Forum: Wirtschaft
Martin Eberhard und SF Motors: Das Tesla-Hirn
imago/ZUMA Press

Tesla-Mitgründer Martin Eberhard wurde aus dem Unternehmen gedrängt. Mit SF Motors arbeitet er an einer neuen Schmiede für E-Autos - die Elon Musk gefährlich werden könnte.

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litholas 25.11.2017, 21:27
40.

Zitat von Renée Bürgler
... Die Betankung eines Autos mit Wasserstoff geht genauso schnell wie die heutige Benzin-Betankung. Dagegen ist die Zeitdauer, bis eine Batterie geladen ist, für den Autofahrer, der während einer Fahrt unterwegs mal nach"tanken" muss, inakzeptabel. ...
Mit der bereits gängigen Akkuchemie können E-PKW konstruiert werden, die 2 Stunden lang 130km/h fahren, dann 30 Minuten laden müssen, dann wieder 2 Stunden lang 130km/h fahren, dann wieder 30 Minuten laden usw.

Das reicht doch für alle, die nur 2- oder 3mal im Jahr Strecken über 300km fahren. Medizinisch empfohlen ist eine Rast alle 2 Stunden ohnehin.

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litholas 25.11.2017, 21:30
41.

Zitat von Renée Bürgler
... Wenn wir dazu das Problem mit den seltenen Rohstoffen berücksichtigen, die für die massenhafte Batterieproduktion benötigt werden, erscheinen mir die Vorteile der Brennstoffzelle klar zu überwiegen. ...
Brennstoffzellen-PKW benötigen ebenfalls Akkus signifikanter Grösse, und die Brennstoffzelle und deren Infrastruktur werden auch nicht nur aus Luft hergestellt.

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oxybenzol 25.11.2017, 21:35
42.

Zitat von nach-mir-die-springflut
Es ist richtig, es ist simpel, 4 Akkuschrauber an 4 Räder zu schrauben und die Schalter mit einem Seilzug so zu verbinden, dass dem Gefährt Vortrieb gebracht wird. Dass die 4 Akkuschrauber aber ein Gefährt sicher bei 250 km/h in der Kurve halten, dürfte nichts für einen Hinterhofschrauber sein und auch in Sachen TÜV-Abnahme eine kostspielige Angelegenheit. Das Argument von Eberhard, er will der zukünftigen Generation weniger CO2-Last aufbürden, ist pathetisch und geht an der Ursache vorbei. Menschengemachtes CO2 als neue Terrorwelle der Industriestaaten gegen die Umwelt zu sehen, ist zudem umstritten und einseitig (obendrein). Ursache für menschengemachtes CO2 ist nicht die Art der Fortbewegung, sondern die Form der Energiebereitstellung. Argumentiert man daher sortenrein, muss erst einmal die Herstellung der Energieträger aus erneuerbaren Quellen ausnahmslos zur Diskussion stehen. Sodann würde Strom aus den regenerativen Quellen (EE-Strom) neben Gas aus diesen Quellen (EE-Wasserstoff, EE-Methan) sowie Flüssigkraftstoffe aus diesen Quellen (EE-Benzin, EE-LOHC-Wasserstoff) zum Vergleich stehen, und zwar sowohl ökonomisch als auch technisch, ökonomisch gar neben betriebswirtschaftlich auch volkswirtschaftlich. Mag die eine Lösung technisch einen höheren Wirkungsgrad haben, die aber mit einer hohen Investition in die Verteilerlogistik nur zu implementieren ist, so mag die andere Lösung mit technisch schlechterem Wirkungsgrad bevorzugt sein, weil die Investition in die Verteilerlogistik geringer ausfällt oder gar ganz wegfällt. EE-Gase, EE-Flüssigkraftstoffe und EE-Strom sind also alle CO2-neutral hergestellt, womit sich die Diskussion ums CO2 umschifft, sie, die CO2-Diskussion, bleibt religiös anmutende Weltanschauung. Die einfachste Lösung scheint daher fürs Weitere die zu sein, das Fossil-Benzin durch das EE-Benzin zu ersetzen - um nämlich die bestehenden Verbraucher weiter direkt bedienen zu können. Neben der Verbraucherstruktur, die in ihrem Bestand unangetastet bleibt, mögen sich dann Alternativen entwickeln, die ausprobiert werden. Eine Alternative ist das Batterieautomobil. Angebot und Nachfrage machen den Preis. Das Kind würde sagen: "Papa, einfach viele Windräder aufstellen und Solaranlagen und Flusskraftwerke, dann aus dem Strom viel Benzin herstellen! Warum machen die das nicht?"
Frag doch mal Sunfire, was synthetisches Beznin kostet. Die werden dir sagen, dass das so viel kostet wie heutiges Benzin. Allerdings mit einer bedeutenden Einschränkung. Nur wenn MwSt und Mineralölsteuer wegfallen, ist es so billig.

