälzt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dont_think 25.11.2017, 16:32
26. #3

Die Sonne scheint immer, jedenfalls die næchsten 4.5 Mrd. Jahre. Und Wind weht, solange sich die Erde dreht. Sie werden wohl keine Energiekrise mehr erleben. Was sollen also diese Cassandra rufe? Dummes Zeug.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
litholas 25.11.2017, 16:38
27.

Zitat von Renée Bürgler
... Der richtig Weg zur E-Mobilität geht über die Brennstoffzelle. Toyota und auch einige deutsche Autohersteller präferieren diese Weg. Dieser Weg zur E-Mobilität ist viel praktikabler. Denn der Ladenvorgang ist viel einfacher: Der Autofahrer tankt wie bisher, nur anstelle von Benzin wie bisher, in Zukunft Wasserstoff. Und der wird erzeugt, wenn Überschuss an Strom erzeugt wird. Und die Brennstoffzelle ist umweltfreundlicher. Denn alleine die Produktion der Lithium-Batterie ist extrem umweltverbrauchend.
Die Erzeugung von Wasserstoff ist so aufwändig, dass Brennstoffzellen-PKW dreimal so viel Strom benötigen wie Akku-E-PKW, und die Materialien für Brennstoffzellen sind noch viel "umweltverbrauchender" als die für Lithiumakkumulatoren.

Und das Betanken mit Wasserstoff unter 700bar hat mit dem von Benzin nur noch den optischen Eindruck aus grosser Entfernung gemein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
litholas 25.11.2017, 16:43
28.

Zitat von Alias_aka_InCognito
... Aktuell sind etwa 250 Wh/Kg der Richtwert für Elektro-Autos. Ein Elektro-Auto mit akzeptabler Reichweite und Komfort sollte mit mindestens etwa mit 250 KWh Energie aufgeladen werden, wobei dann der Akku 1000 Kg Gewicht aufbringen würde. Das ist nicht akzeptabel von der Produktion her und von der Effizienz des Autos her, weil diese träge Masse für das Handling und die Effizienz des Autos abträglich ist. ...
Das stimmt natürlich. Die ganzen Kleinwagen werden wegen des guten Handlings gekauft, und die Reichen kaufen sich nur deswegen 2,8-Tonnen SUV und Limousinen weil sie eh nie fahren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
litholas 25.11.2017, 16:47
29.

Zitat von Oberleerer
... Vlt. ist das auch der Grund, warum sich Daimler damals bei Tesla wieder verabschiedet hat. Da wurde viel zu viel Geld rausgezogen um immer wieder das nächste große Ding anzufangen.
Daimler hat sich wohl eher zurückgezogen als sich herausstellte, dass sie dort keine Möglichkeit finden können den Erfolg der E-PKW zu verhindern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 5