Forum: Wirtschaft
Massive Störung: Ganz Argentinien und Uruguay ohne Strom
Julian Stratenschulte/dpa

Ganz Argentinien und Uruguay haben vorübergehend keinen Strom. Auch Teile Brasiliens, Chiles und Paraguays sollen betroffen sein. Das teilte der argentinische Energieversorger Edesur mit.

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gsa 16.06.2019, 15:00
1. Vielleicht ein Testlauf

Vielleicht wollte ja mal jemand ausprobieren, wie man das Stromnetz des anderen lahmlegen kann.

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radnabe 16.06.2019, 15:03
2. Energiewende

Wieder ein gutes Argument für eine Energiewende mit Abkehr von wenigen Großkraftwerken und hin zu einem sehr gut ausgebauten Netz.

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28zwei27 16.06.2019, 15:08
3.

Eine kurze Aktualisierung wäre nett, denn zumindest in Argentinien ist die Versorgung wiederhergestellt, Infrastruktur und Verkehr (inkl. Luftverkehr und Bahnfernverkehr) funktionieren.
Der Ausfall dauerte 85 Minuten.

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sans_words 16.06.2019, 15:11
4. Nicht schön

Ich bin gespannt, wie lange die Wiederherstellung der Stromversorgung dauert.

Im Falle eines Stromausfalls leidet die Infrastruktur (Kommunikation, Gesundheitswesen, Wasserversorgung, Verkehrsleitsysteme etc.) massiv. Spätestens wenn die Notfallbatterien leer sind und Notstromaggregate keinen Treibstoff mehr haben. (Wenn die Notsysteme überhaupt vorhanden sind und funktionieren.)

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Oberleerer 16.06.2019, 15:32
5.

Ich weiß nicht, wie das dort funktioniert. Unser Wechselstromnetz mit den 50Hz zur Steuerung finde ich auch veraltet. Die Wechselspannung verursacht Dämpfungsverluste, weil das ganze Netz 50x pro Sekunde umgepolt wird. Wenn schon im Netz die Verluste reduziert werden können, spart man damit vlt gleich Kohlekraftwerke ein.
Und wenn es, wie letztes Jahr in Serbien, zu Streitigkeiten kommt sackt in ganz Europa die Frequenz ab. Bei Gleichspannung würde einfach die Spannung absinken und bei irgendwelchen Schäden wären nicht sofart ganze Regionen betroffen.

Wechselspannung hat sich nur durchgesetzt, weil es vor 100 Jahren kein billiges Verfahren gab, Gleichspannung anzuheben.

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vliebermann 16.06.2019, 15:33
6. Suedamerika, immer noch Opfer der Conquistadores

43,1 % des genannten Energieriesens gehoeren ueber eine Firma mit Namen Enersis, S.A. zum spanischen ENDESA Konzern. Beutegierige Manager und profitgeile Aktionaere, die in Lateinamerika immer wieder Schwierigkeiten bekommen, wenn zuviel Gewinn ausgeschuettet wird und man sehr sehr wenig in Instandhaltung und Verbesserung der Infrakstrukturen investiert.
animos Argentina, animos Uruguay.

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Oberleerer 16.06.2019, 15:37
7.

Zitat von sans_words
Im Falle eines Stromausfalls leidet die Infrastruktur (Kommunikation, Gesundheitswesen, Wasserversorgung, Verkehrsleitsysteme etc.) massiv. Spätestens wenn die Notfallbatterien leer sind und Notstromaggregate keinen Treibstoff mehr haben.
Soweit ich weiß, ist das europäische Netz das stabilste Netz. In Südamerika sind Stromausfälle an der Tagesordnung, wenn auch nicht so großflächige. Jeder, für den es sich loht, hat Ersatz, weswegen auch von Geschäften berichtet wird, die über Stromgeneratoren verfügen.

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PriseSalz 16.06.2019, 15:40
8. Staatliche Investitionen?

"Die Infrastruktur des Landes ist wegen fehlender staatlicher Investitionen in vielen Sektoren veraltet." Ich hatte nach 30 Jahren Beobachtung der deutsche Politik den Eindruck das Privatisierung alles regelt. Mit diesem Satz kriecht die zugrundeliegende Idee doch noch raus: Privatisierung der Gewinne, Verstaatlichung der Kosten. Aber machen wir schön weiter. Privatisierung der Stromnetze, der Wasserwerke, des sozialen Wohnungsbaus, demnächst der Straßen... da gibt es noch viel zu tun. Ich kann gar nicht so viel essen...

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fritz_64 16.06.2019, 15:47
9.

Hoffe das es sich tatsächlich um technische Probleme aufgrund vernachlässigter Wartungsarbeiten handelt, irgendwie habe ich die Schnauze voll von eventueller Destabilisierung durch welche Mächte auch immer.

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