Woher der Strom kommen soll, kannst du auch nicht beantworten und lässt daher ein Kind sprechen, das keine Ahnung hat. Die Bevölkerung spielt nun mal nicht mit, wenn man ganz Deutschland mit WKAs zupflastert.

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wahrheitsfreund 25.11.2017, 22:14
43. Alte Geschichten, neu aufgewärmt

Soweit ich mich erinnern kann, hatte Elon mal erwähnt, dass der Business-Plan, den Eberhard damals für Tesla vorgelegt hatte, eine einzige Katastrophe war. Wäre man nach diesem vorgegangen, gäbe es heute wahrscheinlich schon lange kein Tesla mehr und des Weiteren soll Eberhard für seine kurze Beteiligung eine nette Abfindung kassiert haben. Man wird ja sehen, was aus dieser neuen Firma wird. Elon schmückt sich also nicht mit fremden Federn, wie es dieser total neutrale Artikel suggeriert.

@Renée Bürgler
1. "Der Wasserstoff kann produziert werden, wenn im Netz ÜBERLAST besteht." Das ist richtig, aber ebenso kann man diesen Strom in Batterien speichern. Das hat den Vorteil, dass man danach nicht erst den Wasserstoff (mit Trucks) zu Tankstellen transportieren muss, wo er dann unter hohem Druck in speziellen Tanks gelagert, danach mit hohem Druck in spezielle Autotanks gefüllt, dann in der Brennstoffzelle (nicht im Motor) in Strom "umgewandelt" und dieser danach entweder zu einem, ebenfalls im Auto benötigten Akku, oder direkt zum Elektromotor bzw. Wechselrichter weitergeleitet wird. Sehen Sie den Unsinn dieser Technologie für PKW denn immernoch nicht? Toyota arbeitet jetzt vermehrt an reinen Akku-Autos und diese werden den völlig überteuerten Mirai, mit seinem Gassensor in der Fahrerkabine (falls Gase entweichen, die für Menschen gefährlich sein könnten) bald alt aussehen lassen.

2. "Die Betankung eines Autos mit Wasserstoff geht genauso schnell wie die heutige Benzin-Betankung." Naja, noch nicht so ganz, mit 4-8 Minuten muss man schon noch rechnen, an den wenigen und millionenteuren Ladesäulen. Man rechnet, dass man etwa 1kg für 100 km benötigt und man etwa 4kg/3min tanken kann. Das heißt, dass man in 5 Minuten etwa 6-7kg für 600-700 Kilometer Reichweite bekommt. Der einzige Preis, den ich auf die Schnelle finden konnte, ist 9 Euro pro kg, das wären also 9 Euro pro 100 km. Sagen wir mal, das Ganze könnte man auf 6 Euro reduzieren, dann käme man in etwa auf den gleichen Preis wie ein Elektroauto bei satten 30ct/kWh bei einem Verbrauch von 20 kWh/100km. Der Hyundai Ioniq liegt bei etwa 12-14 kWh/100km, das Model 3 von Tesla dürfte so um die 15-17 liegen. Für eine 300km-Akkuladung der zukünftigen E-Autos wird man etwa 15 Minuten benötigen, Porsche will sogar 400km schaffen und diese Zeiten werden kontinuierlich verbessert werden, weil die Akkus und Ladeinfrastruktur ständig weiterentwickelt werden. Nach wievielen km legt man normalerweise eine Bio-Pause ein?

Fazit: Wasserstoff-Brennstoffzellen-PkW könnten bestenfalls eine Zwischenlösung für 5-10 Jahre und ausschließlich Langstrecken sein, bis Akkus endgültig in jedem Punkt überlegen wären und würden in dieser Zeit jede Menge, schwer zu lösende, Probleme mitbringen, auf die ich hier gar nicht alle eingehen kann, wenn ich keinen Roman schreiben will.

@c.weise
"Eine aufschlussreiche Story. Das sich schmücken mit fremden Federn ist ein ganz unschöner Charakterzug - ein solch rücksichtsloses und rabiates Vorgehen wirft ein ganz schlechtes Licht auf den Tesla-Chef."
Na was glauben Sie denn, warum dieser Artikel geschrieben wurde (s.o,)?

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mazzmazz 27.11.2017, 05:57
44. Komische Diskussion irgendwie.

In D liegt die durchschnittliche Jahresfahrleistung irgendwo bei 15.000 Km.
Das sind 41 Km / Tag oder 68 Km / Werktag.
Natürlich gibt es Menschen, die 5 Km / Tag und solche, die 500 Km / Tag fahren.
Die große Masse wird jedoch bei 50-150 Km / Tag im Alltag liegen.
Diesen Mobilitätsbedarf kann man schon heute mit einem Tesla S locker stillen.
Bald wird es auch E-Autos in der 35,000 Eur- Klasse geben, die im Winter echte 250 Km schaffen.
Bleibt der Urlaubtrip. Da wird es aktuell noch eng. Ich denke, das E-Auto kann sich dann durchsetzen, wenn man Energie für 400 Km Reichweite binnen 15 Minuten nachladen kann.
Auf diesem Weg werden immer mehr Zweitwagen in Familien als E-Autos angeschafft werden. Die Familienkutsche bleibt erst mal ein Diesel oder Benziner.
Irgendwann in 20 Jahren werden sich dann immer mehr Menschen bei der Neuanschaffung der Familienkutsche fragen, weshalb man diese nicht auch mit E-Antrieb kaufen sollte. Die Reichweite reicht ja.
Des Weiteren sind günstige Range-Extender in Form einer mit Bioethanol betriebenen Brennstoffzelle möglich. Die Dinger kosten für Segelboote 3,000 Eur. Bekanntlich wird in diesem markt gerne mti Mondpreisen gearbeitet.
Im KfZ könnte man so etwas mit sicherem Gehäuse für 500 Eur nachrüsten. Eine Werksausstattung dürfte in 20 Jahren für den heutigen gegenwert von 100 Eur zu machen sein.
Ob dann der Akku mti dem kleinen Aggregat genauso schnell nachgeladen wie entleert wird, ist dabei egal. Wenn ich die Reichweite damit von 400 auf 650 Km erhöhen kann und dann 40 Minuten Ethanol und Strom nachtanke, reicht das für 90% der europäischen PKW-Nutzer locker aus. 100% braucht´s nicht. Die 10% Langstreckenfahrer müssen dann eben etwas anderes kaufen. Das Äuivalent zum Passat TDI wird dann eben ein E-Passat mit 200 L Ethanoltank sein.
Wasserstoff allerdings sehe ich nicht. Das war schon in den 90ern in den BMW-Tests nicht beherrschbar. Und damals wog der 7er, in dem man das getestet hatte, vor der Umrüstung nur 1.600 Kg.
Die Tankinfrastrukltur ist kaum beherrschbar. VW bekommt ja noch nicht einmal CNG-Tanks hin, die mehr als 5 Jahre halten.
Das Auto steht 3 Wochen und der Tank ist leer.
Der Energieverbrauch für das Kühlen des Tanks wird generell ignoriert.
Ne, da gibt´s schon heute Besseres. Keine Ahnung, weshalb man nciht schon längst einen VW Touran mit E-Motor und Bioethanol-betriebener Brennstoffzelle kaufen kann. Das Ganze dann noch für 25.000 Eur mit vernünftiger Ausstattung und VW wäre wieder ganz vorne in Europa.

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